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Kürzeres Differenzial am 500er - Wintergedanken

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11 Jan 2020 12:14 #232013 von Abraxas163 500 SL 107.046 1986 Standard (Europa)
Kürzeres Differenzial am 500er - Wintergedanken wurde erstellt von Abraxas163
Über die Winterzeit kommen einem ja immer wieder Ideen, teilweise verrückt, was man nicht alles verbessern, aufhübschen oder verschlimmbessern könnte.....
So gehe ich mit dem Gedanken schwanger in meinem 500er das Diff vom 420er zu können.
Das 500er Diff hat eine Achsübersetzung von 2.24 - der 420er von 2.47
Würde mir davon eine bessere Spritzigkeit untenrum versprechen, den Verlust an Höchstgeschwindigkeit spielt keine Rolle da ich eh nicht über die Autobahn heize...
Wenn man bedenkt dass der 450SL 5.0 mit 2.72 eine noch kürzere Übersetzung hatte könnte ich doch mit meiner 2.47 nicht so falsch liegen.
Wenn ich mir ein baujahrgleiches Diff aus einem W126 (ohne ASR) hole sollte es doch 1:1 passen inkl. Tacho - oder ?

Bin mal gespannt wie ihr die Sache so seht.

Gruß Heiko

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11 Jan 2020 13:27 #232015 von Nichtraucher 500 SL 107.046 1980 Standard (Europa)
Hallo,

meiner hat ein 2.72 und anfangs wollte ich es gegen das 2.24 tauschen weil ich niedrige Drehzahlen mag. Ein Fachmann riet mir aber davon ab, obwohl er das 2,72 wohl sofort genommen hätte.
Dann habe ich mal einige der späteren 500er gefahren und musste einsehen, dass der Wagen so wie er ist, angenehmer fährt, viel spritziger und spontaner ohne dass mir das Drehzahlniveau zu hoch ist.
Auch der Spritverbrauch ist kaum höher als bei den langen Achsen, wie wir bei mehreren langen Ausfahrten gemessen haben.

2,72 ist selten aber mit dem 2.47 wirst du nichts verkehrt machen.


Willy

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11 Jan 2020 18:08 #232030 von Hans_G 500 SL 107.046 1987 Japan
Hallo Heiko,

das Diff aus dem 126er passt mechanisch plug and play, der Tacho und KM-Zähler wird aber um die ca. 10% abweichen wie das 2,47 Diff kürzer übersetzt ist. Grund ist daß das "Zahnrad" welches die Umdrehungen (Eingang am Diff) an den Sensor und Tacho weitergibt immer die gleiche Zähnezahl hat und damit für jede Übersetzung auch eine eigene Tachoversion notwendig ist.
Tacho kann man umbauen, ist auch schon oft beschrieben worden.

Grüße
Hans

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11 Jan 2020 18:17 #232032 von Rudiger 560 SL 107.048 1988 Americas (USA/CAN)
Tachoangleichen sollte kein problem sein. Mit 10% mehr drehzahl bei gleicher geschwindigkeit bist du da wo der motor 560 richtig abgeht.
Rudiger

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11 Jan 2020 18:53 #232037 von thoelz 500 SL 107.046 1988 Schweiz
Mal ganz ehrlich: halte die Idee für recht sinnfrei.
Ziemlicher Aufwand und wozu?

Für ein minimal gefühltes Mehr an Spritzigkeit ist neben dem Umbau ein Tachoangleichen erforderlich. Dann stimmen die Schaltpunkte nicht mehr usw.

Dann kannst gleich einen 560 kaufen. Der hat die gewünschte Übersetzung und noch einen guten halben Liter mehr Hubraum.

In der R/C-Clubzeitschrift beschrieb jemand den Umbau seines 300 (Achse 3,46) auf die Achse des 420.
Den Mann störte das hohe Drehzahlniveau. Mit Differential- und Tachotausch, Einbau der "B"-Stellung in die Schaltkulisse ein Riesending.
Würde mich mal interessieren, wie lahm sich das fährt.

Da hätte er sich gleich einen V8 kaufen sollen, der hätte wenigstens die Kraft da halbwegs durchzuziehen.
Manchmal kann man sich nur wundern.

----
Gruß, Thomas
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11 Jan 2020 19:14 #232038 von Nichtraucher 500 SL 107.046 1980 Standard (Europa)
Alles Geschmackssache, schau mal was Mercedes ab Werk fabriziert. Ein schwächerer Motor bekam eine längere Übersetzung als der stärkere Antrieb.

Warum soll es dann nicht funktionieren wenn man es privat macht?

Willy

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11 Jan 2020 21:43 #232046 von Gullydeckel 560 SL 107.048 1988 Americas (USA/CAN)
Hallo in die Runde,

Spritzigkeit...
Wie schon mehrfach hier besprochen, sind unsere Motoren einfach keine Kracher. Die großen V8 fahren souverän und werden bei Drehzahl auch wirklich quirlig, aber wer viel mehr möchte, der muss auch viel mehr machen - oder auf einen anderen Wagen umsteigen.

Zu der Achsthematik möchte ich folgende Information beisteuern: Ein Drehmomentwandler hat die Eigenschaft aus einem Drehzahlunterschied (Kurbelwelle dreht schneller als Getriebewelle) eine Drehmomentüberhöhung zu generieren. Je weicher der Wandler (Kennzahl ist die sog. "Stall-Speed", die Drehzahl die der Motor erreicht, wenn man im Stand bei eingelegter Fahrstufe Vollgas gibt), desto größer die Drehmomentüberhöhung. Das funktioniert am besten beim Losfahren, während der Fahrt - also bei mittleren Drehzahlen- ist dieser Effekt viel geringer ausgeprägt.
Aus diesem Grund fahren übrigens die Kisten auch alle im 2. Gang an, die brauchen i.d.R. den ersten Gang nicht, da kommt der Wumms einfach aus dem Wandler.

Wenn man nun das Drehzahlniveau durch eine kürzere Gesamtübersetzung anhebt, dann könnte der gewünschte Effekt ggf. nur verringert durchgreifen, weil das Gesamtsystem höher dreht und die Momentenüberhöhung durch den Wandler damit geringer ausfällt. Dann hat man anschließend vielleicht nur die Nachteile der kürzeren Übersetzung (Geräusch, Verbrauch, Geld und Arbeit), aber nur geringe Vorteile bei der „Spritzigkeit“.
Die Erfahrungen von Kollegen die das beurteilen können, weil sie’s schon mal gefahren haben sind in jedem Fall zu beachten, aber der Aufwand – wenn’s richtig werden soll - ist schon größer. Wer das selber machen kann und die Teile rumliegen hat – Feuer frei. Wer’s beauftragen muss und das Geld nicht selber drucken kann muss sich über alle Facetten der OP im Klaren sein

Grüße Martin


PS: Moderne Getriebe mit Wandler haben eine Wandlerüberbrückungskupplung, da ist das nicht mehr ganz so einfach und Doppelkuppler erzeugen überhaupt keine Überhöhung.

Ich bin jetzt in dem Alter wo ich meine Fehler zugeben könnte - wenn ich welche hätte
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