Pagodenschnäppchen
Uns war nach eingehender Prüfung mit dem Schichtdickenmesser (der teilweise nicht mehr anzeigte und ein dickerer Magnet hermusste um überhaupt festzustellen, dass noch Blech da war) klar, dass das viel mehr da war unter dem glänzenden Lack nach Behandlung durch einen Spachtelkünstler.
Exemplarisch ein Bild nach dem Sandstrahlen, diese Ecke sah einwandfrei aus, der Spachtler konnte wirklich was:
www.sternzeit-107.de/modules.php?op=modl...000496.jpg&AtchNum=0
Oben sieht man schön den fetten Spachtel. Der Spengler, ein Mann Mitte 50 und Könner seines Fachs, kam für drei Wochen aus Polen und schnitt solche Teile großflächig heraus und dengelte sie passgenau nach und schweißte sie autogen Stoß auf Stoß ein.
Leider hab ich kein Bild mehr vom Urzustand
Der Unterboden war noch sehr gut, hier musste lediglich ein neues Blech rechts im Fußraum eingesetzt werden, eine Stehwand nach vorne wurde ebenfalls vom Spengler selbst hergestellt. Der polnische Spengler war selbstständig, wir sorgten für Logis, er arbeitete für 25€ die Stunde ca 60 Stunden die Woche und verdiente da weitaus mehr als in Polen
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : gerd am 28-11-2016 12:45 ]
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Udo
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Ein Fahrzeug auf 98% zu bringen, kostet 75 % des Preises es auf 100% zu bringen. Ich bin einfach zu pragmatisch für sowas.
Die Pagode die ich zeigte, war nachher ein echter und alltagstauglicher Zweier.
Mehr als echten Zustand 2+ möcht ich gar nicht haben. Der ist schon schwer genug zu erhalten, wenn man die Autos wrklich nutzt, nicht bei jedem Regenschauer in Depressionen verfällt, oder beim geringsten Kratzerchen fast einen Herzstillstand bekommt. Für mich ist ein Oldtimer ein Spielzeug, kein Vitrinenstehzeug.
Nebenbei bemerkt, ich habe in den letzten Jahren kein einser Auto der so vielgerühmten Firma Kienle auf deren Messeständen gesehen.
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On 2016-11-28 14:28, Nichtschwimmer wrote:
Gerd, meine Schätzung hat sich auf Restauration zum Zustand 1 bezogen, unter "1" verstehe ich einen echten Zustand 1. Bei der Pagode hier muss dazu jedes einzelne Teil restauriert oder ersetzt werden. Natürlich geht es billiger, dann wird´s aber zwangsläufig schlechter. Ich halte 80 - 100 tEUR für realistisch und zwar ohne Beauftragung von Apotheken. Die Zahlen basieren auf konkreten vergleichbaren Restaurationen.
Udo
Sehe ich ähnlich, renomierte gute Pagodenspezialisten wie Stickel, Grosser oder Mechatronic nehmen mindestens 150000, Läden wie Brabus und Kienle sicher mindesten 200000+ .
Das vorgestellte Wrack ist so schlecht das praktisch nichts mehr übernommen werden kann .
Ich würde wenn ich denn eine Restauration überhaupt in Erwägung ziehen würde immer nach einer blechmäßig richtig guten Basis suchen, die beginnen bei ca. 40000 .
Wolfgang
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : driver am 28-11-2016 15:08 ]
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Gerade einer der genannten (den nenn ich nicht öffentlich, hab keinen Bock auf Ärger), ist mir äusserst suspekt, da wird ebenso Vermögenden wie Unwissenden das Geld mal so richtig aus der Tasche gezogen.
Wenn ich dann das ganze Gelaber von Künstlern und Blechgöttern höre, kräuseln sich mir die Nackenhaare. Solides Handwerk ist gefragt, nimm mal einen von den Blechgötterkünstlern zur Seite, da steht deren Gehalt mal meilenweit von dem Hokuspokus weg. Da kenne ich auch so einen "Edelrestaurateur" der seinen Jungs mal gerade 12 Euro die Stunde zahlt.
Die können alle gerne reich werden, von meinem Geld auf jeden Fall nicht.
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Wolfgang
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