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Getriebe 560SL: Hochschalterverhalten komisch und Kickdown geht nicht
gestern Abend habe ich mir noch einmal alle Eure Tipps und Ratschläge einzeln durchgelesen. Leider bin ich auf dem 560 SL noch ziemlich neu und muss Teil für Teil begreifen und durch Eure Hilfe auch schon lösen können. Aber mein Weg ist lang befürchte ich.
Bei mir treten die folgenden Probleme seit Anfang an auf:
- Getriebe schaltet nur hoch bei Gaswegnahme. Also Pedal an lupfen bedeutet nächst höherer Gang.
- Getriebe schaltet sehr hart.
- Auch hält er nicht den Gang sondern schaltet sehr früh immer wieder runter.
Ausnahme: Bei kaltem Getriebe kommt ganz vereinzelt vor, dass ein Gang auch schon mal bei niedriger Drehzahl geschaltet wird. Beim kalten Getriebe sind auch die Schaltvorgänge weicher. Auch das Gaspedal an sich ist normal weich.
- Kickdown funktioniert
- Ölwechsel und Filter wurden gerade gemacht.
- Ölstand ist Ok.
Das Getriebe wurde. Soweit ich weiß, vom Vorbesitzer relativ kurz vor dem Verkauf an mich schon einmal ausgebaut zwecks Wechsel des Simmerings sagte man mir.
Nachdem ich jetzt alle Eure Beiträge gelesen habe und mich strikt der Aussage gegenüber verweigere, mein Getriebe sei Geschichte, glaube ich fast es hier mit dem Problem des Steuerdrucks und auch sogar mit dem Schalter zum ersten Gang zu tun zu haben.
Da ich allerdings fast ausschließlich auf mich alleine gestellt bin, lautet meine Bitte bzw. Frage an Euch ob niemand eventuell Fotos davon hat, wo man genau den Steuerdruck reguliert und wo der Bowdenzug zum Getriebe verläuft, sodass ich verstehe wo ich hier ansetzen soll.
Der betreffende Schalter vom ersten in den zweiten Gang sollte sich, wenn ich das richtig verstanden habe in der Schaltkulisse selbst befinden. Da wo man den Schalthebel nach rechts in die Gasse drückt. Hierzu muss ich allerdings anmerken, dass ich beide Gänge vor kurzem gefahren habe. Er schaltet manuell in den ersten Gang und dann auch manuell durch Bewegung des Schalthebels nach links in den zweiten.
Im Stadtverkehr schalte ich normalerweise auf Stufe 3 im Getriebe weil ja jedem Zurücknehmen des Gaspedals hochgeschaltet wird und er dann zu schnell läuft.
Ich hoffe Ihr könnt mir helfen bei meiner fahrenden Baustelle, so ein Problem nach dem anderen zu beheben.
Er springt auch sauber an und wenn er kalt ist läuft alles richtig gut. Der Motor zieht sauber und das Gaspedal ist direkt und weich. Nach einigen hundert Metern fehlt es dann aber wieder an Leistung und einwandfreiem Durchzug. Das fühlt sich an als ob das Gemisch viel zu fett ist. Einmal warmgefahren und ein paar Mal hochgedreht geht es dann besser, aber das Anfahren an der Kreuzung ist mit Vorsicht zu genießen, weil ein etwas zu schneller Druck auf das Gaspedal mit einem Blubb den Motor zu schweigen bringt.
Meine Werkstatt sagt mir, ich solle das so lassen und froh sein, dass er jetzt so liefe wie er läuft.
Also erst einmal Getriebe. Vielleicht könnt Ihr mir ja mit ein paar Fotos und kleiner Beschreibung wo ich hinter dem Luftfilter hinzugreifen habe.
Danke Jochen
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- Gullydeckel
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gut dass Du das so pragmatisch siehst. Mit Sicherheit gibt's an dem Ding viele Baustellen und einige werden sich gegenseitig beeinflussen.
Deine Schlussfolgerungen klingen so, als wenn Du schon viel Lesestoff verarbeitet hast. Das ist sehr gut, weil nur so und mit weiteren Probebohrungen im Motor- und Getrieberaum geht's voran.
Aus Deiner Beschreibung kann ich zwei Hinweise ableiten, aber ich bin weder Motor- noch Getriebeexperte. Zwar habe ich meines erfolgreich überholt und schließlich auch repariert, bin aber weit davon entfernt, alle Geheimnisse zu kennen.
Folgende Vorschläge hätte ich trotzdem zu bieten: Um die Spur mit dem Schalter bzw. auch einer ggf. indifferenten Bestromung des Magnetventils auszuschließen bzw. zu prüfen, kannst Du einfach den Stecker am Magnetventil des Getriebes abziehen. Bitte sicherheitshalber isolieren, damit es nicht funkt wenn er während der Probefahrt da herum baumelt.
Man kommt da gut dran (unten rechts neben dem Anschluss der Kardanwelle - es geht ein Kabel dran ... ist ggf. das Abschirmblechzeug im Weg, das kriegt man aber schnell gelöst. Getriebe abfangen nicht vergessen).
Das Magnetventil wird außer vom Kickdown-Schalter bzw. dem Schalter in der Schaltkulisse auch noch von einem Steuergerät betätigt. Das führt dann z.B. im Warmlauf dazu, dass der 2. Gang so lange drin bleibt und der Motor hochdreht. Eine Maßnahme um den Kat schneller warm zu bekommen.
Also: Kabel ab und schauen was sich ändert.
Der Steuerdruckzug (frag mal Google, guten Suchbegriff "bowden cable mercedes 722.3") ist nahe der Spritzwand grob an der Stelle eingehängt, wo der Durchtritt der ganzen Gaspedalmimik ist. Also so hinten zwischen dem "V" und dem Lüftungskasten.
Was das Gerucke angeht: Das klingt irgendwie nach Unterdruck/Modulierdruckdose. Das könnte ggf. auch zu deinen Betriebsstörungen im Warmlauf passen. Wahrscheinlich hast Du diverse Unterdrucklecks. Entweder schon/nur in der Unterdruckversorgung der Modulierdruckdose (geht ungefähr genau dort an's Saugrohr wo auch der Steuerdruckzug angeschlossen ist) oder noch an vielen anderen Stellen und der Motor zieht dort Falschluft bzw. klaut der Dose den Unterdruck.
Grüße Martin
Ich bin jetzt in dem Alter wo ich meine Fehler zugeben könnte - wenn ich welche hätte
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- mcdarookie
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@Getriebe, hier würde ich mal den Steuerdruckzug nachziehen, es klingt als ist das lose.
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erst einmal ein großes Dankeschön an Dich für Deine Ausführungen. Man sollte nie vergessen, dass da jemand vollkommen uneigennützig mit deinen Problemen auseinandersetzt und dann seine Erfahrung so textlich formuliert, dass sie jedem verständlich ist. Ich glaube, so etwas kann man nicht genug loben.
Also gelesen habe ich alles sogar dreimal. Google hat mich auch schon der Sache näher gebracht und am Wochenende hoffe ich mich der Geschichte einmal annehmen zu können. Anfangen werde mit dem beliebten Bowdenzug und auch mal die Membrane zumindest in Augenschein nehmen. Vielleicht ist ja was zu sehen oder auch bei mir ein Schlauch nicht aufgesteckt.
Ich muss halt wegen solcher Sachen immer in die Werkstatt wegen der Bühne. Will ich dabei sein geht das dann wieder nur am Samstag Vormittag und da wiederum ist in der Werkstatt Hochbetrieb. Es bedarf also immer einer gewissen Organisation .
Irgendwie geht es aber doch Schritt für Schritt weiter. Und das Auto ist den Einsatz allemal wert.
Wir hatten letzten Sonntag Top Wetter. Dann am Nachmittag mit offenem Verdeck am Lago zu cruisen, ist halt super und lässt vieles vergessen was noch so richtig funktioniert.
Also nochmals Danke.
Jochen
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In die Einspritzdüsen hatte ich schon investiert. 8 neue originale Düsen samt neuer Verkablung von Bosch waren so ziemlich meine erste Investition. Dies einmal verbaut, brachte keine Verbesserung. Der Motor wollte einfach nicht. Dann stellte man eher durch Zufall fest, dass bein den Düsen kein Benzin, sondern an dessen Statt eine braune Brühe ankam. Also Tank gereinigt, neuen Filter verbaut und auch zwischenzeitlich Benzinpumpen etc. Alles neu. Die neuen Einspritzdüsen wurden ausgebaut und vom Fachmann gereinigt. Anschließend dann Tank - weise teure Reinigungsmittel bei 100 Oktan Sprit durchgeschossen.
Der Motor war beim Vorbesitzer angeblich raus und ist Grundüberholt worden, da der Wagen immer angeblich, über 10 Jahre gestanden haben soll. Der Tank sei damalig innen beschichtet worden. Leider decke ich vieles über dieses von Car - Classic mit der Note zwei beurteilte Auto erst langsam und mehr oder weniger Zufall auf.
Mein Problem ist einfach nur eine Fachwerkstatt die was vom 560 ger versteht und hier leider nicht gibt oder von mir noch nicht gefunden wurde. Die sagen immer sie können das, aber leider ist dem dann doch nicht so.
Also Danke und Gruss
Jochen
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- mcdarookie
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Bei deiner systematischen Fehleranalyse schwant mir böses bzgl. des Motors. Wieviel hat der runter? Klingt nicht gut
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mcdarookie wrote: wo wohnst du denn? Also hier in Berlin hab ich den besten MB Mechaniker der Welt.
Oh je,
wenn das Obelix116 als der bisher beste MB Mechaniker der Welt
Viele Schraubergrüße - best regards, Volker, Admin und Betreiber
Fast alles zu Zündung und Jetronic auf jetronic.org
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- jhwconsult
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. Hartmut aus Hessen .
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Angebot steht.
Gruss
Jochen
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Das Fahrzeug selbst hat ehrliche 62000 miles gelaufen. Nach meinem Wissensstand hat der aber über 10 Jahre gestanden. Dann muss wohl die Maschine ausgebaut und überholt worden sein. Anzeichen hierfür sind zum Beispiel die Steuerketten. Die sind definitiv neu und keine 62.000 gelaufen. Auch andere Komponenten sind definitiv neu. Leider aber hat man da auch an der Klimaanlage herumgespielt und auch den Tempomaten irgendwie zum Schweigen gebracht.
Ich glaube nicht, dass man das Auto abschreiben kann. Eher bin ich der Überzeugung, dass ein Fachmann, oder eine Fachwerkstatt durchaus in der Lage ist, hier das sogenannte Wunder zu verbringen. Nicht mal unbedingt durch Austausch vielleicht sogar teurer Teile, sondern eher durch korrektes Vorgehen und Einstellungen.
Leider habe ich das Auto auch aufgrund der Car – Classik Einstufung mit der Note 2 gekauft. Die Note 2 deshalb, weil Lackarbeiten notwendig sind und die konnte und wollte ich auch akzeptieren, denn hier habe ich einen sehr guten Fachbetrieb vor Ort. Leider habe ich die Probefahrt bei saukalten winterlichen Bedienungen machen müssen und damalig nichts großartiges
Feststellen können.
War ganz klar mein Fehler. Die Probefahrt war zu kurz und mein Fachwissen um die Komplexität des Autos absolut nicht ausreichend. Aber eine Wertschätzung lag ja vor, TUV war drauf und H – Zulassung habe ich vor Abholung noch machen lassen. Alles ohne Mängel. Darauf habe ich leider vertraut.
Bis Rosenheim lief er auch ganz ordentlich. Den Brenner habe ich dann mit vier Zylindern erklommen und bin bei der Runterfahrt mehrfach fast abgeflogen. Das hatte ich allerdings mit den alten Reifen entschuldigt, die ich sowieso tauschen wollte. Leider waren es aber auch die Stoßdämpfer, die dann gleich als Erstes neu reinkamen. Die Aussetzer des Motors dachten wir durch den Neueinbau der Zündkabel und Zündkerzen erst einmal in den Griff zu bekommen. Danach kamen dann die Einspritzdüsen dran.
Wie dem auch sei. Mittlerweile liebe ich mein Sorgenkind und ganz langsam werde ich auch hinbekommen. Erst mal Motor und Getriebe, dann Karosserie und zu allerletzt dann Tempomat und Klima.
Das ist kurz umrissen meine Geschichte rund ums Auto.
Ciao
Jochen
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Gruß Richard
1989er 560 SL
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also wahrscheinlich bin ich zu blöd dazu. Habe gestern den Luftfilter runter und versucht von oben an die Verstellung es Bowdenzugs ranzukommen. Habe mir auch vorher so ziemlich alle Informationen bei bowden cable mercedes 722.3 angesehen. Dennoch nichts. Die Verstellung sitzt so tief unten im vergraben so scheint es, dass man nicht dran kommt. Als zweites habe ich den Schalter in der " B " Kulisse gesucht. Auch hier ohne Erfolg. Ausser einem undefinierbaren Stück Holz welches da nicht hingehört und somit entfernt wurde, auch nichts. Keine Ahnung wie man an den Schalter rankommen soll.
Bin halt zu dämlich.
Gruss
Jochen
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Leute ich bin glücklich. Wieder ein Problem weniger und ohne die befürchteten Kosten einer Komplettüberarbeitung des Getriebes.Ein 7 ner Ringschlüssel , ein Schraubenzieher und ein Textmarker. Das war es.
Danke Euch Allen
Jochen
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- eglidecascais
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Respekt - hatte gerade geschrieben, ob Du Dich nicht lieber über die Grenze nach AUT zu einem Fachmann begibst, als ich gerade Dein Erfolgsergebnis las.
Mal schaun, wie es bei Dir weiter geht - der SL ist ein tolles Auto und ihn am Gardasee fahren zu dürfen ist auch ein Privileg - enjoy!
Gruß Reinhard
560 SL Bj 1986, Harley DavidsonPan American und BMW R80RT Bj 1985
Portugalreise: 560slblog.wordpress.com/blog/
Route 66: eglidecascais.wordpress.com
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Gruß Richard
1989er 560 SL
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- Gullydeckel
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Glückwunsch! Jetzt solltest Du aber den Drive nutzen und gleich mal die wichtigsten Unterdruckverbindungen prüfen, Dein Motorausgehproblem wird ja wahrscheinlich noch bestehen.
Diese Kunststoffleitungen werden mit den Jahren spröde und brechen leicht. Zunächst mal die zum Getriebe prüfen, der Luftfilter ist ja jetzt schön flutschig zu demontieren. Nachdem ich damals mal in der Ecke am Steuerdruckzug rumgefummelt hatte lag anscjhlließend der Schlauchanschluss daneben...
Unbedingt prüfenswert ist auch die Unterdruckleitung zum Zündungssteuergerät (einfach das zentrale Kabel am Zünderverteiler verfolgen und Du landest an dem Ding - da geht auch so ein Plasteschlauch dran). Der sollte noch stecken und nirgends gebrochen sein.
Hast Du eine Unterdruckpumpe? So ein Ding ist eigentlich Pflicht. Kostet nicht viel und hilft ungemein (nimm ruhig eine preiswerte, aber auf jeden Fall eine mit Aufbewahrungskoffer!). Am Getriebe wird gerne die Modulierdruckdose undicht und dann ziehst Du Dir Getriebeöl in den Motor. Wenn Du den Schlauch oben abziehst und dann mit der Pumpe Unterdruck draufgibst, kannst Du sehr einfach prüfen, ob alles noch dicht ist – unbedingt machen!
Grüße Martin
Ich bin jetzt in dem Alter wo ich meine Fehler zugeben könnte - wenn ich welche hätte
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ich erlaube mir Dir zu schreiben weil ich ein ähnliches Problem habe wie du hattest. Kickdown schalter une Magnetbentil funktionieren (getestet mit Voltmeter und das Ventil klickt) aber Kickdown funktioniert nicht. Uneter dem Luftfilter am Gasgestänge ist ein Bowdezug der irgenwie "lose" zu sein scheint... der geht irgendwie nach unten ins Getriebe aber seine Funktion enzieht sich mir. War das der schuldige bei Dir??
Mit freundlichen Grüssen aus Luxemburg
Pitt
107.048.1988
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bei mir war es ein ganz banales Problem. Hinter dem Luftfilter befindet sich ein Schieberegler mit einer Sechskant / Schlitzschraube. Dieser Schieber regelt das Verhältnis zwischen den beiden Schaltdrücken. Verbunden ist das Ganze mit einem Bowdenzug. Dieser muss natürlich freigängig sein. Sollten also einmal Arbeiten durchgeführt worden sein, die irgendwie das Getriebe betrafen, wie zum Beispiel der Austausch eines Simmerrings kann dieser Bowdenzug unter Umständen bei der Montage eingeklemmt worden sein, denn so wie Du schreibst hängt da ein Zug lose herum der Richtung Getriebe geht. Diese Vermutung hatte ich bei mir auch zunächst, konnte aber in der Richtung nichts negatives feststellen.
Daher mein Tipp an Dich. Falsch machen kannst Du nichts. Sehe Dir mein Foto im Anhang einmal an. Dort siehst Du den Schieber bei abgebautem Luftfilter. Markiere Dir die Position an dem sich die Schraube zur Zeit befindet um eventuell den aktuellen Urzustand wieder herstellen zu können.
Dann löse die Schraube etwas und lockere den Versteller bis zu Anschlag. ( Schraube Richtung Fahrerseite ). Ziehe die Schraube in dieser Position wieder fest und mache eine Probefahrt.
Liegt es, so wie es bei mir war, an der falschen Einstellung dieses Schiebers, sollte Dein Wagen nun zwar hecktisch, aber auch hochschalten und auf Kick – Down reagieren.
Ist dem so, musst Du den Regler wieder Stück für Stück fester ziehen, also in Richtung Beifahrer verschieben, bis Du die für Dich idealen Schaltvorgänge gefunden hast. Ich hatte bei mir zunächst eine provisorische Stellung gefunden und auch diese mit einem Strich ( Textmarker ) gekennzeichnet.
Dann bin ich immer wieder auf Probe gefahren und habe dann jeweils den Regler zwischen den beiden Markierungen so verschoben bis ich das für mich ideale Schaltverhalten gefunden hatte.
Das geht übrigens wunderbar und einfach mit einem größeren Schlitzschraubendrehen ohne den Luftfilter zu demontieren. Man kommt an die Schraube auch so dran.
Bleibt mir nur zu hoffen, dass es bei Dir das gleiche Problem ist wie es bei mir war.
P.s Ich gehe davon aus, dass Du einen Ölwechsel vorgenommen hast und das die korrekte Füllmenge an Öl im Getriebe ist.
Gruss
Jochen
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herzlichen Dank fürDeine ausführliche und nett Antwort. Ich finde es sehr angenehm das sich wildfremde Menschen gegenseitig helfen !
Ich werde das mit dem Gestänge in der Werkstatt überprüfen lassen aber ich vermutete ebenfalls dass etwas mit dem Bowdenzug nicht stimmt. In verschiedenen Videos habe ich gesehen dass beim 722.xx getriebe dieser "Schalter" oder Ventil eine Feder enhält welches den Zug zurückzieht und beim aktionieren ein Klicken zu hören sein solte - was ich noch nicht gehört habe (muss noch geprüft werden). Wenn man das Gespedal drückt gehen zwei "Hebel" richtung Beifahrer und der vordere ist mit dem Bowdenzug verbunden. Beim Loslassen des Pedals geht der "bowden- Arm" nicht ganz in Startposition zurück und deshalb vermute ich dass etwas mit der Feder im Getriebe nicht stimmt.
Was diese Feder oder dieses Ventil im Getriebe verrichtet weiss ich ebenfalls nicht aber ich vermute est hat etwas mit dem Kick-down zu tun - kenne aber so gut wie nichts von Automatikgetrieben.
Sollte ich weiterkommen gib ich Nachricht
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- Gullydeckel
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was der Zug im Getriebe mache, das kannst Du Dir hier im Werkstattbereich auf Bildern ansehen. Die Bewegung wird über einen einfachen Hebel im Getriebe umgelenkt und damit ein Steuerkolben im Schieberkasten betätigt.
Da klick aber nichts. Das geht alles sehr reibungsarm und geräuschfrei.
sternzeit-107.de/de/slpedia/werkstatt-gr...mmschalters-im-560sl
Da stehen auch ein paar Maße, die bringen aber nur was, wenn die Ölwanne runter wäre.
Auf jeden Falls muss der Zug gezogen werden, sonst schaltet das Getriebe zu spät. Ist er also zu labberig eingestellt oder gerissen, dann wäre eine frühe Hochschaltung die Auswirkung. Orgelt der Motor immer über einen als gesund empfundenen Schaltpunkt hinaus, dann ist er zu stramm eingestellt.
Da kann man ruhig mal mit spielen, es geht dabei nix kaputt. Die Fahrprogrammschalter der EU-Möpfe machte nichts anderes als den Weg dieses Zuges zu begrenzen.
Grüße Martin
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