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M117 5,0 vom 126 in den 107

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10 Jul 2018 21:38 #188383 von Klaus68
Klaus68 erstellte das Thema M117 5,0 vom 126 in den 107
Sers
Die Frage bezieht sich auf auf einen 450 der einen 5,0 samt Getriebe aus einem 126er bekommen soll.
Wissen sollte ich ob da die Motorhalter vom 500 er 107 passen bzw ob die genannten Halter an den 126er Motor passen?
Gruß Klaus

Gruß Klaus
450 SLC Magnetitblau Bj 79
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11 Jul 2018 07:56 #188385 von T-Modell
T-Modell antwortete auf das Thema: M117 5,0 vom 126 in den 107
Hallo Klaus,
die Motorhalter sollten an den Block passen; ob der Motor dann in der richtigen Position ist, mußt Du wohl ausprobieren. Wenn Du 500er Motorhalter brauchst, ich habe zwei Satz davon.

Beste Grüße
Thomas

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11 Jul 2018 08:11 #188386 von Thorsten560SE
Thorsten560SE antwortete auf das Thema: M117 5,0 vom 126 in den 107
Moin,

denk an die Ölwanne!

Gruß Thorsten

tb560

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11 Jul 2018 10:57 #188393 von jogi1168
jogi1168 antwortete auf das Thema: M117 5,0 vom 126 in den 107
Der Wolf im Schafspelz
Wer hat nicht auch schon einmal davon geträumt im SL richtig satt motorisiert zu sein? Den Postings im Forum zur Folge scheint das Thema brandaktuell zu sein. Dirk hat sich an die Arbeit gemacht und Der Wolf im Schafspelz
einen ungedrosselten 560er Motor aus der Baureihe W 126 in seinen SL transplantiert, aber lest selbst welchen Aufwand er betrieb!


Einbau eines M 117 968 in einen R 107
Die Grundlage für den Umbau bildete ein 560SEL von einer Autoverwertung. Der Wagen war karosseriemäßig in einem schlechten Zustand und nicht fahrbereit. Die Maschine ließ sich lediglich per Anlasser durchdrehen und war aufgrund der fehlenden Kraftstoffpumpe nicht zu starten. Der Kaufpreis war daher relativ niedrig und das Auto wurde von der Verwertung zu mir mit einem Transporter überführt. Ein komplettes Auto vom Schrott ist denke ich billiger als eine einzeln angebotene Maschine und zudem wirklich komplett (alle Steuergeräte, Differential und viele Kleinigkeiten eben). Eine weitere wesentliche Grundlage war die eigene Werkstatt mit Hebebühne und vorhandene Kenntnisse im Motorenbau.
Ich möchte nur wesentliche Dinge für den Umbau nennen. Einzelne Arbeitsschritte würden den Rahmen sprengen. Also der Umbau ging folgendermaßen:
Zuerst Motor mit Getriebe aus W126 (in einer Einheit) ausgebaut; Ein kleiner, preiswerter hydraulischer Werkstattkran machte sich bei den Arbeiten hervorragend, weil er sehr feinfühlig heben und senken kann.

Am Motor habe ich zunächst die Zylinderköpfe abgenommen und dabei gleich den Zustand von Nockenwellen und Schlepphebeln geprüft. Diese waren i.O.. Die Grundeinstellung der Ausgleichselemente stimmte aber nicht. Dazu brauchte ich später andere Zwischenstücke und das von MB ausgeliehene Einstellwerkzeug. Aufgefallen ist, daß Luftsammler, Ansaugkrümmer und Ansaugkanäle im Zylinderkopf sehr mit Ölkohle verdreckt waren, was wohl von der Abgasrückführung verursacht wird. Die Reinigung/Glättung der Kanäle (inkl. Zylinderkopf)mit Fächerschleifkörper an biegsamer Welle war sehr mühselig und zeitintensiv. Die ausgebauten Ventile habe ich in der Drehbank gereinigt und poliert. Die Ventile hatten kaum Verschleiß an den Dichtflächen und waren eigentlich nur sehr hartnäckig mit Ölkohle verdreckt.
Die Abgasrückführung habe ich wegen diesen Ablagerungen nicht wieder eingebaut. Der dafür bestimmte Unterdruckanschluß am Drosselklappenflansch sowie der Anschluß am Luftsammler wurden verschlossen, die Öffnung im Abgaskrümmer ebenfalls. Die Steuerkette inkl. aller zugänglichen Beruhigungsschienen habe ich erneuert. Die Laufflächen der Zylinder waren trotz ca. 200.000 km Laufleistung der 560er Maschine in beeindruckend gutem Zustand (kaum Laufspuren geschweige denn Riefen erkennbar) Lediglich die Ölkohle am oberen Laufflächenende sowie eine dort vorhandene minimale Kante habe ich vorsichtig per Hand mit feinem Schleifpapier entfernt.
Wenn die 560er Maschine in Top Zustand vorliegt entfällt die bis jetzt genannte Arbeit. Ich würde Sie aber immer machen, außer die vorliegende Maschine ist neu oder nachweislich überholt.
Weil an Motoren und Getrieben zw. 107 und 126 Teile getauscht werden müssen, habe ich zunächst Motor und Getriebe aus dem 107er genommen.
Das Erneuern sämtlicher Dichtungen am 560er Getriebe erwies sich später als unnütz, weil ein W126 Getriebe nicht in einen R107 paßt. Daß es nicht paßt mußte ich bei einem mißglückten Einbauversuch feststellen. Evtl. könnte es passen wenn das störende Stück vom Getriebegehäuse abgeflext wird. (beim 107er Getriebe serienmäßig ausgespart). Ursprünglich wollte ich das 560er Getriebe wegen der etwas anderen Übersetzungsverhältnisse und dem Getriebeüberlastschalter verwenden. Aus dem Risiko heraus, daß neben der störenden Gehäusekante noch andere Dinge nicht passen und der Tatsache, daß mein 420er Getriebe sehr sauber schaltete habe ich dieses verwendet. Vorher habe ich sämtliche Dichtungen (auch von Steuerkolben innen) erneuert sowie den Getriebeüberlastschalter vom 560er Getriebe eingebaut. Dieser Schalter ist sehr wichtig, da er beim Schalten ein Signal an das Zündsteuergerät gibt. Durch Späterstellen der Zündung während des Schaltvorganges verringert sich die Last für die Bremsbänder. Damit es funktioniert, ist also auch das Zündsteuergerät vom 560er notwendig. Das Kugellager am Getriebeausgang habe ich auch erneuert, weil es beim Drehen per Hand fühlbar „gerattert“ hat (geht gegenüber dem Wechseln der Dichtungen einfacher).
Den Wandler habe ich vom 560er Getriebe genommen (andere Teilenummer als der vom 420er) Der Wandler vom 420er hätte sicher auch funktioniert nur daß dieser ggf. eine andere Festbremsdrehzahl hat.Die beiden Motoren habe ich nebeneinander auf die Zylinderkopfdeckel gelegt, dicke aber nachgiebige Pappe zw. Betonfußboden und Blechdeckel. (Die Deckel bekamen keine Beule.) Jetzt habe ich die Ölwannen komplett getauscht, auch den Ölpumpenansaugflansch und Ölstandschalter. Die Motorträger müssen getauscht werden. Die Selentblöcke (1), auf denen der Motor sitzt, habe ich neben sämtlichen Vorderachsgummis vor Motoreinbau erneuert. Die Wellendichtringe an der Kurbelwelle vorn und hinten wurden auch erneuert.

Der M117.968 hat wegen der höheren möglichen Belastung einen Ölkühler. Den W126 Ölkühler bekam ich mangels Platz nicht in den R107. Der Aufwand, einen 107er Ölkühler nachzurüsten, erschien mir zu hoch. Der Kühler wird ohnehin erst beim längeren Fahren im Vollastbereich wirklich notwendig. Ich habe daher auch die Ölfilterkombination getauscht (hier sind beim 126er die Abgänge zum Ölkühler dran).
Wegen ähnlichen Gesichtspunkten habe ich auch das 107er Luftfiltergehäuse mit nur einem Schnorchel weiterverwendet. Ich denke das hat selbst bei Vollast und mittlerer Drehzahl kaum Nachteile, wenn überhaupt dann erst nahe der Nenndrehzahl und mit der fährt man äußerst selten. Für Rennzwecke war der Umbau nicht gedacht.
Ein wirklich kostenintensiver Punkt (ca. 2.500DM) waren die 4 Krümmer und die beiden Hosenrohre vom 500SL. Trotz Serienfaxanfrage an viele Autoverwertungen habe ich sie nicht gebraucht bekommen sondern nur neu bei MB. Das entfällt aber beim Umbau von einem 500er R107 ohne Kat.

Dann kam der Tag, an dem der Motor eingebaut und zum Starten bereit war. Viele Freizeitabende hatte ich mit Spaß dafür verwendet. Der Motor lief zunächst wegen nicht korrekter Gemischeinstellung etwas unrund, nach korrekter Einstellung aber absolut glatt mit konstantem Leerlauf bei ca. 600/min.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Hosenrohre noch nicht, nur die Krümmer waren montiert. Es handelte sich nur um kurzes Probelaufen. Die Klangkulisse (im Leerlauf ohne Gasgeben nicht übermäßig laut ) jagte mir Schauer über den Rücken. Es machte süchtig, diesen Sound zu hören. Zeitlich habe ich über den Winter ca. 3 Monate abends und am Wochenende für den Umbau zugebracht. Wobei sich der kleinere Anteil auf die wirklichen Umbaumaßnahmen bezieht. Mehr Zeit ging für die Reparaturmaßnahmen drauf. Optisch ist der Motorraum nicht von einem 500 SL zu unterscheiden (außer die Motornummer)

Ich bin seit dem Umbau ca. 15.000 km mit dem 107er unterwegs und konnte noch keine Überlastungserscheinungen von Fahrwerk und Antriebsstrang feststellen. Die volle Leistung nutze ich eher selten. Ich fahre auch die Serienbereifung mit 15“ Kanaldeckel. Man kann damit sehr schnell unterwegs sein, ohne daß der Komfort leidet. Die Beschleunigung und die souveränere Kraftentfaltung beeindrucken. Besonders bei den ersten Ausfahrten nach dem Umbau ist mir das stark aufgefallen. Mit der Zeit gewöhnt man sich dann daran. Ich habe das Differential vom 420 SL weiterverwendet. Die nicht vorhandene Schlupfbegrenzung habe ich bisher noch nicht vermißt. Auch die 560er im W126 hatten das Übersetzungsverhältnis vom 420er. Dadurch ist das verfügbare Drehmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten etwas höher. Das Drehzahlniveau ist aber mit ca.2000/min bei 100km/h nicht störend hoch. Die Maschine würde dieses Tempo sicher auch mit 1500/min gut bewältigen und dabei einiges an Kraftstoff sparen. Das erklärt auch, warum Mercedes trotz der übermächtigen neuen V8 die 7-Stufen Automatik eingeführt hat.
!!! Betonen möchte ich, daß eine unabdingbare Voraussetzung für den Fahrspaß und auch für die Sicherheit intakte Fahrwerkgummis, Stoßdämpfer und Lenkgetriebe sind.
Das Lenkgetriebe habe ich entgegen der oft gehörten Einwände in Eigenregie überholt. Neben den Dichtelementen konnte ich keinen für das mir zu große Lenkspiel verantwortlichen Verschleiß feststellen. Nach genauerer Untersuchung kam heraus, daß das Spiel zwischen inneren und äußerem Teil des Kugelumlauftriebes die Ursache war. Dieses Spiel ist nicht einstellbar und muß (evt. geringfügig weniger aber immer noch zu groß) schon bei Auslieferung des Fahrzeuges vorhanden gewesen sein. Verschleißbedingt kann sich das Spiel nicht derart vergrößert haben. Die Laufflächen an der Spindel waren tadellos.
Ich habe mir vom Kugellagerhersteller FAG größere Kugeln in verschiedenen Abmessungen besorgt und die größtmöglichen Kugeln eingebaut. (der Kugelumlauftrieb darf auf keinen Fall klemmen) Das Lenkgetriebe ist seitdem spielfrei und trotzdem leichtgängig.
Den beschriebenen Sachverhalt kann man prüfen, wenn man die vorhandene Einstellschraube am Lenkgetriebe bewußt so weit herausdreht, daß die Lenkung in Mittellage richtig schwergängig wird (klemmt). Die Vorderachse sollte aufgebockt sein. (Spielprüfung bei stehenden Motor) Die jetzt noch vorhandene leicht mögliche Bewegung setzt sich zusammen aus einem „federnden Spiel“ nach rechts und nach links und dem Spiel dazwischen. Das Spiel dazwischen kam bei mir vom Kugelumlauf und war sehr deutlich feststellbar. Das „federnde Spiel“ ist gar kein Spiel sondern die Betätigung der Steurventile (das Lenkrad dreht sich beim Loslassen wieder zurück (ca. 1cm), bei laufendem Motor so nicht mehr fühlbar.
Ausgefahren habe ich meinen 420SL 5,6 noch nicht. Ich habe Bedenken, daß darunter die vorhandene Spannung der Verdeckhaut leidet. An einem warmen Sommerabend hatte ich den Waagen (offen) kurzzeitig bei 240 km/h. Weil für V-Reifen hier Schluß ist, habe ich sicherheitshalber aufgehört. Leistungsmäßig war noch mehr drin. Aber der 107er ist zumindest mit Verdeck wegen der lauten Windgeräusche weniger für schnelle und lange Autobahnetappen geeignet. Das vorhandene Hardtop habe ich noch nicht ausprobiert.
Die auf den Bildern zu sehenden Krümmer haben beim Einbauversuch nicht gepaßt. Beim Kauf wurde mir gesagt, sie sind von einem AMG – SLC. Ich habe dann schließlich neue bei MB bestellt. Hier die Daten (auf diese Preise gab es Rabatt):
Bezeichnung Bestellnr.
Krümmer L 5 6 A117 140 53 14 818,77 DM
Krümmer L 7 8 A117 140 27 14 594,55 DM
Krümmer R 1 3 A117 140 22 14 661,34 DM
Krümmer R 2 4 A117 140 23 14 673,89 DM

ist von einem gewissen Dirk habe ich vor jahren mal im Netz gefunden gruss Arnd

Schrauben macht Spass
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