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Weichmacher wieder auffrischen
- Para500SLC
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danke für die Steilvorlage. Ja, ich arbeite seit zig Jahren mit Weichmachern (und mir ist damals im Traum nicht eingefallen, von den Erfolgen Fotos zu machen). Die stellen sich aber grundsätzlich oft erst nach Wochen oder Monaten ein, da altes Material sehr zögerlich reagiert. Man braucht also viel Geduld.
Angefangen habe ich mit den Gummileisten auf den Stoßstangen, die 1,5 cm links und rechts vom mittleren Gummi hinter dem Nummernschild wegstanden. An der Stoßstange hinten war vom Vorbesitzer ein Spalt mit Dichtmasse verschlossen worden. Toll!
Nach wochenlangem Einreiben (ich glaube, es waren sogar einige Monate) mit OIL-LEAK-STOP von Mannol wuchs nicht nur der Gummi wieder zusammen, er wurde auch dicker und schloss unten/oben mit dem Metallrand des Trägers bzw. der Chromschale wieder bündig ab.
Als nächstes kamen die geschrumpften Einfassungen der Spiegel dran, die den Blechrahmen nun wieder mit einem Überstand von 1mm umfassen. In Erinnerung ist mir auch noch die völlig verhutzelte A-Säulen Dichtung zu beiden Seiten der Frontscheibe, die einen so desolaten Anblick bot, dass ich sie erst austauschen wollte. Aber auch hier war OIL-LEAK-STOP nach Wochen der Bringer.
Tja, und dann war da noch das Getriebe mit seinem unmöglichen Schaltverhalten: Ich erinnere mich an harte Stöße verbunden mit Durchrutschen. Frage: Getrieberevision oder OIL-LEAK-STOP? Da war ich dann schon sehr mutig – oder eher verzweifelt.
Es gab damals keine Beiträge im Forum von unserem Nicht-nur-Getriebe-Experten-Martin-Gullydeckel! Und tatsächlich: 3% Weichmacher (vom Gesamt-Volumen Öl) haben das verkorkste Schaltverhalten beseitigt.
Anderes Beispiel: Zu Anfang dachte ich noch, dass MB bei der Länge der PVC Schutzschläuche gespart hat, bis mir klar wurde, dass alle über die Jahre geschrumpft waren und darum die Kabel an den Steckern zum Vorschein kamen. Besonders unschön fand ich das Massekabel. Das konnte ich aber erst mit einem Weichmacher für PVC richten: TRIETHYLCITRAT. Hier zwei Beispiele für diesen Prozeß:
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Inzwischen habe ich auf den Alleskönner MESAMOLL (ist auch für PVC) umgestellt und behandle damit routinemäßig alles, was von Haus aus weich sein sollte – von Achsmanschetten und Abstreifgummis an den Fenstern bis Z ...
Es ist ein sehr gutes Gefühl ist, wenn die Gummiteile wieder ihre ursprüngliche Funktion bzw. Aussehen, Passform und Elastizität erhalten, und darum denke ich, dass diese Arbeiten neben der Sinnhaftigkeit auch den schönen Nebeneffekt haben, dass sie (bei den heutigen Ersatzteilpreisen, wenn man die Teile überhaupt noch bekommt) auf Dauer den Geldbeutel schonen.
Natürlich gab es auch Frust. Die Türtafeln durfte ich abermals neu machen, nachdem ich versuchsweise Weichmacher auf den PVC-Bezug (Folie) gepinselt hatte und der innerhalb weniger Tage für ordentliche Wellen sorgte.
Es entsteht kein Schaden, wenn die PVC-Folie auf Schaum aufgeklebt ist oder bei MB-Tex selbst - wie z.B. bei den Armlehnen oder dem Armaturenbrett. Da wird das PVC ohne Verzug wieder weich. Aber Vorsicht bei der PVC-Folie!
Und da ich nicht jahrelang warten wollte, bis die Wellen von selbst rausgehen würden, half nur erneutes Aufpolstern und Spannen der PVC-Folie. Ich habe übrigens darunter Filtergewebe aus dem Pool-Bedarf verbaut, das sorgt durch seine großporige Struktur optimal für den notwendigen Luftdurchsatz in den Türen – so meine Erfahrung.
Zu beachten ist: Zu viel Weichmacher ist auch nicht gut, weil es PVC-Schläuche und manche Gummisorten verformen kann.
OIL-LEAK-STOP und die anderen genannten Weichmacher greifen Lack nicht an. Nur MESAMOLL verträgt sich nicht mit ABS, darum von diesen Teilen fernhalten.
Freue mich auf Fragen, obwohl eigentlich alles zu dem Thema gesagt ist, wie ich finde.
Gruß Klaus
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- Gullydeckel
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das klingt super interessant. Ich will mich diesen Sommer endlich mal um mein Armaturenbrett kümmern, noch ist das nämlich rissfrei. Habe MESAMOLL gerade mal bei Ebay eingeben, da kriege ich ca. 1500 Treffer für Wasserbetten...
Wo bzw. wie muss ich denn suchen, damit ich an ein Fläschchen von dem Mittel kommen und wie wäre Deine Empfehlung für das Eincremen der Armaturentafel? Einfach mit einem Läppchen dünn und über den Sommer einmal pro Woche neu auftragen - oder fingerdick eincremen und einziehen lassen?
Grüße Martin
Ich bin jetzt in dem Alter wo ich meine Fehler zugeben könnte - wenn ich welche hätte
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- Hartung1979
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Da ich auch Getriebeöl mit Filter tausche, überlege ich ob ich da auch etwas zusetze.
Da ich das aber in der Werkstatt machen lassen muss, müsste ich denen dann sagen,
dass die nen Zusatz mit reintun sollen. Na mal schauen, was die dazu sagen
Udo aus Bielefeld (ja, das gibts wirklich, denke ich...)
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Klaus, hast Du diesen Zusatz (MANNOL 9423 Oil Leak-Stop ) zum Automatikgetriebeöl zugegeben?
mannol.de/de/?action=accessory_chemical_...23%20Oil%20Leak-Stop
Gruß
Marinko
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- Hartung1979
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LecWec, Mesamoll, OilLeakStop? Oder was anderes?
Ich frage grad speziell für Motoröl und Getriebeöl, ggf. auch um anderes Gummigetier zu schmieren...
Udo aus Bielefeld (ja, das gibts wirklich, denke ich...)
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Auch den von mir erwähnten Wirkstoff Dibutylmaleinat kann man in Reinform kaufen. Aber auch da wäre ich etwas zurückhaltend. Wieviel davon? Vermischt sich das gut mit dem Öl? Kann man das überdosieren? Fragen über Fragen .....
Deswegen halte ich mich lieber an die Produkte von renommierten Herstellern. Bei einem kürzlich durchgeführten Ölwechsel am Automatikgetriebe habe ich vorbeugend (bisher keine Probleme) "Liqui Moly ATF Additive" reingegeben.
Bei einem anderen Fahrzeug, bei dem es eine kleine Undichtigkeit am Getriebe gab, habe ich "Mannol Getriebeoel Leak-Stop" verwendet und das hat geholfen.
Hälsningar, Lutz
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Buddha
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- Para500SLC
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sehr interessante Infos.
Mit LecWec habe ich beim Automatik-Getriebe sehr gute Erfahrungen gemacht.
Vor. 9 Jahren habe ich prophylaktisch das Getriebeöl gewechselt. Das Getriebe hatte auch ein bisschen "Öl-Schweiß", aber es tropfte noch nicht.
Den Ursprung des Schweißes konnte ich aber im eingebauten Zustand nicht 100%-ig rausfinden.
Also habe ich die geringste Menge LecWec rein gekippt und den Motor von unten und oben gewaschen.
Siehe da - bis jetzt ist vom Getriebe her kein Öl mehr ausgetreten.
Aber ich hätte da noch eine andere Frage an die Kunststoff-Experten.
Bei "neueren" Fahrzeugen (nach 1990) wurden im Innenbereich vermehrt weiche Kunststoffoberflächen eingesetzt. Bei 2 meiner Youngtimer wird die Oberfläche klebrig.
Was kann man in diesem Fall tun ? Da tritt ja anscheinend der Weichmacher aus.
Gruß Uwe
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versuche es mal mit Tapir Kunststoffpflege,
www.wagenpflege.de/shop/product_info.php?products_id=2
Viele Grüße
Andreas
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ich würde meinem Automatikgetriebe auch gerne eine kleine Unterstützung bei der Abdichtung gönnen.
Mannol schreibt selbst (Auszug) zu seinem Produkt,
"Eine prophylaktische Anwendung ist möglich, um den Alterungsprozess und die Dichtungsabnutzung zu verlangsamen. Dieses Produkt ist mit allen Gertriebeölen für manuelle Schaltgetriebe mischbar."
Also für Automatikgetriebe nicht geeignet?
Dann muss doch ein anderes Produkt her.
Grüße
Matthias
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Andreas
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- Para500SLC
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ich hatte dieses Phänomen bei einem älteren Golf und bei einem ALDI-Dremel-Maschinchen. Eine super klebrige Angelegenheit.
Ich denke, du hast recht: Der Weichmacher aus der soften Oberfläche geht flöten und diese zersetzt sich dann. Zudem denkbar wäre: Die griffige Oberfläche reagiert mit dem Plastikuntergrund. Und das Dämliche ist: Die beiden vertragen sich nicht. Der Vorgang ist nicht umkehrbar, bei mir half nur Runterrubbeln.
Ich muss da immer an unseren PVC-Unterbodenschutz denken. Wenn man da beim Ausbessern nicht mit einem PVC-verträglichen U-Schutz drangeht (angeblich soll Fertan einen herstellen), pellt sich das Zeug nach Jahren ab. Sehr spaßig verhält sich ja auch Klebstoff, der sich nicht mit Kunstleder verträgt.
Gruß Klaus
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was ist da der Unterschied zu Armor All ? Auf der verlinkten Seite wird von einer glänzenden Oberfläche gesprochen.
Den Effekt möchte ich eigentlich nicht.
Klaus
Ja das Phänomen ist echt schlimm. Aber bei großen Flächen im Auto ist runter rubbeln auch keine richtige Option.
Mittlerweile vermeide ich Geräte mit Soft-Touch-Oberfläche.
Matthias
Ich habe in mein 560er Automatikgetriebe LecWec rein und keine Probleme gehabt.
Von der Menge her habe ich aber nur die kleine Flasche mit 200 ml verwendet (das sind dann etwas weniger wie 3% Anteil).
Gruß Uwe
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hast du LecWec selbst im Getriebe nachgefüllt oder hat das die Werkstatt gemacht?
Ich wüsste garnicht, wo man das selbst nachfüllt ...
Udo aus Bielefeld (ja, das gibts wirklich, denke ich...)
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das geht ganz einfach Ölkontrollstab am Getriebe raus, LecWec rein. Jedoch muss der Ölstand dabei beachtet werden, möglicherweise muss etwas Getriebeöl vorher aus dem Getriebe raus.
Gruß
Matthias
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natürlich selbst. Es war ja in Verbindung mit dem Getriebeölwechsel (+Filter).
Wie's geht schreibt Matthias.
Prüfe mal den Getriebeölstand (im Forum beschrieben) - wenn das Zeug schon länger drin ist, könnten die 200ml eventuell ohne Absaugung Platz haben.
Gruß Uwe
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Andreas
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Die Werkstatt wird den Zusatz, welchen auch immer, nur auf Wunsch des Kunden einfüllen und natürlich keine Haftung übernehmen, dass wird dann wohl im Auftrag auch so vermerkt.
Gruß Marcel
300 CE-24 Bj 7/90
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Der Herr Grimmer von den Airless Experts scheint mir ja ein rechter bayerischer Grantler zu sein!Para500SLC schrieb: .....
Für alle Gummiteile (Schläuche, Dichtungen, Stopfen etc.) und PVC-Teile nehme ich mittlerweile nur noch MESAMOLL. Hier zu kaufen:
airless-experts.de/hp1700/Trennmittel-Tr...n-0-5-Liter-TM05.htm
.....
Meine Anfrage wegen den Versandkosten nach Schweden wurde beantwortet mit "wir beantworten nur Anfragen wenn wir wissen wer anfragt", obwohl ich natürlich meinen Namen angegeben hatte, aber das reichte dem Herrn Grimmer wohl nicht.
Auf der Webseite steht auch "Wichtiger Hinweis Verkauf ausschließlich an gewerbliche Kunden, alle Preise zzgl. MwSt. und Versand!", aber das hat er bei mir nicht weiter hinterfragt, nachdem ich ihm zusammen mit der vollständigen Adresse auch die Adresse meiner Internetpräsenz hatte zukommen lassen.
Und es gibt einen Mindestbestellwert von 15 €, also musste ich 2 Flaschen bestellen.
Ich habe vor, es "äußerlich" an Gummi- und PVC-Teilen einzusetzen, da Klaus' Erfahrungen ja durchaus positiv zu sein scheinen.
@Klaus:
Hast Du auch beruflich mit dem Thema zu tun? In dem von Dir verlinkten Wikipedia-Artikel kann man lesen, daß Mesamoll ein Weichmacher für PVC, PUR sowie Natur- und Kunstkautschuk ist, also das, was wir wollen. Kein Wort allerdings darüber, daß es als Trennöl verwendet wird. Auch im Datenblatt von Lanxess steht davon nichts.
Bei dem angebotenen Artikel bei Airless Experts steht hingegen nur "Trennöl für Kolbenpumpen", aber kein Wort von Weichmacher, noch nicht einmal von Mesamoll.
Wie kommt es, daß der Stoff für so unterschiedliche Zwecke eingesetzt wird?
Hälsningar, Lutz
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