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Vollabnahme TÜV Berlin Desaster

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10 years 7 months ago #144524 by Uwe560
Hallo,

einige "Spezialisten" schreiben hier irgendwelche Beschreibungen ab und posten sie. Das ist nur hilfreich für jemanden der nicht "googlen" kann.
Schaut bei Interesse in diesen 5 Jahre alten Thread Lenkspiel

Auch nach 5 Jahren habe ich keine Probleme und das Lenkspiel ist für einen 107er mehr als akzeptabel.
Wer sich allerdings mit seinen Schrauberkenntnissen schon nicht mal an die Bremsanlage traut, sollte von der Lenkung die Finger lassen.

Gruß Uwe

Gruß Uwe


Auszug aus den Führungskräfte-Informationen von 1987:
Seit 1985 werden vier Versionen gebaut: 300 SL, 420 SL, 500 SL und das Top Modell, der 560 SL ! ;-)

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10 years 7 months ago #144525 by driver

On 2016-02-16 14:02, Uwe560 wrote:
Hallo,

einige "Spezialisten" schreiben hier irgendwelche Beschreibungen ab und posten sie. Das ist nur hilfreich für jemanden der nicht "googlen" kann.
Schaut bei Interesse in diesen 5 Jahre alten Thread Lenkspiel

Auch nach 5 Jahren habe ich keine Probleme und das Lenkspiel ist für einen 107er mehr als akzeptabel.
Wer sich allerdings mit seinen Schrauberkenntnissen schon nicht mal an die Bremsanlage traut, sollte von der Lenkung die Finger lassen.

Gruß Uwe


Sehr richtig Uwe, das ist nix für Laien, die sollen bitte in die Werkstatt
Ich habe es schon mal an einem alten 280er machen lassen, hat prima geklappt.

Wolfgang

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : driver am 16-02-2016 14:12 ]

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10 years 7 months ago #144526 by Mellops
Danke für die Anleitungen aber ich werde die Lenkung nicht alleine einstellen wollen. Zwar habe ich schon einiges an meinem Auto gemacht (Bremsen, Wasserpumpe, Odometer usw.) aber alles was Feintuning angeht, besonders in einem so sensiblen Bereich, will ich nicht alleine machen. Falls ein erfahrener Schrauber im Berliner Raum Zeit und Lust hat würde ich das gerne mit Hilfe machen aber nur unter fachmännischer Kontrolle.

Ich habe heute nochmal mit der Werkstatt geredet. Auf meine anfrage ob man das Spiel nicht soweit verringern könnte, dass es im tollerierbaren Rahmen liegt kam ein direktes "Nein". Nur ein neues Lenkgetriebe würde helfen. Allerdings sagte mir der Mechaniker, dass die Lenkung gar kein Spiel haben dürfe um den TÜV zu bestehen. Was mich doch ein bisschen wundert nachdem ich schon so manchen Oldtimer gefahren bin bei dem man ordentlich am Schwimmen war.

Naja er sagte es würde hier ja um meine Sicherheit gehen. Ich hatte nie Probleme mit dem Lenkspiel, fahre nicht über 90kmh und i.d.R. nur kurze stecken in der Stadt.

Ich hol das Auto jetzt erst einmal wieder zurück und ab in die Tiefgarage. Habe definitiv nicht das Geld für das Lenkgetriebe geschweige denn die Arbeit.

Freundliche Grüße
Lucas


Mercedes 380SL (US) - 1982 - 107.045 - Motor: 116.962

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10 years 7 months ago #144527 by gerd
Ich habe den Eindruck, dass ma Dir unbedingt ein neue Lenkgetriebe verkaufen will, das "nein" ohne eine Einstellung zu versuchen, spricht sehr dafür. Das Nachstellen geht nicht endlos, soweit ich informiert bin, ein bis zweimal. Es gibt ja ein zulässiges und TÜV konformes Lenkspiel (Frank hat ja die Grafik dazu eingestellt) von 25mm. Leichtes Lenkspiel gibt es immer bei dieser Art von Lenkung. Dies hilft ja auch dem Fahrkomfort.

In Berlin müsste doch jemand sein, der das mal machen kann!

Gruß
Gerd

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10 years 7 months ago #144528 by Turbothomas
Replied by Turbothomas on topic Vollabnahme TÜV Berlin Desaster
Hallo Lucas,

bei den alten Autos sollte man mit einem Konzept vorgehen. Lenkgetriebe sind teuer und es ist ärgerlich, wenn man das Teil tauscht und das Lenkspiel ist immer noch vorhanden.

Deswegen mein Tipp (nach erfolgreicher Restauration):

1. Das Spiel in den anderen Lenkungsteilen reduzieren. Dazu gehören das Lager des Umlenkhebels auf der rechten Seite, und die Spurstangen, sowie der Lenkstange (sitzt zwischen den beiden Spurstangen) und die Anlenkung zu den Achsschenkeln.
2. Der Sinn der Geschichte: Die unter 1. genannten Teile sind preiswert zu erhalten und einfach zu tauschen.
3. Hast Du jetzt noch "Spiel im Lenkgetriebe", dann geht es zum Lenkgetriebe mit der Kupplung.

Grüßle

Thomas

PS: Ein noch präziseres Fahrverhalten gibt es mit den Vorderachslagern von DTL, dabei sind auch Originallager von MB für die Vorderachse von Nöten. Das ist dann aber das Tüpfelchen auf dem "i" und 1-3 sollten sauber funktionieren.

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10 years 7 months ago #144529 by Johnny-1951
Es ist doch ein 380er, da geht es ein wenig kapp zu um nachzustellen, aber es ist machbar.
Gerd hat doch alles genau gesagt..., Mittelstellung, die Einstellschraube muss raus gedreht werden um weniger Spiel zu haben.
Berlin ist doch kein Dorf, aber vielleicht solltest du doch mal ins Umland fahren um einen richtigen Handwerker/ KFZ Mechaniker zu finden, da in den größeren Städten und Werkstätten heute nur austauschen angesagt ist.

--- Gruß Werner ---
Wirklich weise ist, wer mehr Träume hat, als die Realität zerstören kann.

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10 years 7 months ago #144530 by Roadstolett
Hallo zusammen,

Frank 1-0-7 belegt mit seinen Erfahrungen, dass ein Lenkgetriebe selbst mit Breitreifen über eine hohe Laufleistung hinweg in brauchbarem Zustand erhalten und genutzt werden kann. Ein Roadster-Typ beweist Gefühl.

Wie schrieb einst Old-Daimler-Freund Arnd: "Das erste was ich über alte Daimler gelernt habe ist, ein Daimler ergibt sich nicht. Da kann alles verrostet sein, aber er fährt doch."

So ist es. Meistens jedenfalls. Und er fährt nicht nur, er lenkt auch. Oder besser: Er lässt sich auch lenken. Ja, ein Lenkgetriebe, welches übermäßig Spiel aufweist, ist nicht totsicher tot. Wir wissen das, die aufgesuchte Werkstatt weiß dies entweder nicht oder beurteilt den konkreten Fall anders.

Über Hinweise zur Nachstellmöglichkeit wurde nun ja schon auf verschiedene Weise versucht, Lucas aus der Patsche zu helfen. Wo ist der kompetente und zudem auch noch hilfsbereite Schrauber in der Bundeshauptstadt, der wahre Sternenfreund in der Not? Mensch, Vollblutschrauber - helft doch dem SL-Freund, ganz real. Also hoch mit dem Hintern und runter in die Tiefgarage!

silverSLKdriver schrieb:

"Lenkspiel ist einstellbar. Es ist nicht gesagt, dass dem Prüfer das bekannt ist.
Wenn der Mangel erst einmal im Prüfbericht steht, dann ist das natürlich ärgerlich, deshalb macht man das eigentlich vor der Vorstellung des Kfz beim TÜV.

Lenkgetriebe oberer Deckel, da befindet sich eine große Mutter, die lösen. Dann ist in deren Mitte, wenn ich mich richtig erinnere,... eine Schlitzschraube. (beim 78er 116er, der wohl das gleiche Lenkgetriebe hat)...Die Mutter lösen, die Schlitzschraube leicht! anziehen, danach wieder minimal lösen, beim Festziehen der Mutter dann die Schlitzschraube mit dem Schraubenzieher festhalten. Besser ist es, man lässt das jemanden machen, der sich damit auskennt. Wer die Schlitzschraube zu fest anzieht, riskiert das Blockieren der Lenkung. Keinesfalls zu stark anziehen!"

Also der Tipp ist sicherlich nicht weniger gut gemeint als die anderen, aber da scheint eine Erfahrung mit einem mechanischen, nicht servounterstützten Lenkgetriebe in vielleicht etwas verblasster Erinnerung zu sein. Es ist kein Hexenwerk, eine Lenkung einzustellen - aber auch kein Kinderspiel. Die beschriebene Vorgehensweise passt für Lucas 380 SL nicht. Details passen zu einer mechanischen Lenkung, also ohne Hilfskraftunterstützung. Wichtig erscheint mir die Passage: "Besser ist es, man lässt das jemanden machen, der sich damit auskennt." Ja.

Gerd schrieb:
"... Einstellen in Mittellage ist zu gefährlich für einen Laien. Hier kann man sich dann beim Servounterstützten Lenken den Rest auch noch kaputt machen, noch schlimmer ist die Unfallgefahr dadurch"

Genau darin besteht die Gefahr, wenn ein Lenkgetriebe durch unkontrolliertes Herumdrehen an der Einstellschraube (bei) spiellos verstellt und anschließend mit hydraulischer Unterstützung gegen die "innere Reibung" angegangen wird - das spürt Mann nicht. Ja, wenn das Lenkrad bei Kurvenfahrt losgelassen werden kann und dann in dieser Stellung so verbliebe, dann wäre in der Tat der Reibwert (entschieden) zu hoch. Leider heißt das aber nicht im Umkehrschluss, dass wenn sich das Lenkrad den Rückstellkräften ergibt, also von selbst in den Bereich der Mittelstellung zurückläuft, dann die Einstellung in Ordnung wäre. Noch nicht einmal bei angehobener Vorderachse und abgestelltem Motor würde ich mir eine Beurteilung erlauben, wenn das Lenkgetriebe noch mit dem Lenkgestänge verbunden ist - das geht nicht sicher genug.

Googelt, so werdet ihr finden. So, oder so ähnlich argumentiert Uwe. Ein A-Typ?

Und in der Tat findet man, wie in fast allen Lebensbereichen, erstaunlich viel zu dem Thema. Und so stieß ich beim Suchversuch auf diesen Artikel:

images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2...OJoKHYwVDRwQrQMILzAG

Bitte die Hieroglyphensammlung nicht abtippen - besser copy and paste, wie der Bayer sagt.

Ich erachte den Artikel als interessant, aber gleichzeitig auch als riskant. Manche Wahrheit wird da mit nicht zutreffenden Interpretationen kombiniert.

"Lenkgetriebe selbernachstellen? ... Das Thema ist klassisch für DIY"

Oha!

Details lassen vermuten, dass der Verfasser über praktische Erfahrung nicht oder kaum verfügt.

Auszug aus dem Artikel:

"Weil Momente nur mit viel Erfahrung zu „fühlen“ sind, hat das Werk eine sinnreiche Einrichtung konzipiert, die das Reibmoment um die Mittellage (ca. 100-160 Ncm) objektiv misst. Damit die übrigen Gelenke der Lenkung (Spurstangenköpfe usw.) das Ergebnis nicht verfälschen, werden die Spurstangen zur Messung vom Lenkhebel gelöst."

Damit die das Ergebnis nicht verfälschen? Wenn das Lenkgetriebe nicht vom Lenkgestänge abgekoppelt wird, dann reicht die Skala des Reibwertmessers auch bei der leichtgängigsten Lenkung nicht mehr aus, um die Masse in Bewegung zu versetzen. Der Artikel ist für einen Einblick ins Thema nicht schlecht, taugt aber absolut nicht als Do it yourself-Anleitung.

Wenn wir schon beim googeln sind:

Lucas, wenn du möchtest, dann Google mal nach dem W 123 Club. Oder schau gleich hier rein:

www.w123-club.de/html/kontakt.htm

Der Club und der Technikreferent hat seinen Stammsitz in Berlin. Vielleicht magst du da mal anfragen, falls es in der 107er-Fraktion keinen Helfer in der Not geben sollte.

Wäre ja schon ein Armutszeugnis, die 123er-Kollegen im Hilfe bitten zu müssen...

Also: Wo ist der erfahrene Schrauber, der dazu noch sagen kann: Öch bön oin Börlienär

Wünsche viel Erfolg, dass diese Lenkungshürde bald genommen ist.

Wird schon werden.

Winni

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10 years 7 months ago #144531 by Johnny-1951
Hi Winni,
die Kladde ist noch nicht voll, kannst du mal die Funktionsweise des Lenkgetriebe beschreiben, so vom ersten Punkt wo man das Lenkrad anfasst bis hin wo sich ein Rad links oder recht bewegt
nur damit wir nicht alle googlen müssen

--- Gruß Werner ---
Wirklich weise ist, wer mehr Träume hat, als die Realität zerstören kann.

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10 years 7 months ago #144532 by Roadstolett
Hallo Werner,

tolle Anregung, das mache ich doch gerne für dich.

Links- und Rechtslenker in getrennten Abhandlungen? Bei welcher ATF-Temperatur möchtest du den simplen Vorgang beleuchtet haben? Online, in digitaler Form? Oder die einfache analoge Ausführung, die Edeltinte von einer seidenbehangenen Jungfrau mit einem ziselierten Metall-/Straußenfedern-Arrangement auf handgeschöpftes Papier gekritzelt, in MB-Tex oder wahlweise Latex gebunden?

Du regst an: "... so vom ersten Punkt wo man das Lenkrad anfasst bis hin wo sich ein Rad links oder rechts bewegt"

Also vorab, mein geschätzter Foren-Freund und vielleicht bald Nachbar Werner, will ich dir schon mal ungegogelt den Hinweis geben, dass sich bei deinem zwischen den kitschig-hellenistisch anmutenden Säulenimitaten und der Armada von Kampf-Gartenzwergen schief eingeparkten SL ab dem ersten Punkt wo du das Lenkrad anfasst und mehr oder weniger mächtig oder schmächtig am Rad drehst, konstruktiv vorgesehen nicht ein Rad links oder rechts, sondern aus sicherheitstechnischen Gründen das Rad links und rechts bewegen sollte.

Vielleicht magst du ja im Vorfeld den Unterschied zwischen oder und und ergoogeln. IT-Fachleute haben dafür auch ein Händchen, mitunter mutiert das in und/oder Links-/Rechtskombinationen.

Und dann, Werner, dann haben wir ja mitunter auch Forenteilnehmer, die, neben diversen und diffusen Besonderheiten auch bei der Links-/Rechts-Unterscheidung sagen wir mal Auffälligkeiten zeigen. Ich will jetzt hier nicht auf geschlechterspezifische Auffälligkeiten eingehen. Nein, das macht Mann nicht. Aber bevor ich dann die von dir gewünschten Abhandlungen veröffentliche, sollten die Grundvoraussetzungen für das dann hoffentlich angestrebte, sinnerfassende Lesen nach Möglichkeit soweit geschaffen sein.

Naja, bis das soweit ist, da habe ich ja noch Zeit.

Passt doch so für dich.

Winni

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10 years 7 months ago #144533 by FrankEinsNullSieben

On 2016-02-15 13:10, Frank25 wrote:


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Vielleicht hilft ja auch wenig Geometrie ...

Einfach ein deutlich kleineres Lenkrad montieren!!



Grüße, Frank[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : FrankEinsNullSieben am 16-02-2016 22:04 ]

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10 years 7 months ago #144534 by Frank25
Hallo Frank,

könnte klappen wenn der TüV es einträgt und das währe das nächste Desaster.

Gruss Frank

Gruss Frank

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10 years 7 months ago #144535 by jogi1168
Hallo zusammen,

wie Winni schon umfangreich recherchiert hat, gibt es zu dem Thema jede Menge Lesestoff in den verschiedenen MB Foren, wenn man sich das denn anschauen will.

Aber leider wurde hier wie in den meisten Diskussionen immer noch nicht klargelegt, wo denn nun das Problem sitzt oder steht

Erst wenn dieses Ermittelt wäre sollte man sich dann dem Lenkgetriebe widmen. Da ich das Thema bei meinem SEC W126 auch schon durchhabe würde ich dir raten, falls das das Problem ist das du dir da mal die verschiedenen Erfahrungsberichte anschaust, da wirst du dann Möglichkeiten finden, die du bis jetzt nicht kennst.

Ein Lenkgetriebe kann nur in einem ganz engen Toleranzbereich eingestellt werden. Sollte schon ein großes Spiel vorhanden sein ist das nicht das Mittel der Wahl. Und dann aufgrund Versicherungstechnischen Gründen nur mit einer Reibwertmessung. Alles andere ist meiner Meinung nach Gemeingefährlich. Muss aber jeder selber wissen.

Bei mir war es ein Neues gebrauchtes Lenkgetriebe aus der Bucht mit 10.000 Km. Seitdem ist da bei mir Ruhe.

Es wäre schön wenn die Info kommt wo den das Problem denn nun beheimatet ist,
aber deswegen wird sich dein Daimler nicht ergeben, gell Winni,


gruß

Arnd


Schrauben macht Spass

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10 years 7 months ago #144536 by Roadstolett
Hallo Arnd,

richtig, kampflos ergeben kommt nicht in Betracht - generell nicht.

Dass das Spiel mehrere Ursachen haben kann, welche einzeln oder in Kombination auftreten können, wurde, so meine ich, ausgiebig und ausreichend kundgetan. Halt noch nicht von jedem.

Dem Hinweis von Hausmeister Thomas mag man dabei eine besondere Beachtung schenken, wonach auch die Erneuerung von Teilen, welche bei einer Einzelbeurteilung in Ordnung scheinen, in der Summe eine merkliche Verbesserung bewirken können.

Allerdings schrieb Lucas:

"... Jetzt hab ich gerade die nächste Hi­obs­bot­schaft bekommen.
Das Lenkgetriebe soll kaputt sein.... "

Auf dieser Werkstatt-Diagnose bauen die weiteren Annahmen und Lösungsvorschläge auf.

Freilich kann man die vom Fachmann des mehr oder auch weniger vorhandenen Vertrauens genannte Ur-Sache erst einmal verifizieren oder, wenn es denn eine Falschmeldung wäre, die Ente enttarnen, aber ich glaube, dass eine Konzentration auf das Lenkgetriebe zielführend ist und dass dem Lucas nicht geholfen ist, wenn wir ihn jetzt erst einmal im Rahmen einer notärztlichen Ausschlussdiagnose das komplette Lenkgestänge, die Lenkzwischenhebellagerung, sämtliche Querlenker-Lager und -gelenke, die Lagerung der Karosserie auf dem Achskörper und, wenn wir schon dabei sind, gleich die Radlager durch geldzehrende Neuteile ersetzen lassen. Von den damit verbundenen Lohnkosten, die auch eine Fahrwerkvermessung einschließen, ganz zu schweigen.

Nein, Lucas braucht einen gangbaren, kostengünstigen Weg. Und der kann nach wie vor darin bestehen, dass ein in der Sache kompetenter Schrauberfreund aus dem Raum Berlin dem Forenfreund mit Tat am Rad beiseite steht. Auch dies wurde schon mehrfach mitgeteilt, doch Mann entfernt sich mit einer gewissen Regelmäßigkeit scheinbar voreilig von diesem Lösungsansatz.

Alternativ könnte ihm auch bereits eine Empfehlung helfen, welcher Hauptstadt-Schrauber, ggf. in einem mobilen Einsatz, die Lenkung preisgünstig einstellen kann.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass googeln nicht ich ins Lenkungs Spiel brachte, sondern dass diese Ehre, und wäre sie auch fragwürdig, einzig und alleine dem hilfsbereiten Uwe560 gebührt. Es obliegt mir nicht, mich mit fremden Lorbeerkränzen zu behangen. Mir genügt der eine eigene auf der Motorhaube.

Und ob nun ergoogelt oder auch nicht: Den Worten müssen Taten folgen und es gibt nichts Gutes, außer Mann tut es.

Also wer wohnt in Berlin und weiß, wie herum eine Schraube auf geht?

Hier ohnmächtig.

Winni

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10 years 7 months ago #144537 by jogi1168
Hallo Winni,

ich bezweifle die Aussage das das lenkgetriebe der Übeltäter ist, wenn der Rest des Fahrwerks nicht komplett überholt ist. Deswegen mein oben genannter Gedankengang. Falls doch das Lenkgetriebe gibt es wie oben schon geschrieben auch in anderen Foren Anleitungen, wie mann selber eins zerlegen und überholen kann. Und das relativ günstig. Ansonsten bietet das sogar jemand in der Bucht an.Altes Getriebe weg, Überholtes kommt an Das mit der Schraube, bin ich der Meinung, kannst vergessen.

Habe viel über das Thema gelesen, würde ich dem Themenstarter auch empfehlen, dann weiss er worum es geht und welche Möglichkeiten es gibt. Interessant wäre die Kugeltauschmethode, solltest mal lesen.

Gruß

Arnd

Schrauben macht Spass

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10 years 7 months ago #144538 by poldi

.....Also wer wohnt in Berlin und weiß, wie herum eine Schraube auf geht?
.......



guckst Du HIER .


rt10.107sl-club.de/

Grüße aus dem Ölsumpf Ulli

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10 years 7 months ago #144539 by Johnny-1951

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--- Gruß Werner ---
Wirklich weise ist, wer mehr Träume hat, als die Realität zerstören kann.

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10 years 7 months ago #144540 by Roadstolett
Hallo Arnd,

du schreibst:

"ich bezweifle die Aussage das das lenkgetriebe der Übeltäter ist, wenn der Rest des Fahrwerks nicht komplett überholt ist...."

Naja, also dass die Lenkgetriebe dieser Fahrzeuge verschleißen weiß doch sowohl der erfahrene Schrauber als auch der routinierte Googler. Hinzu kommt, dass man dem Urteil des Fachmanns, der den SL in Arbeit hatte und der das Lenkgetriebe als Ursache für übermäßiges Lenkungsspiel ausgemacht hat, schon vertrauen können sollte. Wer kein Grundvertrauen hat, braucht weder zu einer Werkstatt noch zu einem Arzt zu gehen. Dass die Werkstatt das Lenkgetriebe nicht einstellt, mag am fehlenden Werkzeug liegen oder andere Gründe haben.

Meinst du tatsächlich, dass wenn Lucas dem Einbau eines neuen oder überholten Lenkgetriebes zugestimmt hätte, das Spiel am Lenkrad unbeeindruckt geblieben wäre? Jetzt aber ...

Selbst wenn sich über die nun mehrfach aufgeführten Handlungsfelder ein paar Millimeter Spielverkleinerung gewinnen lassen, so ist doch nicht zu erwarten, dass der bereits TÜV-untersuchte SL mit einem merklich ausgeschlagenen Lenkgestänge aufwartet. Und ich muss zur Beurteilung einer Lenkung auch nicht zuerst die ganze Vorderachse erneuern, sondern es genügt ein Blick auf den Lenkstockhebel. Wenn dieser sich erst nach großem Leerweg am Lenkrad in Bewegung setzt, dann ist klar, dass das Spiel zwischen Lenkstockhebel und Lenkrad zu suchen ist, was eine Untersuchung der Lenkungskupplung, auf die maeranha bereits frühzeitig hingewiesen hat, einschließt.

Und so sehe ich die Frage dann weniger in einem Entscheidungsdilemma, ob nun eher das Lenkgetriebe oder vielleicht eher das Lenkgestänge etc. zu erneuern wäre, sondern die Frage reduziert sich aus meiner Sicht darauf, ob die Lenkung ersetzt werden muss oder ob sie eingestellt werden kann. Und ohne dass ich das Fahrzeug gesehen geschweige denn gefahren habe, würde ich dein Vermögen dafür verwetten, dass ich die Lenkung nicht nur über den TÜV, sondern in einen akzeptablen, gut fahrtauglichen Zustand bringen würde.

Eine Erneuerung oder Instandsetzung des Lenkgetriebes steht doch sinnvollerweise erst dann an, wenn die Einstellmöglichkeit erschöpft ist. Dies ist der einzige Punkt, der die Werkstatt in einem etwas fragwürdigen Licht erscheinen lässt. Aber wie gesagt, wenn das Werkzeug nicht vorhanden ist oder der Fachmann eine Einstellung aus Gründen ablehnt, die wir nicht kennen, dann mag Mann das verstehen oder im Raum stehen lassen, ohne diese Haltung vorschnell schlussfolgernd mit Profitgier zu erklären. Gut, solch ein Gedanke mag nicht von ungefähr kommen. Aber ich bin jedenfalls kein Freund davon, sich über die Qualität einer Werkstatt auszulassen, wenn dies auf der Basis von einseitigen Informationen aus x-ter Hand erfolgt.

Man höre und staune:


Du schreibst: " Das mit der Schraube, bin ich der Meinung, kannst vergessen."

Arnd, in dem Punkt irrst du dich. Glaube mir, ich weiß es. Der Neuzustand lässt sich durch einstellen zwar nicht wieder herstellen, sicherlich aber eine deutliche Verbesserung erreichen. Uwe560 schrieb, dass er seine Lenkung vor fünf Jahren eingestellt hat und heute noch mit dem Resultat zufrieden ist. Was will Mann mehr? Außer einem Neuteil - oder deinem 10.000 km-Schnäppchen.

Arnd, ich habe geträumt, dass du deinen SEC angeworfen hast. Ich klemmte mir das Spezialwerkzeug unter den Arm und dann fuhren wir mit zwei Auffahrrampen im Kofferraum im 8-Zylinder nach Berlin und stürmten die Tiefgarage. Wir hatten gerade die Kontermutter wieder angezogen - High Five! - da rief mein Chef, der mit dem weißen Kittel und ich musste den ganzen Tag Regale einräumen. Nun schmerzt die Wirbelsäule oberhalb des fetten Hinterns... - aus der Traum. Es war zu schön um wahr zu sein. Besonders für Lucas. Mist!

Vielleicht hilft ja Ullis Hinweis auf den Berliner Regionaltreff. Aber sitzt da jemand, der den Unterschied zwischen einem Schraubenzieher und einem Korkenzieher erklären kann?

Ich wünsche es dem Lucas!

Winni

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10 years 7 months ago #144541 by gerd
Sag mal Winni, würdest Du nicht so in derart epischer Breite die eigentliche Sache nicht mir 85% Worthülsen füllen, würde ich auch mal mehr als einen Absatz lesen.................

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10 years 7 months ago #144542 by harbus
Hallo Gerd,

Stimme Deinem Beitrag zu 100 % zu.
Wenn ich wissen will wie man eine Schraube festziehen will muss ich nicht bei der Roheisengewinnung anfangen.
Vielleicht haben wir Frankfurter auch zu wenig Geduld.
Vor meinem geistigen Auge spielt sich bei Winnis Beiträgen immer ab wie es mir erginge wenn ich zuhören müsste.

@Winni nix für ungut aber bei Deinen Beiträgen neige ich zum weiterblättern.
Stehe mehr auf Fakten.

Liebe Grüße
Harald aus Frankfurt.

Harald
Mercedes SL 107 Fahrer seit 1981

Die Erinnerung an schlechte Qualität wahrt meist länger als die kurze Freude über einen niedrigen Preis...

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10 years 7 months ago #144543 by Roadstolett
Hallo Gerd,

Worthülsen? 85 Prozent? Welchen Absatz hast du denn gelesen? Das wären ja 15 % Inhalt.

Ich kann dir nicht empfehlen, einen einzigen oder einzelnen Absatz meiner Ergussschwälle, oder wie meine engsten Freunde meine Endloswerke auch immer gerne titulieren, zu lesen. Da ist es ratsamer, gleich beim erspähen meines Benutzernamens eilig weiterzuscrollen, wie Harald dies vorausschauend praktiziert. Vielleicht hat ja der Hausmeister die geforderte Ignore-Funktion bald fertiggebastelt.

Die einzig eventuell darüber hinausgehende Alternative bestünde darin, die epische Breite in ihrer ganzen Länge vollflächig versuchen zu erfassen. Kann, muss nicht. Text frisst kein Brot.

Vielleicht ist es dir ja ein Trost zu wissen, dass ich zum schreiben länger brauche als du zum lesen. Dabei wiederhole ich nur, was ich ohnehin schon zu wissen glaube, während du im seltenen Einzelfall etwas neues erfahren kannst. Unwahrscheinlich zwar, aber nicht unmöglich.

Meinen mir zugewandten Kritikern Moosi, Harmut und Werner, um stellvertretend für die vielen Freunde die Top Drei namentlich zu nennen, schenke ich großes Gehör. Es gibt in deren Ansichten und Äußerungen offenkundige Übereinstimmungen, einheitlich erkennbar auf Stil und Länge meiner Buchstabensuppe bezogen. Aber wie das bei Kritikern so ist, sie erklären, wie es sein müsste, tun aber selbst nichts, dass es so ist.

Es gibt kein Copyright, so dass jeder nach Lust und Laune kopieren und kürzen kann. Ich erahne die konstruktiven Vorschläge:

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0

Die Menschen sind halt verschieden.

Und manchmal ist es eben von besonderem Wert, nach dem ersten Absatz abzubrechen. Etwa in dem von Werner auszugsweise eingestellten Artikel aus der Werkstattliteratur. Im Grunde interessant, doch schrieben die Literaten:

"... Druckvorrichtung der Lenkwelle (2) einstellen, dazu die Einstellschraube nach links drehen, bis das Reibmoment 40-60 Nm zugenommen hat. D. h. das Reibmoment soll beim Drehen der Lenkschnecke über die Mittelstellung 110-160 Ncm betragen. ..."

Da soll also ein Reibmoment um 40-60 Newtonmeter zunehmen, um dann zwischen 110-160 Newtonzentimeter zu liegen. Auch hier ist die Missachtung von Vorteil. Sicherlich wurde der gravierende Fehler von den Auto Autoren bemerkt, aber nicht korrigiert, da eh niemand liest.

Verglichen mit den meisten Beiträgen hier entspringt meiner Tastatur eben gerne Meterware. Und? Ich lebe nicht von und nicht für Likes.

Es gab eine Zeit, da wurden Bäume ermordet, um daraus Produkte herzustellen, die Bücher genannt wurden. Diese hatten zum Teil, das mag man sich heute kaum mehr vorstellen, mehr als zehn Seiten. Ihr Zweck war es, gelesen zu werden. Der Inhalt manchmal interessant, selten wichtig.
Ja, es gab eine Zeit, in der gab es Muße und die Menschen hatten eine unvorstellbare Geduld und ungeahntes Durchhaltevermögen. Doch heute leben wir in einer Zeit, in der mehr als ein Absatz zu schreiben müßig ist. Dies ist mir bewusst. Macht nichts.

Danke für die Rückmeldung.

Winni

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