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Das unfassbare Milliardengeschäft hinter dem TÜV

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22 Aug. 2026 20:16 - 22 Aug. 2026 20:16 #358153 von Dr-DJet
Hallo,

wir haben uns ja schon über die jährlichen Preissteiherungen der HU/AU von 6,7% beschwert. Hier ist das Geschäftsmodell nochmals schön beschrieben:

www.youtube.com/watch?v=1O_jGXqzXJU

Ein unfassbares Geschäftsmodell, das per Lobbyismus vom Staat gefördert und in Gesetze gegossen wird. In typisch deutscher Weise wird die einst kostenneutrale und wichtige Einhaltung von Sicherheitsvorschriften zum Schutz von Bevölkerung und Arbeitsnehmern immer mehr zum Bürokratiemonster, das Milliarden verschlingt. 
 

Viele Schraubergrüße - best regards, Volker, Admin und Betreiber
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22 Aug. 2026 22:45 #358154 von karlo63
Die Brille vom TÜV Sprecher ist garantiert auch TÜV konform , aber Spaß bei Seite Volker das nimmt ungeahnte Ausmaße an , habe vor 2 Wochen bei der GTÜ 165€ bezahlt
und Anfang 2027 sind noch zwei Autos dran , Gebühren und Vorschriften nehmen mittlerweile überhand , aber es bleibt einem ja nichts anderes als das alles so hinzunehmen . Mir ist immer noch unerklärlich weshalb niemals der Zustand der Bremsflüssigkeit getestet wird , das regt mich immer wieder auf , das ist doch wirklich sicherheitsrelevant aber Trittböcke Lehrgänge über 700 €😒und Jährlich erneuern , ja ja die glauben wirklich die Menschheit ist doof , aber das Geschäftsmodell ist einfach nur genial .

Gruss Karl

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22 Aug. 2026 23:03 - 22 Aug. 2026 23:05 #358155 von M119_Fan
Das mit der Bremsflüssigkeit verstehe ich auch nicht, dabei wäre es trivial dies zu testen.
Stattdessen wird geschaut, ob der Tankdeckel noch mit der Schnur mit der Tankklappe verbunden ist. Wozu? Oder bin ich nur zu Blöd den Sinn dahinter zu verstehen?
Sparen kann man übrigens immer noch in den vielen Bundesländern wenn man die AU in einer Werkstatt macht und für paarundsechzig € zum TÜV geht um die HU zu machen.

Viele Grüße,
Michael
Disclaimer: Das meiste, was ich schreibe, ist "leider nicht ganz richtig".
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23 Aug. 2026 00:09 #358156 von Chromix
Ist wie mit allen Institutionen, die der Staat großzügig mit einer Aufgabe versieht. Irgendwann verkommt das zum Selbstbedienungsladen. Ist beim VDE ähnlich. Früher ein honoriger Verein, heute werden Regelungen so ausgestaltet, daß sie vor allem den Mitgliedsunternehmen nützen.

Viel Sinn macht ein Test der Bremsflüssigkeit nicht. Der Behälter ist fast immer dicht und die Bremsflüssigkeit darin in Folge fast immer gut, auch wenn sie schon steinalt ist. Weil kaum Bewegung im System ist und wenn, dann immer im selben Bereich. Viel wichtiger wäre, wie der Zustand im Bremssattel ist, mit vielleicht leicht porösen Bremsschläuchen in der Nähe, durch die Feuchtigkeit nach innen gelangen kann.

Hälsningar,
Lutz

Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens, die in Dir schwingt.
Buddha

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23 Aug. 2026 00:22 - 23 Aug. 2026 00:27 #358157 von M119_Fan
Bin keine Bremssystemsexperte, daher habe ich folgende Fragen:
- Gibt es keine Entlüftungsöffmung über die Feuchtigkeit gezogen werden kann?
- Falls nein, ist die Bremsflüssigkeit wirklich hermetisch abgeschottet?
- Wieso schreibt der Hersteller (also nicht DER Hersteller, sondern eigentlich alle) einen Wechsel alle 24mo vor? Daimler im 107er WIS sogar 12mo?
- Wieso lässt sich dann mit einem Messgerät nach ein paar Jahren Wasser in der Bremsflüssigkeit nachweisen?
- Wir sprechen wir hier ständig von Dampfblasenbildung und Warmstartproblemen in der K(A/E)-Jet. Trifft dies nicht auch auf Bremsflüssigkeit zu, die Wasser gezogen hat?

Die Fragen sind ernst gemeint. 

Viele Grüße,
Michael
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23 Aug. 2026 09:31 - 23 Aug. 2026 09:33 #358158 von Nichtraucher
Hi,

der Deckel vom Vorratsbehälter der Bremsflüssigkeit hat eine Belüftung. Die Muss er haben da die Flüssigkeit den Raum der abgenutzten Bremsbeläge einnimmt und der Pegel im Behälter sinkt. Also muss Luft nachkommen. 
Die Gefahr ist da wenn unten im Bremssattel zu viel Wasser in der Bremsflüssigkeit ist, da kann, wenn die Bremse sehr heiß wird, der Druck flöten gehen.
Fährt man sie nicht heiß, verursacht das Wasser Korrosion an den Bremskolben, wenn diese aus einem rostanfälligem Material sind. Dann kann es undicht werden oder klemmen.

Zum TÜV fahre ich schon lange nicht mehr, die hatten meiner Meinung nach kein Augenmaß und waren mir immer, mit ganz wenigen Ausnahmen, zu unfreundlich. 
Die völlig "überlastete" Zweigstelle in Unna hat schon vor Jahren dicht gemacht.

Ich war diese Woche mit zwei Autos und einem Anhänger bei der HU, 2x 165 und einmal 67€ abgedrückt.

Gruß
Willy

500SL
Grand Cherokee WJ
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23 Aug. 2026 10:06 #358159 von merc450
Moin Moin
die komplexe Einfachheit von Sicht und Weise , ist halt eine Reise . Zuweilen der Vergangenheit , mit dem was muß und dem was geht . Das Muß ist eine Vision , Kalkulation , ein Korridor der Zeit , ein Abschnitt des Leben , ein Wagnis .
.............. Die Möglichkeit einer Industrieanlage in Planung Gutachten und Genehmigung ,und sei es eine Lackieranlage unterliegt vielen ,auch dem TÜV . Bei mir war vor einem Vierteljahrhundert ein Muss, etwas zu realisieren , die Baulasten tragen die Nachbargrundstücke
die später erschlossen wurden . Windrichtung , Bäume und Vorbelastungen der angrenzenden Grundstücke , Arbeitszeiten und Materialmengen ,Entsorgung und Qualifikation , all das ist a u c h ein Baustein den der TÜV bietet , um Visionen real werden zu lassen .
mfg Günter Trunz

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23 Aug. 2026 10:18 #358161 von wusel-53
Auch ich muss Lutz deutlich widersprechen. Das Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist, stellt Lutz nicht in Frage, aber tatsächlich ist das system durch die Belüftung im Deckel nicht dicht und darüber zieht die Bremsflüssigkeit Wasser aus der Luft und das nicht wenig. Ich habe die Erfahrung am eigenen Leib gemacht, mit meinem ersten Auto im frühen Stadium meiner KFZ-Ausbildung. Das Autoa war ein ziemlich runter gerockter Citroen Visa (kennt heute kaum jemand noch). Ich kam damit aus einem Österreich Urlaub zurück. In den Kassler Bergen dann Stau, ständiges Bremsen auch aus höherer Geschwindigkeit und bergab. Das war der Bremsflüssigkeit dann irgendwann Zuviel, sie bildete Dampfblasen und bei einer stärkerem Bremsung hatte ich dann auf einmal keinen Bremsdruck mehr. Da kommt zunächst Panik auf und man tritt mehrfach nach und dann ist wieder Bremsdruck da (Blase ist zusammen gepresst). Ist damals alles gut gegangen. Und wenn man dann einige Zeit Pause macht, die Bremsflüssigkeit abkühlt, funktioniert die Bremse auch wieder normal, bis zur nächsten Überhitzung. Da damals alle Werkstätten schon zu hatten, ich noch nicht im ADAC war, bin ich dann 300 Km auf dem AB-Standstreifen mit Warnblinklicht gefahren und dann noch 100 Km Bundesstraße. Meine damalige Freundin hat das damals alles klaglos mitgemacht und ist heute noch mit mir verheiratet. Dazu muss man sagen, dass uns bei Würzburg vorher schon die Batterie explodiert und die Lichtmaschine durchgebrannt war. Statt 9 Std. Fahrzeit waren es dann 24 Std. Sowas prägt 

Viele Grüße

Thorsten

Man lernt nie aus
380SL (US-Version, Bj.84), Eura-Wohnmobil und ein ebike :-)

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23 Aug. 2026 10:49 #358162 von Ragetti
hat zwar mit dem eigentlichen Thema nix zu tun, aber zur Bremsflüssigkeit darf ich auch noch meinen Senf dazugeben.
Im Deckel sitzt ja ein Miniloch zum Druckausgleich das über die Gummimembran aber verhindern soll daß Wasser reinkommt. Jetzt habe ich ja an unserem SLC -Projekt auch die Bremsflüssigkeit getauscht nach 24 Jahren, ich glaube da ist es an der Zeit das mal zu tun. Vorher gemessen und siehe da es wird grün angezeigt, also war das System dicht weil ja auch nicht in der Zeit gross bewegt wurde und es wurde kein Waasser gezogen, hätte man also drin lassen können der Theorie nach, der Vernunft nach natürlich nicht.

Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald

Rolf

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23 Aug. 2026 13:24 #358165 von wusel-53
Bist du 100% sicher, dass da nicht schon mal jemand die Bremsflüssigkeit gewechselt hat? Ich habe an meinem SL die B-Flüssigkeit vor 2 Jahren gewechselt. Gämsen habe ich noch nicht, aber rein optisch muss sie schon wieder neu. Könnte aber auch an der Spezialpaste liegen, mit der ich die Kolben in die Bremssättel eingesetzt habe.

Viele Grüße

Thorsten

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23 Aug. 2026 13:50 #358167 von merc450
Moin Moin
Die DOT auf einer Karkasse /Reifendecke ist Zeitbestimmend .
Die DOT und die Prüfgeräte bei Bremsflüssigkeit DOT 3 oder DOT 4 sind zum Teil dem Prüfgerät zuzuordnen .
mfg Günter Trunz

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23 Aug. 2026 14:14 #358170 von Ragetti
Thorsten da bin ich inzwischen sehr sicher, der letzte Mechaniker war 2002 dran. Das Gute daran ist es wurden neue Scheiben und Bremsklötze verbaut somit waren die Kolben auf Maximim drinnen

Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald

Rolf

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23 Aug. 2026 14:15 #358171 von M119_Fan
Wie kann man das jetzt mit Autos, die gefahren werden vergleichen?

Viele Grüße,
Michael
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23 Aug. 2026 15:43 #358172 von Dr-DJet
Hallo,

ja super, wie Ihr dieses meiner Meinung nach sehr ernste Thema mit einer Diskussion über Bremsflüssigkeit und Hygroskopie zerredet.

Alle reden vom Bürokratieabbau und keiner macht es. Oder eine Regel wird abgeschafft und dafür 3 neue erlassen. Stattdessen zahlt ihr halt jedes Jahr 6,7% mehr für die Einhaltung der Bürokratie - hier den TÜV/Dekra/GTÜ .

Wer ist daran schuld? Natürlich die Politiker, die die Regeln machen? Nein: WIR, die wir das als gegeben hinnehmen und solchen Lobbyismus und Selbstbedienung für die sicher wichtige Sicherheit belohnen.

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23 Aug. 2026 17:30 #358178 von M119_Fan
Wie gesagt, einach HU/AU getrennt machen. Die HU kostet in vielen Bundesländern ~63€, wenn man sie direkt bei einer TÜV Stelle macht.

Sorry fürs Zerreden, aber was ist jetzt der Plan? Sollen wir die HU boykottieren?

Viele Grüße,
Michael
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23 Aug. 2026 18:22 #358181 von jama
Moin,
und was können / sollen wir dagegen tun?

Gruß Jürgen

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23 Aug. 2026 18:36 #358184 von terrier
Die Bürger wählen doch , demokratisch ,
ihre Politische Führung immer wieder selbst.
Und die Politiker, nehmen von der Industrie und Wirtschaft,
wohlwollend durch Lobbyismus, die Vorschläge an,
die werden dann umgesetzt.
Den Rest kann sich jeder denken wie es wohl weitergeht.
Wir sollen ja hier politische Diskussionen raushalten.

Gruß Ralf

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23 Aug. 2026 19:10 #358186 von Dr-DJet

Wie gesagt, einach HU/AU getrennt machen. Die HU kostet in vielen Bundesländern ~63€, wenn man sie direkt bei einer TÜV Stelle macht.

Sorry fürs Zerreden, aber was ist jetzt der Plan? Sollen wir die HU boykottieren?
 
Hallo Michael,

wo kann man denn noch eine separate AU machen lassen bei uns? Ich kenne nur Werkstätten, die das mit LF5 wegen der Kosten fürs Messgerät aufgegeben haben und seitdem den TÜV / DEKRA / GTÜ rufen und das machen lassen.

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23 Aug. 2026 19:38 #358187 von Ragetti
dann hift nur den Verkehrsminister vom Bund und Land anzuschreiben undseinen Unmut zu äussern, den Rahmen legt der Bund fest, die letztendliche Gebühr das Land, wenn viele das tun kann sich was bewegen. Ich für mich werde diese beiden Personen mal anschreiben

Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald

Rolf

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23 Aug. 2026 19:46 #358189 von Dr-DJet
Hallo,

genau so meine ich das. Solange wir einfach nur beim Stammtisch auf die Politiker schimpfen, geht das im Rauschen unter. 

Wenn es uns wirklich wichtig ist, sollten wir uns auf die Hinterbeine stellen und unsere Unzufriedenheit zu diesem speziellen Thema dediziert äußern. Nur die Masse an solchen Eingaben kann etwas bewirken und zeigen, dass wir uns nicht weiter melken lassen wollen. 

Rolf, zeige doch bitte mal, wo Du das hin adressierst.

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23 Aug. 2026 20:21 #358190 von Granada
Da finde ich die österreichische Lösung um keinen Deut besser, daß die Werkstätten die wiederkehrende Überprüfung nach §57 StVO machen, denn die "verlangen" für jedes Pickerl ein Körberlgeld, also irgendwelche Reparaturen, auch wenn nichts kaputt ist. Man kann natürlich auch zun ÖAMTC oder ARBÖ fahren, aber da hierzulande der Prüfer für sein Gutachten persönlich haftet, kann auch dort nicht sein, was nicht sein darf: daß nämlich meine alten Karren mit allesamt sechsstelligen Kilometerständen mängelfrei sind, obwohl sie es sind,

Ich war mit denselben (ja, denselben, nicht nur den gleichen!) Fahrzeugen in Deutschland beim TÜV und nach der Übersiedlung in Österreich beim ÖAMTC. Dasselbe Auto ist in Deutschland mängelfrei und in Österreich fällt es mit einer 22 Punkte umfassenden Mängelliste mit Pauken und Trompeten durch.

Ich war zuletzt mit dem inzwischen 30 Jahre alten Fiat Cinquecento meiner Schwiegermutter in Nürnberg beim TÜV und der hat mängelfrei eine neue Plakette bekommen. Das Auto wird von mir gewartet bzw, bei größeren Dingen veranlasse ich einen Werkstattbesuch und es ist mängelfrei. In .at wäre das unmöglich.

Noch was: der 2,9er V6 EFI im Granada hat ein deutsches TÜV-Gutachten und ist eingetragen, in Österreich ein Ding der Unmöglichkeit, das geht nicht.

Ich mag den TÜV.

LG
Julia

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23 Aug. 2026 20:50 - 23 Aug. 2026 21:35 #358193 von Ragetti
Dahin Volker, das geht morgen noch raus ich muss noch ein paar Daten recherchieren
Das gilt aber nür für Baden-Württemberg
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Rolf

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23 Aug. 2026 21:04 - 23 Aug. 2026 21:06 #358194 von M119_Fan

dann hift nur den Verkehrsminister vom Bund und Land anzuschreiben undseinen Unmut zu äussern, den Rahmen legt der Bund fest, die letztendliche Gebühr das Land
Das kann ich mir nicht vorstellen, wieso sollte das von einer Regierung festgelegt werden. Die Preise der Prüforganisationen sind ja auch unterschiedlich. Kurze Recherche und da steht es auch:

www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/anlage_viiib.html
Die von den Fahrzeughaltern zu entrichtenden Entgelte für die HU, SP und Abnahmen sind von der Überwachungsorganisation in eigener Verantwortung für den Bereich der jeweils örtlich zuständigen Technischen Prüfstelle einheitlich festzulegen. Wird eine HU in Verbindung mit einem vorliegenden Nachweis über eine durchgeführte Untersuchung nach Nummer 3.1.1.1 der Anlage VIII durch eine anerkannte Kraftfahrzeugwerkstatt durchgeführt, ist dafür ein eigenständiges Entgelt entsprechend Satz 1 festzulegen. Die Entgelte sind der zuständigen Aufsichtsbehörde rechtzeitig vor ihrer Einführung mitzuteilen.

Hier im Forum vermutlich mittlerweile meist eh schon durch, aber bei der §23 Oldtimerabnahme sollte man vorher auch die Preise vergleichen. Die Unterschiede zwischen TÜV, GTÜ, Dekra und KÜS sind teils signifikant.

@Volker: Meine Dorfwerkstatt macht das z.B. noch so. Aber gern gesehen ist es nicht ;)

Viele Grüße,
Michael
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23 Aug. 2026 21:33 - 23 Aug. 2026 22:11 #358196 von Ragetti
Sorry Fehler bei Mailadresse von Frau Razavi, da fehlt .de hinten.

Ich hab jetzt was aufgesetzt und an beide geschrieben, weil nixtun und nur maulen reicht wirklich nicht, ob allerdings ne Reaktion kommt da bin ich echt gespannt

Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald

Rolf

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23 Aug. 2026 22:06 #358199 von Dr-DJet
Hallo Michael,

dann nenne mir bitte mal beim nächsten Schraubertreff die entsprechende Adresse der Dorfwerkstatt.

Natürlich genehmigen die Verkehrsminister die Preisvorschläge der Prüforganisationen. Schlecht ist, dass sie solche jährlichen Preissteigerungen einfach durchwinken und den Vorschlägen was man alles noch prüfen müsse, nachgeben. Führerscheine sind das gleiche Thema. Erst hat man durch die Lobby die Anforderungen total nach oben geschraubt, bis der Führerschein 4000€ kostete. Jetzt sprießen die Fahrschulen wie Pilze aus dem Boden, obwohl es ja angeblich ein so schweres Geschäft ist. Es ist leider typisch Deutsch, dass wir alles immer schwerer und mit noch mehr Regeln versehen wollen. Auf dieser Welle reiten z.B. Prüforganisationen und Fahrschulen. Es ist an der Zeit, diese Anforderungen auf ein gesundes Maß zurück zu schrauben. Das erfordert mutige Politiker, die unseren Rückhalt dafür spüren.

Wenn wir als Gesellschaft dies einfach akzeptieren und nicht lautstark unseren Unmut dazu äußern, bleibt das halt so. Das ändert sich dann auch mit anderen Parteien nicht. Wir müssen aufstehen. Genauso wie wir in der Sternzeit lautstark zur Abschaffung der hessischen Bündelungsbehörde beigetragen haben.

Und nein ich schreibe das nicht aus allgemeiner Politikverdrossenheit. Hier geht es um unser Hobby direkt betreffende Themen.

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23 Aug. 2026 22:25 - 23 Aug. 2026 22:27 #358200 von M119_Fan

Natürlich genehmigen die Verkehrsminister die Preisvorschläge der Prüforganisationen. Schlecht ist, dass sie solche jährlichen Preissteigerungen einfach durchwinken und den Vorschlägen was man alles noch prüfen müsse, nachgeben. 
Siehe meine Quelle oben: 

„Die von den Fahrzeughaltern zu entrichtenden Entgelte für die HU, SP und Abnahmen sind von der Überwachungsorganisation in eigener Verantwortung … einheitlich festzulegen.“

und danach: 

„Die Entgelte sind der zuständigen Aufsichtsbehörde rechtzeitig vor ihrer Einführung mitzuteilen.“

Mitteilen != genehmigen

Ich kann die Aufregung ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Sicher würde es mir auch gefallen, wenn die HU Gebühren niedriger wären. Aber bei den genannten ~63€ ist die Frage, wie viel Gewinn da bei Personalkosten, Unterhalt der Prüfstelle etc. überhaupt übrig bleibt. Unstrittig ist sicher der aus meiner Sicht überzogene Preis von der gemeinsamen HU/AU (wären über 100€ für die AU wenn man die ~63€ für die HU als Basis nimmt). 

Was ich viel heftiger finde sind die aktuellen Spritpreise. Wenn ich 26 Monate Betrieb gegenüber den ~100€ oder von mir aus ~170€ alle 26 Monate stelle, geht die "TÜV" Gebühr in den Gesamtkosten eher unter. Und an den hohen Spritpreisen verdient der Staat ja aktuell richtig gut mit.

Viele Grüße,
Michael
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24 Aug. 2026 00:05 #358202 von Chromix

Ich kann die Aufregung ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Sicher würde es mir auch gefallen, wenn die HU Gebühren niedriger wären. Aber bei den genannten ~63€ ist die Frage, wie viel Gewinn da bei Personalkosten, Unterhalt der Prüfstelle etc. überhaupt übrig bleibt.
Genau, deswegen habe ich mir exemplarisch mal Umsatz und Gewinn des TÜV Süd in 2025 angesehen: rund 3,5 Mrd. Umsatz, 210 Mio. Gewinn - das ist jetzt nicht übertrieben viel. Vom Umsatz entfallen etwa 1/3 auf den Bereich Mobility, wozu auch die HUs gehören.

Hälsningar,
Lutz

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24 Aug. 2026 08:52 #358204 von wusel-53
Moin, ich habe mir den Beitrag auch mal ausführlich zu Gemüte gezogen.
Mein Persönliches Fazit: der TÜV -Verein wurde einst durch Unternehmer gegründet. Unternehmer haben grundsätzlich (fast) alle das Ziel der Gewinnmaximierung. 
der TÜV betreibt sein Geschäft relativ erfolgreich, u.a. durch Lobbyismus. Das machen nahezu alle der größeren Industrieuntenehmen, entweder auf eigene Rechnung, wie Siemens oder auch der TÜV, oder über ihre Unternehmensverbände. (Volker, dein ehemaliger AG sicher auch ).

Jede Lobbyisten-Arbeit hat Auswirkungen auf Marktpreise und das bestimmt nicht zu unserem Vorteil. Man braucht sich da ja nur die Entscheidungen unserer Wirtschaftsministerin an zuschauen.
Und wenn ich mir meine GTÜ-Station anschaue, deren Besitzer ich gut kenne, sehe ich da auch enorme Ausgaben für Personal, Technik usw.
Übrigens habe ich für Niedersachsen mal nachgelesen, da müssen die Prüforganisationen Kalkulationen für Ihre gebühren einreichen, die dann vom Land genehmigt (vielleicht auch durchgewunken) werden. 
Und ja ich ärgere mich auch über die hohen Preise, unterliege da aber einem gewissen Fatalismus.

Viele Grüße

Thorsten

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24 Aug. 2026 09:59 - 24 Aug. 2026 10:00 #358206 von Ragetti
die erste Antwort habe ich typisch deutsche Bürokratie erhalten, die Kritik ist an eine andere Mailadresse zu richten und Weiterleitung würde aus blablabla-Datenschutzgründen nicht gehen.
also jetzt gilt bei H.Bilger falls sich noch jemand traut :   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
 

Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald

Rolf

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24 Aug. 2026 12:06 #358207 von M119_Fan

Übrigens habe ich für Niedersachsen mal nachgelesen, da müssen die Prüforganisationen Kalkulationen für Ihre gebühren einreichen, die dann vom Land genehmigt (vielleicht auch durchgewunken) werden. 
Kannst du dafür bitte eine belastbare Quelle nennen? Gesetzlich geregelt ist die Mitteilungspfliicht, diese habe ich hier schon mehrfach genannt und zitiert. 

Viele Grüße,
Michael
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