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Porsche druckt Oldtimerteile nach

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14 Feb 2018 10:46 #178856 von Dr-DJet
Dr-DJet erstellte das Thema Porsche druckt Oldtimerteile nach
Hallo,

auf golem.de, einem Portal für IT Profis, wird gerade berichtet, dass Porsche Teile für seltene Oldtimer wie den 959 per Lasersintern nachdruckt. Wenn die Technologie mal eines Tages für den Heimgebrauch erschwinglich wäre, wäre das für alle Oldie Fans eine tolle Sache.

www.golem.de/news/3d-porsche-druckt-oldt...ach-1802-132755.html

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker, Admin und Betreiber dieser Webseite


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14 Feb 2018 14:28 #178865 von Ragetti
Ragetti antwortete auf das Thema: Porsche druckt Oldtimerteile nach
Interessant , inzwischen nicht mehr neu, im Flugzeugbau ist das schon teilweise ein Standardverfahren, auch im Prototypenbau der Autoindustrie, als Ersatzteilmarkt wird das großflächig auch getestet, wobei es nur bei nicht sehr stark belasteten Teilen infrage kommen wird. In dem Artikel war von einem Ausrückhebel die Rede, da wird es schon grenzwertig mit der Festigkeit, kann aber gehen. Ölwannen zum Beispiel eigenen sich gut zum Drucken, auch Steuergehäuse oder Pumpengehäuse kann man sich gut vorstellen. In meinem früheren Job haben wir sogar mal ein Ladergehäuse für einen Turbo in Edelstahl gedruckt, dauert halt einige Tage bis das fertig ist.
Bei Zylinderköpfen und Kurbelgehäusen werden die Kerne und die Gießform in Sand gedruckt und dann ausgegossen, so hat man quasi wieder ein Original. das wird bei sehr alten Fahrzeugen schon gemacht, da wo die Originalwerkzeuge nicht mehr vorhanden oder nicht mehr einsetzbar sind.

Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald

Rolf

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15 Feb 2018 18:43 #178934 von FoxBravo
FoxBravo antwortete auf das Thema: Porsche druckt Oldtimerteile nach
Hallo Volker,


das ist doch ein alter Hut :yes:
Für den Unimog werden einige spezielle Ersatzteile auch nicht mehr in einem Lager vorgehalten sondern bei Bedarf neu gedruckt. Man hat das (Einspar-) Potenzial entdeckt und will nun halt mal schauen, wie gut das funktioniert.

In meinem Berufsleben in der LKW-Triebstrangentwicklung machen wir das auch gelegentlich. Einige unserer teilweise sehr speziellen Konstruktionen lassen wir auch 3D-Drucken. Wir haben in der Regel sehr geringe Stückzahlen aber dafür gerne komplizierte Geometrien. Die Kollegen in der Verfahrensentwicklung (besser: die Thermodynamiker, die sich um Verbrennungsabläufe kümmern) lassen sich ihre Zylinderköpfe für die Einzylinderprüfstände auch gerne drucken. Das ist ideal zum ausprobieren und herumspielen mit bspw. geänderten Einlaßkanälen.
Neben Kunststoff gibt es Stahl, Edelstahl und Alu im Angebot; einige Zulieferer bieten auch hochwarmfeste Werkstoffe an (z.B. für Turboladergehäuse). In der Regel sind die gewohnten Werkstoffkennwerte (Zugfestigkeit, E-Modul, etc.) auch für gedruckte Werkstücke gültig. Bei Schmiedeteilen sieht es wieder anders aus; da muss man halt anders konstruieren.

Das große Wissen und die viele Erfahrung der Kollegen in der 3D-Druckerei sind beeindruckend. Die Anschaffungskosten für eine Laser-Sintermaschine sind zur Zeit um eine Million Euro herum, aber man muss die Kiste halt auch bedienen können :admire:
Und da hat man sicher eine Menge Lehrgeld bezahlt...

Eine gewisse Möglichkeit, für unsere Belange im großen Ersatzteil-Druckerei-Business mitmischen zu können sehe ich darin, einfachere Kunststoffteile nachzudrucken. Ein Beispiel, das mir spontan einfällt, sind diese dusseligen Klipse für die Sonnenblenden an unseren SL. Oder die Griffe / Räder für die Verstellung der Rückenlehne der Sitze.
Das sind sicher Teile, die man einfach nachdrucken lassen könnte, wenn man ein ordentliches (!!!) CAD-Modell hat.


Viele Grüße

Markus

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15 Feb 2018 20:22 #178951 von katzentrio
katzentrio antwortete auf das Thema: Porsche druckt Oldtimerteile nach
Hallo,

wie FoxBravo schon richtig schreibt, nicht mehr ganz so was neues… Und in vielen Bereichen schon Tagesgeschäft…
Aber in meinen Augen die Zukunft.

Interessant auch hier ein Artikel in der aktuellen OLDTIMER PRAXIS 3/2018
Da wird in einem Artikel die Herstellung eines Zylinderkopfs für einen Daimler El24 von 1937 beschrieben. D. H. der Guss des Zylinderkopfs wurde mit Hilfe des 3-Druck ermöglicht. Mit einem 3-D Drucker wurde da die Sandgußform dafür erstellt.
Etwas was nach der Zeitschrift normalerweise für einen hohen fünf oder niedrigen sechsstelligen Eurobetrag gesorgt hätte, kostete für zwei Köpf pro Kopf nur 7000 Eu-ro und würde sich bei zehn Köpfen sogar auf rund 4500 Euro reduzieren.
Irre…

Mit Gruß
Joachim

Gruß Joachim

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