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Doch auch Zündung?
- guellichs-erbe
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in diesem Beitrag habe ich beklagt, daß mein ZLS nicht mehr der frischeste ist: Klick-mich
Obwohl ich nun ganz gut verstehe, wie der ZLS funktioniert und ich ihn überholen lassen will, war mir vor allem das "Absterben" zu heftig. Also habe noch etwas geforscht. Ich habe vermutlich noch ein anderes Problem ...
Nachdem das "Absterben" mal auftritt und mal nicht und ich durch Gasstöße das quasi ein- und ausschalten kann, hab ich die Zündung geprüft. Wenn ich nun den Unterdruckschlauch der Zündung abklemme, ist das Problem plötzlich verschwunden. Wohlgemerkt sprechen wir hier immer vom Leerlauf. Teil- und Vollast ist ok. Bin gerade auch noch 180 km/h auf der AB gefahren, also Leistung ist da.
Ausserdem kann ich noch sagen, das wenn ich beim Fahren plötzlich vom Gas gehe, der Auspuff patscht. Paarmal hats sogar richtig ausm Auspuff geknallt.
Was macht also diese Druckdose? An was leidet mein SL?
Viele Grüße ins Forum,
Uli
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- Dr-DJet
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das häufigste Problem alter Einspritzungen ist die Zündung.
Wenn Du den Unterdruck an Deinem 450 an der Unterdruckdose wegnimmst (je nach Ausführung ein oder zwei Schläuche), veränderst Du den Zündzeitpunkt, am meisten im Leerlauf, da dann der Unterdruck am höchsten ist. Außerdem ist dann die lastabhängige Verstellung des Zündzeitpunkts deaktiviert.
Ich glaube, Du solltest Deinen Zpndzeitpunkt mal ordentlich einstellen und die Drehzahl. und Unterdruckverstellung prüfen.
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- guellichs-erbe
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ich habe heute ganz einfach mal die Unterdruckdose am Zündverteiler mit dem Mund getestet. Ergebnis: Das Ding ist undicht! Ich kann saugen wie ich will, da kommt immer Luft nach ...
D.h. das Saugrohr bekommt ständig Falschluft aus der Dose, aber das kann man ja zur Not mit der Leerlaufschraube korrigieren ...
Jetzt will ich die Verbindung zu meinem "Absterbe"-Problem herstellen: Kann es sein, daß die Membran bei plötzlichem Unterdruck einen Ruck macht und den ZZP soweit verstellt, daß der Motor abstirbt? Wenn ich aber ganz allmählich vom Gas gehe pfeifft die Falschluft zwar durch die Membran, die macht aber keinen Ruck? Ist das eine mögliche Erklärung?
Oder allgemeiner gefragt: Wie wichtig ist ein richtiger ZZP im Leerlauf?
Viele Grüße ins Forum,
Uli
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- Johnny-1951
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erst bei höherer Drehzahl muss die Unterdruckdose die Zündung in Richtung
Frühstellung schieben.
Eigentlich verlierst du Leistung bei erhöhter Drehzahl wenn der Funke nicht früher überspringt, mit absterben hat das nichts zu tun.
P.S.:
Allerdings heiße ich nicht Volker, der hat möglicherweise eine andere Ansicht
--- Gruß Werner ---
Wirklich weise ist, wer mehr Träume hat, als die Realität zerstören kann.
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- althase
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ohne vernünftige Unterdruckverstellung wird dein Fahrzeug nicht vernünftig laufen.
Schau daß Du ne neue Unterdruckdose oder Membran besorgst (falls daß geht)
Leerlauf = (relativ) wenig Drehzahl, Zündfrühverstellung durch Unterdruck (Druckunterschied VOR / HINTER Drosselklappe relativ Gross ) Und dafür ist die Unterdruckverstellung gedacht.
Wenn höhere Drehzahl =Druckverhältnis Vor und Hinter Drosselklappe gering sodaß nicht die Unterdruckverstellung sondern die Fliehkraftreglung in die Zündverstellung eingreift.
Und dafür ist die Fliehkraftreglung gedacht.
Hallo Werner, also genau Umgekehrt
Nicht verzagen beim schrauben immer fröhlich bleiben, alles wird GUT
günterw
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also inwieweit Deine Unterdruckdose jetzt ruckartig verstellt, kann ich natürlich nicht wissen.
Aber warum macht man überhaupt eine Verstellung des Zündzeitpunkts? Ganz einfach, der ZZP bestimmt, wann die Explosion im Kolben stattfindet. Je höher die Drehzahl, desto früher muss z.B. der Zündzeitpunkt sein, damit die Flammenfront noch Zeit hat, sich auszubreiten. Das geht in Richtung 30° vor OT, im Leerlauf bei etwa OT. Je nach Abgasvorschriften kann das im Leerlauf auch mal auf wenige Grad nach OT gehen.
@Werner: Im Leerlauf ist der Unterdruck am höchsten. Geht jetzt Deine Unterdruckverstellung nicht, dann ist Dein ZZP nicht bei OT, sondern etwa 10° daneben, also unrunder Motorlauf.
Die Unterdruckverstellung ist wichtig, um die verschiedenen Lastzustände des Motors zu kompensieren. Der Rest geht über einen Fliehkraftregler für die Drehzahl.
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- guellichs-erbe
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habe mich heute nochmal mit dem Thema befasst und möchte meine Ergebnisse mitteilen.
Teilenummern sind
- Zündverteiler Bosch 0 231 402 002
- Unterdruckdose Bosch 1 237 121 441 oder MB A0001582018
Die Dose habe ich ausgebaut und wird erneuert. Sie ist definitiv total undicht.
Bezüglich ZZP habe ich herausgefunden, daß ich eine Unterdruck-Spätverstellung habe, d.h. bei geringen Drehzahlen wird der ZZP in Richtung spät verstellt; bei Leerlauf am stärksten, ca. 10 - 14°, sodaß der ZZP dort bei 5° nach OT liegt!
(... ich habe aber den Verdacht, daß das wieder so ein Pseudo-Abgas-Ami-Mist ist und überlege, ob es nicht sinnvoll ist, das stillzulegen, sodaß der Leerlauf-ZZP bei 7° vor OT ist. Vielleicht habt Ihr Tipps dazu und redet mir das wieder aus )
ZZP Einstellungen mit Vakuum (spielt ja nur im Leerlauf eine Rolle):
Leerlauf: 5° nach OT
1500rpm: 11-15° vor OT
3000rpm: 18-22° vor OT
Viele Grüße ins Forum,
Uli
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[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : guellichs-erbe am 12-09-2013 23:58 ]
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ich glaube, dass der US D-Jet noch keine Magnetventile zur Unterbrechung der Unterdruckzufuhr hat, wie das bei der KA-Jet der Fall ist. Das ist schon mal eine Komponente weniger, die Ärger machen kann.
Dein Leerlauf-OT steht bei 5° nach OT wegen Abgasvorschriften. Das könnte man auf OT selbst ändern. Dann passt es aber bei Teillast und Volllast nicht.
Die Unterdruckdose vom europäischen 450er kannst Du genauso wenig nehmen, denn der hat eine Früh- und eine Spätverstellung.
Der gesamte europäische Zündverteiler wäre auch nur nach exaktem Abgleich der Verstellkurven und dem Umbau der Unterdruckanschlüsse möglich.
Kurzum, ersetze die Unterdruckdose, verifiziere Drehzahl- und Unterdruckverstellung und gut ist.
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habe gerade die Unterdruckdose ersetzt und den Schließwinkel neu eingestellt. Schließwinkel mangels Meßgerät nach Optik, halt so wenig, daß man es grad noch erkennt, daß er unterbricht. Jetzt läuft das Baby wieder wie ein Traum
Gleichzeit ist mir noch aufgefallen, daß mein Zündkondensator ausserhalb der Verteilerkappe lose rumgebaumelt ist. Hab ihn wieder im Verteiler festgeschraubt. Das bedeutet doch auch bestimmt, daß er keinen Masseschluß am Gehäuse hatte und deshalb ohne Funktion war, oder? Das Festschrauben hat jedenfalls keine merkliche Besserung gebracht. Kann jemand in kurzen Worten erklären, wieso es den Kondi überhaupt braucht?
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Uli
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On 2013-09-12 12:08, Volker500SL wrote:
Ganz einfach, der ZZP bestimmt, wann die Explosion im Kolben stattfindet.
Sack und Asche!
Ich lerne immer noch dazu....das Prinzip kann ich es mir als Rückstoßzündung vorstellen, die den Kolben im Ausstoßtakt hoch treibt und so zusätzlichen Schub erzeugt....aber wie kommt der Kraftstoff in den Kolben?
Gruß
Willy
500SL
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der Kondensator ist bei einer Transistorzündung nicht mehr wirklich nötig, da am Kontakt kaum noch Strom fließt. Vielleicht hat es bei alten Radios einen Einfluss auf die Funkentstörung.
@Willy:
Ich könnte natürlich auch darüber dozieren, dass sich die Flammenfront im Motor immer gleich schnell ausbreitet (unter Vernachlässigung des unterschiedlichen Füllungsgrades) und dass deshalb der Zündzeitpunkt mit steigender Drehzahl weiter nach früh wandern muss.
So jetzt kannst Du ja noch referieren, wozu es eine Unterdruckverstellung bei Spulenzündung, kontaktgesteuerter und über einen induktiven Sensor gesteuerten Zündung braucht.
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der Kolbenantrieb hat mich für einen Augenblick richtig fasziniert.
Ansonsten habe ich das Glück, mich nicht mehr mit diesen Dingen befassen zu müssen. Der SL läuft seit 13 Jahren ganz famos, die MZ haben den ganzen Schmarn nicht und der Diesel mit nur 450ccm in seinem einsamen Zylinder geht auch wieder problemlos.
Gruß
Willy
500SL
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