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1982 500 SL, Innereien nach ca. 60.000km

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4 years 6 months ago #292169 by 80erFan
So, kurzer Zwischenstand:

nach einigem Überlegen und diversen Gesprächen mit der Werkstatt meines Vertrauens habe ich mich entschlossen, das vermeintliche Problem „Gleitschienen“ anzugehen und zwar gründlich. 

Das bedeutet, Motorausbau, Demontage der Köpfe und Ersatz der Schaftdichtungen, ggfs. einschleifen der Ventile sowie Ersatz aller vorhandenen Gummiteile in diesem Beritt. Daneben natürlich Austausch von Gleitschienen, Kettenrädern und Kette und was beim Auseinanderbauen noch so auffällt.

Die notwendigen Teile habe ich von Mercedes bereits besorgt, einzig eine der Kopfdichtungen war nicht mehr lieferbar, die musste ich aus dem Zubehör nehmen.

Folgende Gründe haben mich zu dieser Entscheidung gebracht:

1. Das Risiko eines großen Schadens durch gebrochene Gleitschienen ist mir zu groß.
2. Die Gummiteile im Bereich Einspritzung können nach 40 Jahren nicht mehr gut sein.
3. Das Auto hat zwar eine geringe Laufleistung, ich war und bin aber der Auffassung, dass sich der Vorteil        einer geringen Laufleistung mit fortschreitendem Alter des Fahrzeugs relativiert und man eben trotz (oder gerade wegen) der weniger gelaufenen Kilometer irgendwann eine Revision durchführen muss.
4. Momentan sind alle Teile noch verfügbar, allerdings auch jetzt schon zu stolzen Preisen, das und die Verfügbarkeit werden sicher nicht besser werden.

Ich bin selbst mal gespannt, was wir bei der Demontage so vorfinden werden und werde regelmäßig berichten. 

Grüße, Holger
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4 years 6 months ago #292173 by Dieseldok
Hallo,

habt Ihr eine Druckverlustpruefung gemacht?

Wenn ja, dann waeren die Verlustwerte und wo der Verlust zu hören war, interessant.
Wenn nein, wie kann die Werkstatt dann das Einschleifen der Ventile empfehlen?
Wenn die Ventile undicht sind, dann muessen die Sitzringe und Ventile eh vorher geschnitten und geschliffen werden, aber das wird die Werkstatt sicherlich wissen. Macht sie das selber oder gibt sie das an eine Motorenschleiferei?

Punkt 3 macht nur bei den Kunststoff und Gummiteilen Sinn. Beim Triebwerk selber macht das keinen Sinn. Wie schon vorher geschrieben, wenn Öldruck und Druckverlusttest im Rahmen liegen, dann gibt es technisch keinen Grund einen Motor zu oeffnen.

Die Gleitschienen machen Sinn, aber meines Wissens nach muss man dazu nicht den Motor ausbauen.

Deine Werkstatt ist nicht Dein Freund, meine Meinung.

Gruss

JP
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4 years 6 months ago #292174 by Hans_G
Hallo Holger,

da hast du ja mal ein anständiges Konjukturpaket für deine Werkstatt angestoßen.
Und so wie du ja oben schreibst, hast du einen Motor der unauffällig läuft, keinen meßbaren Ölverbrauch hat und auch noch sparsam mit dem Sprit umgeht. Da reicht es völlig aus die Gleitschienen, mit Spanner und eventuell auch der Steuerkette zu machen!

Wenn dir da die Werkstatt eine "Totalrevision" des Motors anbietet, wäre das für mich ein Grund, dort nie mehr hinzugehen.

Wünsche dir daß der Motor nach der Revision mindestens so gut läuft wie vorher.

Grüße
Hans
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4 years 6 months ago - 4 years 6 months ago #292175 by 80erFan
JP und Hans,

hier muss ich zur Ehrenrettung der Werkstatt tatsächlich konzedieren, dass dieser Umfang der Arbeiten eher auf meinem Mist gewachsen ist. Zudem habe ich ja geschrieben „ggfs.“ einschleifen der Ventile, es sitzt halt relativ viel Ölkohle auf den Ventilen, vielleicht reicht ja auch Reinigung, jedenfalls macht es m. E. Wenig Sinn, die Schaftdichtungen zu wechseln und die Ventile so verkokt zu lassen.

Kompressions- und Druckverlustprüfung waren in der Tat unauffällig, allerdings sind eben nach längerer Standzeit die Ölspuren im Zylinder zu sehen. Es sind die ersten Schaftdichtungen noch verbaut und die sind nun mal auch 40 Jahre alt.

Empfehlung der Werkstatt waren lediglich die Schaftdichtungen und die Gleitschienen nebst Kette und Zahnrädern. Dabei hat man mir durchaus gesagt, dass das bei eingebautem Motor zwar geht, aber ggfs. Nacharbeiten erforderlich sind, wenn der Stirndeckel nicht dicht wird, weil das ein ziemliches Gefummel ist.

Hinzu kommt, dass ich die Gelegenheit nutzen möchte, um den Motorenraum (vielleicht mit Eis) zu reinigen

Hinzu kommt ferner, ich weiß gar nicht ob das hier schon Thema war, dass vermutlich der Kurbelwellensimmerring zum Getriebe beginnt zu lecken, es tropft zwar noch nicht besorgniserregend aber es ist leicht ölfeucht, möglicherweise auch ein Problem der geringen Laufleistung.

Letzten Endes möchte ich den Motor nur einmal anfassen, dafür aber richtig, da ich verschiedentlich schon die Erfahrung gemacht habe, das gleich richtig günstiger wird als halb in Etappen.

Wie gesagt, ich bin selbst gespannt, was wir vorfinden und möglicherweise komme ich hinterher auch tatsächlich zu dem Ergebnis, dass einiges unnötig war, vielleicht aber auch nicht, mal sehen.

Was die Qualität der Arbeit betrifft, habe ich keine Bedenken.

Grüße, Holger
Last edit: 4 years 6 months ago by 80erFan.
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4 years 6 months ago #292177 by RickyBobby
Hallo Holger,
denk vor allem an die Ventilführungen., wenn du eh die Köpfe runter hast.. bin gespannt, nach entfernen der Schaftdichtungen wieviel Spiel die haben ;)... du wirst auch beeindruckt sein glaub mir...;) ( sind übrigens nur bei MB lieferbar, nicht mehr im OEM),
Schleifen ist dann Kindergarten...

lg rob

560 SL, BJ. 87,
560 SEC RÜF 822 , BJ.87,
190E 2.3, BJ.92
Porsche 944 Turbo S
Ferrari 308 GTS QV
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4 years 6 months ago #292187 by gelberbenz
Hallo Holger
Wenn der Motor wiklich nur 60 Tkm runter hat und keinerlei Zicken macht , dann öffnet man den nicht !!


Grüsse Werni
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4 years 6 months ago #292190 by 80erFan
Hm, leider erledigen sich weder die Gleitschienen- noch die Schaftdichtungsproblematik durch Zuwarten….

Grüße, Holger
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4 years 6 months ago #292193 by Hans_G
Hallo Holger,

das wird von Werni nicht so gemeint worden sein.
Natürlich soll/ muß man die Gleitschienen machen, wenn man dazu auch die Nockenwellen ausbaut kann man auch die Schaftdichtungen machen (geht auch ohne abnehmen der Köpfe). Und mit ausgebautem Kühler ist auch das Arbeiten auf der Stirnseite des Motors kein Problem.

Ich kann halt nur aus eigener Erfahrung sagen, das in der Vertragswerkstätte bei Mercedes z.B. bei Arbeiten an der Wasserpumpe (M110) der Kühlkreislauf bei der ersten längeren Fahrt undicht wurde mit dem Ergebnis - Kopfdichtung kaputt. Und bei BMW, einen gerissenen Kopf getauscht und nicht die passende (dickere) Kopfdichtung montiert und dann nach 1.000km Pleuellagerschaden.
Mercedes war damals bei meinen Eltern kulant, aber beim BMW hat ich sauber draufgezahlt.

Von daher: Never touch a running system. Davon sind wie oben geschrieben die Verschleißteile ausgenommen.

Grüße
Hans
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4 years 6 months ago #292194 by gelberbenz
Hallo Holger
Gleitschienen schon aber alles ander nicht.

Grüsse Werni
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4 years 6 months ago #292196 by Dieseldok
Hallo,

ist schon alles gesagt, ich schreibe es dennoch nochmal.

Gleitschienen sollten getauscht werden.
Schaftabdichtungen kann man machen, aber wenn der Motor nicht blau qualmt, dann wuerde ich warten.

Die Ölschliere auf den Bilder sagt ja nichts aus. Morgen schaue ich da nochmal rein und sehe was anderes. Und dann? Die optische Begutachtung setzt grosse Erfahrung und einen Vergleichsmassstab voraus. Ohne ist das alles reines raten und glauben.
Die Druckverlustmessung zeigt ganz klar ob die Ventile dicht sind oder nicht.

Wie geschrieben koennen die Schaftabdichtungen bei eingebautem Motor getauscht werden, dazu müssen nicht die Köpfe runter.

Zum Tausch der hinteren Kurbelwellenabdichtung muss nur das Getriebe raus. Geht schneller und meine Haube bleibt am Platz und sitzt dann wie am ersten Tag und die Schrauben sehen auch noch gut aus.

Etwas Leck Wech ins Motoröl geben und die Abdichtung wird wieder wieder und das Tropfen hört auf.

Wenn der Kunde aber mehr will, dann macht die Werkstatt das aus Gewinnabsicht auch. Nur wenn dann spaeter andere Maengle eintreten, dann droht Ärger und keine Kostenübernahme. Zu oft selber erlebt und mich darüber geärgert und drauf gezahlt.

Deshalb wuerde ich mich immer auf das Notwendige beschränken, wenn ich das nicht selber machen kann.

So, hoffe das ist jetzt richtig rübergekommen.

Gruss

JP
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4 years 4 months ago #297129 by 80erFan
Moinsen,

So, Motor ist raus und die Köpfe sind auseinander:

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Befund bisher:

- Alle (!) Schlepphebel sind Schrott

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- Nockenwellen mit Laufspuren aber noch ohne Ausbrüche, Fotos folgen noch

- Einlassventilführungen haben Spiel, Auslassführungen gehen, alle Ventilschäfte sind maßhaltig.

- Zahnausfall bei einem Kettenrad

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Der Block mit Kolben, Haupt- und Pleuellagern sowie Laufbuchsen ist nahezu jungfräulich.

Erstaunlicherweise sind bisher alle Gummiteile und sogar die Schaftdichtungen noch keineswegs hart, damit hätte man sicher noch eine Weile fahren können.

Ansonsten kann ich mir das Schadensbild nur schwer erklären.

Motoröl: seit km Stand 48.800 Mobil 1 0W40, 1,4 bar Öldruck bei heißem Motor und eingelegtem Gang, Ölduschen und Leitungen im Kopf völlig I. O., jetziger Kilometerstand ca. 65.000









 

Grüße, Holger
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4 years 4 months ago #297130 by 80erFan
Vielleicht noch folgende Ergänzungen:

Der Motor war im Kopfbereich völlig sauber, also kein Dreck, Ölschlamm oder dergleichen.

Er hat im Übrigen auch keine Geräusche wie Tickern oder Klappern aus dem Kopf gemacht, im Gegenteil, er lief selbst mit diesen Schlepphebeln völlig unauffällig.

Grüße, Holger
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4 years 4 months ago #297165 by wusel-53
Hallo Holger,

welches Schadensbild kannst du dir jetzt nicht erklären. Den Motor wolltest du öffnen, weil du mit dem Endoskop was auf der Laufbuchse gesehen hast. Der Motor lief aber Top.  Alle Beitragsschreiber haben dir geraten den Motor nicht zu öffnen.

Was du jetzt gefunden hast, sind alles defekte Bauteile, die ohne Zerlegung des Motors hätten repariert werden können (auch der KW-Simmering) Und ausgerechnet der Block und die Kolben sind nun jungfräulich.

Also doch Konjunkturprogramm für die Werkstatt. Aber OK, wenn du dich jetzt besser fühlst und du das nötige Kleingeld hast, ist es ja i.O. Ärgerlich wird es, wenn der Motor nach dem Zusammenbau schlechter läuft als vorher, was tatsächlich nicht ausgeschlossen ist, aber das wünsche ich dir natürlich nicht!

Viele Grüße

Thorsten

Man lernt nie aus
380SL (US-Version, Bj.84), Eura-Wohnmobil und ein ebike :-)
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4 years 4 months ago #297175 by driver
So sollen Schlepphebel nach 60000km aussehen ?.
Ich glaube bei 90% der 107er die angegebenen Laufleistungen nicht .

Wolfgang
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4 years 4 months ago #297195 by 80erFan
Hallo Thomas,

ich bitte um Entschuldigung, dass ich offenbar die Frage nicht deutlich genug formuliert habe:

Mich interessiert die Ursache für den schlechten Zustand der Köpfe im Vergleich zum Block (der im Übrigen bis auf ein Pleuellager, welches wir zur Kontrolle angeschaut haben, zusammengeblieben ist).

…und jetzt kommt noch eine Verständnisfrage hinzu, da ich leider nicht der Motorenbauer vor dem Herrn bin:

Die Schlepphebel und im Gefolge die Nockenwellen müssen neu, muss also alles raus. Diese und die Schaftdichtungen mögen bei eingebauten Köpfen gewechselt werden können aber was ist mit Ventilführungen und Sitzen?

Soll ich jetzt die Ventilführungen mit dem Spiel alt lassen? Oder die Ventilsitze in dem jetzigen Zustand unbearbeitet lassen oder wie geht das mit eingebauten Köpfen? 

also: Köpfe auch runter.

Mehr ist gar nicht passiert, außer, dass der Motor hierfür ausgebaut wurde. Das war ein Aufwand von drei Stunden, dafür kommt man jetzt an alles vernünftig dran.

Im Übrigen: wenn Du den Ventiltrieb in diesem Zustand vorfinden würdest, würdest Du tatsächlich dort alles reparieren und Kurbeltrieb und Pleuellager nicht mal anschauen? 

Wolfgang:

Ausweislich der mir vorliegenden Unterlagen (insbesondere das lückenlose Schweizer Abgasheft), dem Kontakt zu den Vorbesitzern und dem Gesamtzustand von Auto und Motor ist die Laufleistung authentisch.

 

Grüße, Holger
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4 years 4 months ago #297196 by ZitroniX
Hmmm, da würde ich aber mal Ursachenforschung betreiben,warum die S-hebel so abgenutzt sind, bei dieser Km-Leistung....evtl falsches Öl??
Normal ist das jedenfalls nicht.

Früher war alles gut, heute ist alles besser.
Besser wär es, wenn alles wieder gut wär.
R107 SL 380 (US) Bj 83,
silberblaumetallic 930

Gruss Andreas
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4 years 4 months ago #297201 by wusel-53
Hallo Holger,
mit Thomas meinst du sicher Thorsten, also mich :-),
ich möchte nur festhalten, dass du selbst geschrieben hast, dass dein Motor einwandfrei lief. Und lediglich eine Auffälligkeit mit dem Endoskop zeigte (die sich aber nicht bestätigt hat). Endoskopbilder sind nicht völlig aussagekräftig.
Letztlich war die NW, das Ritzel und die Schlepphebel auffällig. Die hätte ich gemacht. Verkokungen auf den Ventilen im Brennraum sind normal.
Wenn du jetzt einen schlechten Kompressionsdruck gemessen hättest oder einen negativen Druckverlusttest, dann hätte ich auch die Köpfe abgenommen. Und wenn ich mal keinen Bock mehr auf fahren habe, werde ich dies wohl auch mal machen. Aber vorerst läuft meiner.
Aber letztlich ist es deine Entscheidung und dein Geld. Hoffe nur, du bist dann hinterher zufrieden. Und die Schlepphebel sehen für 60 TSD Km echt mega schlecht aus und ich kann verstehen, wenn hier an der Laufleistung gezweifelt wird. Ein Schlepphebel - ok, Materialfehler, aber alle, die Nockenwelle und das Stirnrad, das ist zu viel auf einmal. Bist du sicher, dass der Motor nicht mal getauscht wurde? Am besten mal die Motornummer prüfen.

Viele Grüße

Thorsten

Man lernt nie aus
380SL (US-Version, Bj.84), Eura-Wohnmobil und ein ebike :-)
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4 years 4 months ago - 4 years 4 months ago #297204 by 80erFan
Natürlich Thorsten, nicht Thomas, entschuldige.

Ich habe das alles nicht wegen der Endoskop Bilder von den Laufbuchsen sondern - wie nachzulesen ist - wegen der offensichtlich noch nie getauschten Gleitschienen begonnen.

Verkokungen auf den Ventilen stören natürlich nicht, Ventilführungen mit Spiel sehr wohl.

Die hättest Du so gelassen?

Und gerade wenn Du Zweifel an der Laufleistung hast, hättest Du nicht nachgeschaut, wie Haupt- oder Pleuellager aussehen?

Tut mir leid, dann haben wir ein grundsätzlich anderes Verständnis davon, was und wie man mit solchen Autos umgeht. Für mich ist der 107er keine Alltagshure, die ich irgendwie zum Laufen bringen muss, dass darf schon fundiert und solide gemacht werden. Einzelne Fehler zu beheben und andere  zu belassen, weil es einem zu aufwändig ist, halte ich für Pfusch.

Abschließend: Glaubst Du ernsthaft, ich hätte die Motornummer noch nicht kontrolliert? Natürlich gehört der Motor zum Auto.

Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass Schlepphebel, die durch normalen Verschleiß so kaputt sind wie meine, mindestens 300.000 km runter haben müssen, diese Laufleistung geben weder der Motor noch das Auto her. Außerdem würden die Nockenwellen dann entsprechend aussehen, meine haben zwar Laufspuren aber keine Materialausbrüche.

Es gibt hier ein von Wolfgang (Driver) begonnenes interessantes Thema aus 2019 zur Frage, wie man Nockenwellenschäden verhindert und zur Frage schlecht gehärteter Teile in den 80ern, vielleicht ist da eine Ursache zu suchen.

Andreas:
Ich habe das Auto mit ca. 49.000km erworben, was bis dahin für Öl gefahren wurde, kann ich nicht sagen, ich habe seitdem immer Mobil 1 drin.



 

Grüße, Holger
Last edit: 4 years 4 months ago by 80erFan.
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4 years 4 months ago #297208 by Dieseldok
Hallo,

habt Ihr vor der Demontage einen Druckverlusttest gemacht?

Dann kann man eine Aussage zur Abdichtung der Ventile und Kolben/Ringe und Buchsen machen.

Ansonsten muss alles aufgemessen werden und mit den Werkswerten verglichen werden.

Einfach aufs Pleuellager schauen reicht nicht. Das Gleiche gilt fuer Ringe und Laufbuchse, auch das muss dann alles aufgemessen werden.

Verschleiss im Nockenwellenbereich stellt sich bei unnötig hohen Drehzahlen bei kaltem Motor ein. Wie ist der Vorbesitzer mit dem Wagen umgegangen?

Ist an der Bruchfläche des Zahnrades noch etwas zu sehen oder ist das alles zerhaemmert ?

Zu dem Projekt Ansicht wurde ja nun schon alles 3x von jedem geschrieben.
Was sagt denn die Werkstatt die den Auftrag angenommen hat zu dem Schadensbild?

Zeigt Dein Foto den Motor in der Werkstatt Deines Vertrauens?

Gruss

JP
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4 years 4 months ago #297210 by mopf9
Hallo Leute,

also solcher Verschleiß im Zylinderkopfbereich/Ventiltrieb kann sich IMHO bei viel Kurzstreckenbetrieb schon bei geringen Laufleistungen einstellen. Es ist immer wieder erstaunlich, wielange es bei abgenommener Zylinderkopfhaube nach einem Kaltstart dauert, bis da oben Öl ankommt. Ich errinnere mich an ein anderes Auto, das bei lächerlicher Laufleistung einen komplett zerstörten Ventiltrieb hatte, da es wohl immer nur gestartet und gering bewegt wurde.

Viele Grüße
Wolf

Gruß, Wolf

Wenn dein Pferd tot ist, steig ab!
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