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Fahren wir in der Zukunft mit Wasserstoff statt Benzin?

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10 months 1 week ago #350280 by Nichtraucher
Hi,

ein Verbrenner Verbot um die Welt zu retten finde ich falsch. Günstigere Steuer für ein Batterieauto kann ich akzeptieren, war ja schon früher so, Kat war günstiger als kein Kat und die Euro Abstufungen gibts ja wohl immer noch. Ich meine dass der Markt es allein regeln sollte, öffentliche Gelder können, selbst hier in Deutschland, sinnvoller angelegt werden.

Wir werden unsere Verbrenner fahren bis wir nicht mehr fahren, ein oder zwei Batterieautos können wir uns auch gar nicht leisten.

Gruß
Willy

500SL
Grand Cherokee WJ
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10 months 1 week ago #350281 by FoxBravo
Hallo allerseits,

da ich beruflich auch ein klein wenig mit dem CO2-neutralen (Güter-) Transport zu tun habe darf ich auch meinen Senf dazugeben 
Für den PKW-Verkehr sehe ich keine reale Chance, in absehbarer Zeit mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge zu verkaufen. Brennstoffzelle und Wasserstoffverbrenner haben so ihre eigenen, kleinen und großen Problemchen - da muss noch viel entwickelt und erprobt werden. Von einer tauglichen Wasserstoff-Infrastruktur mal ganz zu schweigen.
Im Personentransport werden batterieelektrische Fahrzeuge das Rennen machen, allen Unkenrufen zum Trotz. Das ist mittlerweile ziemlich ausgereift und alltagstauglich geworden.

Bei Nutzfahrzeugen sieht es aber etwas anders aus. Man darf nicht vergessen, dass mit diesen Fahrzeugen Geld verdient wird, und am Ende des Tages sind die so genannten TCO entscheidend (TCO steht für Total Cost of Ownership und beschreibt die Gesamtbetriebskosten über die Fahrzeuglebensdauer). Niemand kauft sich einen LKW, nur weil der Nachbar auch einen hat  Hier hat im Moment tatsächlich schon der Batterie-LKW die Nase vorn: trotz eines ungefähr doppelten bis zweieinhalbfachen Preises für eine Sattelzugmaschine fährt der Batterie-LKW nach ca. fünf bis sechs Jahren billiger als sein Diesel-Vetter (bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von ca. sieben Jahren und 1,2 Mio. Kilometern kommt hinten heraus richtig was ´rum). Das bislang noch nicht zufriedenstellend gelöste Riesenproblem der Ladeinfrastruktur schreckt natürlich noch ab, aber diejenigen, die einen E-LKW fahren (sprich: die Fahrer) wollen nichts anderes mehr.
Beim Wasserstoffverbrenner ist es so, dass ca. 80% der Teile eines Motors identisch sind mit denen eines konventionellen Verbrenners. Die restlichen 20% allerdings haben es dann in sich - hier gibt es noch viel Entwicklungsbedarf (Frühzündung ist ein großes Thema, um nur eine Baustelle zu nennen). Dieses Konzept wird sich in Nischen durchsetzen, eine breite Anwendung ist eher unwahrscheinlich.
Die Brennstoffzelle ist mittlerweile auf der Straße in der Kundenerprobung unterwegs, aber auch hier gibt es noch viel zu tun. Der rauhe Alltagseinsatz und die nicht immer komfortablen Umweltbedingungen bleiben eine große Herausforderung.
Wer sich zu dem Thema ein wenig einlesen möchte: bitte  Hier  entlang.

Viele Grüße

Markus
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10 months 1 week ago #350289 by Albuchler

Solange Deutschland in sonnen- und / oder windstarken Zeiten den dabei entstehenden Leistungsüberschuß in's Ausland abgeben und dafür auch noch viel Geld zahlen muß ist auch eine weniger effiziente Umwandlung und Speicherung / Nutzung der Energie z.B. als E-Fuel sicher allemal besser als die derzeit bei sonnen- und / oder windstarken Zeiten stattfindende Geldvernichtung beim Stromexport.

Frei nach der Maus: Klingt komisch, ist aber so. 
Da steckt der gleiche Denkfehler drin, wie bei Wind und Solar schon jetzt: Die sind auch umsonst, aber die Technik zur Gewinnung nicht. Die Hydrolyseanlagen kosten einen Haufen Geld und die Anlagen zur Speicherung und Rückgewinnung ebenfalls. Außerdem laufen chemische Anlagen schon aus Kostengründen normal 24/7 und nicht nur ein paar Stunden, in denen Überschußstrom "umsonst" zur Verfügung steht. Meistens geht es auch technisch gar nicht, chemische Anlagen nur wenige Stunden laufen zu lassen. Man müßte diese auch ständig betriebsbereit - also z.B. Techniker vor Ort - halten, um ab und zu ein paar Stunden produzieren zu können. Es ist völlig klar, daß das wieder sehr teuer würde.

____________
Viele Grüße
Eike

560SL 1988 & Dodge Ramcharger 318 4x4 1984
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10 months 1 week ago #350290 by wusel-53
POPCORN!!!!!!!!!!!!!!!!! Das wird ein Ölthread.
Von mir nur soviel: es gab eine Zeit, da glaubte man auch nicht an Flüge ins All. Jetzt fliegen schon Touristen hin.
Anderes Beispiel, was viele hier kennen werden, das Mobiltelefon aus Raumschiff Enterprise. Wer hätte damals gedacht, das nur wenige Jahre später selbst Kinder sowas tagtäglich nutzen.
Am Anfang steht immer eine Vision…
 

Viele Grüße

Thorsten

Man lernt nie aus
380SL (US-Version, Bj.84), Eura-Wohnmobil und ein ebike :-)

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10 months 1 week ago #350291 by merc450
Moin Moin
Zukunft , als ob ich in 100 Jahren noch lebe , das sich dann KI immer noch beschäftigt , mit mir , ist der Korsische Knoten . Holzvergaser und Brikett um Dampf zu erzeugen , also ab in die Braunkohlereviere und den Restbestand der Borkenkäfer ans Leder , obwohl dem die Nahrung zu entziehen , ist bestimmt ein Eingriff in den Kartenschutz , somit Narrenzeit , Helau .
mfg Günter Trunz

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10 months 1 week ago - 10 months 1 week ago #350292 by Albuchler
Hallo Thorsten,

diese "Visionen" wie "Grüner Stahl" oder "CO2-Ausstoß von 0 und trotzdem Wohlstand" werden von Leuten verbreitet, die keinerlei Ausbildung in Technik oder Naturwissenschaften haben. Ein echter Visionär wie z.B. Elon Musk labert sowas nicht, wohl aber ein Habeck oder andere technisch ungebildete Politiker. Die Begrenzung des Wirkungsgrads bei Energieumwandlungen ist kein technisches Problem, sondern eine Folge der Naturgesetze. Es ist völlig klar, daß es z.B. in Deutschland keinen dauerhaften Überschuß an "erneuerbaren" Energien geben wird. Dieser wird immer nur temporär vorhanden sein. Damit sind Umwandlung und Speicherung notwendig und dann kommen wieder diese dämlichen Naturgesetze ins Spiel. Selbst wenn es also möglich wäre, ein (noch) Industrieland wie Deutschland mit Wind und Sonne zu versorgen ,z.B. weil die Wirkungsgrade von Solarzellen oder Windmühlen noch etwas steigen, wird es immer andere Orte auf der Welt geben, wo das günstiger geht. Damit wird unserem Wohlstand die Grundlage entzogen. Visionen sind toll, aber die Naturgesetze kann man nicht mit Visionen ändern.

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Viele Grüße
Eike

560SL 1988 & Dodge Ramcharger 318 4x4 1984
Last edit: 10 months 1 week ago by Albuchler.
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