- Beiträge: 3784
- Dank erhalten: 1519
Lenkungskupplung / Lenkspindel
- Gullydeckel
-
- Offline
- Platin
-
Nichtschwimmer schrieb: So isses Werner, genau das habe ich versucht zu erklären.
Grüße Udo
--- Das Halbwissen ist der größte Feind des Wissens --
Na das ist jetzt aber ein dickes Kaliber...
Da könnte man auch sagen, dass halb lesen der größte Feind des ganz Verstehens ist. In dem Beitrag findet man nichts, was dem hier bislang gesagt/geschriebenen widerspricht. Vor allem steht da nichts davon, dass sich so behandelte Schrauben lösen. Dass diese Behauptung völliger Käse ist, sieht man ja an jeder Zylinderkopfschraube, Hauptlagerschraube oder Zentralschraube.
Oder denken die Schrauben vielleicht mit? So in etwa "Ah, ich werde gerade als Zentralschraube verbaut, da darf im mich trotz Ölung nicht lösen, das mache ich nur, wenn ich Radschraube bin"
Den Beitrag vielleicht noch mal zu Ende lesen - am besten bis zum Fazit.
Prost!
Martin
Ich bin jetzt in dem Alter wo ich meine Fehler zugeben könnte - wenn ich welche hätte
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Nichtschwimmer
- Offline
- Premium
-
- Beiträge: 2163
- Dank erhalten: 261
ich habe dich gar nicht angesprochen. Es liegt mir auch fern, dir zu nahe zu treten oder deine Kompetenz in Frage zu stellen. Ich habe alles gelesen, was du geschrieben hast. Mir ist auch bekann, dass der überwiegende Teil der Reibung am Schraubenkopf entsteht. Ich glaube nicht, dass wir einen Dissenz haben, dass Schrauben so eingebracht werden sollten, wie es vom Konstrukteur vorgesehen war: trocken, mikroverkaspelt, geschmiert etc. Auch ich schmiere manche Schraubverbindungen, manche aber nicht. Weiter oben habe das auch mit Bezug z.B. zum Motor so geschrieben. Ich versuche zu differenzieren.
Noch mal zu den Radschrauben. In dem verlinkten Artikel heißt es im Fazit: "Sollte es unbedingt nötig sein das Gewinde einzuölen oder Fett zu verwenden, so muss das Anzugsmoment reduziert werden um die Festigkeitsgrenze der verwendeten Schrauben nicht zu überschreiten! Die genaue Einhaltung des Anzugsmomentes ist ebenfalls ratsam." Ich kann aus eigener Erfahrung nicht empfehlen, Radschrauben zu ölen oder das Anzugsmoment zu reduzieren. Genau das hat ein eine sog. Fachwerkstatt bei einem Oltimer von mir mal gemacht, mit der Folge, dass ich während der Fahrt die Radmuttern gelöst haben. Ich konnte noch anhalten, bevor das Rad abgefallen ist. Zur Rede gestellt war die Antwort. "Das machen wir immer so, es ist nie was passsiert, das hält schon."
Grüße Udo
--- Das Halbwissen ist der größte Feind des Wissens --
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Gruss vom Arnd der auch noch nie ein Rad verloren hat, und auch noch nie mit dem "Bello" die Felge lösen musste, wie viele andere Trockenschrauber
Schrauben macht Spass
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Dieses Bild ist für Gäste verborgen.
Bitte anmelden oder registrieren um das Bild zu sehen.
Hälsningar, Lutz
Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens, die in Dir schwingt.
Buddha
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Johnny-1951
-
- Offline
- Premium
-
- Beiträge: 2885
- Dank erhalten: 382
Die Japaner geben das Drehmoment auch für trockene saubere Schrauben an, nur mit dem Unterschied, rechte Seite hat rechts Gewinde, linke Seite hat links Gewinde.
Das Schraubverbindungen mit Schmierstoffen versehen wird ist auch klar, da handelt es sich aber dann immer um verschiedene Materialien, z.B. Stahl zu Messing, Stahl zu Alu, Stahl zu VA usw…
Also bitte nicht Äpfel mit Birnen verwechseln.
--- Gruß Werner ---
Wirklich weise ist, wer mehr Träume hat, als die Realität zerstören kann.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Nichtschwimmer
- Offline
- Premium
-
- Beiträge: 2163
- Dank erhalten: 261
Lest euch auch mal das durch: link
Grüße Udo
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
"..... Radschrauben und Muttern ....."
Hälsningar, Lutz
Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens, die in Dir schwingt.
Buddha
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Johnny-1951
-
- Offline
- Premium
-
- Beiträge: 2885
- Dank erhalten: 382
Die haben auch eine F1 Strecke (A1-Ring)
Kommentar von Michael Schumacher vor über 20 Jahren
“da wo die mit ihrer Flagge winken, weiden bei uns die Kühe“
und so war es auch.
Ich kenne auch keinen deutschen Automobilhersteller die vom Werk aus NOVALUBE CERAMIC oder sonst ein Mittel
auf die Radschrauben aufbringt, warum auch.
Außerdem ist das kein Fett oder Öl im herkömmlichen Sinn um was es hier geht, den meisten geht es um ölen oder fetten der Radschrauben.
"Enthält einen hohen Prozentsatz keramische Teilchen"
oder anders gesagt:
"Gebt mir einen Hebel, der lang genug, und einen Angelpunkt, der stark genug ist, dann kann ich die Welt mit einer Hand bewegen"
--- Gruß Werner ---
Wirklich weise ist, wer mehr Träume hat, als die Realität zerstören kann.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Nichtschwimmer
- Offline
- Premium
-
- Beiträge: 2163
- Dank erhalten: 261
Grüsse Udo
P.S. Vielleicht lassen wir das Thema und unterhalten ums über das Schmieren von Zündkerzengewinden
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Gullydeckel
-
- Offline
- Platin
-
- Beiträge: 3784
- Dank erhalten: 1519
He Lutz,
es nutzt nix. Gegen die Stammtisch- und Internetbildung kommt man nicht an. Wenn die Kollegen wüssten was z.B. auf der Zeichnung einer Standard-Radschraube steht:
….
Oberfläche Delta Protect KL120 + Delta Protect VL451.DZ Schichtdicke: 12-16 yM. Reibwert;y=0,11-0,17 (Erstanzug Stahlrad y=0,16+/-0,01 / Leichtmetallrad y=0,12 +/- 0,1. Vorspannkraft … 10-75kN
…
Da muss man doch tatsächlich bei Leichtmetallrädern mit Reibwerten bis runter auf y=0,02 rechnen. Denen würden sich alle Schrauben vor Schreck lösen! Wahrscheinlich kommt jetzt aber einer von den Experten auf die Idee, dass wenn man das dann noch schmiert ja negative Reibwerte auftreten und die Dinger quasi herausschießen.
Den Zusatz Delta Protect VL451.DZ kann man sich auf der Herstellerseite ansehen, das ist aber nur eines von X Produkten, die heute auf fast jeder Schraube aufgetragen sind, die dynamische Lasten ertragen muss und das unabhängig davon, welcher Werkstoff im Muttergewinde vorherrscht.
Nicht alles was schmiert, muss auch ölig sein. Zumindest in meinem Tätigkeitsbereich gibt’s keine einzige Schraubverbindung, wo man einfach auf sein Glück vertraut und hohe Reibwerte mit hohen Streuungen paart und das dann so laufen lässt.
Und die Kenntnisse von Sachverständigen sind leider auch nicht immer frei von Meinungen, das hat ja jeder schon mal beim TÜV erlebt.
Es ist manchmal schlau wenn man nicht alles Wissen teilt, man macht sich oftmals keine Freud(n)e, da ja heute jeder Experte für alles ist und das dann auch noch mit (s)einer persönlichen Erfahrung untermauern kann. Und nicht jeder ist in der Lage Informationen ausreichend zu reflektieren, es geht oft nur noch um „dafür“ oder „dagegen“. Man findet ja auch bei Google immer schnell einen passenden Beitrag, der die eigene Position unterstützt. Da könnte man hier auch z.B. über den Nutzen/Schaden von Impfungen diskutieren (bitte nicht...), das würde ähnlich verlaufen.
Grüße Martin
Ich bin jetzt in dem Alter wo ich meine Fehler zugeben könnte - wenn ich welche hätte
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
nicht so "emotional" in der Diskussion
Einfach locker (cool) bleiben.
Gruß
Marinko
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Nichtschwimmer
- Offline
- Premium
-
- Beiträge: 2163
- Dank erhalten: 261
Auch wenn´s manchmal etwas hitzig wird, haben wir uns zum Schluss wieder alle lieb. Ich nehme aus solchen Diskussionen oft was Neues mit.
@ Martin: Du hast da ein paar kluge Sätze geschrieben.
Grüße Udo
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
zu der Schraubendiskussion, wüßte ich gerne wie zuverlässig ist den der Drehmomentschlüssel von Alsi und Co.?
Entlastet Ihr die Feder nach der Anwendung?
Wie oft werden eure Drehmomentschlüssel nach Kalibriert?
Ich habe drei verschiedene Drehmomentschlüssel, es scheint mir aber nichtüberall der selbe Drehmoment zu sein.
Würde mich über ein kurzes (ernsthaftes) Statement freuen
Gruß Oliver
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Johnny-1951
-
- Offline
- Premium
-
- Beiträge: 2885
- Dank erhalten: 382
Tiolox schrieb: Hallo miteinander
zu der Schraubendiskussion, wüßte ich gerne wie zuverlässig ist den der Drehmomentschlüssel von Alsi und Co.?
Entlastet Ihr die Feder nach der Anwendung?
Wie oft werden eure Drehmomentschlüssel nach Kalibriert?
Ich habe drei verschiedene Drehmomentschlüssel, es scheint mir aber nichtüberall der selbe Drehmoment zu sein.
Würde mich über ein kurzes (ernsthaftes) Statement freuen
Gruß Oliver
Jetzt haste se alle an den Eiern
--- Gruß Werner ---
Wirklich weise ist, wer mehr Träume hat, als die Realität zerstören kann.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Nichtschwimmer
- Offline
- Premium
-
- Beiträge: 2163
- Dank erhalten: 261
Hazet gibt eine Genauigkeit von 4 % an. Ich entlaste immer. Die "Profis", die ich kennen lassen ihre Drehmomentschlüssel 1mal im Jahr kalibrieren. Mir ist das zu viel, weil ich nicht so viel damit schraube und sie sorgsam behandle. Um halbwegs korrekte Anzugsmomente zu bekommen muss man mit dem Drehmomentschlüssel auch richtig umgehen.
Grüße Udo
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Mit den 1/4”, habe ich noch nicht herumexperimentiert, weil der nur für injector benötigt wird. Mein privater fängt erst bei 20 Inch/lb an. Mal sehen wie ich das mache.
Rudiger
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
das Thema wurde ungefähr gestartet, als ich meine Lenkkupplung von unten getauscht habe. Es war aus meiner Sicht ein größerer Aufwand als erwartet. Die Schrauben waren nicht zu lösen (nicht mit Kriechöl, nicht mit Hitze), wir mussten die Kupplung aufschneiden. Es mussten zusätzlich zum Lenkgetriebe noch weitere Teile ausgebaut werden, damit genug Platz ist um die Kupplung auszubauen. Das alles hat schon ziemlich gedauert.
Als wir dann alles wieder zusammen hatten, haben wir bemerkt, das wir, trotz aller Sorgfalt die Lenkspindel verdreht hatten. Das hatte zur Folge, dass die Blinkerrückstellung nicht mehr funktionierte ...
Da ich bis gestern keine Lust (und keine Bühne) hatte, das ganze nochmal zu machen, habe ich den Blinker von Hand zurückgestellt.
Mit der am Anfang beschriebenen Möglichkeit, die Lenkspindel zu lösen, die Lenkkupplung zurückzuschieben und dann das ganze gerade wieder zusammen zu bauen, habe ich mich gestern an die Arbeit gemacht. Ich habe die Lenkkupplung nicht mittig blockiert, es hat gut funktioniert mit den Rädern auf dem Boden, in geradeaus Stellung.
Voraussetzung für das ganze ist, dass die Schrauben der Lenkkupplung rel. leicht zu lösen sind, da der Platz zum Arbeiten sehr begrenzt ist. Ansonsten ist der Aufwand viel geringer, als für den Tausch von unten und vor allem, man benötigt keine Bühne. Nach 2 Stunden war alles vergessen und die Blinkerrückstellung funktioniert wieder!
Achtung! lasst den Schlüssel Stecken, mit eingerastetem Lenkradschloss funktioniert es nicht!
Vielen Dank für die Beiträge und die Beschreibungen! Es war wie immer sehr hilfreich...
Gruß
Burkhard
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Die Schraube M8x1,0x50 habe ich mir besorgt und kegelig-kugelig angespitzt, um dann, wie Andreas, festzustellen, daß die Schraube zu lang ist; der Lenkstockhebel ist im Weg.
Wie lang muß die Schraube denn mindestens sein, um den Zentrierpunkt noch zu erreichen?
Zudem tropft ständig Servoöl aus dem Loch, was die alternative Methode, nach irgendeinem Zentrierpunkt im Loch Ausschau zu halten, auch nicht einfacher macht. Und dieses Tropfen verstärkt sich zu einem Fließen, sobald man die Räder bewegt, was liegenderweise unter dem Auto und gleichzeitig in das Loch schauend ohnehin nicht einfach ist.
Mache ich irgendetwas falsch? Wie seid ihr zur Zentrierung des Lenkgetriebes vorgegangen?
Hälsningar, Lutz
Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens, die in Dir schwingt.
Buddha
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- gelberbenz
- Offline
- Premium
-
- Beiträge: 2310
- Dank erhalten: 393
Das Gewende sollte ca 2,5 cm sein ( ohne Schraubenkopf )
ET Nummer 116 589 06 71
Grüsse Werni
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
ich habe von unten in das Loch der Zentrierschraube reingeleuchtet. Man kann recht genau erkennen, wo die Mittelstellung ist. Das geht aber vermutlich nur mit einer Grube.
Bei mir hat es perfekt funktioniert
Gruß Andreas
W108 280S/8 Bj 71; R107 560SL Bj 88
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.