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Bremssattel macht nach Überholung erneut Probleme
ich habe vor einem knappen Jahr die gesamte Bremsanlage revidiert, will heißen:
- Bremsscheiben neu (ATE)
- Bremsbeläge neu (ATE)
- Bremssättel vo+hi mit Reparatursätzen (wieder ATE) Instand gesetzt
- Flexleitungen neu
- sowie einige kosmetische Sachen wie Neulackierung der Ankerbleche etc.
Die hinteren Kolben waren zu stark verlottert und sind ersetzt worden, die vorne waren nach Reinigung (nein, keine Schleifarbeiten an der Chromschicht) wieder ansehnlich und i.O. Kräftig Bremszylinderpaste drauf und alles schön zusammengebaut -> Bremse lief danach wie bei einem Neuwagen.
Problem: Seit ein paar Wochen wabbert die Bremse (vorne) leider recht stark (insbesondere beim langsamen Rollen kurz vor Stillstand).
Bin heute dem ganzen auf die Spur gegangen:
- alle Fahrwerksteile unaufällig
- Messuhr vorne an den Bremsscheiben im äußeren Bereich -> pulsierendes Spiel von ca. 0,07mm
- Messuhr an der Radnabe -> überhaupt kein Spiel vorhanden
- Radnaben/Auflagepunkte sind penibel sauber (kein Rost o.ä.)
- Bremsbeläge sehen i.O. aus
ABER beim prüfen der Gängigkeit der Kolben fiel mir auf, dass auf einer Sattelseite ein Kolben sich deutlichst stärker rausbewegt als der danebenliegende sowie die beiden Gegenüberliegenden zwar in sich homogen aber mit sehr geringem Weg rauskommen. Habe mehrfach mit der Bremskolbenzange Bewegung in die Kolben gebracht, es waren Unterschiede im Kraftaufwand zu spüren.
-> MMn muss die Kolbenbewegung im Sattelpaar (angenommen die identische Kraft wirkt auf beiden Seiten) nahezu identisch sein, oder?
-> Der Verzug wird dann vermutlich durch die einseitige Belastung des Kolbens gekommen sein, oder übersehe ich etwas?
-> Würdet Ihr ebenfalls - nach nicht geglücktem Reparaturversuch - die Sättel vorne tauschen? ATE-Sättel scheinen gerade nicht lieferbar zu sein.
Danke Euch und vG!
Viele Grüße aus Duisburg,
Marko
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Viele Grüße
Andreas
Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, ausser durch noch mehr Hubraum.
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da es sich um die vorderen Bremssättel handelt, könnte auch noch Luft im Bremssystem sein. Hast du beide Entlüftungsnippel je Bremssattel entlüftet?
Vg
Ralf
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danke Euch für Eure Antworten.
Guter Punkt mit der Entlüftung: Ich hatte den Bremsflüssigkeitswechsel nach meiner Revision von Auto Großjung in Hilden durchführen lassen - werde aber später prüfen ob ggf. Restluft im System ist.
Viele Grüße aus Duisburg,
Marko
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Viele Grüße
Thorsten
Man lernt nie aus
380SL (US-Version, Bj.84), Eura-Wohnmobil und ein ebike
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0,07mm Spiel im Rundlauf der Bremsscheibe mit der Uhr ist nicht normal, bist du dir sicher das die Bremsscheibe plan auf der Nabe aufliegt ? Das verkantet gerne wenn die Bremsscheibe zu fest angezogen wird.
Löse mal die eine Feststellschraube und mach noch mal ein Rundlaufcheck
Das sich ein Kolben im Sattel eher bewegt wie die anderen ist normal ( irgendein ein Kolben hat den geringsten Wiederstand)
Gruß
Igor
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ich habe heute geprüft ob noch Luft im System ist. Zur Sicherheit an allen Entlüftungsschrauben (vo+hi), mit erhöhtem Druck (1,5 Bar) am Ausgleichsbehälter, gedreht - die enthaltene Luft (1-2 Minibläschen) vorne links sind vermutlich nicht der Rede wert, ansonsten direkt nen sauberen Flüssigkeitsstrahl im Schlauch gehabt.
Ich schaue mir am WE die Auflagefläche nochmals genau an: Kann der Verzug auch davon kommen, dass die kleine Sicherungsschraube zu fest angezogen ist? Auf den Radbolzen ist doch noch deutlichst mehr Drehmoment drauf.
VG
Danke Euch!
Viele Grüße aus Duisburg,
Marko
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an der kleinen Sicherungsschraube kann es nicht liegen. Diese hält beim Reifenwechsel nur die Bremsscheibe an der Nabe fest, so dass die Bremsscheibe nicht abfallen kann. Die Schraube wird auch nur leicht handfest angezogen, sonst reißt sie sofort ab.
Du schreibst, dass du die Verbindungsflächen der Nabe und der Bremsscheibe sauber gemacht hast. Aus meiner Erfahrung liegt ein leichtes Flattern des Lenkrads beim Bremsen daran, dass gerade zwischen Bremsscheibe und Radnabenauflagefläche noch eine kleine Erhöhung (z.B. durch Rost etc.) ist. Solltest du dir nicht sicher sein, kannst du die Nabenflächen ggfs. mit einem Lineal auf Erhöhungen prüfen/abziehen.
VG
Ralf
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. Hartmut aus Hessen .
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Ich meine du hast von "wabbern" geschrieben, das hört sich für mich eher nach Vibrationen an. Dann wäre es wirklich bei den Bremsscheiben, Radlagern zu suchen, oder deine Kolben sind tatsächlich nicht richtig freigängig.
Bremsscheiben können auch einen Fertigungsfehler haben oder wurden beim Transport mal fallen gelassen.
Viele Grüße
Thorsten
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bevor du eine größere Suchaktion startest, würde ich im Hinblick darauf, dass du in deinem Eingangspost schreibst, dass du den Schlag der Bremsscheiben geprüft hast, den Fehler entweder in einer nicht gleichflächig am Flansch anliegenden Bremsscheibe oder im Bereich der nicht korrekt arbeitenden Bremskolben suchen.
Wenn die 4 Bremskolben in dem Bremssattel nicht korrekt gleichmäßig arbeiten, kann dadurch auch ein Wabebrn/Rubbeln entstehen. Wenn du den Nabenflansch kontrollierst, prüfe ob alle 4 Kolben mit etwa gleichem Kraftaufwand zurückgedrückt werden können. Ist das nicht der Fall, wie du eingangs beschrieben hast, dürfte der Fehler in diesem Bereich zu suchen sein.
Du hast gesagt, dass die vier Kolben der vorderen Bremse gereinigt wurden. Sind diese vielleicht jetzt angerostet und gleiten daher nicht gleichmäßig durch das Dichtungsgummi des Bremssattels?
Da du ein US-Fahrzeug besitzt, stellt sich mir die Frage, ob die eingebauten ATE Reparatursätze zu dem in US-Fahrzeugen verbauten Bremssattel passend sind. Ich meine mich zu erinnern, dass die US-Fahrzeug-Bremssättel vermutlich mit den in deutschen MOPF-Fahrzeugen verbauten Bremssätteln identisch sind. Vielleicht hilft das bei einer Kontrolle der Teilenummern.
VG
Ralf
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bei meinem Auto habe ich dieses Frühjahr Radlager, Bremsscheiben, Beläge und Sättel getauscht. Einer der als generalüberholt gekauften ATE Sättel hatte ein Problem. Die Kolben auf einer Seite waren schwergängig. Ähnliche Symptome wie bei dir. Fahr doch mal ein Stück, brems dabei ein paar Mal und leg danach die Hand auf die Radnabe (Felge). Bei mir war es vorne links sehr warm, dachte zunächst das Radlager ist zu fest angezogen, aber es war der Bremssattel. Ich vermute durch die ständige Reibung hat sich die Scheibe zu stark erhitzt und verzogen.
Grüße aus Hockenheim,
Uwe
Langeweile.....der Todfeind des Hobbyschraubers
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die Methode mit der Prüfung der Temperatur einer Bremsscheibe mit der Hand auf beiden Fahrzeugseiten ist sehr unsicher und aus meiner Sicht untauglich. Selbst die Prüfung der Bremsscheibentemperatur im Abgleich rechts/links mit einem Infrarotthermometer ist sehr ungenau, da je nach Messabstand und Messpunkt auf der Scheibe starke Temepraturunterschiede vorliegen werden.
Ich würde die Bremsklötze entfernen und die Leichtgängigkeit der 4 Bremskolben im Sattel durch zurückdrücken prüfen. Danach aber die Bremse nur mit eingebauten Bremsbelägen betätigen und ohne Bremsbeläge wieder zurückdrücken. Sollte danach der Verdacht einer ungleichmäßigen Gängigkeit der Kolben bestehen, bleibt dir nichts anderes übrig, als den Bremssattel noch einmal auszubauen und die Kolben sowie die Dichtungen zu prüfen.
VG
Ralf
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ich meinte nicht beidseitig ähnliche Temperaturen, sondern eine Seite gut handwarm und die andere so heiß, dass man sie kaum anfassen konnte. Aus meiner Sicht durchaus in Indiz dafür, das da was nicht stimmt. Und wenn die Scheibe ein paar Male ordentlich heiß geworden ist, kann sie sich auch durchaus verziehen und zu dem Fehlerbild führen. In meinem Fall war sie dazu noch sichtbar verfärbt.
Und natürlich kann man mit einem entsprechenden IR-Thermometer feststellen, wo der Hotspot liegt.
Grüße aus Hockenheim,
Uwe
Langeweile.....der Todfeind des Hobbyschraubers
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Meine Maßnahme , Fahrwerk überholt komplette Bremsanlage , und dann Vollbremsung Wagen blieb top in der Spur , naja bei Bremsen und Fahrwerk bin ich sowieso etwas Ängstlich , ich würde den Wagen wieder in die Werkstatt bringen und die sollen das vernünftig machen , ja billig ist das nicht (Pers . gehe ich nicht an die Bremsanlage und Fahrwerk ). Behaupte mal die meisten Autos auch vom Händler werden so Repariert das der Tüv nichts findet , (hatte bei meinem sogar 2 Jahre Garantie aber nur auf Motor und Getriebe und das Getriebe wurde vor dem Kauf komplett überholt ).
Mein Fazit nach 40 Jahren ist das alles Fix und Fertig und hat seine Dienstjahre mehr als hinter sich .
Gruss Karl
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erstmal herzlichen Dank für Eure ganzen sehr wertvollen Beiträge!
Ich bin dem ganzen weiter auf die Spur gegangen:
1. mit einem Haarlineal die Radnaben abgezogen und zusätzlich neue Bremsscheiben, die ich noch auf Lager hatte, angebaut. Die Radnaben und Restverschmutzung können ausgeschlossen werden, weil es mit der neuen Bremsscheibe gar keinen Schlag mehr gibt.
2. Luft ist nicht im System, die 1-2 Luftbläschen waren Restluft die im Schlauch hing, habe zudem nochmals alle vier Bremssättel geprüft.
3. Bin eine Runde gefahre, habe einige Male sehr kräftig gebremst und danach flott Rad abgebaut und die Temperatur innen/außen an der Scheibe gemessen -> siehe da: massiver Temperaturunterschied Innen vs. Außen! Die Kolben scheinen bei beiden Vorderrädern außenseitig keinen sauberen Gang zu haben also müssen ja folglich die Kräfte auf die Scheibe ungleich wirken.
Ich habe mir gerade die Fotos von der Revision der Sättel angeschaut -> bei den außenliegenden Kolben war der Rostansatz an den Zylindergängen ausgeprägter als bei den innenliegenden Kolben.
Der Ablauf und die Färbung sieht außen an der Bremsscheibe mMn gut aus. Innenseitig sehe ich einen leicht bläulich/gräulichen Schimmer (Temperatureinfluß?) Leider innen schwerst fotografierbar...
Meine Conlusion wäre daher: Bremssättel bei nächster Gelegenheit tauschen.
-> Habt ihr eine Idee wo ich aktuell für den 560er ATE Bremssättel herbekommen könnte?
Viele Grüße aus Duisburg,
Marko
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aber ich denke neue Bremssättel sind eine gute Idee. Wenn möchtest kann ich nächste Woche mal bei AI Motors vorbei schauen, der hat ja immer einiges auf Lager. Ans Telefon geht da selten jemand - und emails.....
Hier gäbe es Ridex - ob die gut sind ? Auf Seite 2 auch ATE zu horrendem Preis :
www.autoteiledirekt.de/automarke/ersatzt...907/bremssattel.html
Gruss aus Bruchsal
Kalli
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Frag doch mal bei Mercedes nach, was die anbieten?
Viele Grüße
Andreas
Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, ausser durch noch mehr Hubraum.
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frage doch mal beim Hersteller, die bieten auch Überholungen an:
www.ate.de/meta-navigation/kontakt/
Fahren wirst du mit der Bremse im aktuellen Zustand nicht wollen, oder?
Grüße aus Hockenheim,
Uwe
Langeweile.....der Todfeind des Hobbyschraubers
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Hälsningar,
Lutz
Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens, die in Dir schwingt.
Buddha
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