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07er und H-Kennzeichen - die einen freuts die andern
On 2005-03-16 20:24, laura wrote:
Die holländische Lösung ist nicht nur cool, sondern vor allem gerecht. Überhaupt sollte sich dieSteuer nach der km-Leistung bemessen, das heißt, die Steuer muss auf das Benzin umgelegt werden, dann werden auch die lieben Nachbarn mit beteiligt, die ja schließlich auch unsere Autobahnen mit kaputt machen. Dann erübrigt sich auch die Sache mit dem H.
Gruss Alfred
Im Grunde ja - die Länder und der Bund sollten sich irgendwie einigen können - obwohl das schon sehr positiv gedacht ist. Aber das Übel der Höhe der Mineralölsteuer wäre noch deutlicher und alles grenznahen (oder auch schon etwas weiter entfernten) Anwohner würden im Ausland tanken - worüber sich unsere Nachbarländer schon jetzt sehr freuen.
Günther
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Alfred
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Es liegt auch am Zeitgeist, diese Inflation der Begriffe:
kaum wird etwas dreimal wiederholt ist es "Kult" (mein Unwort des Jahres) ,
kaum kommt irgendeine Dumpfbacke in die Charts ist er/sie Superstar, nach dem zweiten Mal dann Megastar,
kaum ist ne Flitzpiepe von Fußballer über 40 und lamentiert immer noch rum ist er Urgestein
kaum ist ne frühere Spiesserkiste 20 Jahre alt, soll sie Kulturgut sein.
Gerd (Urgestein der Oldtimerszene )[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : gerd am 16-03-2005 23:19 ]
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Zum Thema Kulturgut ist mir eine Geschichte eingefallen die ich irgendwo gelesen habe (bin mir nicht mehr ganz sicher):
Jedenfalls gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit Oldtimer nach Deutschland zu importieren ohne die 10%Zoll und 16%Mwst. ,sondern nur stattdessen für 7%Mwst. (Umsetzung einer EU Richtlinie) . Voraussetzung ist wohl, dass das Auto mindestens 30Jahre alt und ein Kulturgut ist sowie eine besondere technische Innovation im Automobilbau darstellt. Ein Händler wollte einen W198 (erste Auto mit Benzineinspritzung) zu diesen Konditionen einführen und hat dies nicht genehmigt bekommen. Soviel zum Kulturgut...ich meine in der aktuellen Motor Klassik gelesen zu haben, dass im Prinzip nur Vorkriegswagen eine Chance hätten ...im Automobilland der unbegrenzten Möglichkeiten...
Viele Grüße
Günther
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On 2005-03-16 22:03, gerd wrote:
Ein Escort/Kadett/BMW 3er gehört zwar zur Kultur (wertfreier Begriff) ist aber kein Kulturgut. Wenn die Teile 30/40 Jahre überstanden haben, ham sie das H-Kennzeichen verdient, vorher nicht.
Es liegt auch am Zeitgeist, diese Inflation der Begriffe:
kaum wird etwas dreimal wiederholt ist es "Kult" (mein Unwort des Jahres) ,
kaum kommt irgendeine Dumpfbacke in die Charts ist er/sie Superstar, nach dem zweiten Mal dann Megastar,
kaum ist ne Flitzpiepe von Fußballer über 40 und lamentiert immer noch rum ist er Urgestein
kaum ist ne frühere Spiesserkiste 20 Jahre alt, soll sie Kulturgut sein.
Gerd (Urgestein der Oldtimerszene )
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : gerd am 16-03-2005 23:19 ]
[/quote
Gerd,
der war gut!!!!!
Martin]
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Ich bin ja auch nicht dafür, dass Autos die 20 geworden sind, ein H kriegen. Aber auf dem Weg zum H muss es aber ein paar Erleichterungen geben, denn wer will zum Beispiel in einen Panda Geld investieren, damit dieser 40 werden kann? Ein Vorkreigsmodell ist mehr automobile Antiquität und daher im normalen Verkehr nicht zu finden, wofür braucht man dann ein H, wenn dieser Wagen nur ein paar Mal im Jahr bewegt wird? Man darf sich nicht zu sehr am Wort Kulturgut festklammern und die üblichen Maßstäbe anlegen. Autos haben normalerweise keine Lebensdauer von mehr als 15 Jahren, dann muss auch der Begriff historisch angepasst werden.
Alfred
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Ich bin ja auch nicht dafür, dass Autos die 20 geworden sind, ein H kriegen. "
schon mal was!
Aber auf dem Weg zum H muss es aber ein paar Erleichterungen geben, denn wer will zum Beispiel in einen Panda Geld investieren, damit dieser 40 werden kann?
WArum um Himmels willen sollte sowas von Steuergeldern subventioniert werden, das kann ich dann ja uch bei alten Waschmanschinen anbringen
"Ein Vorkreigsmodell ist mehr automobile Antiquität und daher im normalen Verkehr nicht zu finden, wofür braucht man dann ein H, wenn dieser Wagen nur ein paar Mal im Jahr bewegt wird?"
genau das ist der Sinn des H Kennzeichens, nicht die Subventionierung als Alltagsauto, sondern die Möglichkeit zu geben solche Wagen ab und zu zu bewegen.
"Man darf sich nicht zu sehr am Wort Kulturgut festklammern. Alfred"
genau das sollte man!
Übertriebener Einsatz des H-Kennzeichens und der 07er Nummer führt zu Abschaffung, die Vergabe des H-Kennzeichens muß -um am "Leben" zu bleiben- Restriktinen unterworfen werden. Warum soll ein Ford Mondeo mehr Steuer und Versicherung zahlen als ein im Alltag eingesetzter 30 JAhre alter Ford Escort/Taunus? Ich fänds persönich ja auch schön, meinen 25 Jahre alten SLC billig im Alltag zu bewegen, es ist aber unrealistisch das zu verlangen.
Gerd[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : gerd am 17-03-2005 09:43 ]
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Daccord, daccord.
Gerd,
Du vergißt dabei aber doch einen ganz wichtigen Punkt: In Deutschland besteht doch überhaupt nicht die Gafahr, daß der Altwagen in Punkto Abgaben billiger wird als der Neuwagen. Das Gegenteil ist der Fall: Seit 1994 werden die sogenannten "Youngtimer" (übrigens eine herrliche Verballhornung des Englischen, nicht wahr) doch hinter dem Feigenblatt des Umweltschutzes mit empfindlichen Steuersanktionen belegt.
Für meinen popeligen 200 D sind beispielsweise rund 750 Euro p.a. allein an Steuern zu überweisen, jetzt drohen sogar Fahrverbote. Das Fz ist optimal eingestellt und das Abgas trübt sich lediglich unter Kurzzeitvollast ein wenig. Auch unter dem Blickwinkel der Resourcenschonung durch Längernutzung ist die schlechtere Umweltbilanz des gepflegten Altwagens keineswegs belegt.
Kurzum: Die deutsche Kfz-Abgabenpolitik versucht unter kaum verhohlener Mißachtung des verfassungsrechtlich garantierten Privateigentums, den Bürger zum Neuwagenkauf zu nötigen.
Das ist widerlich und unanständig.
Du hast ja Recht: Das H-Kennzeichen sollte nicht als faul-bequemer Ausweg aus dieser Malaise herhalten müssen. Aber der augenfällige und sittenwidrige Mißbrauch des Steuerinstruments über Parteigrenzen hinweg muß in diesem Zusammenhang angeprangert werden, sonst ensteht ein schiefes Bild.
Grüße, HM
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On 2005-03-17 10:04, HMKoopmann wrote:
>> "Warum soll ein Ford Mondeo mehr Steuer und Versicherung zahlen als ein im Alltag eingesetzter 30 JAhre alter Ford Escort/Taunus?"
Daccord, daccord.
Gerd,
Du vergißt dabei aber doch einen ganz wichtigen Punkt: In Deutschland besteht doch überhaupt nicht die Gafahr, daß der Altwagen in Punkto Abgaben billiger wird als der Neuwagen. Das Gegenteil ist der Fall: Seit 1994 werden die sogenannten "Youngtimer" (übrigens eine herrliche Verballhornung des Englischen, nicht wahr) doch hinter dem Feigenblatt des Umweltschutzes mit empfindlichen Steuersanktionen belegt.
Für meinen popeligen 200 D sind beispielsweise rund 750 Euro p.a. allein an Steuern zu überweisen, jetzt drohen sogar Fahrverbote. Das Fz ist optimal eingestellt und das Abgas trübt sich lediglich unter Kurzzeitvollast ein wenig. Auch unter dem Blickwinkel der Resourcenschonung durch Längernutzung ist die schlechtere Umweltbilanz des gepflegten Altwagens keineswegs belegt.
Kurzum: Die deutsche Kfz-Abgabenpolitik versucht unter kaum verhohlener Mißachtung des verfassungsrechtlich garantierten Privateigentums, den Bürger zum Neuwagenkauf zu nötigen.
Das ist widerlich und unanständig.
Du hast ja Recht: Das H-Kennzeichen sollte nicht als faul-bequemer Ausweg aus dieser Malaise herhalten müssen. Aber der augenfällige und sittenwidrige Mißbrauch des Steuerinstruments über Parteigrenzen hinweg muß in diesem Zusammenhang angeprangert werden, sonst ensteht ein schiefes Bild.
Grüße, HM
Geb ich Dir in allen Punkten Recht HM, vielleicht hab ich mich missverständlich ausgedrückt. Es geht mir hauptsächlich darum daß die Anzahl der H und 07 Kennzeichen nicht so groß wird, daß sie dann von dem ständig nach Mehreinnahmen schielenden Staat ganz abgeschafft wird.
Genau diese Gefahr droht wenn es zuviel werden! (von den Fahrverboten mal ganz zu schweigen)
Also: lieber freiwillig den Gürtel enger schnallen, bevor es gar nix mehr zu essen gibt!
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Genau das ist der Weg. Allein: Die Politik wünscht nicht den bourgeois-mündigen Connaisseur, der sich maßvoll an bestehendem Eigentum erfreut, sondern den entwurzelten Konsum-Proleten, den sie in seinem kindischen Dauerkaufrausch an die Kandare der Shareholder-Value-Profitgeier legen kann.
Schweiz, Du hast es besser.
Grüße,
HM[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : HMKoopmann am 17-03-2005 10:29 ]
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Alfred
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On 2005-03-17 14:18, laura wrote:
Was Koopmann sagt, stimmt. Ich habe einige Komentare vorher schon gesagt, dass die Schuld bei der Politik liegt. Es geht ja auch nur um die Finanzierbarkeit des Hobbys und das darf nicht nur ein Previleg derer sein, die eh schon immer alles hatten. Und genau die würden auch sich nie für einen Ford Taunus begeistern, sondern nur für teure rare Fahrzeuge die ein entsprechendes Prestige sicherstellen. Die Behinderung vonseiten der Politik(Steuer, Fahrverbote, Kathysterie) ist keine für Leute mit genug Kohle. Das Argument zu viele H oder 7er reize zur Gier zielt ins Leere,bzw. dient nur wieder denen, die es eigentlich gar nicht nötig haben.
Alfred
Thema verfehlt! Der Staat hat nicht die Aufgabe Hobbys zu finanzieren, bzw deren Betreibung zu verbilligen, so weit käms noch! Es kann auch keine Sozialisierung geben, dann heisst dann irgenwann wohl Weltkrieg 1 Doppeldecker für alle! Man muß sich sein Hobby nach seinem Geldbeutel aussuchen, das ist halt so.
Der Staat hat die Aufgabe die Pflege und Erhaltung von Kulturgütern zu fördern, ob das nun Museen sind oder historisch wertvolle Automobile. Das geht alles nur so lange gut bis es zuviel wird. Wenn jetzt jeder seine Bierdeckelsammlung zum Museum erklären will oder seinen BMW E30 zum Kulturgut erklärt, ist das Nonsens und lächerlich und führt letztendlich zur kompletten Streichung von Vergünstigungen und -leider- nicht zu einer differenzierten Betrachtung zu der Politiker offensichtlich nicht fähig sind.
Meine Meinung: 25 Jahre für 07er Kennzeichen, 30 Jahre für H-Kennzeichen, bei strenger Beurteilung der Originalität und des Zustands. Damit sind wir bestens bedient!
Gerd
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- Frischling
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Meine Meinung: 25 Jahre für 07er Kennzeichen, 30 Jahre für H-Kennzeichen, bei strenger Beurteilung der Originalität und des Zustands. Damit sind wir bestens bedient!
Wie jetzt? Ich dachte, Du plädierst fürs "H" erst ab 100 Jahren und auch nur, wenn die Karre 1 Mille kostet. Das Obengesagte kann ich hingegen voll und ganz unterschreiben.
Ausnahmsweise mal einer Meinung mit Gerd (aber nur ausnahmsweise!!!!! )
Michael
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letzter Absatz einverstanden, erster, nein. Es geht nicht darum, dass etwas finanziert werden soll, es geht darum es nicht permanent zu verteuern! Ich habe auch nichts gegen eine gleitende Regelung entsprechend dem Alter des Fahrzeugs, sagen wir mal ab 20 Jahren, das wäre sicher gerechter. Das mit dem Hobby hast Du wohl in den falschen Hals gekriegt.Selbstverständlich beschäftigen wir uns mit unseren Autos aus Liebhaberei oder ist das bei Dir anders Und wenn Du ein H bekommst, ist das faktisch eine Art der Subventionierung gegen die Du ja eigentlich bist.
Gruss Alfred
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Ausnahmsweise mal einer Meinung mit Gerd (aber nur ausnahmsweise!!!!! )
Michael
sonst hätt ich Dir am 30. auch was erzählt
Kann ich eigentlich meinen Hund mitbringen ?
Gerd
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Im Grunde liegen die Meinungen zum Thema Bedingungen für H- & 07er Kennzeichen doch alle nahe beieinander. Einzig und allein der wirkliche Mißbrauch (sind sich auch alle einig) darf nicht sein. Der Punkt ist doch wie z.B. auch bei der Schwarzarbeit das der Bürger oder Autofahrer das Gefühl hat vom Staat ausgebeutet zu werden und eben nicht die entsprechenden Leistungen für sein hart verdient und gezahltes Steuergeld bekommt. Deshalb versucht (fast jeder - außer natürlich die Hardcore Patrioten ) sich dem Staat zu entziehen wo es nur geht - was hilft wäre eine ordentliche und ehrliche Bemessungsgrundlage für die KFZ Steuer und nicht dieser vorgeschobene "wir schütze doch nur unsere umwelt" Vorwand - viele hätten dann wohl kein so großes Problem mehr damit, kann hier Hans Martin Schilderung mal zu 100% teilen.
Viele Grüße aus dem Autoschlaraffenland Deutschland
Günther
ps: mich würde wirklich mal eine rechnung interssieren, die die Fahrzeughaltekosten (seitens des Fiskus) in den westlichen Industrieländern vergleicht - ohne sie zu kennen würde ich darauf wetten das Deutschland mindestens unter den ersten dreien liegt.[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : gblumhoff am 17-03-2005 22:45 ]
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