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Seltsamer Ölverlust Automatikgetriebe

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8 Jahre 3 Wochen her #192032 von Nichtschwimmer
Mein 560 SL hat nach längerer Standzeit eine größere Menge Getriebeöl verloren. Auch im TüV-Bericht des Vorbesitzers wurde das Ölfeuchte Getriebe bemängelt.

Es fehlten 1,5 Liter, die ich nachgefüllt habe. Eigentlich alles klar, das Getriebe leckt. Um herauszufinden wo, habe ich die Verkleidung abgeschraubt, alles mit Bremsenreiniger gesäubert, bin mehrmals gefahren etc. Nach nunmehr über 1 Woche ist das Getriebe absolut trocken. Nicht das geringste Schwitzen ist zu sehen.

Wie ist das zu erklären? Hat der Vorbesitzer Öl daneben gekippt, das sich unter der Verkleidung gesammelt und dann rausgetropft ist?

Udo

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8 Jahre 3 Wochen her #192033 von 80erFan
Hallo Udo,

Getriebeölverlust nach längerer Standzeit, vorzugsweise in der Winterpause, ist ja ein immer wieder auftretendes Phänomen des 107er.

Den genauen Grund hat, soweit ich das überblicke, wohl noch niemand wirklich gefunden, von Leerlaufen des Getriebes, so dass das Öl dann irgendwo einen bestimmten Level überschreitet bis zu trocken gelaufenen Simmerringen über die längere Standzeit sind schon verschiedenste Theorien aufgestellt worden.

Solange das Getriebe bei regelmäßigem Betrieb dicht ist, würde ich mir keine Sorgen machen.

Zu diesem Thema findest Du hier bestimmt etliche Beiträge/Themen.

Grüße, Holger

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8 Jahre 3 Wochen her #192035 von Thorsten560SE
Moin,

sicher sind die Gründe dafür gefunden. Es gibt zwei heiße Kandidaten wo nach längerer Standzeit Öl austritt. Einmal ist es der O-Ring der den Peilstab abdichtet und dann der O-Ring der den Steuerdruckzug abdichtet. Diese O-Ringe werden mit der Zeit hart und undicht. Wenn das Auto dann lange steht läuft Öl aus dem Wandler zurück in das Getriebe und der Ölstand steigt dann höher als die Ölwanne. Ist darüber ein Bauteil undicht tritt Öl aus.

Gruß Thorsten

tb560

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8 Jahre 3 Wochen her #192071 von Nichtschwimmer
Danke für die Antworten. Ich habe diverse Diskussionen zu diesem Thema gelesen. Einleuchten will mir der Ölverlust dennoch nicht. Meine Überlegungen:

- O-Ringe und Simmerringe sollten beim 107er nicht "trocken" laufen, da sie kein Öl aufnehmen, im Gegensatz zu Dichtungen aus Leder oder Borgmannringen.

- Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Öl aus dem Wandler Tage oder mehr benötigt, um ins Getriebe zurückzulaufen wo es dann über die Ufer tritt. Vielleicht kleineste Mengen, aber nicht 1.5 Liter. Wie wäre sonst ein Ölwechsel möglich? Aus dem WHB entnehme ich, dass das Öl vom Getriebe in den Wandler 1 bis 2 Minuten benötigt, wenn der Motor gestartet wird. Oder irre ich mich in diesem Punkt?

Udo

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8 Jahre 3 Wochen her - 8 Jahre 3 Wochen her #192072 von diskus
Hallo Udo,

das der Ölstand mit der Zeit langsam steigt, kann man mit dem Ölmessstab nachvollziehen.
Die Undichtigkeit kann auch von einer verbogenen Ölwanne oder defekten Ölwannendichtung kommen.
Passiert, wenn man die Schrauben der Ölwanne zu fest anzieht.
Auch der Dichtring vom Kick Down- Zug ist evtl. die Ursache.
Ölstand wird im heißen Zustand bei laufenden Motor geprüft, Wählhebel auf "P".
Hast du hoffentlich beachtet.
Den Dichtring der Ölmessstabführung ist einfach zu wechseln.
Den O- Ring des Steuerdruckzuges eher nicht, muss das Getriebe raus.
Man kann ihn aber von außen mit hitzebeständiger Dichtmasse abdichten.

Gruß, Michi.
Letzte Änderung: 8 Jahre 3 Wochen her von diskus.

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8 Jahre 3 Wochen her #192076 von frenek
-Wie wäre sonst ein Ölwechsel möglich?
Udo, bedenke bitte dass der Wandler eine eigene Oelablassschraube hat.

... dass das Öl vom Getriebe in den Wandler 1 bis 2 Minuten benötigt, wenn der Motor gestartet wird.
Jupp - das geht schneller da das Oel dann bereits schon mächtig unter Druck steht.

Gruss

Frenek

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