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Vorderachslager wechseln / Hilfestellung von Oliver107 aus 2007
- hjwbac
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Du kommst an die vier Lager ran, wenn Du die Schrauben, die in den Lagern drinstecken, löst, anschließend den Stoßdämpfer oben abschraubst und danach das Fahrzeug mittels Wagenheber anhebst. So weit, bis das Getriebegehäuse an der Karosserie anliegt. (Also halt mit Gefühl).
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Oliver107,
da ich dies nun auch übern Winter erledigen möchte wollte ich Dich noch fragen, wo Du das Chassis mit dem Wagenheber angehoben hast. Ich denke mal, dass dies zentral unterm Vorderbau erfolgen kann. Was ich mir jetzt aber nicht bildlich vorstellen kann ist Deine Aussage, dass dies so weit erfolgen sollte bis das Getriebegehäuse an der Karosserie anliegt.
ist es nicht so, dass wenn ich das Chassis anhebe (natürlich die Lagerschrauben sowie Stossdämpfer gelöst) der Motor sich mithebt ? sollte er ja - ansonsten komm ich ja nicht an die vier VALager. aber wie kommt dann Deine Aussage mit der Berührung des Gertriebegehäuses zur Karosserie zustande ?
Wäre nett, wenn Du Licht in "mein" Dunkel bringen würdest !
Grüße
Jörg
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- Oliver107
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Du musst das Fahrzeug aufbocken und das Rad auf der Seite abnehmen, wo die Lagergummis gewechselt werden sollen.
Anschließend schraubst Du die in den Lagerblöcken liegenden Schrauben heraus, löst den Stoßdämpfer und hebst den ganzen Motor samt Getriebe mit einem Werkstattwagenheber an. Dazu legst Du ein Holz unter den Wagenheber, so dass es zu keiner Beschädigung am Motor kommt.
Wenn Du nun den Motor anhebst, bleibt die Vorderachse unten und es entsteht der Spalt, den Du brauchst, um die Achslagerkörper herausnehmen zu können.
Allerdings ist man geneigt, den Spalt durch möglichst starkes Anheben des Motors komfortabel groß zu bekommen. Das scheitert allerdings daran, dass irgendwann die Getriebeglocke an der Karosserie anliegt und dann muss man halt aufhören, am Wagenheber zu pumpen...
Eventuell musst Du, insbesondere bei Vormopf-Modellen auch noch den Bremssattel abnehmen, falls ansonsten die Bremsleitung zu kurz ist. Du siehst es rechtzeitig,wenn die Leitung gespannt ist, -sofern Du darauf achtest.
Das klingt nun alles komplizierter, als es in der Praxis ist.
Probier es einfach. Genau das richtige für eine Schrauberei im Winter.
Hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken. Wenn nicht, dann frag noch mal nach.
Viel Erfolg und viele Grüße
Oliver
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- hjwbac
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herzlichen Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort !
grüße
jörg
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Grüßle
Thomas
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- hjwbac
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danke für deine nachfrage !
sollte ich vergessen zu erwähnen, dass ich die bremsen VA/HA auch noch komplett überholen möchte
also - keine angst. eine "gewisse grundahnung" habe ich und ich weiss auch wo meine grenzen liegen.
viele grüße
jörg
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- JE
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Es gibt eine kleine, aber wesentliche Änderung zwischen verschiedenen Baujahren. Frühe Ausführungen (bei mir Bj. 05/76 z.B.) sind von oben geschraubt, da kommt man beim V8 wirklich bescheiden ran und braucht diverse Umlenkungen/ Hilfskonstruktionen. Die späteren VA-Lager sind von unten geschraubt.
Man kann den Motor auch über ne selbstgeschweißte Brücke (z.B. mit nem alten Scherenwagenheber anfgeschweißt) aufhängen, die sich im Motorraum quer über den Motor auf den Längskanten der Kotflügel abstützt. (Sehr nützliches Utensil, welches sich mit kleinem Aufwand vorher zusammenbraten läßt)
Gruß JEns
Gruß Jens (Signature s#cks)
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage ?
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- Oliver107
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das hatte ich noch nie, dass die Lager von OBEN verschraubt waren. Auch mein 73er 350 SLC war von unten -problemlos zugänglich- verschraubt.
Hab gerade in einem ganz frühen Teilekatalog von 1972 nachgesehen und dort ist im Explosionsbild auch eine eindeutig von unten vorgenommene Verschraubung der Lager zu erkennen.
Bei ausgebauter Vorderachse, welche die EPC zum Wechsel der Lager tatsächlich empfiehlt (!) könnte man die Schrauben allerdings auch umgekehrt einsetzen. Sinn dürfte das aber keinen machen, im Gegenteil, wie Dein Bericht zeigt.
Viele Grüße
Oliver
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Thomas
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Gruß Jens (Signature s#cks)
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage ?
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- mikealuli
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es sehe, dass du sicherlich über gute Kenntnisse im Bereich der Reparatur der Lagerböcke hast. Du hattest beschrieben, wie folgt, Fahrzeug aufbocken, Rad runter, Schrauben der Lagerböcke raus, Motor mit Wagenheber hoch, Lager raus gegen neue und alles andere wieder rückwärts.
Meine Frage reicht dies, wenn ich das an meinem 560SL eine Seite nach der Anderen so mache, oder muss ich alle 4 Schrauben der Lagerböcke raus haben.
Ich stelle mir vor, ich mache erst die rechte Seite und dann Links.
Ich hoffe danach ist das Poltern und Knacken im Vorachsbereich beim Beschleinigen und auf schlechter Wegstrecke weg.
Gruss
Michael
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- agossi
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Ich denke Jens meint die Motorlager, die gibt es tatsächlich von oben oder von unten verschraubt.
Jedoch die Vorderachslager gibt es nur von unten verschraubt, von oben würde wegen der Konstruktion gar nicht gehen
Gruss
Andi
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- Oliver107
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Danke für Deine Frage, denn das habe ich offensichtlich nicht klar dargestellt: Eine Seite NACH der anderen, NICHT gleichzeitig!
Letzteres ist zwar auch machbar, -Thomas (Hausmeister) und ich haben das kürzlich ausprobiert -und wenig Freude dran gehabt, weil das Einsetzen der Schrauben im Vorderachsträger so deutlich erschwert ist.
Was das Knacken anbelangt, so halte ich es für eher unwahrscheinlich, dass die Vorderachslager die Ursache dafür sind. Hast Du denn den Stabilisator schon überprüft?
Viele Grüße
Oliver[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Oliver107 am 21-05-2010 22:36 ]
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- mikealuli
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was meinst mit Letzteres, was nicht so gut funktioniert hat.
Gruss und Danke für die Antwort
Michael
Das Knacken in den Lagern habe ich beim TÜV festgestellt, die haben dort eine Platte, welche man von Rechts nach Links bewegen kann und der TÜV-Prüfer konnte gleich feststellen, dass mind. das eine Lager im Inneren knackt bei den Bewegungen.
Ich werde aber mal nach dem Tausch der Lager berichten.
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- wodo
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ich glaube hier wird von zwei verschiedenen gummilagern gesprochen.
Jörg möchte glaube ich, die 4 gummilager zwischen vorderachsträger und den
längsholmen erneuern.
manche sprechen von den 2 motorlager, wo man den motor anheben muss, um sie zwischen
vorderachsträger und den tragarmen am motor herausnehmen kann.
diese sind sehrwohl je nach modell von oben oder unten geschraubt.
wobei die 4 vorderachslager nur von unten geschraubt sind.
lg alfred
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- Oliver107
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Thomas hat das x-Mal gemacht, ich habe es x-mal gemacht. Nachdem wir dann alle 4 Schrauben der Lager gleichzeitig entfernt hatten, haben wir festgestellt, dass weder Thomas noch ich das bisher je so gemacht hatten und dass es anschließend deutlich schwerer war, die Schrauben wieder einzusetzen, zumal der Vorderachsträger nun erst einmal wieder zentriert werden muss. Das passiert nicht, wenn man es Seite für Seite macht und deshalb die ausdrückliche Empfehlung das so und nicht anders zu machen.
Viele Grüße
Oliver
Über "Motorlager" ging es in diesem nunmehr sieben Monate alten Beitrag übrigens zu keinem Zeitpunkt (siehe Überschrift).[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Oliver107 am 22-05-2010 20:45 ]
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- hjwbac
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ich habe jetzt die Vorderachslager lt. Olivers Anleitung gewechselt und zwar:
"Seite für Seite."
weiter noch Stabi und den Bremssattel gelöst um mehr "Spielraum" zu haben um die Lager leichter rauszubekommen und um die DTL-verstärkten Lagerblöcke wieder leichter reinzubekommen.
Seite für Seite also alles kein großes Problem !
Die Motorlager bekam ich aber so leider nicht raus. also blieben diese erstmal drin da unauffällig.
grüße
Jörg
560SL
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- mikealuli
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sind denn die DTL-Lagerböcke besser als die Originalen von MB. Wo kann man die DTL Böcke beziehen, hab diese Arbeit noch vor mir.
Ich habe heute nochmals beim Fahren darauf geachtet, das Problem mit den Geräuschen ist nicht nur beim Beschleunigen, sondern ebenfalls beim Fahren auf schlechterer Wegstrecke und auch beim kurzen Aufschaukeln durch Lenkbewegungen von rechts nach links.
Wenn es der Stabi sein sollte, wie kann ich diesen testen.
Gruss
Michael
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- Oliver107
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die Vorderachslager verursachen in der Regel KEINE Geräusche. Eine lockere oder poröse Lagerung des Stabilisators aber sehr wohl.
Kontrolliere den Sitz des Stabilisators nach der von mir weiter oben beschriebenen Anleitung und tausche ggf. die Schrauben und Gummis aus.
Wenn Du die Vorderachslager auch machen willst, was meist hinsichtlich der Verbesserung der Fahrstabilität kein Fehler ist, dann hast Du in diesem und anderen Beiträgen eine Anleitung.
Ob die DTL-Verstärkungen was taugen oder nur den teuren Aberglauben bedienen wurde bereits x-fach im Forum diskutiert. Bemüh einfach die Suchfunktion und entscheide dann selbst.
Viele Grüße
Oliver
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- mikealuli
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sehe gerade, dass du on bist, wollte demnächst die VA-Lager tauschen, wie Oliver beschrienben, aber die MB Teile, die DTL-Verstärkungen sollte mit eingebaut werden. Wo kann ich die beziehen und was kosten die, lohnt sich der Aufwand, gibt es ja im Forum unterschiedlichste Meinungen.
Zu deinem Tipp mit dem Stabi und den Geräuschen, kann ich dass irgendwie testen.#
gruss
Michael
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- mikealuli
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nochmals zum Tausch der VA-Lager, ich habe mir dies am Wochenende angeschaut. Nun stelle ich mir vor, dass wenn ich den Stoßdämpfer oben los schraube und die Schrauben der Lagerböcke raus nehme, muss ich dann nicht den Querlenker unterhalb abfangen, damit nicht alles nach unter raus kommt, oder gibt es dort nicht so viel Spielraum dadurch das die andere Seite noch komplett fest ist.
Des weiteren denke ich mir, wenn ich den Motor anheben würde um den Spalt zum Wechseln der Lagerböcke der VA noch etwas größer zu machen, muss ich dann nicht die Schrauben des Motorlagers komplett lösen, da ich doch ansonsten den Motor mitsamt der Vorderachse anhebe, da doch der Motor über die Motorlager mit dem VA-Träger verschraubt ist.
Vielleicht denke aber auch zu kompliziert.
Gruss
Michael
p.s. Werde aber erst einmal auf den Rat hin, den Rep-Satz am Stabi einbauen, vielleicht ist das Problem welches ich habe damit erledigt.
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- Oliver107
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Du kannst den Stoßdämpfer beim 107er ruhig lösen ohne Angst haben zu müssen, dass nach Abschrauben der Vorderachslager alles nach unten rausfällt (Achtung: Bei anderen Baureihen z.B. W123 gilt das nicht!!!).
Im Gegenteil: Du wirst vermutlich nach Lösen der Achslagerbefestigungen noch mittels eines Hebels den Vorderachsträger etwas nach unten drücken müssen, um genug Platz zu haben, um die Lagerblöcke wechseln zu können. Das ist vor allem beim Vormopf der Fall (ggf. muss auch der Bremssattel weg, weil es sonst am zu kurzen Bremsschlauch hängt).
Der Spalt, um die Lager zu wechseln entsteht durch das Anheben der Karosserie und nicht durch das Anheben des Motors. Das wäre nur bei den Motorlagern der Fall, aber um die geht es ja hier nicht und den gleichzeitigen Tausch sowohl der Motor- als auch der Achslager würde ich nur Leuten empfehlen, die darin Erfahrung haben.
Grundsätzlich: Führe eine Reparatur nach der anderen aus. Kann sein, dass Du dann verschiedene Arbeiten mehrfach machen musst, aber ansonsten besteht die Gefahr, dass Du vor einem Haufen Teile sitzt und diese nicht mehr -oder schlimmer noch falsch- wieder zusammen bekommst.
Außerdem kannst Du dann am Ende sicher sagen, wo letztlich das Knacken herkam.
Viel Erfolg und viele Grüße
Oliver
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- wodo
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Du hast in Deinen Betrag von 24.10.09 geschrieben:
Wenn Du den Motor anhebst, bleibt die Vorderachse unten und es entsteht der Spalt,
den Du brauchst, um die Achslager herausnehmen zu können.
Heute am 26.05.10 hast Du geschrieben:
Der Spalt um die Lager zu wechseln, entsteht durch das Anheben der Karosserie und
nicht durch das Anheben des Motors.
Darum habe ich am 22.05.10 von 2 verschiedenen Lagerwechsel geschrieben!
Motor anheben=Motorlager wechseln
Karosserie anheben=Vorderachslager wechseln
Darum auch die Frage von Jörg zu Deiner ersten Aussage:
Berührung des Getriebegehäuses zur Karosserie bei Vorderachslagerwechsel?
lg alfred
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- Oliver107
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Dann ist die Verwirrung natürlich kein Wunder: SORRY!
Also zum Vorderachslagerwechsel: Karosserie anheben und nicht den Motor.
Viele Grüße
Oliver
Ein früherer baden-württembergischer Ministerpräsident hat mal gesagt: Was geht mich mein saudummes Geschwätz von gestern an!"
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