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Hoher Leerlauf und fetter Geruch
- maxfl
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Henrik, danke für die Erklärung, hatte es genau anders herum verstanden. Nun gibts auch endlich mal ein Update zu dem Thema.
Das Leerlaufsteuergerät ist i.O., getestet bei Rolf's (Ragetti) 560SL, nochmals vielen Dank an dieser Stelle an Dich, Rolf!
Neuer Stauscheibenpoti ist drin, eingestellt auf ca. 0,65V bei laufendem Motor. Das Sägen im Leerlauf ist jetzt auch weg.
Habe nun auch einen kleinen digitalen Drehzahlmesser, der sagt mit dem neuen Poti nach Gasstößen 700 U/min (nach paar Sekunden abfallend auf 680 U/min).
Auffällig ist aber, dass das Startverhalten deutlich schlechter ist als vor dem Potiwechsel, zuerst mit sehr wenig Umdrehungen (KI sagte ca. 600, geschätzt eher <400) angesprungen und dabei kaum am Laufen zu halten - dann irgendwann hat er sich selbst gefangen auf die 700 U/min.
- Habe nun auch ein Oszi dran, der zeigt 43-45Hz, deckt sich also mit der Anzeige vom digitalen Drehzahlmesser.
- Gasannahme aus dem Leerlauf sehr gut, bei Rückkehr in den Leerlauf tut er sich kurz schwer, bleibt aber an.
- Habe dann auch versuchsweise den Beipass vom Leerlaufsteller verschlossen, damit läuft er aber gar nicht und stirbt ab, außer ich halte ihn am Gas. Kurioserweise steht nun die Economy-Anzeige im KI nicht mehr auf Voll-Anschlag im Leerlauf, das war vorhin anders. Verändert habe ich sonst auch nichts mehr, beim Einbau des Potis habe ich auf korrekten Sitz der Dichtung geachtet.
Noch bevor ich den Poti getauscht habe, wurde versuchsweise die "CO-Schraube" etwas nach rechts gedreht mit dem Gedanke das Gemisch anzufetten und so die Drehzahl evtl. zu senken - keine Veränderung. Wurde dann also auch wieder zurückgedreht auf Ausgangsstellung. TV zeigt aber weiterhin sehr fett an, pendelt zwischen 75-98% (!). Bevor ich da nun noch verschlimmbessere, bitte ich nochmals um Ratschläge.
Ich habe jetzt den Mengenteiler bzw. das Stauscheibengehäuse im Auge, daher wird wahrscheinlich auch das schlechte Startverhalten kommen, sicher zu fett. Habe zuerst die Stauscheibe vermessen, Ruhelage von dem Gummipuffer auf dem Steg 30,7 mm. Der Leerweg liegt da bei 1,54 mm. Allerdings muss, um den Leerweg der Stauscheibe zu messen, diese zuerst händisch angehoben werden. Sie selbst liegt nämlich auf dem Arm/Hebel auf und es existiert somit kein Leerweg, Das kann doch nicht korrekt sein? Habe zuvor die Benzinpumpe mehrfach über Zündung anlaufen lassen, sollte eigentlich auch ausreichend sein.
Wäre es jetzt richtig, mit der Schraube zu justieren oder über den Führungsbolzen? Oder ist doch etwas mit dem Hebelmechanismus? Oder denke ich in die ganz falsche Richtung?
Noch zum Thema Ansaugbrücke, ich trage die Dichtungen zusammen und werde wenn notwendig hier auch diese runternehmen, aktuell befürchte ich nur, dass das Problem woanders begraben liegt. Ich möchte auch nicht, dass der Thread weiter in die falsche Richtung läuft und hoffe, dass das jetzt alles irgendwie zusammenhängt.
Beste Grüße
Max
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- Bernd R.
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ich habe soeben einen Beitrag geschrieben zur Überholung des Mengenteilers und des Luftmengenmessers bei Koller und Schwemmer.
Diesen wollte ich eigentlich erst in der kommenden Woche schreiben, aber da du ihn wohl grade benötigst habe ich mich soeben mal daran gemacht.
Was ich dir eigentlich sagen will ist folgendes:
Wenn die Nulllage der Stauscheibe nicht stimmt, kannst du dir alle weiteren Einstellversuche sparen.
Grüße,
Bernd
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bist Du sicher, dass Du das TV richtig gepolt misst (ich frage weil Du einmal etwas von 30% bei Zündung an geschrieben hast -> das Messgerät muss Dir jedoch bei Zündung ein 70% anzeigen)? Anhand deiner letzten Posts würde ich eher vermuten, dass Du verpolt misst und Du in Wirklichkeit ein extrem niedriges TV hast!
- ein hohes TV (über 50%) bedeutet, dass der Strom am EHS in den positiven Bereich geht, was wiederum bedeutet, der Motor läuft zu mager.
- ein niedriges TV (unter 50%) heißt umgekehrt-> Strom am EHS in negativen Bereich, um einen zu fett laufenden Motor abzumagern.
Unabhängig von der TV-Messung: Die Nullage der Stauscheibe passt nicht, Du hast ja gar keinen Leerweg mehr. Ergo hast Du Deinen Motor (vermutlich) nun so massiv fett gestellt, dass er Dir teils (beim Verschließen des Bypass) ausgeht -> ich würde die CO-Schraube erstmal wieder zurückdrehen, damit die Wege der Stauscheibe halbwegs passen (mit paralleler Messung des (richtig gepolten) pendelnden TV um 50%). Der erwähnte Bolzen nahe bei der CO-Schraube kann durch ein- bzw. ausschlagen die Nulllage der Stauscheibe verändern -> ich bin ehrlich, daran würde ich nichts verändern! Schau erstmal, ob Du das TV mit der CO-Schraube auf sauber pendelnde 50% bekommst.
Wenn Du vermutest, dass es Probleme mit dem Mengenteiler geben könnte (sicherlich möglich, glaube ich aber bei von Dir beschriebenem sägefreien Leerlauf eher nicht), wäre erster Haltepunkt eine Prüfung der Kraftstoffdrücke (Oberkammer/Unterkammer bzw,. Differenzdruck). Danach könnte man den Mengenteiler noch auslitern, um zu sehen ob allen Einspritzdüsen die korrekte Kraftstoffmenge zugeteilt wird -> dafür gibt es ein spezielles Messgerät, welches nur noch sehr wenige Bosch Services besitzen.
Wenn die "Donuts" und weiteren Dichtungen noch Erstausstattung sind, würde ich diese so oder so tauschen. Ich glaube, dass dies in Kombination mit einer (im Anschluss an den Tausch der Dichtungen!!!) fein eingestellten CO-Schraube das gewünschte Ergebnis bringen kann.
Viele Grüße aus Duisburg,
Marko
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das was Marko über das TV schreibt ist mir auch schon aufgefallen, mit der Frage ob du wirklich richtig misst. Simuliere doch mal den einen oder anderen Fehler und schaue ob es sich richtig auf das TV auswirkt und vergleiche es mit der Tabelle der Fehleranzeige über das TV. So kannst du dann sicher sein, das deine 70% auch 70% sind und keine 30%.
Viele Grüße
Klaus
Wenn Gott gewollt hätte, dass wir Benzin sparen,
hätte er uns dann den V8 geschenkt?
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- maxfl
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mein MM habe ich umgepolt nutzen müssen, weil es ursprünglich die 30% angezeigt hatte. Ich werde nach Euren Vorschlägen aber auf jeden Fall nochmal mit dem Oszi dann richtig messen und berichten.
Zuerst muss jedoch die Stauscheibe eingestellt werden. Als ich die Schraube verstellt habe. Ich hatte eine 3/4 Umdrehung (in mehrere kleinen Schritten) rechts gedreht und das aber auch wieder zurück. Heute habe ich das Stauscheibengehäuse ausgebaut, das sind nun meine Ergebnisse:
- Der Motor wurde ja vor 4 Jahren überholt, dabei auch sicher sämtliche Dichtungen an der gesamten Ansaugbrücke
- Kraftstoffdrücke waren OK, ein Delta von 0,45 bar zwischen Ober- & Unterkammer. Allerdings habe ich jetzt gelesen, man muss mit abgezogenem EHS-Stecker messen. Also werde ich das Ergebnis sicherheitshalber wiederholen. Da der Motor aber bei der Messung noch kalt war, sollte das gesamte System sowieso noch nicht geregelt haben. Sicherheitshalber messe ich das dann aber nochmal nach ohne Stecker.
- Mein Mengenteiler wurde auch schon mal überholt, muss noch vom Vorbesitzer sein, hat einen Bosch remanufactured Aufkleber auf der Rückseite und überall Farbmarkierungen auf den Schrauben incl. dem EHS.
- Der Gummitrichter ist definitiv ersetzt worden vor 4 Jahren, der ist noch schön flexibel
- Auch der eine vordere Donut von der Ansaugbrücke sieht noch gut aus
- Die ca. 0,05 mm Spiel rundum im Lufttrichter konnte ich nachmessen, ich denke das passt auch größtenteils, nur hinten (zum Mengenteiler hin) etwas weniger, liegt aber an der Position
- Die Stauscheibe selbst soll laut WIS-Skizze waagrecht im Lufttrichter sitzen, meine sitzt allerdings vorne (weiter weg vom Mengenteiler) höher als hinten, siehe angehängte und sehr rudimentäre Skizze
- Die "CO/Schraube" (grün) sitzt nicht auf dem Arm auf, sondern auf bzw. in der Brücke (gelb). Ist das so korrekt, also verstellt diese die Höhe der Brücke oder sollte die durchgehen und auf dem Arm aufliegen?
- Ist die Funktionsweise so beschrieben korrekt? Wenn ja, wovon ich jetzt einfach auch mal ausgehe, dann schlägt der Arm mit dem eigenen Pin (rot) an der im Mengenteiler eingebauten Brücke an?
Beste Grüße
Max
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ich bin gerade einmal in die Garage gegangen und habe an meiner Stauscheibe nachgeschaut -> diese hat ebenfalls vorne und hinten ein unterschiedliches Spiel. Ich würde kühn behaupten, dass dies so korrekt ist, denn a) hat Herr Großjung vom Autohaus Großjung aus Hilden meine Einstellung des Motors geprüft und b) erinnere ich mich dunkel, dass genau diese Fragestellung hier schonmal im Forum diskutiert wurde.
Wg. der CO-Schraube, dem Arm und der Brücke müsste jemand anders nochmal etwas zu sagen, das konnte ich nicht im eingebauten Zustand bei mir sehen.
-> Hast Du ein kleines Endoskop wo Du den korrekten Sitz der Donuts prüfen kannst? Beim Zusammenbau geht das relativ schnell "daneben".
Ich würde als Nächstes das TV in korrekter Polung messen und einstellen. Durch Verstellung der CO-Schraube wird sich auch etwas an der Leerlaufdrehzahl ändern.
Viele Grüße aus Duisburg,
Marko
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die Stauscheibe soll genau mittig zentriert im Trichter liegen.
Vorne ergibt sich ein etwas größeres Spaltmaß, da sie dort minimal höher, und damit bereits geringfügig im konischen Teil des Trichters liegt.
Mit freundlichen Grüßen,
Bernd
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die Stauscheibe steht bei der KA flach und bei der KE normalerweise schräg.
Viele Schraubergrüße - best regards, Volker, Admin und Betreiber
Fast alles zu Zündung und Jetronic auf jetronic.org
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- maxfl
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Auf der Werkbank lässt es sich auch nochmal genauer messen: vom Gummipuffer auf dem Steg Ruhelage 30,59 mm zu Anschlag Steuerkolben 33,25 mm. Ergibt ein Delta von 2,66 mm. Das wäre bei 1-2mm Vorgabe definitiv zu viel.
Anbei auch 2 Bilder, vorne am Konus liegt die Stauscheibe dadurch natürlich „massiv“ höher als hinten. Die Frage ist nun, lieber über die Schraube oder über den Pin etwas nachjustieren?
Ich verstehe den gesamten Mechanismus so: die genannte Brücke wird ausschließlich in Ihrer Position/Höhe durch den Stift verändert. Die „CO-Schraube“ selbst hat keine direkte Auswirkung auf das einzustellbare Spiel, sondern wird beim runterdrücken in eine „Schraubhülse“ eingedrückt und verdreht diese. Diese „Schraubhülse“ ist auf einem eigenen, kleineren Hebel/Arm (rot umrandet) montiert und verändert dann die Position bzw. den Abstand zwischen dem großen Arm (wo die Stauscheibe montiert wird) und dem kleinen Arm (im großen Arm innenliegend). Dieser kleine Arm wiederum sitzt dann entweder näher oder weiter vom Steuerkolben entfernt in der Ruhelage.
Erkläre ich mir selbst das nun richtig? Falls ja wäre die Ruhelage der Stauscheibe über den Stift einzustellen und dann erst das Spiel über die „CO-Schraube“. Daher nun zurück zur ursprünglichen Frage, steht die Stauscheibe zu schräg und sollte etwas weiter anhand der unteren Kante des zylindrischen Teils des Konus anliegen (so wie im WIS dargestellt)?
Was meint Ihr?
edit: Was würdet Ihr empfehlen um die Hebel etwas zu schmieren? Würde sich ja jetzt anbieten eventuell mit Bremsenreiniger zu reinigen und dann einzuölen, damit alles schön läuft. Steht der ganze Apparat nämlich nicht 100% waagerecht, möchte die Stauscheibe nicht immer ganz auf Anschlag zurück, deshalb konnte ich die Stauscheibe in eingebautem mit der Hand etwas anheben.
Beste Grüße
Max
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sternzeit-107.de/de/forum/forum-107/3217...mengenmessers#352258
Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald
Rolf
Nur das Beste aus Schwaben , oder lieber nix
www.keicher.biz
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- maxfl
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Werde anhand des Berichts messen
Beste Grüße
Max
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560SL
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habe nun die Stauscheibe geprüft wie von Bernd beschrieben, an der Stelle nochmals danke für das Zusammenfassen und Teilen!
Lage der Stauscheibe habe ich nicht verändert, lediglich die CO-Schraube etwas fetter gestellt, um (auf der Werkbank) den nötigen Leerweg zu erreichen. Mir war klar, dass sobald Benzindruck anliegt, ich aber nochmal ran muss. Nochmal mit Nebel alles unterhalb des Gummitrichters nochmals geprüft, kein Leck. Der Einbau gestaltete sich schwierig, die alte Schelle war einseitig kaputt, möglicherweise hielt hier der Gummitrichter auch nicht ganz dicht, wobei ja auch kein Rauch dort austrat. [Die Economy-Anzeige ist auch wieder auf Anschlag].
Nun mit neuer Schelle aus dem Zubehör und mit anliegendem Benzindruck den Leerweg nochmals korrigiert, Motor sprang sofort an, TV aber bei 0%, also immer noch viel zu fett. Habe dann mit der Schraube wieder abgemagert, aktuell liegt das TV im LL bei 45-55% und das EHS pendelt zw. 0 - (-3) mA, das klingt ja schon mal gut. Bei Drehzahl um die 2500 U/min habe ich dann 35-45%. Nach WIS bis 1987 muss der LL-Wert >5, aber nicht größer 15, im Vgl. zu 2500 U/min sein. Wären hier also 10 und damit OK.
Jetzt nochmals den Stauscheibenpoti sowie Leerlaufsteller nachkorrigiert (und Beipass entfernt), der Motor läuft denke ich jetzt wie er soll, Drehzahl bei 43-44 Hz, also 645-660 U/min. TV nachkorrigiert und OK. Eine tatsächliche Testfahrt kann ich aktuell nun leider nicht unternehmen, das muss noch warten. Ich hoffe aber, dass der Motor auch unter Last so weiter läuft und auch das Abgasgutachten besteht.
Der LL wird denke ich so nun auch im Sollbereich liegen.
Neue Einspritzdüsen habe ich letzte Woche auch für einen guten Preis geschossen, die will ich mal testen und ggf. tauschen, falls nötig. Ich habe nämlich noch die originalen aus Stahl drin.
Ich danke Euch nochmals tausendfach für Eure Unterstützung und Hilfe bei dem Thema!!!
Beste Grüße
Max
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