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Gestrahlte Teile mit vor Grundierung mit Fertan behandeln
Habe am Montag einige Teile vom Sandstrahlen geholt (Hauben, Kotflügel, Türen). Macht es Sinn, diese blanken Teile vor dem Grundieren nochmal mit Fertan zu behandeln oder ist das vertane Liebesmühe?
Beste Grüße
Sepp
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Meiner Meinung nach taugt Fertan gar nicht als Grundierung, sondern hat im Gegenteil zur Folge, dass eine anständige Grundierung (2K-Epoxy) nicht mehr so gut haftet.
Wenn Du allerdings lieber einen 2K-Acrylspritzfüller verwendest, ist eine Vorgrundierung mit einer 1K-Phosphatgrundierung (aka "Reaction primer") zu empfehlen.
Rostumwandler haben auf sandgestrahltem rostfreien Teilen nichts zu suchen.
Gruss
Andi
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P ist auch in den meisten Umwandlern enthalten, kostet aber den Faktor 100 und hinterlässt aber keine Rückstände.
Gerade gesandstrahlte Flächen enthalten gerne MIkrorostpartikel der so weit im Blech ist, dass er mit Sandstrahlen nicht weggeht.
Verwende ich seit 20 Jahren mit bestem Erfolg
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Bei mir hat der Strahlbetrieb NIE NICH blankes Blech rausgegeben, sondern sofort nach dem Strahlen grundiert, damit sich kein Flugrost bildet, egal, ob Klein- oder Großteil. Sonst müßte man beim Abholen ja Handschuhe tragen, um keine Rost-Fingerabdrücke zu hinterlassen.
Holt Ihr EUre Teile wirklich blank ab?
LG Jens
Gruß Jens (Signature s#cks)
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage ?
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Gruß, Thomas
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On 2016-08-31 13:47, JE wrote:
Ich hab da ne Verständnisfrage?
Bei mir hat der Strahlbetrieb NIE NICH blankes Blech rausgegeben, sondern sofort nach dem Strahlen grundiert, damit sich kein Flugrost bildet, egal, ob Klein- oder Großteil. Sonst müßte man beim Abholen ja Handschuhe tragen, um keine Rost-Fingerabdrücke zu hinterlassen.
Holt Ihr EUre Teile wirklich blank ab?
LG Jens
Deshalb behandle ich sie ja mit Phophorsäure, auch das sofortige Grundieren lässt Mikrorostanteile im Material, die nach ein paar Jahren als Lackblase erscheinen, so bin ich auf der sicheren Seite.
Meine 450SL Rohkarosse ist jetzt zum Teil gesandstrahlt, das korrekte Auftragen und Abwaschen der Phosphorsäure hab ich danach "überwacht" damit es auch wirklich passiert. Ich trau da keinem Lackierer, die maches sonst eh das, was sie für richtig halten.
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Und ich nehme Kleinteile im Pappkarton oder große mit Handschuhen entgegen.
Teile an denen ich nach derm Sandstrahlen noch viel zu arbeiten habe, habe ich meist eingeölt. Das stört weniger beim Schweißen, Ausbeulen oder Auflöten/Aufzinnen.
Nach saubermachen mit Silikonentferner grundiere ich dann selber mit 2k Epoxi Zinkstaubfarbe oder 1k Reaktionsprimer - je nach späterer Belastung des Teils.
Beide Varianten können mit minimalen Eisenoxidschichten umgehen. Entweder durch die Opferanode Zink oder die enthaltenen Säuren im Reaktionsprimer.
Grundsätzlich halte ich mich an die Verarbeitungshinweise der Lackhersteller - sie sollten ihre Produkte am besten kennen und bieten typischerweise einen ganzen Zoo an Primern, Additiven und Oberflächenreinigungsmittel an, der zu ihren Produkten kompatibel ist.
Fertan ist eine Gute Sache um rostige Ecken, die man mit Sandstrahlen nicht erreicht am weitergammeln zu hindern. Als Primer für rostfrei Oberflächen würde ich es nicht verwenden - dafür gibt es spezielle Produkte, die das besser können. Wenn Fertan, dann höchsten an den Falzen und Winkel, die dem Sandstrahl unzugänglich waren, nicht jedoch in der Fläche.
Sören
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dass ich es richtig verstehe, wie bringst du denn die P-Säure auf den Flächen auf, muss die Säure flüssig drauf stehen oder kann sie auch antrocknen?
Wann stellst uns denn mal dein neues SL-Projekt vor?
Grüße
Klaus; 78er, 280SLC, Astralsilber, Leder rot
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On 2016-08-31 16:16, speichenheinz wrote:
Hallo Gerd,
dass ich es richtig verstehe, wie bringst du denn die P-Säure auf den Flächen auf, muss die Säure flüssig drauf stehen oder kann sie auch antrocknen?
Wann stellst uns denn mal dein neues SL-Projekt vor?
Grüße
das Zeug ist wasserklar und auch flüssig wie Wasser, groß antrocknen sollte sie nicht, dann wirkt sie nicht mehr richtig. Also immer wieder mit P anfeuchten und nach ca 20 Minuten bei gesandstrahlten Flächen abwaschen und trocknen lassen, das Material wird dann grau in verschiedenen Schattierungen (Phosphatschicht) Die Oberfläche muss vorher entfettet werden, Verdünner taugt da nichts, am besten eine starke Lauge wie Marineclean
Montag mach ich mal Bilder und stell sie ein!
Gruß
Gerd
de.wikipedia.org/wiki/Phosphors%C3%A4ure [ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : gerd am 31-08-2016 16:25 ]
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danke für den Hinweis, werde das mal probieren...
Klaus; 78er, 280SLC, Astralsilber, Leder rot
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On 2016-08-31 21:19, messerfloh wrote:
Gerd, ein sehr günstiges Thixotropiermittel ist einfacher Tapetenkleister. Ein, zwei Eßlöffel davon auf nen Liter, je nach gewünschter Konsistenz. Ist eben auch wasserlöslich und somit nach der Phosphatierung gut abwaschbar.
prima Idee! Aber, ich weiss nicht, ist es nach einem evtl. Eintrocken auch noch abwaschbar? Manche Mittel (Dispersionsfarbe z.B.) sind ja nach dem Trocknen nicht mehr wasserlöslich
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On 2016-08-31 14:23, emanresu wrote:
Teile an denen ich nach derm Sandstrahlen noch viel zu arbeiten habe, habe ich meist eingeölt. Das stört weniger beim Schweißen, Ausbeulen oder Auflöten/Aufzinnen.
Sören
Du ölst Teile ein an denen du noch schweißen willst?
Gerade Öl würde ich dabei meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Martin
Gruß
Martin
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Sören
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Scheene Griaß
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Besten Dank für Eure Antworten. Dann werde ich die Teile zunächst mit der Phosphorlösung grundieren.
Danke für Eure Mühen,
Sepp
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ist Tapetenkleister nicht einfach Weizenmehl...habe ich zumindest so in Erinnerung?
Achtung bei Phosporsäure und 2K-Epoxy: das Zeugs verträgt sich nicht! Die Säure muss zwingend mit einer Lauge neutralisiert werden, also nicht einfach nur mit Wasser abwaschen (Gerd empfiehlt Marine-Clean, es geht auch günstiger mit Natronlauge...).
Das ist auch der Grund, wieso 1K-Reaktionsprimer (Phosphorsäuregrundierung) nicht unter 2K-Epoxy angewendet werden darf.
Aber die Datenblätter der Lackhersteller zu lesen, ist immer eine gute Empfehlung
Gruss
Andi
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Wie entfernst Du Ölreste vor dem Grundieren?
Gruss
Andi
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