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Monoventil 560 undicht
an meinem 560er ist das Monoventil undicht. Es tropft Kühlwasser nach außen. Mir scheint, der Kunststoff ist gerissen (siehe Bilder). Hat das jemand mal gehabt?
Ich denke an ein Gebrauchtteil vom SL-Schlachthof. Habt Ihr weitere Vorschläge?
Gruß
Andreas
W108 280S/8 Bj 71; R107 560SL Bj 88
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nein das ist ein ungewöhnlicher Fehler. Normalerweise gehen die Einsätze, speziell die Membrane defekt. Bei einem gebrauchten Monoventil solltest Du die Leichtgängigkeit und Dichtheit der Membran genau prüfen.
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danke für die schnelle Antwort. Mir geht es vor allem um das Gehäuse. Einsätze habe ich mittlerweile diverse
Gruß
Andreas
W108 280S/8 Bj 71; R107 560SL Bj 88
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ich vergaß die Wasserablauflöcher. Da darf aber nur Wasser rauskommen, wenn die Membrane undicht ist.
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danke noch mal für's nachlegen. Ich hatte das Monoventil noch mal raus. Es ist tatsächlich so, daß die Kühlflüssigkeit an den Wasserablauflöchern ausgetreten ist. Die Membrane ist jedoch in Ordnung. Ich hatte dieses Bauteil jetzt schon "hundertmal" in der Hand und verstehe die Funktion immer noch nicht vollständig. Ich bin aber sicher, daß selbst mit gerissener Membrane kein Wasser austreten sollte, da das Kühlwasser in jedem Fall hinter die Membrane kommt. Dies ist so vorgesehen, es gibt extra ein Wasserübertrittsloch im Ventilkörper. Ich hatte den identischen Einsatz mit identischer Membran, jedoch geänderter Einspannung (Gummis und Unterlagscheiben zwischen den Sprengringen) noch mal eingebaut, ohne daß Kühlwasser austrat. Leider hatte ich wieder den Effekt, daß das Ventil selbständig schließt, also bei laufendem Motor die Heizung nicht läuft.
Das Bauteil ist hydraulisch recht komplex. Die Bewegung kommt nicht (nur) durch die elektrische Ansteuerrung und die Federkraft zustande sondern wird durch die Druckverhältnisse über und unter der Membrane maßgeblich beeinflusst.
Noch habe ich den sportlichen Ehrgeiz zu verstehen, wie es funktionieren sollte.
Gruß
Andreas
W108 280S/8 Bj 71; R107 560SL Bj 88
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ich werde das demnächst genau in einem Artikel erklären, wie der Ventileinsatz wirklich funktioniert. Das versteht man erst, wenn man die Patentschrift studiert. Wenn die Membran ungünstig reißt oder Dreck im Sitz der Auflage ist, kann durchaus Wasser nach oben an die Spulen kommen. Ich habe hier ein Duoventil liegen, wo die Ringe um die Spulen mit weißen Ablagerungen überzogen waren. Die Membranen waren sogar noch heil, aber so ausgehärtet, dass sie kein Schließen des Ventils mehr zuließen. Der Verkäufer mercedes-teile-vk auf eBay hat mir natürlich ein Teil verkauft, das beim Ausbau noch toll funktionierte und wollte dann nicht glauben, dass es defekt sein soll. So ist das halt auf eBay.
Und Du hast vollkommen Recht, dass das Öffnen der Ventile sowohl elektrisch als auch hydraulisch erfolgt. Dafür ist es nämlich ein Doppelventil.So wird der benötigte Strom zum Öffnen beschränkt. Wenn die Membranen reißen, wird das auch noch funktionieren, es wird aber dann die Treiber in der Elektronik überlasten und irgendwann sterben lassen. Dreck und gerissene oder ausgehärtete Membranen sind der Tod dieses Systems.
Und ich weiß inzwischen auch, was zu tun ist, um aus den USA//CN Einsätzen funktionierende Ventileinsätze zu bekommen. Den Artikel schaffe ich aber nicht mehr vor dem Urlaub. Erst muss ich noch alle meine Autos und mein Motorrad über den TÜV bringen.
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Anbei meine Theorie zur Funktionsweise des Monoventils:
A) Heizung 100% eingeschaltet, also Ventil spannungsfrei:
Die Kühlflüssigkeit durchströmt das Ventilgehäuse. Im unteren Ringspalt zwischen Ventil und Gehäuse entsteht durch die Strömungsgeschwindigkeit ein statischer Unterdruck, der eine Kraft auf das Ventil nach unten ausübt. Dem steht die Federkraft im Ventileinsatz entgegen. Der Ventileinsatz ist komplett Kühlmitteldurchströmt. Auch hinter der Membrane ist Kühlwasser, dies kann an der Ventilachse entlang nach unten zum Gehäuseaustritt hin abfließen. Wenn alles funktioniert ist die resultierende aller Kräfte so, daß das Ventil geöffnet bleibt
Heizung 0% eingeschaltet, also Ventil geschaltet:Durch die Spule wird eine Kraft induziert, die die Ventilachse nach unten bewegt. Auf der Ventilachse sitzt eine Gummidichtung, die den Raum zwischen Ventilachse und Ventileinsatz verschließt. Kühlwasser kann nicht mehr entlang der Ventilachse nach unten fließen. Es baut sich unter der Membran ein leichter Überdruck auf, der die magnetische Kraft unterstützt. Das Ventil schließt, der Kühlwasserstrom wird gestoppt.
C) Heizung wird eingeschaltet, d.h. Ventil wird wieder spannungsfrei:
Dies ist der spannende Moment, da jetzt die Ventilachse nach oben geht und die Gummidichtung an der Ventilachse den Durchfluss freigibt, wodurch das Kühlwasser unter der Membrane abfließen kann. Erst dadurch (nicht schon durch die fehlende magnetische Kraft) öffnet das Ventil wieder.
D) Meine Schlussfolgerungen:
1) Der eigentliche Ventilteil muß beweglich auf der Ventilachse sein und einen Ringspalt zwischen Gummidichtung auf der Ventilachse und Ventilteil ermöglichen
2) Der Austritt aus dem Ventilteil an der Ventilachse muß einen möglichst großen Querschnitt offenlassen
3) Die Feder im Ventileinsatz muß stark genug sein, um die Selbstschließung des Ventils zu verhindern
4) Die Membrane muß dicht sein, damit sich ein Überdruck aufbauen kann, der das Ventil schließt
E) Umsetzung:
Ich habe von meinen drei Einsätzen die Kombination gewählt, die:
1) Möglichst leicht läuft
2) Dem Ventilteil möglichst viel Spiel auf der Achse ermöglicht
3) Den Ventilteil nur mit dem Sprengring (ohne Unterlegscheiben) eingebaut
Ich konnte das jetzt noch nicht Probefahren. Da ich möglicherweise keinen originalen Einsatz besitze, kann es ein, daß es immer noch nicht funktioniert (Schlussfolgerung 3).
Ich bin gespannt auf Kommentare und Anmerkungen
Gruß Andreas
W108 280S/8 Bj 71; R107 560SL Bj 88
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das geht schon in die richtige Richtung. Ich schreibe es zusammen und schildere auch die Fehler. Bitte noch etwas Geduld.
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gibt es dazu schon ein Ergebnis?
"E) Umsetzung:
1) Möglichst leicht läuft
2) Dem Ventilteil möglichst viel Spiel auf der Achse ermöglicht
3) Den Ventilteil nur mit dem Sprengring (ohne Unterlegscheiben) eingebaut
Ich konnte das jetzt noch nicht Probefahren. Da ich möglicherweise keinen originalen Einsatz besitze, kann es ein, daß es immer noch nicht funktioniert (Schlussfolgerung 3)."
Ich stehe im Moment vor dem Problem, dass das Ventil mit einer Zubehör-Membran auf einem originalen Einsatz von alleine schließt (trotz Stromlos/Stecker ab).
Hatte alles schon mehrfach auseinender und unterschiedliche Varianten probiert, sobald der Motor jedoch mit etwas Drehzahl läuft, zieht sich das Ventil zu und es bleibt kalt..
Beste Grüße
Jan
W126 300SE Bj. 1986
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Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens, die in Dir schwingt.
Buddha
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natürlich, gefühlt sieben mal.
Das kuriose ist, dass das Ventil sich in dem Moment von allein schließt, sobald
a: die elektrische Zusatzpumpe läuft
b: die Motordrehzahl über sagen wir 2200 Umdrehungen steigt
Die Federkraft fühlt sich subjektiv solide an, ich kann mir bald nur noch vorstellen, dass sich hinter der Membran irgendwie ein Überdruck bildet, der das Ventil zum Schließen bewegt.
Ich teste es mal, die Drosselbohrung zu verschließen, die ist ja laut Funktionsbeschreibung als Schließ-Hilfe in Funktion.
Die Führung, wo der Stößel durch das Ventil geht, habe ich schon etwas größer gebohrt, um etwas mehr radiales Spiel und damit einen besseren Abfluss zu erreichen.
Fällt sonst noch jemandem was ein?
Habe sogar schon geprüft, ob nicht vielleicht die neue Zusatzpumpe in die falsche Richtung pumpt..
Beste Grüße
Jan
W126 300SE Bj. 1986
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ich nehme an, dass Du Dich schon länger mit dem Thema beschäftigt hast und weißt, dass das Monoventil gepulst schließt. Du kennst bestimmt auch schon meinen Artikel eines Testers für die Ansteuerung.
Wenn Du den Tester anschließt, was sagen dann die LEDs? Wird noch gepulst, wenn die Drehzahl so hoch ist oder die Heißwasserpumpe läuft? Und wie weißt Du dann, ob dass das Ventil schließt und nicht mehr öffnet?
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und wenn ich Deinen 1. Post lese, bin ich etwas verwirrt.
Also frage ich besser nach:
Hat das Sieb auf der Stößelstange im ausgefahrenen Zustand radiales UND axiales Spiel?
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bei abgezogenem Stecker lasse ich ja die Ansteuerung außer Acht. Ich möchte in diesem Fall ja, dass es immer offen ist und geheizt wird.
Ist der Stecker drauf, kann ich im Standgas die Temperatur regeln, dh. ich kann auch kalte Luft anfordern. Auf und zu scheint also zu funktionieren.
Dass das Ventil bei höherer Drehzahl durch den Wasserdruck zugezogen wird, ist nur eine Vermutung bzw. meine einzige Erklärung..
Das Sieb hat im ausgefahrenen Zustand nur radiales Spiel. (Wird ja vom Konus des Hilfsventils gegen die vordere Hülse gedrückt)
Der Test mit der verschlossenen Drosselbohrung war übrigens einigermaßen positiv, die Fahrt war allerdings recht kurz.
Was aufgefallen ist, dass augenscheinlich der Spalt zwischen dem Konus, der den Wasserablauf verschließt und dem Gegenstück des Gehäuses, bei geöffnetem Ventil recht schmal ist (wenige mm). Ggf. werde ich den Ventileinsatz (das umgebördelte Stück beim Hilfsventil) etwas kürzen, sodass der Spalt größer wird.
W126 300SE Bj. 1986
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wenn Du den China Einsatz als Ersatz für den originalen Einsatz hast, dann fehlt das axiale Spiel. Wie ich in meinem Artikel schrieb, gehen die nicht und haben diesen Design Fehler. Du musst das nach meinem Artikel mit dem Originalteil umbauen. Das Aufbohren vergrößert nur das radiale Spiel, das reicht nicht.
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wenn die gesamte Ventileinheit ausgebaut vor mir liegt und ich den Stößel per Hand heraus ziehe, ist dort ein Spiel von 3mm, bevor das Hilfsventil schließt und damit auch das Sieb mit heraus drückt.
Mit Einsatz ist das Metallteil mit Stößel und Feder gemeint, oder? Das ist noch original, lediglich die Membran/Siebeinheit wurde getauscht.
W126 300SE Bj. 1986
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3mm axiales Spiel ist wiederum erstaunlich viel. Ich bin mir gar nicht sicher, dass dann im eingebauten Zustand das Hilfsventil noch schließen kann. Stelle das mal auf 1mm maximal ein.
Ansonsten nimm wirklich mal den Tester mit der LED und prüfe, was die Ansteuerung macht. Öffnet und schließt sie wirklich oberhalb 2200 / min?
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Alle Tests waren ohne Stecker/Stromlos und somit eigentlich mit zwangsweise geöffnetem Ventil. Das meine ich mit "das Ventil geht von alleine zu", da es nicht gesteuert werden kann.
Schließen kann das Ventil wohl auch bei einem Spiel von 2mm; das tut es ja schließlich (ohne elektrische Ansteuerung), auch wenn es das nicht soll.
Den Membraneinsatz aus dem Zubehör habe ich jetzt noch einmal hier und da etwas bearbeitet und fahre die Tage noch mal einen Test.
W126 300SE Bj. 1986
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wenn Du die Drosselbohrung verschließt, kommt ja trotzdem über das axiale Spiel und offene Hilfsventil Kühlwasser hinter die Membran. Normalerweise sollte aber die Feder ausreichen, das Ventil dann offen zu halten.
Was ich jetzt noch nicht verstehe, woher Du denn dann weißt, dass das Ventil oberhalb 2200/min und bei laufender Heißwasserpumpe schließt.
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