Produktionsschild
Marcel schrieb: Moin Günter,
was ist ein Remi mit 5,7 Liter ?Dieses Bild ist für Gäste verborgen.
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Hallo Marcel,
das sind 8 Flaschen Remy Demmi (Martin) .
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Zur 77: Auch wenn alles für kisi bei allen vorgerüstet ist, könnte es sein, dass der Rohbauer die Schrauben für die Gurte gesetzt hat und bei 77 dann weggelassen hat. Das ist mal eine vorläufige Annahme, wäre aber nicht ungewöhnlich.
Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald
Rolf
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Bild 1 und 2 nur SL Deckel
links Deckel alle außer 5L bis 85 ,Griff und Löcher Typenschild
ein 5L ohne Löcher Typenschild ,ergo ab 8/85 ,natürlich kein Griff
ein 5L mit Löcher Typenschild .bis 8/85 ,natürlich kein Griff
Rückseite in der Strebe (Knick) kein großes Loch (für die spätere Befestigung des Spoiler) also weit vor 80 .
Bild 3
Stern mit 3 Pin Vorder u. Rückseite ab 8/85 aus Kunststoff ,daneben Sternaus Metall
und Schraube bis 8/85 und Typenschild aus Metall und Pin bis 8/85 und Kunststoff geklebt ab 8/85
den geliebten Ami Deckel mit den beiden Löchern (Bremsleuchte vorn oder Hinten großoder klein) lasse ich mal weg .
Gruß Günter
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Egal ob man die Minidatenkarte oder das Produktionsschild entschlüsseln will, es wird über die 18 Jahre Bauzeit kein allgemeines Rezept geben, da bin ich mir jetzt ganz sicher. Man müßte diese 18 Jahre in Perioden oder Cluster aufteilen, wobei dies sehr mühsam und trotzdem ungenau bliebe. Warum diese Annahme, versuche ich mal zu erklären, alleine die Darstellung von Günters Heckdeckeln zeigt die Varianz die rohbaurelevant ist und genau die musste gesteuert werden und das hat sich über die Jahre hinentwickelt, desweiteren hat sich in den 18J die Produktionsstruktur im Werk parallel verändert, es kamen Baureihen hinzu und andere liefen aus, es kam ein neuen Montagegebäude für den 126 dazu, die Lackierstrassen veränderten sich und das alles musste auch noch gesteuert werden und hatte direkten Einfluss auf Datenkarten, Schilder, etc.
In meinen Darstellungen konzentriere ich mich daher nur noch auf die letzte Bauperiode, ab 1985 also nach der Mopf. Die verschiedenen Perioden davor kann man dann in etwa ableiten. Eine genau Zuordnung welcher Rohbaucode was genau gesteuert hat geht dann zwar nicht, aber zumindest welche Umfänge über diese Code gesteuert wurden.
Um es versuchsweise mal zu verdeutlichen ; folgende Umfänge wurden alleine zum Heckdeckel rohbauseitig gesteuert:
3te Bremsleuchte gelocht oder nicht gelocht
Typenschild (zB 500SL /560SL....) solange es noch gesteckt wurde , gelocht oder nicht gelocht
Heckspoiler gelocht oder nicht gelocht
Weitere Umfänge die gesteuert wurden:
Crashverstärkung Türen nur USA (dafür wieder nicht Japan)
Antennenloch gelocht oder nicht gelocht
Fondsitze (vermutlich nur die Kleinigkeit der Verschraubung zwischen den Bereichen Rohbau und Montage)
Die in der Plakette eingeprägten Code mit der 70 oder 270 signalisierte Antenne ja oder nein
Die Code 71, 74 (8)76 und 77 (kann auch noch weitere Kombinationen geben) steuerten Heckspoiler, Fondsitz, Crashstrebe
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Warum es hier noch 3-stellige Varianten gibt weiß ich im besten Willen nicht, da steckt noch irgendwas besonderes dahinter, aber ohne große Bedeutung
Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald
Rolf
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ihr seid voll genial !
Und wer von Euch überarbeitet jetzt den Artikel sternzeit-107.de/de/technik/codes/142-typenschild ?
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noch sind wir nicht soweit.
Erst muss ich noch den noch vorhandenen originalen Aufkleber von meinem Ventildeckel ablichten. Dort stehen ja auch noch eine Menge Daten drauf.
Hoffe ich muss den Ventildeckel nicht schon wieder abnehmen; weil der Raum zwischen Deckel und Stirnwand sehr gering ist,
ich wisst schon der M103 ist ja ein ziemlicher Brummer.
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Gruß Marcel
300 CE-24 Bj 7/90
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bin da gerade auf was gestoßen:
carclassic.com/library/r107-w107-guide/#decoder
Der "Data Plate Decoder" - ist das Ding bekannt?
Wenn man weiter unten auf der Seite die Daten seines Produktionsschildes eingibt, dann schmeißt das Tool die zugehörige Ausstattung raus. Hier wird aber nicht die "Tom'sche Geheimmatrix" entschlüsselt, es geht rein um die verschiedenen Ausstattungsoptionen. Ich habe mal die Daten von Marcels Produktionsschild eingetippt und diese Liste dann erhalten:
Grüße Martin
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Ich bin jetzt in dem Alter wo ich meine Fehler zugeben könnte - wenn ich welche hätte
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Aber bitte beachten das ist nur ein Teil der gesamten Code die bestellt wurden, nämlich diejenigen die Mitarbeiter des Rohbaus und der Lackierung für ihren Job gebraucht haben. Für die Montierer , Einfahrer und Prüfer gab es dann einen Kontrollkartensatz.
Sorry, dass ich da etwas penibel auseinander halte, ich wurde damit Jahrzehnte gequält.
Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald
Rolf
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ein sehr erleichterter, weil zwischendurch entmutigter Tom freut sich sehr Euch sagen zu können, dass die 6 x 6 Matrix auf dem Produktionsschild nicht länger eine Sphinx ist. Die Lösung ist ebenso geistreich wie elegant, und im Nachhinein sogar naheliegend.
Das wichtigste Zuerst:
1.) Die Matrix kann eine sechsstellige Nummer von 0 bis 999999 - eine Million verschiedene Kombinationen - plus eine Prüfzahl sehr sicher an ein optisches Lesegerät übermitteln
2.) Die Produktionsnummer ist nicht in der Matrix kodiert. Die sechsstellige Nummer in der Matrix ist eine Dezimalstelle zu kurz für die siebenstellige Produktionsnummer und kann diese daher nicht speichern
3.) Die Bleche für die späteren Produktionsschilder sind deshalb zuerst ohne Prägung mit einer fortlaufenden Nummer vorproduziert/ ausgestanzt, und erst dann in einem zweiten Schritt mit den relevanten Produktionsparametern eines bestimmten Fahrzeugs geprägt worden, siehe Anlage
4.) Die ausgestanzte Nummer im Blech ist damit zu einem weiteren, temporären Identifier der Produktionsnummer zur Fertigung der gesamten Karosserie geworden, der nach dem Verlassen des fertigen Fahrzeugs aus dem Werkstor erloschen und Monate später wieder in die Schleife zurückgekehrt ist; nach Erreichen des Identifier 999999 beginnt die Zählung wieder bei Null
5.) Die Decodierung der Matrix erfolgt über die horizontalen Flächen zwischen den Ausstanzungen nach dem "2of5 Interleaved" Standard, wie auf dem Motoraufkleber, siehe Anlage
6.) Die Prüfzahl ist die sechste Ausstanzung vertikal von oben nach unten gelesen
Die Lösung war nur möglich, weil wir den "2of5" Strichcode von Claus Seewolf107s Motoraufkleber lesen und entschlüsseln konnten, weil uns der Zufall ein Produktionsschild von einem (fast) Zwilling von Marcels Auto geschenkt hat, und weil Günter uns so viele weitere Produktionsschilder zum Auswerten gab, und nicht zuletzt mit Rolfs enormen Produktionswissen --- ein sehr herzliches Dankeschön dafür von mir.
Wer die technischen Details lesen will, hier ist ein Link zum Download der vollständigen Dokumentation: www.rosebudstrategies.com/exchange/Produ...odieren_2Jan2020.zip
Wer die historischen Details der Produktion lesen will, hier ist ein Link zum Buch Autowerk von Dillenburger & Korn, 1971: www.rosebudstrategies.com/exchange/Autow...nburgerKorn_1971.zip
Und nicht zuletzt, Chapeau an die Mercedes-Benz Daten Ingenieure und Informatiker!
Cheers vom Tom
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Die Matrix hat mit dem 107er direkt nichts zu tun, wurde aber im Werk Sifi benötigt um alle Baureihen zu steuern, zumal die Fahrzeuge sich in der Lackierung zusammengesellten und wieder verteilt werden mussten in die Montagehallen.
Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald
Rolf
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Gruß
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- TomRamoser
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Dass die Matrix schon Anfang der 80er/ Ende der 70er entworfen wurde macht sie umso beeindruckender; der Aufwand, der in die Entwicklung floss war erheblich.
Und noch etwas:
Aus Daten-technischer Sicht hätten viel mehr Informationen auf dieser Fläche kodiert werden können. Darauf hat Mercedes-Benz aber offensichtlich verzichtet, denn die Linksbündigkeit der Spalten schränk die Anzahl von Bits deutlich ein.
Meine Erklärung wäre, dass hier die Top Designer ein Wort mitgesprochen haben, wegen der sehr prominenten Platzierung im Fahrzeug. Aus Sicht der Designer hätte alles was wie ein Strichcode aussieht die Wertigkeit des Fahrzeugs sehr herabgesetzt; eine der ersten Assoziationen - damals wie heute - ist, dass Strichcode = massenproduzierte Ware
Cheers vom Tom
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also mein dunkelblauer (904) mit Baudatum Februar 1987 hat keine Markierungen (G; H; F oder M) mehr zur Art des Lackes.
Wenn also Marcels 300er von 86 die noch hat, muss es wohl dazwischen geschehen sein.
Grüße
Hans
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Rolf & die Detektive - dankeschön, Hans - haben in der Zwischenzeit auch das Produktionsschild bis Juli 1982 genauer angesehen und die Dokumentation aktualisiert, siehe Anlage.
Dabei hat sich herausgestellt, dass ein sehr, sehr grosser Anteil der Datenübermittlung handschriftlich erfolgte und die Datenkarten vor der Schlussabnahme zum Teil manuell mit einer Heerschar von Schreibkräften getippt wurde, man glaubt es kaum.
Ein Novum in Mitten dieser vielen manuellen Arbeit war damals allerdings, dass das Produktionsschild von einer Fernsehkamera direkt vom Fertigungsband in die Produktionssteuerzentrale übermittelt wurde, wo dann ein eifriger Mensch vor dem Monitor alles sortierte und die entsprechende Produktionskarte aus einem Stapel Lochkarten heraussuchte.
Die Einführung des bereits besprochenen Produktionsschilds mit der 6 x 6 Matrix im Zuge der W201 (190E) war dann wie ein Quantensprung, denn damit konnten alle Daten automatisch und sicher zusammengeführt werden und anschliessend die Datenkarte vollautomatisch ausgedruckt werden; nur den Schreibkräften hat es nicht gefallen.
Wer mehr wissen will, hier ist ein Link zum Download der vollständigen Dokumentation:
www.rosebudstrategies.com/exchange/Produ...hild_v2_8Jan2020.zip
Cheers vom Tom
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Frank hatte die zündende Idee und edle Spender der Idee, die uns auf die richtige Spur brachte ...
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Grüsse Claus
1966 Plymouth Belvedere 383, 300D 1983, 280CE W123
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