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Werkzeugfrage: Sinn von offenem Ringschlüssel / sog. Leitungsschlüssel?

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29 May 2017 23:14 - 29 May 2017 23:17 #165600 by guellichs-erbe 350 SL 4.5 USA 107.044 1971
Hallo Männer,
ich plane meine Bremsflüssigkeit zu wechseln. Ggf später mal die Bremsleitungen.
Da sieht man die Profis immer mit einem offenen Ringschlüssel, auch Leitungsschlüssel genannt, hantieren.
Was hat denn so ein Schlüssel einem normalen Ring- oder Maulschlüssel voraus? Wieso soll man jetzt noch ein weiteres Schlüsselset kaufen?
Viele Grüsse ins Forum,
Uli

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Last edit: 29 May 2017 23:17 by guellichs-erbe.

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29 May 2017 23:41 #165601 by Dr-DJet 450 SL 107.044 1973 Schweiz
Hallo Uli,

der Gabelschlüssel greift nur an 2 Flanken an. Den normalen Ringschlüssel oder die Stecknuss bekommst Du wegen der Leitung nicht drüber. Deshalb der Leitungsschlüssel, der ein Ringschlüssel mit einer Öffnung ist, so dass Du ihn über die Leitung bekommst. Die Entlüftungsschrauben können ganz schön fest sitzen und die dreht man dann schnell mit dem Gabelschlüssel rund.

Viele Schraubergrüße - best regards, Volker alias Dr-DJet und K-Jet Forscher, Admin und Betreiber dieser Webseite
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29 May 2017 23:45 #165602 by Peter-MS

guellichs-erbe wrote: Hallo Männer,
ich plane meine Bremsflüssigkeit zu wechseln. Ggf später mal die Bremsleitungen.
Da sieht man die Profis immer mit einem offenen Ringschlüssel, auch Leitungsschlüssel genannt, hantieren.
Was hat denn so ein Schlüssel einem normalen Ring- oder Maulschlüssel voraus? Wieso soll man jetzt noch ein weiteres Schlüsselset kaufen?
Viele Grüsse ins Forum,
Uli



Was sagt denn die Fachwerkstatt zu deinem "Vorhaben"?

Ich denke, da du offenbar überhaubt keine Ahnung hast, solltest du dich unbedingt auf fachkundigen Rat verlassen.

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29 May 2017 23:57 #165603 by slly
Okay, er hatte ja nur die Grundfrage.. Wenn du dieses Werkzeug allerdings für alltäglichen Gebrauch, wie z. B. Heimischen Fahrrädern, rasenmähern oder Mopeds nutzen möchtest, dann lässt es sich ziemlich einfach selbst herstellen.. Einfach den gewünschten ringschlüssel (billig Produkt gleich vergessen) in den Schraubstock spannen und vorsichtig eine kerbe bis zur vollständigen Öffnung im Bereich de gedrittelten Mitte vom Griff her gesehen, erstellen.. Gruß Jürgen

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30 May 2017 06:20 #165605 by SLC_6.9
Hi,
vom selbstgebastelten Schlüsseln kann ich Dir nur abraten. Habe hier schon genug "Patienten" gehabt bei denen der Sechskant vom "Nippel" rund geschubbert war.
Kauf Dir einen Leitungsschlüssel 11mm von Hazet und gut. Die selbstgebauten sind dafür nicht ausgelegt und verbiegen sich zu schnell. Da die meisten Nippel/Verschlüsse stark verdreckt und oxidiert sind ist Geduld gefragt.
Just my 50 Cent,

Grüße
Stefan

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30 May 2017 07:10 #165606 by Nichtraucher 500 SL 107.046 1980 Standard (Europa)
Moin,

die "fertigen" offenen Schlüssel sind gegenüber den geschlossenen Ringschlüsseln verstärkt. Selbst sägen würde ich nur in Ausnahmefällen für leichte Arbeiten.

Bremsleitungen an den Schraubenden vorher reinigen damit kein Schmutz in die Sättel geraten kann, dann so arbeiten dass der erste Dreh die Dinger löst, das Material ist sehr weich.


Gruß
Willy

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30 May 2017 08:37 #165616 by guellichs-erbe 350 SL 4.5 USA 107.044 1971
Vielen Dank für die Antworten/Diskussion.

Werde mir dann wohl demnächst dieses Modell bestellen:
Hazet 612N-11

Viele Grüsse ins Forum,
Uli

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30 May 2017 09:31 - 30 May 2017 09:32 #165622 by Dr-DJet 450 SL 107.044 1973 Schweiz

Peter-MS wrote:

guellichs-erbe wrote: Hallo Männer,
ich plane meine Bremsflüssigkeit zu wechseln. Ggf später mal die Bremsleitungen.
Da sieht man die Profis immer mit einem offenen Ringschlüssel, auch Leitungsschlüssel genannt, hantieren.
Was hat denn so ein Schlüssel einem normalen Ring- oder Maulschlüssel voraus? Wieso soll man jetzt noch ein weiteres Schlüsselset kaufen?
Viele Grüsse ins Forum,
Uli



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Peter

Hallo Peter,

don't drink and post ;) Der Uli wurde nämlich gerade von einem Fachmann in einem Workshop geschult, nämlich mir :woohoo:

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Last edit: 30 May 2017 09:32 by Dr-DJet.

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30 May 2017 09:41 - 30 May 2017 09:41 #165625 by Peter-MS

Dr-DJet wrote:

Peter-MS wrote:

guellichs-erbe wrote: Hallo Männer,
ich plane meine Bremsflüssigkeit zu wechseln. Ggf später mal die Bremsleitungen.
Da sieht man die Profis immer mit einem offenen Ringschlüssel, auch Leitungsschlüssel genannt, hantieren.
Was hat denn so ein Schlüssel einem normalen Ring- oder Maulschlüssel voraus? Wieso soll man jetzt noch ein weiteres Schlüsselset kaufen?
Viele Grüsse ins Forum,
Uli



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Hallo Peter,

don't drink and post ;) Der Uli wurde nämlich gerade von einem Fachmann in einem Workshop geschult, nämlich mir :woohoo:



Hallo Volker,

das war eher lustig gemeint.

Aber eigentlich ist es ja gar nicht lustig, denn ich denke, wenn jemand keine Kenne davon hat, sollte er auf jeden Fall die Finger von Bremsen lassen.

Peter
Last edit: 30 May 2017 09:41 by Peter-MS.
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31 May 2017 07:27 #165688 by Nichtraucher 500 SL 107.046 1980 Standard (Europa)
Manchmal muss man sich "Kenne" aneignen.

Einige haben klein angefangen, andere steigen halt später ein und so kompliziert ist eine Bremse nicht, man muss nur sorgfältig arbeiten. Fragen, wenn man etwas nicht weiß, schadet auch nie.

Gruß
Willy

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31 May 2017 11:15 #165711 by emanresu
Ich habe mir auch vor langen Jahren mal diesen offenen Hazet gekauft - richtig benutzt habe ich ihn seit Ewigkeiten nicht mehr.
Es fehlt einfach das Einsatzgebiet.
Ein einigerhaßen unvergammelter verzinkter Bremsleitungsnippel ist auch mit einem Maulschlüssel rauszubekommen.
An einem richtig festgegammelten Nippel rutscht der auch irgendwann über und dreht den Nippel rund.
Und wenn der Nippel so fest ist, schraubt ich den hinterher sowieso nicht mehr rein, sonden mach gleich die Leitung neu - dann kann ich auch gleich das Rohr durchkneifen und mit einer sechskannt Langnuß draufgehen.
Deswegen liegt der Schlüssel seit Jahren unbenutzt im Werstattwagen...

Sören
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04 Jun 2017 19:34 #165912 by guellichs-erbe 350 SL 4.5 USA 107.044 1971
Hallo Leute,

wollte mich nur kurz zurückmelden: Bremsflüssigkeit ist erfolgreich getauscht. Testfahrt einwandfrei ...
Anbei noch das Bild der alten Bremsflüssigkeit.

Vielen Dank nochmal und viele Grüße ins Forum,
Uli

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04 Jun 2017 19:57 #165913 by gelberbenz 280 SL 107.042 1976 Standard (Europa)
Hallo
es gibt auch Offene Leitungsschlüssel die man auch verschliessen kann. Man setzt sie auf die Leitung und verschliesst den Schlüssel wieder.
Grüsse Werni

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05 Jun 2017 09:38 #165928 by HDN
Hallo Uli,

wie du inzwischen sicherlich festgestellt haben wirst, wäre der Einsatz eines offenen Ringschlüssels beim Bremsflüssigkeitswechsel Unsinn, weil die Entlüfterschrauben besser mit einem geschlossenen Ringschlüssel oder notfalls mit einer langen 6-Kant-Nuss gelöst werden können. Entlüfterschrauben haben zwei Besonderheiten: Erstens sind diese zwangsläufig hohl, wenn auch nicht durchgehend, denn zweitens befindet sich am unteren Ende ein kegelförmiger Dichtsitz. Somit gibt es zwei Gründe, eine Entlüfterschraube mit Verstand anzuziehen, wenn weder der Dichtsitz beschädigt noch die dünnwandige Schraube abreißen soll. Wer zum Wechsel der Bremsflüssigkeit die Räder demontiert, hält damit einerseits von den Rädern eventuell auslaufende Bremsflüssigkeit fern und gewinnt andererseits den Raum, um möglichst ohne gekröpftes Werkzeug hantieren zu können, was bei besonders festsitzenden Entlüfterschrauben von Vorteil ist. Wer eine Entlüfterschraube ganz herausdreht, kann sich vom Dichtsitz zumindest auf dieser Seite ein Bild machen. Wenn du danach deine Bremsleitungen wechselst (wieso in der Reihenfolge?), dann wirst du feststellen, dass auch hierzu nicht unbedingt ein offener Ringschlüssel die erste Wahl ist. Einen Ringschlüssel selbst aufzuschlitzen solltest du dir, deinen Schrauben und dem ohne Schlitz noch brauchbaren Ringschlüssel übrigens ersparen. Ebenso sparen kannst du dir die Anschaffung eines billigen Satzes, der weniger kostet als ein einzelner Hydraulik-Leitungsschlüssel. Die Qualität ist entsprechend und so kannst du zuschauen, wie der Ring das Maul aufsperrt und über die sechs Kanten der festsitzenden Verschraubung rutscht. Die Schraube, die du mit solchem Billigwerkzeug noch gelöst bekommst, ohne den Sechskant zu vermurksen, bekämst du auch mit einem guten Gabelschlüssel auf, der nicht an zwei Flanken sondern an zwei Kanten greift. Oder über diese hinweg rutscht. Hydraulik-Leitungsschlüssel von WILBÄR oder Doppel-Ringschlüssel offen von HAZET, wie zum Beispiel der 612N-10X11, bieten die besten Chancen, eine feste Leitungsverschraubung zu lösen. Bei diesen Schlüsseln ist das Profil nicht durchgehend, sondern auf einer Seite bis auf die Aussparung für die Leitung geschlossen (gedeckelt). Dies verhindert ein Aufsperren des Mauls und erhöht die Chancen zum Erfolg, während andere, auch offene Ringschlüssel von Qualitätsmarken, längst über die Kanten gerutscht sind. Natürlich kann man eine ohnehin zu ersetzende Leitung auch durchtrennen und dann eine Sechskantnuss ansetzen, wenn aber die Leitung erhalten bleiben soll, dann bieten die offenen Ringschlüssel mit nicht durgehendem Profil die mit Abstand besten, oftmals die letztlich entscheidenden Voraussetzungen. Eine kritische Prüfung des Zustands der Bremsleitungen ist in Anbetracht des Alters der Fahrzeuge angebracht. Was der TÜV und andere Prüforganisationen noch absegnen, nachdem Rost weggekratzt und Narben mit Wachs zugeschmiert wurden, das hält einer Hochdruckprüfung nicht in jedem Fall stand. Insofern kann der Zustand der Bremsleitungen wichtiger sein als die Frische der Bremsflüssigkeit, auch wenn das auswechseln unterschiedlich aufwändig ist.

Hansdieter
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05 Jun 2017 09:50 #165930 by Nichtschwimmer 560 SL 107.048 1989
Hansdieter,

grds. hast du recht. Aber: mein Billig-Bremsschlüsselssatz für EUR 19,- hat noch nie das Maul aufgesperrt. Wie auch, das Material es relativ dick. Selbst bei meinen total verrosteten Vollrestaurationen habe ich jedes Nippel aufbekommen. Ein paar sind abgerissen, was auch mit einem Hazet-Schlüssel passiert wäre.

Udo

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05 Jun 2017 10:25 #165940 by HDN
Hallo Udo,

ich habe das Schnäppchenwerkzeug im Einsatz erlebt. Die Schlüssel sehen aus wie gutes Werkzeug, gerade weil sie, wie du richtig sagst, relativ dick sind. Auch die Oberfläche fühlt sich gut an. Zwar sind diese etwa doppelt so hoch wie ein gewöhnlicher Gabelschlüssel, aber das Material ist, wenn es darauf ankommt, zu nachgiebig. Es mag sein, dass es einen Bereich gibt, wo diese Leitungsschlüssel ihren Zweck erfüllen und eine Verschraubung lösen, während der Sechskant durch den Angriff eines Gabelschlüssel an seine Grenzen kommt. Dass solches Schnäppchenwerkzeug aber mit einem gewöhnlichen Leitungsschlüssel (Ringschlüssel offen) von HAZET nicht mithalten kann, darüber sollte Einigkeit herrschen. Und wenn man davon ausgeht, dass ein HAZET-Schlüssel noch formschlüssig bleibt, während sich das Schnäppchen bereits weitet und über den Sechskant rutscht, dann belegen die verstärkten, "gedeckelten" Leitungsschlüssel, dass es noch eine weitere Stufe stabiler geht. Diese verstärkten Schlüssel gibt es nicht von ungefähr. Ob das Schnäppchenwerkzeug seinen Zweck erfüllt oder nicht, das hängt zum einen vom Drehmoment ab (vom Festsitz der Verschraubung) und andererseits von der Qualität der Schraube bzw. des Nippels. Wenn du bisher ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht hast, dann zeigt dies, dass das Schnäppchenwerkzeug zumindest in bestimmten Bereichen, bei dir bisher in allen Fällen, nützlich ist. Aber wenn du damit eines Tages über einen Sechskant gleitest, wirst du dich an die verstärkten von HAZET erinnern. Wenn mit denen ein Sechskant rund wird, dann hätte selbst eine Sechskantnuss bei durchtrennter Leitung nicht mehr ausgerichtet. Somit kommt es letztlich auf die jeweilige Ausgangssituation an. Das Problem ist, dass wenn ein Werkzeug den Sechskant bereits beschädigt hat, die Chancen zur Lösung auch mit bestem Werkzeug schwinden. Aus diesem Grund halte ich bestes Werkzeug für günstig, wenn man sich damit Folgeaufwand erspart.

Hansdieter

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05 Jun 2017 19:32 #165966 by Nichtschwimmer 560 SL 107.048 1989
Die Diskussion ist akademisch. Teures Werkzeug ist oft überbewertet. Es gibt auch gutes, preisgünstiges Werkzeugl, aber auch teuren Mist.

Udo

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05 Jun 2017 19:50 #165968 by MBN 280 SL 107.042 1984 Standard (Europa)
Wir haben im Frühjahr versucht die Bremsschläuche beim C180 zu wechseln. Dabei ist der offene Ringschlüssel vom Korrosionsschutzdepot einmal durchgerutscht. Wir hatten dann beschlossen den betreffenen Schlauch dann zu wechseln, wenn die Bremsleitungen erneuert werden, weil wir vom verstärkten Hazet Schlüssel nicht wussten.

Michael

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05 Jun 2017 21:58 #165982 by ralle450
Hallo , das seh ich genauso wie Udo ,
Was ist billiges Werkzeug ??
Wo fängt Qualität an ??
Nu mal Butter bei die fische , nennt Namen , Hersteller .

MFG Ralf Bröker

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06 Jun 2017 00:04 #165987 by HDN
Hallo Ralf,

in der Tat geht es nicht darum, billiges oder preisgünstiges oder als preiswert angesehenes Werkzeug zu verteufeln, sondern es geht darum, welche Beschaffenheit eines Werkzeuges für welche Aufgabe erforderlich ist. Ob ein Schlüssel eher über die Kanten rutscht oder nicht, ist selbstverständlich nicht einzig eine Preisfrage, sondern hängt ziemlich nichtakademisch ganz einfach davon ab, ob die Formbeständigkeit dem aufzubringenden Drehmoment gewachsen ist oder nicht. Einem Nippel ist der Preis eines an seinem Sechskant angesetzten Werkzeuges egal, ein Leitungsschlüssel, der durchrutscht, verdient seinen Namen nicht und sollte sofort über die Wupper gehen.

Deine Butter und Fische sind bisher nicht Teil des Themas, Namen und Hersteller dagegen längst benannt.Wenn Michael mit dem Werkzeug vom Korrosionsschutzdepot rechtzeitig aufgegeben hat, stehen mit dem HAZET 612N-10X11 die Chancen gut, noch zu retten, was zu retten ist. Wer dann beide Werkzeuge im direkten Vergleich erlebt hat, kann mitreden.

Bedauerlicherweise bringen viele Diskussionen die Menschen nicht weiter, weil nicht viel mehr passiert, als dass der jeweils eigene Standpunkt unbeirrbar vertreten wird, gerade so, als ob genau dies eine Diskussion bereichern würde. Der Beitragseröffner fragt nach dem Sinn von offenem Ringschlüsseln / sog. Leitungsschlüssel. Ich möchte sagen, dass der Sinn geeigneten Werkzeuges in dem Zusammehang darin besteht, beispielsweise eine Bremsleitungsverschraubung lösen und wieder schließen zu können.

Ich wünsche jedem Zweifler, dass der Samstagnachmittag kommt, an dem das Tagesziel am nicht vorhandenen Werkzeug scheitert. Der Lernerfolg ist dann gewiss. Meistens jedenfalls.

Hansdieter

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06 Jun 2017 07:42 #165992 by Sandokan500 Standard (Europa)
Wie schon von einigen geschrieben, billiges Werkzeug ist nicht immer Mist.

Hatte mir vor kurzem diese Knarre bei Hornbach gekauft:

www.hornbach.de/shop/1-2-Gelenk-Hebelums...5637353/artikel.html

Genial, sehr stabil, sie lässt sich zum Einen schräg stellen und zum anderen -wenn man den Ring nach unten zieht-
auf fast die doppelte Länge verlängern, so hat man erheblich mehr Kraft und das für unter 30.-€

Gruß
Martin

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06 Jun 2017 08:02 - 06 Jun 2017 08:17 #165996 by MBN 280 SL 107.042 1984 Standard (Europa)
Hallo Martin,

von diesen Knarrenkästen habe ich seit meiner Kindheit drei Stück 3/8 Zoll im Regal liegen. Die gab es mal als Werbegeschenk von der Sparkasse, für Haus und Fahrrad nicht schlecht. Eine der drei 3/8 Zoll Knarren hat letztes Wochenende gute Dienste geleistet, als wir einen Starter ausgetauscht haben, weil wir für die gute 1/2 Zoll Knarre keine passende Verlängerung haben. Den zu kurzen Hebel der 3/8 Zoll Knarre haben wir mit einem alten Ringschlüssel verlängert, um die festsitzenden Schrauben loszuknacken.

A B E R: Es kommt auf die Nuss an. Die 18er Nuss von der Sparkasse hätte die beiden Anlasserschrauben nicht aufgekriegt.

Gruß Michael
Last edit: 06 Jun 2017 08:17 by MBN.

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06 Jun 2017 09:58 #166008 by breuni58 450 SLC 5.0 107.026 1979, 500 SL 107.046 1987 Standard (Europa)
genauso ist es mir auch ergangen, wollte nur die Bremsschläuche wechseln

hätte ich gleich den HAZET 612N-10X11 gekauft, wäre mir der Austausch der Bremsleitung beim 107er vorne links erspart geblieben.

Bei normalen Gabel- Ringschlüsseln oder Nüssen reicht mir auch ein preiswerteres Produkt.


Gruss
Volker

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06 Jun 2017 11:13 - 06 Jun 2017 11:14 #166011 by Nichtraucher 500 SL 107.046 1980 Standard (Europa)
Moin,

satt passen müssen die Schlüssel, dann klappts auch mit den Schrauben.

Ich habe die Tage beim Jeep die Achsmanschetten gewechselt und den guten 13er Hazet verbogen, der Schraubenkopf blieb aber heil.

Andererseits hält mein Billig-Elektro-12V-Schlagschrauber für 19.95 € immer noch, selbst die Nüsse sind noch heil. Ich hatte vor Jahren mal hier berichtet....

Willy

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Last edit: 06 Jun 2017 11:14 by Nichtraucher.

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06 Jun 2017 11:14 #166012 by Gullydeckel 560 SL 107.048 1988 Americas (USA/CAN)
Hi Martin,

von denen habe ich mir auch die große Knarre gekauft (musste schnell gehen) und bereits mit einer Verlängerung auf dem Griffstück gequält. Absolut stabil, bin sehr zufrieden. Auch Haptik und Bedienbarkeit lassen keine Wünsche offen
Bei Hazet werde ich gerade vorsichtig. Habe von denen neulich ohne Kraftaufwand eine Inbusnuss mit Kugelkopf abgebrochen (natürlich an der Einschnürung). Das wäre früher nicht passiert! Anzug sollte stattfinden mit 20Nm und 45°. Die 20Nm hat die Nuss gehalten. Ach ja. Die Schraube war selbstverständlich geölt, nicht verrostet.

Klugscheißmodus on:
Zur Abhandlung über weiche und steife Werkzeuge: Die Diskussion hier startete ja mit dem Hinweis darauf, dass sich ein aufgesägter Ringschlüssel aufbiegt und dann durchrutscht. Wenn die Materialstärke dann irgendwann ausreichend ist, kommen aber noch andere Faktoren dazu. Entscheidender Punkt ist einzig und allein die Flächenpressung in den Ecken zwischen Werkzeug und Schraubenkopf. Konzentriert sich die gesamte Kraft auf die Spitzen der Ecken kommt es zu Durchrutschen weil das Material überlastet wird. Die hierfür entscheidenden Faktoren sind das Spiel zwischen beiden Teilen (vor allem unter Last) sowie die Anzahl der Ecken und die Druckbeständigkeit BEIDER Werkstoffe, also von Werkzeug und Werkstück.

Daher gibt es inzwischen z. B. Vielzahn- und Torx-Angriffe, weil beiden Konzepte die Flächenpressung in den Ecken deutlich reduzieren.
Wenn jetzt das Werkzeug nicht nur formstabil, sondern auch noch passgenau, maßhaltig und aus einem druckfesten Werkstoff ist, dann kann man immer noch an einen Schraubenkopf aus Käse-Blei-Legierung geraten. Dann wird man ggf. trotz besten Werkzeugs scheitern.

Grüße Martin

Ich bin jetzt in dem Alter wo ich meine Fehler zugeben könnte - wenn ich welche hätte

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30 Jul 2018 09:30 #189916 by MBN 280 SL 107.042 1984 Standard (Europa)
Hallo zusammen,

ich möchte kurz über den erfolgreichen Wechsel der Bremsschläuche berichten.

Ich hatte ja berichtet, dass der offene Ringschlüssel vom Korrosionsschutzdepot einmal durchrutschte, als wir versuchten die 6-Kant Mutter der Bremsleitung vom Bremsschlauch zu lösen. Glücklicherweise haben wir damals rechtzeitig aufgegeben.

Wir haben uns den offenen Ringschlüssel Hazet 612N-11 bestellt und damit hat es wunderbar funktioniert, auch der einmal rundgedrehte Sechskant ging wohl knackend auf.

Hier eine kurze Gegenüberstellung der beiden offenen Ringschlüssel:

Marke: Condor Hazet
Preis: 4 EUR 25,40 EUR
Schlüsselweite : 11,3 mm 11,15 mm
Öffnung: 9 mm 7,7 mm
Verstärkt: nein ja
6-Kant versenkt: ja nein

Ergebnis:
Aufgrund der geringeren Schlüsselweite passte der Hazet satter, wie Willi es formulierte.
Aufgrund der großen Öffnung packt der Condor an zwei Kanten fast gar nicht, und arbeitete quasi nur als Maulschlüssel.
Da der Condor-Sechskant versenkt und nicht plan ist, konnte die Mutter nicht vollständig gepackt werden.
Der Condor ist gebogen, somit wirken die Kräfte nicht rechtwinklig. Der Hazet hat beidseitig Schlüsselweite 11 mm. Eine Seite ist gerade und bietet die beste Kraftübertragung. Die andere Seite ist gekröpft (haben wir nicht gebraucht).

Es ist die Summe der Eigenschaften, die beim Hazet überzeugt. Der 6-fache Preis spielt keine Rolle mehr. Wir hätten auch das doppelte oder mehr bezahlt, um den Tausch der Bremsleitung zu umgehen.

Gruß
Michael

PS:
Wir hatten uns für den Notfall eine Gripzange besorgt. Diese Zange ist speziell darauf konstruiert, „nur“ 6-Kant Muttern/Schrauben zu lösen. Dabei werden 3 Flächen zusammengepresst. Beispiel

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30 Jul 2018 15:49 #189927 by Johnny-1951 450 SL 107.044 1978 Standard (Europa)
Wärst mit der Gripzange bei gekommen?

--- Gruß Werner ---
Wirklich weise ist, wer mehr Träume hat, als die Realität zerstören kann.

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01 Aug 2018 07:02 #189989 by MBN 280 SL 107.042 1984 Standard (Europa)
Hallo Werner,

eine gute Frage. Wir haben nicht mal versucht, ob die Zange kleine genug ist, um damit beizukommen. Die Zange ist kürzer und kompakter, als die üblichen Gripzangen. Der Besitzer der Zange meinte, dass er damit noch jede "vermurkste" Verschraubung einer Bremsleitung aufbekommen hat.

Gruß
Michael

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01 Aug 2018 14:52 #190006 by Johnny-1951 450 SL 107.044 1978 Standard (Europa)
Danke Michael, dann werde ich mir die Zange mal im Hinterkopf behalten.

--- Gruß Werner ---
Wirklich weise ist, wer mehr Träume hat, als die Realität zerstören kann.

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