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Seltsamer Ölverlust Automatikgetriebe
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Udo
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ein Verdächtiger scheint sich herauszukristallisieren: Der Steuerdruckzug, ich bin mir aber noch nicht sicher. Nach 2 Wochen Standzeit ist die Ölwannendichtung etwas schwitzig. Es scheint als ob es vom Steuerdruckzug runtergelaufen ist. Ich habe den Bereich noch mal sauber gemacht und schau wie es sich entwickelt.
Ich habe mir in der WIS-CD den Ein- und Ausbau angesehen. Demnach ist eine Arretierung mit dem Schraubenzieher zu lösen, d.h. nicht nur drehen. Trifft das auch für den 560 zu? Es scheint mir ein bischen fummelig, weil die Arretierung auf dem Bild hinter dem Zug ist um man im eingebauten Zustand weder was sieht noch gut drankommt. Geht der Einbau ohne dass die Ölwanne ausgebaut werden muss?
Geht´s beim 560er auch mit der Silikonabdichtung?
Bei mir sieht die Stelle am Getriebe etwas anders aus als in WIS-CD und hier bei diesem 300 SL link
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Ich habe zwar eine Bühne, hasse aber Überkopfarbeiten, vor allem wenn sie fummelig sind. Außerdem neige ich zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen. Deshalb muss ich mir genau überlegen ob und wie ich die Sache angehe.
Udo
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entschuldige bitte die späte Antwort, aber ich bin zu Zeit nicht zu Hause. Auf Deinem Bild sieht der Steuerdruckzug so aus, als wäre das noch die alte Verrastung (sehr lästig, siehe WIS). Wenn dem so ist, dann muss die Ölwanne ab und mit einem selbst anzufertigen Fuddelwerkzeug die Verrastung des Zuges vin innen entriegelt werden (es geht sicher auch mit einem Schraubenzieher und etwas Geduld). Hast Du ggf. ein 87er Baujahr? Ich habe ein 88er und da wurde das System schon umgestellt.
Wäre ich zu Hause könnte ich in meinen Bildern wühlen, aber ich meine, dass die Bauform mit dem Bajonettverschluss an dem sichtbaren Kunststoffteil deutlich voluminöser aussieht.
Wenn Du schon den Bajonettverschluss hast, dann ist die Verriegelung nicht wirklich anstrengend oder kompliziert, aber es ist unbedingt erforderlich das vorab mal gesehen zu haben, sonst kann es schon passieren dass man das nicht hinkriegt oder Schaden anrichtet. Am besten mal bei einem Autoverwerter vorbei fahren und sich das live und ausgebaut ansehen. Alternativ mit viel Licht und ggf.ieinem Spiegel arbeiten. Beim Bajonett-System handelt es sich nur im eine zarte Kunststoffzunge die leicht angelupft werden muss.
Ich weise aber noch mal darauf hin, dass der eigentlich Spaß beim Zusammenbau beginnt. Ich empfehle 2 Personen. Einer bedient motorseitig den Zug und spannt ihn vor, nachdem der Andere unten den kleinen Hebel eingeklinkt hat.
Grüße Martin
Ich bin jetzt in dem Alter wo ich meine Fehler zugeben könnte - wenn ich welche hätte
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danke für die Info. Ich bin mir relativ sicher, dass ich noch die alte Verrastung habe. Aber mein 560 SL ist BJ 1989 und das Getriebe noch original - merkwürdig.
Die Silikonlösung wird immer sympathischer.
Udo
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die alte Ausführung ist unangenehm. Habe das nicht mehr komplett auf dem Schirm, aber das Werkzeug das man sich aus einem Rohrabschnitt basteln soll passt ggf. nur, wenn man den Schieberkasten demontiert. Bin da aber nicht sicher - das WIS weiß es genau.
Da wäre Silikon auch meine erste Wahl. Ordentlich mit Bremsenreiniger und Pressluft am warmen Getriebe (=niedriger Ölstand) arbeiten und dann verschmieren.
Grüße Martin
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so mach ich´s. Aber erst muss ich mich um andere Baustellen kümmern. Bis dahin wird´s hoffentlich endgült klar, wo´s raussuppt.
Udo
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Ist es richtig, dass es sich um die jüngere Ausführung mit dem Bajonettverschluss handel, die am von außen öffnen kann? Wenn ja, möchte ich den O-Ring zu wechseln.
Ich erkenne am Verschluss eine dickere und eine dünnere Lasche. Wie öffnet man das genau? Die dünne gegen die dicke Lasche drücken und drehen? Dann rausziehen?
Wo hängt dann der O-Ring?
Was ist beim Einbau alles zu beachten?
Danke für sachdienliche Hinweise.
Udo
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Bild anbei. In schwarz die Alurippe am Getriebe, der Rest sollte sich dann ergeben, gedreht wird zum Lösen gegen den Uhrzeigersinn. Das alles aus der Erinnerung gemalt und erzählt, keine Gewähr!
Vorher unbedingt eine Kaltreiniger-, Bremsenreiniger- und Druckluftorgie veranstalten. Du kannst auf dem Bild schon sehr gut die Krustenbildung sehen, das fällt Dir alles in's Getriebe wenn Du nicht gewissenhaft sauber machst.
Grüße Martin
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kann das Öl drinbleiben? Ich würde den Motor vor dem Ausbau kurz starten.
Etwas Bedenken habe ich bei der Verbindungsstange, die den Seilzug mit dem Hebel im Getriebe verbindet. Kann die ins Getriebe fallen, wenn ich sie am Seilzug aushänge? Kann sich das andere Ende der Verbindungsstange vom Hebel lösen? Ich überlege mir die Stange mit einer Mini-Gripzange zu sichern.
Danke + LG
Udo
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ja, Öl kann drin bleiben. Wenn der Motor vorher gelaufen ist, dann sollte der Pegel auch ausreichend niedrig sein. Im schlimmsten Fall kommt da halt etwas rausgekleckert.
Der kleine Metallhebel kann nicht reinfallen, sitzt aber relativ blöd. Man kann ihn greifen bzw. mit einer Zange rausziehen, aber das Einhaken in den Zug wird ohne zweite Person (die oben im Motorraum den Zug zurückdrückt) anstrengend. Im Verlauf der Aktion muss man nämlich Zug auf den Zug geben, damit die Sache sich fixiert. Der Metallhebel ist im Zugunterteil gesichert wenn der Kontakt erst mal hergestellt und die Sache zusammengefädelt ist. Das Verriegeln ist dann nur noch ein Klacks.
Klingt alles kompliziert, ist auch schlecht zu beschreiben, Wenn man aber damit durch ist weiß man wie einfaches sein könnte. Daher noch mal der Tipp: Beim Schrotti einen Probelauf an einen ausgebauten Getriebe machen.
Grüße Martin
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ich schau mal ob ich einen Schrotti o.ä. finde. Nach der heutigen Bremsenreinigerdusche und Druckluftorigie sieht man mehr. Den O-Ring habe ich bestellt.
Grüße Udo
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kurzes Feed back. Der Steuerdruckzug ist neu abgedichtet, hat ganz gut geklappt nach deiner Beschreibung, danke. Hoffentlich war´s das.
LG Udo
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top - prima! Wenn Du da gerade alle sauber hast:
Ich hatte noch vergessen auf die Welle vom Steuerdruckzug bzw. -hebel hinzuweisen. Da fing der Ärger bei mir damals an. Kannst Du innerhalb von Sekunden kurieren, indem Du einfach Silikon drüberschmierst. Das hatte ich hier mal beschrieben:
sternzeit-107.de/de/forum/forum-107/1703...seite-undicht#173379
Von dem Splint nicht irritieren lassen. Im Original ist die Welle verstemmt und man muss mit dem Dremel ran um sie herauszuziehen (innen macht es dann "pling", also nur, wenn man eh die Ölwanne runter hat...), was ohne Bühne bzw. bei eingebautem Getriebe und montierter Abgasanlage irgendwo zwischen unmöglich und freudlos ist. Und das alles nur um einen kleinen O-Ring auf der Welle zu tauschen....
Daher die Schuppenbastlermethode: Bremsenreiniger, Pressluft und ein Finger voll Silikon - wieder 30 Jahre Ruhe. Ich habe gleich beides gemacht, O-Ring neu und trotzdem Silikon drüber. Statt erneut zu verstemmen hatte ich mich dann für eine Splint entschieden.
Grüße Martin
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du hattest das weiter oben schon einmal gepostet. Ich habe die Welle noch nicht abgedichet, weil sie mir trocken erschien und ich Stück für Stück die Ursachen ausschließen möchte - falls noch was kommt. Ich fahre jetzt ohnehin nicht und da ich z.Z. den E-Type restauriere ist der Silikon praktisch schon am Zeigefinger.
LG Udo
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vielen Dank schonmal für die vielen Informationen, die mir geholfen haben, die Ursache für den Ölverlust herauszufinden!
Auf Martins Bild ist die Schraube links besser zu erkennen, als auf meinen Bildern, wo es bei mir scheinbar heraus läuft. Jetzt bräuchte ich doch Hilfe. Ist es die Verschlussschraube für den Prüfanschluss Arbeitsdruck gemäß WIS 27-350? Kann ich die einfach rausschrauben, mit einem neuen Alu Dichtring versehen und mit 10 Nm wieder einschrauben, wie es in WIS 27-640 / Seite 14 vorgesehen ist? Und auf dem Blatt der Ersatzteile ist es nicht gut erkennbar aber ich denke es müsste sich um die Schraube A1159970630 und den Dichtring N007603008105 handeln. Wenn Ihr sagt, der Prüfanschluss für Arbeitsdruck ist richtig, dann kann ich auch den Freundlichen fragen. Der müsste dann ja die richtige Teilenummer herausfinden.
Vielen Dank schonmal!
Viele Grüße
Ernest
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ja, die Schraube kannst du bedenkenlos rausdrehen und die Dichtscheibe wechseln. Vorher aber alles gut säubern!
Mich würde es aber wundern wenn dort tatsächlich Öl austritt, da schraubt ja eigentlich niemals jemand dran herum - auf der anderen Seite: ist schnell gemacht und kostet fast nichts.
Auf Deinem Bild hat es den Anschein, dass auch dort viel Sabber von oben (Steuerdruckzug...) kommt. Die Quellen wird Du aber reihum identifizieren und ausschalten.
Viele Erfolg
Martin
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vielen Dank! Nachdem ich gelesen habe, dass es der Prüfanschluss ist, habe ich mich auch gewundert, dass es dort undicht ist, aber man weiß ja nie. Dann werde ich dort die Dichtung wechseln und gucken, ob es der Grund war (und hoffentlich das Berichten nicht vergessen).
Viele Grüße
Ernest
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