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Stottern auf der Autobahn nach 1 Jahr in der Einstellgarage

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05 Juni 2026 09:22 #355993 von papertype
Liebe 107er Spezialisten, ich habe ein kleines Problem und hoffe auf gute Ratschläge:
Ich habe meinen 450SL 1975 mit 135'000 km nach über einem Jahr Standzeit wieder in Betrieb genommen. Auf der Landstrasse kein Problem, ich fahre aber wenn möglich eher mit tiefer Tourenzahl. Nun bin ich über die Autobahn (Ziel ca. 200 km) gefahren, nach ca. 50 km begann der Wagen stark zu stottern. Bei ca. 80 km/h war das Stottern weg. Ich habe darauf nach 120 km getankt (immer wenn erhältlich 100er) war etwas besser aber immer noch Stottern. Auf der Landstrasse zum Ziel war das Stottern praktisch weg. Zündung, Benzinzufuhr oder etws Anderes?
Der Wagen war vorher auf Vollservice mit Fahrzeugvorführung (Veteran in CH alle 5 Jahre). Da lief er noch einwandfrei.
Ich habe den Wagen für Langzeitrallyes verwendet, Teilnahme in ganz Europa, Südamerika 2x über die Anden, nie ein Problem total 70'000 km Rallyes ohne eine Panne. Einfach ein Superfahrzeug!

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05 Juni 2026 09:53 #355996 von Chromix
Hallo ...,

mein erster Gedanke ist irgendwas in der Benzinzufuhr, Pumpe, Kraftstoffsieb oder Filter dicht, Druckregler etc.

Hälsningar,
Lutz

P.S. Deine Posts gerne mit Namen unterschreiben - dann wissen wir auch, wie wir Dich anreden dürfen.

Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens, die in Dir schwingt.
Buddha
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05 Juni 2026 19:57 #356020 von superlocker
Hallo,
Verteilerkappe feucht oder Kontanktflächen oxidiert?
Viele Grūße
Ralf
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06 Juni 2026 09:37 #356028 von karlo63
Hallo, bin zwar kein Fachmann aber das Problem hatte ich auch schon mal vor ein paar Jahren , bei mir war es Zündverteilerkappe und Finger dabei wurde festgestellt das auch ein Zündkabel defekt war , bei mir war es das Kabel von Zylinder eins , also ich würde mir erstmal Kappe und Finger ansehen , und dann alle Zündkabel überprüfen die sind nach Jahren oft defekt , erst mal prüfen ob alle fest draufsitzen glaube das liegt irgendwo an der Zündung.

Gruss Karl
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06 Juni 2026 18:55 #356037 von topi
Hallo,

hatte das Verhalten auch, nachdem ich meinen 380SLC quasi nach 10 Jahren Standzeit, bzw. ca. 1 Jahr nach der letzten Bewegungsfahrt zum ersten Mal gefahren habe. Nachdem ich den Tank 2/3 mit neuem Kraftstoff befüllt und nach weiteren 150km Fahrt nachgetankt hatte, lief er problemlos bis heute. 
Laut KI verliert Benzin im Fahrzeugtank bereits nach 3-6 Monaten einen Teil seiner Zündfähigkeit, während es im geschlossenen Kanister 1-3 Jahre ohne „Verluste“ lagerbar ist. 
Ich habe es darauf zurückgeführt. 

Gruß, Thomas

380 SLC / Jaguar XKR-100 (LE) / Keilwerth SX90 / Ladyface M10
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07 Juni 2026 20:38 #356047 von Pidibaer
Servus,

sind ja hier bei der Suche nach den "möglichen" Problemen. ( d.h. es kann sein, aber muss nicht, dies bitte bei folgender Aussage beachten  ):
Hattest du während der Einstellzeit einen Benzinstabilisator zum Sprit hinzugefügt ?
Der Sprit kann Ablagerungen bei längerer Standzeit bilden, die ggf. in die Einspritzanlage gelangen können . 
Wird immer wieder darauf hingewiesen . Ich hab das Anfangs gemacht ( mach meinen immer voll bis zum Rand mit Super Plus ) hab aber das ganze Jahr angemeldet und dadurch steht er max. mal knapp 5 Monate am Stück , da denk ich mir nicht so viel . 
Unsere Sprits sind zwar voll mit ihren welchen Zusätzen ( deswegen verwende ich Super Plus 98 Oktan, nicht die sonstwas Super Plus mit xxx Oktan , weil da angeblich die wenigesten Zusätze drin sind, die den Tank und damit die alten Gummidichtungen sauberfressen ), sind aber angeblich nicht mehr mit einer hohen Standzeit gesegnet .

Letztendlich habe ich nicht alles überprüft, mach es halt einfach, weil  mir die paar Cent bei den wenigen kilometern egal sind .
Aber das mit den Ablagerungen wurde mir von vielen Seiten bestätigt.

Wäre also ne Möglichkeit deines Problems

Peter

 

Nobody is Perfect ! Ich steh auf den 107er im Amy-Look. Klingt komisch, ist aber so.

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07 Juni 2026 20:54 - 07 Juni 2026 20:56 #356048 von M119_Fan
Wer kennt sie nicht, die fressenden Additive in den Tankstellenkrafstoffen.

Übern Winter tanke ich 102 oder 100 Oktan, damit ich eben nach der langen Standzeit noch genug Klopffestigkeit habe. Unsere Motoren haben ja keine AKR und bisher konnte mir niemand verlässlich sagen, wie viel Oktan in den 5-8 Monaten wirklich flöten geht.

Viele Grüße,
Michael
Disclaimer: Das meiste, was ich schreibe, ist "leider nicht ganz richtig".
Letzte Änderung: 07 Juni 2026 20:56 von M119_Fan.

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07 Juni 2026 21:02 #356050 von Pidibaer
Servus,

 ich denk da eher an die "sauberfresszusätze " , die auch an die Dichtungen rangehen. Aber es ist halbfundiertes 2,5% Wissen . Insofern werde ich keine Aussagen über richtig/ falsch treffen.
Nur das mit den Ablagerungen ist ein Themá.

Peter

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07 Juni 2026 21:03 #356051 von KalliSL
Also wenn es das Benzin wäre..... Vorsicht ! Sonst kippt das wieder in eine Divinol FF, Bactofin usw. Diskusssion. Aber es stimmt, bei über einem Jahr Standzeit kann es schon am Sprit liegen.

Gruss aus Bruchsal

Kalli

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08 Juni 2026 15:50 #356061 von papertype
Vielen Dank für die vielen Ratschläge, ich verwende nie Zusätze, die Nachteile vor allem bei längeren Standzeiten sind zu gross. Ich werde nächste Woche wieder mi dem SL nach Korrektur gemäss den Vorschlägen ein paar Runden drehen. mit herzlichen 107er Grüssen Edwin.

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08 Juni 2026 16:20 #356062 von jhwconsult
Zusätze in Benzin sollen über längere Standzeiten hinweg primär Korrosion in den Komponenten, die mit Benzin in Kontakt kommen, verhindern.
Da Ethanol hygroskopisch (wasseranziehend) ist, zieht es Wasserdampf direkt aus der Umgebungsluft an.
Je weniger Ethanol im Sprit ist, desto geringer dieser Effekt. Und je weniger Luft im Tank, destoweniger Umgebungsluft ist da, aus der Wasser entzogen werden kann.
E10 hat 10%, E5 5% und einige Spezialkratstoffe mit 100 oder mehr Oktan beinhalten kein oder fast kein Ethanol. Aral erkärt, Ultimate 102 würde ohne Ehtanol hergestellt, ebenso Shell bei V-Power 102.
Zusätze, die man in den Treibstoff kippt, sorgen dafür, dass die Benzinbenetzten Teile auch ein wenig Öl abbekommen. Dass soll Korrosion an empfindlichen Teilen verhindern.
Inwieweit dadurch Dichtungen angegriffen werden, wird oft behauptet, kann ich jedoch nix dazu sagen.

. Hartmut aus Hessen .

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08 Juni 2026 20:05 #356069 von Chromix
Hallo Hartmut,

das ist ein häufig vorkommender Denkfehler!
Das Benzin mit mehr Ethanol kann mehr Wasser binden als Benzin mit wenig oder gar keinem Ethanol. Solange das geschieht, setzt sich kein Wasser ab. Erst wenn die Kapazität, Wasser zu binden, erschöpft ist, kommt es zur Entmischung und das schwerere Wasser setzt sich am Tankboden ab.
Oldtimer-Markt hatte das mal untersucht und festgestellt, daß in E10 eingelegte Vergaser deutlich weniger bis gar keine Korrosionsspuren aufwiesen als solche, die in E5 eingelegt waren. Nachzulesen hier .
Möglichst voller Tank ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Hälsningar,
Lutz

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Buddha
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08 Juni 2026 20:15 #356070 von M119_Fan
Genau so wie Lutz es beschreibt. Bei E5 passiert das viel schneller (also dass das Wasser sich nach Erschöpfung der Bindekapazität am Boden absetzt) und bei E0 sofort, da E0 eben gar keine Bindekapazität hat.
Aber wie ihr beide sagt: Solange der Tank voll ist, besteht da eigentlich auch bei E0 keine Gefahr.

Viele Grüße,
Michael
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08 Juni 2026 20:56 #356071 von Ragetti
Der SLC den ich mir grade antue soll mal nen vollen Tank gehabt haben, allerdings sind der Rücklaufschlauch und dessen Schellen komplett verrottet dh der Sprit ist rausgetropft langsam aber stetig, Das was da noch drin war , bezeichne ich als übelstriechende Plörre

Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald

Rolf

Nur das Beste aus Schwaben , oder lieber nix

www.keicher.biz

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09 Juni 2026 10:11 - 09 Juni 2026 10:12 #356075 von 80erFan
Moin,

ich fahre ja neben dem 107er einige Young-/Oldtimer Motorräder, beispielsweise eine Honda CBX 1000 von 1979.

Während es noch vor 10 Jahren hieß, Vergaser leer laufen lassen und Tank voll machen, sind viele inzwischen dazu übergegangen, den Tank komplett zu leeren und Motor so oft zu starten, bis wirklich alles Benzin aus den Vergasern raus ist. Das geht erstaunlich oft, selbst dann noch, wenn der Tank lange abgebaut ist.

Grund für diese Verfahrensweise ist, das sich ansonsten die feinen Bohrungen in den 6 Vergasern der CBX, die erwiesenermaßen hier relativ empfindlich ist, zusetzen und nur mit Mühe wieder zu reinigen sind. 

Dieses Problem besteht unabhängig von der verwendeten Spritsorte, also sowohl bei E10 als auch bei Ultimate 100, das angeblich komplett ohne Alkohol ist.

Ich habe in der Tat keine Startprobleme mehr zur Saisoneröffnung, seitdem ich das so mache.

Der Tank muss dann natürlich trocken gelagert werden.

Grüße, Holger
Letzte Änderung: 09 Juni 2026 10:12 von 80erFan.

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14 Juni 2026 18:48 #356233 von Pidibaer
Hallo Zusammen,

daß ganze hat sich zwar ein Stück weit von der Problematik des Themenerstellers entfernt, ist aber nach wie vor interessant.
Kurzum: Ich bin weder Chemiker noch habe ich irgendeine Ahnung, wie sich Benzin zusammensetzt. ( und mir fehlt auch etwas der Enthuiasmus , mich da reinzufressen) Aufgrund dieser Tatsache gehöre ich zu den ( wie ich in meiner Branche zumindest feststellen muss ) wenigen, die sich tatsächlich was sagen lassen . 
( und auch darauf hören ). 
Natürlich gibt es verschiedene Aussagen , verschiedene Meinungen und einen komplett unterschiedlichen Wissensstand .
Die Erfahrung hat mich gelehrt ( muss ja nicht immer richtig sein ) , die weit verbreiteste Meinung anzunehmen ( zumindest in technischer Hinsicht :)  ) und auf die "Altvorderen" und die mit der meisten Erfahrung zu hören . ( in der Kombo 107er und meinem zarten Alter von 55 zähle ich mich tatsächlich nicht zu den Altvorderen  ).

Meine Bedenken:
- Der Tank fängt das rostren an ( meinem Nachbarn passiert, hat auch seinen 107er nie vollgetankt eingestellt = wurde teuer )
- Durch die Additive "Saubverfresstank" werden meine Dichtungen angegriffen .
- Ablagerungen im Tank, die sich dann irgendwann in der Einspritzung breit machen 

Was mache ich bislang:
- Tanke natürlich vor dem Einstellen bzw. Überwintern mein Amy-Baby voll
- Verwende Super Plus 98 Oktan ( hat immer geheissen, hat die wenigsten Sauberfressadditive , fahr auch das ganze Jahr damit )
- Hab jahrelang Zusatz ( verbotene Werbung ? Liquid Moly ) hinzugefügt 
- Hab damit aufgehört ( nein, nix sparsam, meist hab ich dann keines da, wenn das Wetter endgültig kippt oder ich vergess es einfach ,ABER: Die kiste steht selten länger als 4 Monate , Vorteil , wenn man im südlichen wohnt ).

Zukunft:
- entweder ich bleib dabei
- oder aber mir wird hier kundgetan , verwende keine Ahnung , z.B. dies und das und dazu die 1000 Oktan Plörre  .
- ich bin tatsächlich schmerzbefreit und lasse mir gerne was sagen 
- kurzum: ich habe vor, meine Kiste noch viele Jahre zu fahren ( vor Jahren hätte ich beinah gegen einen 560ger getauscht: Verbot unter Tränen von meinen Kinder, sind eben mit dem mehr oder weniger aufgewachsen und reden jetzt schon darüber , wer den bekommt, wenn der Alte nicht mehr ist, natürlich mit einem lächeln)

Peter
 
 

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