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KE-Jetronic-Workshop am 11.7. beim AH Berlacher

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11 Juli 2026 20:18 #357007 von Granada
Liebe Leute!

Heute morgen bin ich offen und gut gelaunt von meiner Zwischenstation in Nürnberg Buchenbühl zum KE-Jetronic-Workshop von Volker und dem Team des Autohauses Berlacher aufgebrochen. Um halb neun war ich schon fast die letzte am Platz, aber zu meiner Verwunderung habe es keinen einzigen Haubentaucher. Warum sollte sich mir noch erschließen.

Volker teilte uns in zwei Gruppen auf und wir begannen bei Christian mit der Theorie, was alles mit schuld an einem schlecht laufenden Motor sei. Anschließend ging es reihum mit allen Fahrzeugen an den guten alten Hermanns-Tester. Bei meinem war zu bemerken, dass beim Rundlauftest der erste Zylinder am schwächsten war. Die Lambda-Sonde reagiert arg träge, die kann mal neu. Zündung an und Platte von Luftmengenmesser runterdrücken, dann sah man sehr gut den Nebel von einer kaputten Dichtung im Steuerrkolben des Mengenteilrrs. 

Am Nachmittag ging es bei Volker mit den Komponenten der KE-Jetronic weiter und beim Punkt Druckspeicher wurde mein 560er direkt auf die Bühne zur Prüfung gebeten. Also den Rücklauf zum Tank abklemmen und vom Druckspeicher abgezogen. Zunächst war alles trocken geblieben, aber das änderte sich mit laufendem Motor und nach dem Abstellen. Da ergossen sich doch etliche Tropfen Sprit auf den Werkstattboden! Ich hatte ja schon vor einigen Wochen einen neuen Druckspeicher gekauft, aber noch keine Musse, den ohne Bühne auszutauschen. In Rahmen des Workshops ging das in wenigen Minuten.
Die folgendende Messung von Oberkammer-,  Unterkammer und Differenzdruck ergab wenig Auffälligkeiten. Lediglich der Haltedruck war etwas niedrig und konnte nach 20 Minuten keine knapp 3 bar mehr halten, das kann aber auch an den Undichtigkeiten im Mengenteilrr liegen. Mit dem Oszilloskop massen wir noch den Verlauf des Stauscheibenpotis, das war unauffällig.

Als letztes wurde die Nebelmaschine ausgepackt und an allen interessierten bzw. deren Motoren angeschlossen. Erinnert ihr euch noch daran, dass der Rundlauftest den ersten Zylinder als schwächsten ergab? Genau dort kam vom Motorblock Nebel raus, also sind die Donuts im Ansaugkopf kaputt - auch nichts ungewöhnliches also 

Beim finalen Runterlassen meines 560ers von der Bühne war es dann aber dem Stoßdämpfer hinten rechts zu bunt geworden. Dauernd auf, zu, auf zu - da ließ er nun sein Öl unter sich.

Das Auto steht nun beim Berlacher und wir werden vermutlich morgen mit dem Cinquecento von Andreas Mutter nach Wien zurückfahren.

Das Malheur am Ende hat das Erlebnis etwas getrübt, aber ich fand den Workshop absolut gelungen und bin sicher wieder mal dabei!

LG
Julia 

Nur Autos im Fuhrpark, die nicht mehr gebaut werden: Ford Granada Mk1, Mercedes 560SL, Tesla Model S
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