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Wann ist denn nun eigentlich ein Fahrzeug im Zustand 2?
- schwobapfeil
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On 2010-03-12 08:07, donluigi wrote:
Den Schluß daraus muß dann der Käufer ziehen, indem er sich seinen Wunschstein aus dem Angebot rausklamüsert und gegebene Fakten in Relation zu Wunsch und Budget stellt.
Möchte mich donluigi anschliessen. Die Zustandsnoten sind gut gedacht, bei der Suche aber wertlos, weil jeder Verkäufer sein Auto für einen 2er hält. Und selbst wenn die Noten ehrlich sind, ist es bisweilen schwierig.
Ich habe z.B. einen guten 3er gesucht und schliesslich auch gefunden. Es war ein 380er mit wirklich 0 Rost, aber etlichen Mängeln: neben den obligatorischen funktionslosen Spielereien wie Tempomat und Scheinwerfer WiWa waren Startverhalten und Leerlauf nicht i.O. und das Differential machte Geräusche. Der Verkäufer war natürlich der Meinung er hätte einen klaren 2er, da kein Rost. Ich war der Meinung er habe einen klaren 3er und die fachgerechte Behebung der o.g. Mängel koste in etwa so viel wie der Preisunterschied zwischen einem 3er und einem 2er.
Wir haben uns dann trotzdem geeinigt. Ich habe auf den 3er-Preis etwas draufgelegt, da die Karosserie in aussergewöhnlich gutem Zustand war, und der Verkäufer ist wegen der technischen Mängel etwas von seinem Preis runtergegangen. Wir haben es also ungefähr so gemacht, wie donluigi es von den Diamantgutachten beschrieben hat.
Jedes so alte Auto ist ein Individualfall, bei dem ein fairer Preis nicht so einfach über drei Notenstufen festzulegen ist. Dem einen ist Rostfreiheit wichtiger als eine gepflegte Technik, beim nächsten ist es gerade umgekehrt.
Ein einfacher Fall sind nur die 1er (die ja meistens gute 2er sind)
My 2c, Carlo
Greetz
Carlo
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- adischuster
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Vom Grundsatz her, vertrtete ich auch Eure Meinung - Ansicht. Leider ändern sich die Zeiten und es wird immer schwieriger sich in der Materie auszukennen.
Je größer die Szene wird, je mehr umgesetzt wird und dadurch lukrativer wird, umso mehr Glücksritter sind da anzuttreffen. Wen wundert es, wenn dann gefinkelte RAWs die schwammige Lage für ihre Interessen mißbrauchen.
Eben habe ich ein Schreiben der FIVA bekommen. Ich stelle das mal hier rein damit die Interessierten sehen was auf uns zukommt. Einige Begriffe werden wesentlich strenger formuliert und mit zusätzlichen Auflagen versehen, da muss man sich dann schon fragen, tue ich mir das überhaupt noch an? Schließlich soll ja die Freude das bestimmende Element sein und nicht der Zwang.
Gruß adi
Ist der letzte Stand, war auf meinem PC als jetzt gestartet habe.
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Irgendein Benotungssystem muss es schon geben, allerdings nicht in direktem Zusammenhang mit dem daraus en passant abgelesenen Marktwert, der ohnehin auf wackligen Beinen steht, da einfach bei Händlern abgefragt. Das diese bei solchen Fragen gerne "ein bisschen" zu hoch ansetzen, ist bekannt.
Die von CD ermittelten Preise sind äusserst grob und berücksichtigen auch nicht die bei wirklichen Olkdtimern eminent wichtige Originalität wie z.B. Erstlack, erste Innenausstattung, matching Numbers, ungeschweisste bzw. originale Karrosserie. Wie ich oben schrieb, sind diese Fahrzeuge nach CD Kriterien evtl eine glatte drei, trotzdem aber mehr wert als ein auf fast eins durchrestauriertes Fahrzeug.
Die Kriterien zur Beurteilung eines 107 sind nun mal andere als die eines Autos bis zu den 50er Jahren. Hier ist sicher eine dreier Originallackierung weniger Wert als ein perfekter Neulack. 20-30 Jahre weiter dreht sich das dann wieder.
Das durch ständige Wiederholung langweilige Gefrozzel um erstes Motoröl oder erste Reifen ist maximal der Heiterkeit dienend.
Ich lege weder Wert auf dieses Kurzgutachten, noch auf die optimistische Selbstauskunft des Besitzers. Beim Verkauf meines 3.5er Coupés brachte der Käufer und jetztige Besitzer einen Gutachter mit, der auf der Hebebühne alles penibel durchcheckte, mit einem Schichtdickenmesser den Lack kontrollierte und ausgiebig probefuhr. Literatur über den Wagentyp hatte er ebenfalls dabei. Duch den vor 5.000km nachweislich generalüberholten Motor, sehr vieler wg. eines Kabelbrands eingebauter Mercedes Neuteile, den durch Trockeneisstrahlen freigelegten Unterboden kam er auf eine zwei minus , das Versicherungsgutachten hatte eine ein minus. So als zweier mit Abstrichen hatte ich den Wagen auch selbst eingeschätzt und angeboten.
Meinen alten 500SL hatte ich 1999 als guten zweier gekauft, nach acht Jahren und 80.000km war er dann ein guter dreier, das ist normal.
Gerd
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Wolfgang
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On 2010-03-12 15:00, driver wrote:
Ich fahre seit 30 Jahren alte Autos, was interessiert mich was die FIVA schreibt .
Wolfgang
Dazu zwingt Dich ja auch keiner! Mich interessierts halt schon, vor allem wenn man an Veranstaltungen teilnehmen will ist das ganz hilfreich. Mit dem Jag wollen wir ein paar Klassiker mitfahren, da sind die FIVA Gutachten nicht verkehrt.
Gerd
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Mal nur zur Klarstellung weil dies irgendwie alle paar Wochen wieder auftaucht.
Gerd[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : gerd am 12-03-2010 15:16 ]
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- adischuster
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On 2010-03-12 15:00, driver wrote:
Ich fahre seit 30 Jahren alte Autos, was interessiert mich was die FIVA schreibt .
Wolfgang
Deine Meinung bleibt Dir unbenommen.
Interessant wird so ein FIVA - Gutachten, bzw. von angeschlossenen Verbänden, eben im Schadensfall.
Außerdem wenn Du, so wie Gerd, Klassische Veranstaltungen mitfahren willst, wird der FIVA - Pass Bedingung. Aber dazu wird eben auch niemand gezwungen.
Außerdem sind die Zustandsklassen nur eine Richtlinie. Zur Bewertung werde eben auch noch zusätzliche Kriteren herangezogen.
Die Differenzen enstehen eben nur dadurch, dass Klassifizierungen eben schon vom Verkäufer als Wertgutachten gesehen werden.
Es ist halt nur so, dass viele die Mit nicht oder falsch verstandenen Begrifflichkeiten ein Fahrzeug kaufen gehen, schlicht und einfach über den Tisch gezogen werden. Sehen wir am laufenden Band.
Gruß adi
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