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Tachowelle defekt? Was brauche ich?
8 Jahre 4 Monate her #185195
von topi
380 SLC / Jaguar XKR-100 (LE) / Keilwerth SX90 / Ladyface M10
topi antwortete auf Tachowelle defekt? Was brauche ich?
Hallo,
es hat jetzt über ein Jahr gedauert, bis ich mich endlich dem Zittern der Tachonadel gewidmet habe. Hier die Auflösung:
Ich habe zunächst das Kombiinstrument ausgebaut, komplett zerlegt, gereinigt und die teilweise ausgeblichenen Zeiger neu lackiert. Anmerkung: Die Daten des Tachos habe ich bereits in der Tacho-Datenbank dieses Forums hinterlegt.
Mittels eines Silikonöls (speziell für Zylinderschlösser, das nicht verklebt), habe ich dann die Aufnahme der Tachowelle gereinigt und „geölt“. Einen Unterschied zu vorher/nachher konnte ich allerdings nicht feststellen. Mittels eines eingeschobenen 4-Kant-Stiftes lässt sich die Aufnahme leicht drehen. Ich prüfte dann mittels eines Akkuschraubers, in den ich den 4-Kant gespannt hatte, ob hier das Zittern der Nadel nachvollziehbar ist. Der Akkuschrauber muss dafür gegen den Uhrzeigersinn laufen. Leider war es mir mit den voreinstellbaren beiden Drehzahlen nicht möglich, eine Geschwindigkeit zwischen 20-40km/h zu simulieren. In diesem Bereich war das Zittern der Nadel am größten.
Danach widmete ich mich der Tachowelle. Im Überwurf fanden sich eine Menge fettiger Ablagerungen, die wie eine Mischung aus Gummiabrieb, Schmutz und Fett aussahen. Ich entferte die zähe Schmiere sorgfältig und behandelte die Welle ebenfalls mit (reichlich) Silikonöl.
Kurzum: Nach dem Einbau des überholten und gereinigten Kombiinstruments stellte ich zu meiner Zufriedenheit fest, dass alle Anzeigen funktionieren, die neuen Stecklampen und die lackierten Zeiger erwecken schon fast ein Neuwagen-Feeling. Der spannendste Moment war aber die erste Probefahrt. Das Zittern der Nadel ist nicht mehr sichtbar. Voller Erfolg.
Noch ein Hinweis zur Demontage des Lenkrads. Da ich keinen Helfer zur Hand hatte, verwarf ich bald den Versuch, die Lenkrad-Mutter mittels Hebel zu lösen. Ich entschied mich, Werners Vorschlag zu befolgen und einen Druckluft-Schlagschrauber zu verwenden. Niedrigstes Drehmoment eingestellt und innerhalb einer Zehntelsekunde war die Mutter gelöst. Ohne Kraftaufwand und ohne das geringste Zucken im Lenkrad. Danke Werner, einer der wertvollsten Hinweise. Zum Befestigen des Lenkrades habe ich dieselbe Mutter verwendet, zuvor das Gewinde aber mit Würth Schraubensicherung „mittelfest“ benetzt. Anzugsdrehmoment 70Nm.
Gruß, Thomas
es hat jetzt über ein Jahr gedauert, bis ich mich endlich dem Zittern der Tachonadel gewidmet habe. Hier die Auflösung:
Ich habe zunächst das Kombiinstrument ausgebaut, komplett zerlegt, gereinigt und die teilweise ausgeblichenen Zeiger neu lackiert. Anmerkung: Die Daten des Tachos habe ich bereits in der Tacho-Datenbank dieses Forums hinterlegt.
Mittels eines Silikonöls (speziell für Zylinderschlösser, das nicht verklebt), habe ich dann die Aufnahme der Tachowelle gereinigt und „geölt“. Einen Unterschied zu vorher/nachher konnte ich allerdings nicht feststellen. Mittels eines eingeschobenen 4-Kant-Stiftes lässt sich die Aufnahme leicht drehen. Ich prüfte dann mittels eines Akkuschraubers, in den ich den 4-Kant gespannt hatte, ob hier das Zittern der Nadel nachvollziehbar ist. Der Akkuschrauber muss dafür gegen den Uhrzeigersinn laufen. Leider war es mir mit den voreinstellbaren beiden Drehzahlen nicht möglich, eine Geschwindigkeit zwischen 20-40km/h zu simulieren. In diesem Bereich war das Zittern der Nadel am größten.
Danach widmete ich mich der Tachowelle. Im Überwurf fanden sich eine Menge fettiger Ablagerungen, die wie eine Mischung aus Gummiabrieb, Schmutz und Fett aussahen. Ich entferte die zähe Schmiere sorgfältig und behandelte die Welle ebenfalls mit (reichlich) Silikonöl.
Kurzum: Nach dem Einbau des überholten und gereinigten Kombiinstruments stellte ich zu meiner Zufriedenheit fest, dass alle Anzeigen funktionieren, die neuen Stecklampen und die lackierten Zeiger erwecken schon fast ein Neuwagen-Feeling. Der spannendste Moment war aber die erste Probefahrt. Das Zittern der Nadel ist nicht mehr sichtbar. Voller Erfolg.
Noch ein Hinweis zur Demontage des Lenkrads. Da ich keinen Helfer zur Hand hatte, verwarf ich bald den Versuch, die Lenkrad-Mutter mittels Hebel zu lösen. Ich entschied mich, Werners Vorschlag zu befolgen und einen Druckluft-Schlagschrauber zu verwenden. Niedrigstes Drehmoment eingestellt und innerhalb einer Zehntelsekunde war die Mutter gelöst. Ohne Kraftaufwand und ohne das geringste Zucken im Lenkrad. Danke Werner, einer der wertvollsten Hinweise. Zum Befestigen des Lenkrades habe ich dieselbe Mutter verwendet, zuvor das Gewinde aber mit Würth Schraubensicherung „mittelfest“ benetzt. Anzugsdrehmoment 70Nm.
Gruß, Thomas
380 SLC / Jaguar XKR-100 (LE) / Keilwerth SX90 / Ladyface M10
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