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Zittern im Leerlauf, 560er

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12 Juni 2026 10:53 #356169 von Mawo
Zittern im Leerlauf, 560er wurde erstellt von Mawo
Guten Morgen aus Mannheim!

Ich bin Mario und Besitzer eines 560ers von 1987 in Perlmutt. Ich habe das Auto mittlerweile drei Jahre und wenig Probleme, so dass ich eher lesend hier unterwegs war. Jetzt bin ich aber aktiv geworden und habe mit einem befreundeten Mechaniker zusammen (er schaut mir immer mahnend bei jedem Schritt auf die Finger) Steuerkette, Gleitschienen, Nockenwelle, Kipphebel, Ventilschafft- Dichtungen und so weiter gewechselt. Die Einspritzendüsen habe ich dabei im Ultraschallbad gereinigt. Ja, wir haben das alles gemacht ohne dass der Zylinderkopf runter war. Gibt’s ja Spezialwerkzeug für. Es hat alles eigentlich wirklich super geklappt. So jetzt kommts! Vorher (das Auto hat leicht gebläut, weswegen wir überhaupt die Aktion gemacht haben, 180.000 km) lief das Auto fantastisch. Sofort angesprungen, ganz ruhiger Lauf sowohl im Leerlauf, auf P, oder auf D, wenn man auf der Bremse steht. Sobald er rollt sowieso. Nach der ganzen Aktion sprang das Auto wieder sofort an und wir waren total glücklich (Haben natürlich mehrfach die Position der Nockenwelle, OT und Zündfinger geprüft). Es fährt butterweich wie vorher. Das Problem ist also ein anderes. Im Leerlauf, auf P, oder auf D (stehe auf der Bremse) spüre ich ein Zittern im Lenkrad. Man kann es auch tatsächlich sehen, dass es vibriert (sogar am Rand des Armaturenbretts). Ich hab mir eingebildet, dass ich es einfach vergessen hatte, und dass das schon immer so war.
Letztens saß ich aber in einem 380ers eines Bekannten und der hatte überhaupt kein Zittern. Das hat mich wieder stutzig gemacht und deshalb hier meine Frage an euch alle:
Noch zum Hintergrund: ich habe auch die Zündkerzen und die Zündkabel erneuert. Ich habe auch verschiedene Wärmewerte an Zündkerzen ausprobiert. Es hat keine Veränderung bedeutet. Ich habe auch mittlerweile Verteilerkappe, Verteilerfinger getauscht. Keine Veränderung! Ich habe die Zündung abgeblitzt (im WIS die Werte nachgeschaut) und die Werte waren perfekt. Ich habe im Internet weiter gegoogelt und rausbekommen, dass man ja den Zündverteiler drehen kann in einem Lang-Loch. Nach weiteren Recherchen (meines Erachtens hat das Auto ein Kurbelwellensensor und ein Zünd – Steuergerät), so dass ein Einstellen eigentlich nicht nötig sein müsste, laut Internet – Beiträgen (107ner Schrauber auf YouTube) müsse man aber angeblich eine Grundeinstellung machen, was man mit dem Drehen des Verteilerssockelsin dem Lang-Loch erreichen könnte. Das habe ich natürlich auch versucht und muss sagen, es gibt keinerlei Reaktion. Lediglich wenn man extreme Einstellungen macht, kommt es zu Fehlzündungen. Ansonsten verändert sich da gar nichts! Auch zu diesem Problem habe ich recherchiert und Aussagen gelesen wie: beim durchziehen der Steuerkette (hatte natürlich den Stirndeckel nicht runter, da ja die untere Gleitschiene aus Metall ist und nicht gewechselt werden muss) habe ich eventuell das Verteiler – Zahnrad um einen Zahn versetzt. Vielleicht sei nicht genug Spannung beim Durchziehen der Steuerkette. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen wie das passiert sein soll, und ob da wirklich der Antrieb mit drin ist. Meines Erachtens geht es lediglich um den Schneckenantrieb des Verteilers. Kann das alles jemand irgendwie einordnen? Ich bin für alle Tipps dankbar!
Wirklich großartig wäre auch ein paar Tipps für Werkstätten zur Motor-Überholung für unser geliebtes Modell. Dort könnte ich nämlich auch mal nachfragen und erfahren was los sein könnte.
Da fällt mir ein, irgendwie habe ich ein schlechtes Gefühl bei den Einspritzdüsen, die habe ich nämlich im Ultraschallbad gereinigt aber danach nicht getestet. Es könnte also durchaus sein, dass ich das Ganze verschlimmbessert habe mit der Aktion und der Schmutz jetzt einfach an einer anderen Stelle sitzt und irgendwas verstopft hat?

So, das ist also meine laienhafte Meinung und Erfahrung. Ich bin mir sicher, dass ihr mir helfen könnt.

Herzlichen Dank für Eure Mühe und liebe Grüße aus Mannheim, Mario

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12 Juni 2026 11:22 #356174 von M119_Fan
M119_Fan antwortete auf Zittern im Leerlauf, 560er
Hallo Mario,

ich denke da werden noch fundiertere Beiträge kommen, aber beim Lesen dachte ich mir bereits, dass die Einspritzventile das Problem sein können. Es kann gut sein, dass die im Leerlauf pinkeln aber mit mehr Sprit unter Last dann ein gutes Spritzbild ergeben. Ich habe selten von Erfolg beim Reinigen der alten Düsen gelesen, daher habe ich meine direkt ersetzt. Du solltest also mindestens das Spritzbild kontrollieren.

Viele Grüße,
Michael
Disclaimer: Das meiste, was ich schreibe, ist "leider nicht ganz richtig".

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12 Juni 2026 11:25 - 12 Juni 2026 11:28 #356175 von Mawo
Mawo antwortete auf Zittern im Leerlauf, 560er
Servus Michael, ja, ich vermute du hast recht! und herzlichen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast den langen Beitrag zu lesen!

Bei den Einspritzventilen habe ich auch einiges gelesen. Die sind ja wohl in Stahl und Messing noch lieferbar von Bosch. Hab aber auch gelesen dass man die kontrollieren sollte, da auch die neu gelieferten durchaus schlechte Spritzbilder abgeben. Habt ihr einen Tipp für das Testen? Wer wie wo was ?
Viele Grüße Mario

PS: Ich habe natürlich auch das Falschluft – Set ausgetauscht. Folglich habe ich danach natürlich auch alles abgespritzt in der Hoffnung ein Falschluft – Leck zu finden. Auch ohne Veränderung. Ihr seht, ich habe mein Bestes getan und auf alle eure Ratschläge im Forum gehört!
Letzte Änderung: 12 Juni 2026 11:28 von Mawo.

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