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Unfall mit 107er
On 2012-09-19 12:33, Guenni wrote:
Aufgrund meiner Berufserfahrung (Entwicklung von Rückhaltesystemen, Unfallforschung, VDA Gremienarbeit) erlaube ich mir mal den Klugscheißmodus einzuschalten und ein paar Beiträge kommentieren:
...
3.) Ob nun ein Fahrzeug einen verstärkten Querträger hat oder nicht ist zuerst einmal dritt- oder viertrangig bei der Bewertung des Crashverhaltens.
...
VG Günter
... nanana Günter, hast Du wirklich Ahnung? ... aber Du bekommst sicherlich gleich Licht ans Fahrrad geschraubt ...
Thomas
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On 2012-09-19 12:33, Guenni wrote:
Aufgrund meiner Berufserfahrung (Entwicklung von Rückhaltesystemen, Unfallforschung, VDA Gremienarbeit) erlaube ich mir mal den Klugscheißmodus einzuschalten und ein paar Beiträge kommentieren:
1.) Ob eine Verletzung schwer oder leicht ist, wird nach §84 Strafgesetzbuch (StGB) beurteilt: Entweder eine länger als 24 Tage dauernde Gesundheitsschädigung oder eine Gesundheitsschädigung, die "an sich schwer" ist. Heißt also: Gehirnerschütterung und 2 Tage Krankenhaus = schwer verletzt. Weitere Abstufungen sind "leicht verletzt" mit ambulanter Behandlung bzw. "schwerst verletzt". Letztere können auch lebensbedrohlich sein.
2.) Der Unfallverlauf ist gut beschrieben, die Fotos sind selbsterklärend. Für einen Unfallgutachter eine eher leichte Aufgabe, das Unfallszenario sowie die Aufprallgeschwindigkeiten zu berechnen.
3.) Ob nun ein Fahrzeug einen verstärkten Querträger hat oder nicht ist zuerst einmal dritt- oder viertrangig bei der Bewertung des Crashverhaltens.
Worum es letztendlich geht ist doch folgendes: Das Fahrzeug soll/muss möglichst viel Energie auf einem möglichst langen (Verformungs-) Weg (= Knautschzone) abbauen, damit der menschliche Körper diese nicht mit seiner möglichen Vorverlagerung abbauen muss. Die Vorverlagerung wird ja durch den Gurt begrenzt und durch Airbags verzögert.
Je kürzer der zur Verfügung stehende Weg um Energie abzubauen ist, umso höher die (gefährlichen positiven/negativen) Beschleunigungen, die der Körper erfährt. Idealerweise werden Beschlunigungsspitzen durch geschickte Verformung der Karosse vermieden. Das KANN man mit konstruktiven Maßnahmen wie verstärkte Querträger erreichen. Ist jedoch der Querträger zu steif, gibt es keine Verformung mehr und der Energieabbau übernehmen die Insassen.
VG Günter
Und ist kein vernünftiger Seitenaufprallschutz vorhanden fährt der Unfallgegner bei einem Seitenaufprall direkt ins Auto, ich glaube so war die Bemerkung zu den positiven Verbesserungen beim US 560er zu verstehen .
Wolfgang
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Seitenaufprallschutz ist eine ganz andere Geschichte,weil viel kleinere "Knautschzonen" vorhanden sind.
VG Günter
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Wenn ich allerdings den 560er insgesamt mit meinen 50er Jahre Karren vergleiche wird einem gleich doppelt schlecht. Allein die durchgehende starre vor der Vorderachse endende Lenksaeule laesst Boeses erahnen. Und ein starrer Rahmen, der vermutlich nicht einen Milimeter nachgibt wird wohl saemtliche Energie ungefiltert an die gurtlosen Insassen weitergeben.
Irgendwie scheint es wohl einen Grund gegeben zu haben sich damals massiv mit Unfallschutz zu beschaeftigen.
Gruss
Frenek [ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : frenek am 19-09-2012 13:19 ]
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On 2012-09-19 12:47, T-Modell wrote:
On 2012-09-19 12:33, Guenni wrote:
Aufgrund meiner Berufserfahrung (Entwicklung von Rückhaltesystemen, Unfallforschung, VDA Gremienarbeit) erlaube ich mir mal den Klugscheißmodus einzuschalten und ein paar Beiträge kommentieren:
...
3.) Ob nun ein Fahrzeug einen verstärkten Querträger hat oder nicht ist zuerst einmal dritt- oder viertrangig bei der Bewertung des Crashverhaltens.
...
VG Günter
... nanana Günter, hast Du wirklich Ahnung? ... aber Du bekommst sicherlich gleich Licht ans Fahrrad geschraubt ...
Thomas
Ohja, Thomas, das hat er...
Über was sollte man wohl hier reden, wären nur Leute wie du hier.
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On 2012-09-19 13:07, Guenni wrote:
Wenn ich die Fotos richtig deute hatte der 107er einen Frontalaufprall, und keinen Seitenaufprall erfahren, richtig?
Seitenaufprallschutz ist eine ganz andere Geschichte,weil viel kleinere "Knautschzonen" vorhanden sind.
VG Günter
Das war eindeutig ein Frontaufprall.
Mir ist auch klar, dass die Aufprallenergie nur durch Verformung aufgefangen werden kann.
Hatte mich nur gefragt, ob der "Seitenaufprallschutz" (der sicher nicht heutigen Maßstäben entspricht) auch dazu dienen kann, die Fahrgastzelle in Längsrichtung zu stabilisieren. Ein Cabrio besitzt zwar eine erheblich stärkere Bodengruppe als eine Limousine - und dennoch fehlt ein stabilisierendes Dach, das ein Einknicken verhindern könnte.
Grüße
Matthias
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On 2012-09-19 13:44, josh111 wrote:
On 2012-09-19 13:07, Guenni wrote:
Wenn ich die Fotos richtig deute hatte der 107er einen Frontalaufprall, und keinen Seitenaufprall erfahren, richtig?
Seitenaufprallschutz ist eine ganz andere Geschichte,weil viel kleinere "Knautschzonen" vorhanden sind.
VG Günter
Das war eindeutig ein Frontaufprall.
Mir ist auch klar, dass die Aufprallenergie nur durch Verformung aufgefangen werden kann.
Hatte mich nur gefragt, ob der "Seitenaufprallschutz" (der sicher nicht heutigen Maßstäben entspricht) auch dazu dienen kann, die Fahrgastzelle in Längsrichtung zu stabilisieren. Ein Cabrio besitzt zwar eine erheblich stärkere Bodengruppe als eine Limousine - und dennoch fehlt ein stabilisierendes Dach, das ein Einknicken verhindern könnte.
Grüße
Matthias
Matthias,
Maßnahmen zur Verbesserung des Seitenaufprallschutzes waren/sind nicht immer zuträglich für den Frontalaufprallschutz. Wie bereits gesagt: Steifigkeit bezahlt man mit cm für die Knautschzone.
Es gab vor vielen Jahren mal den Vorschlag, für Homolgationszwecke einen Car-to-Car Crash (Frontal in die Seite) mit identischen Fahrzeugen (also z.B. E-Klasse gegen E-Klasse) zu entwickeln. Komischerweise haben alle europäischen Hersteller dankend abgewunken
Crashkompatibilität verschiedener Fahrzeuge ist ebenfalls ein Thema, sprich: wieviel Knautschzone "frisst" eine schwere Limousine einem Kleinwagen beim Frontalcrash....
VG Günter
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Aber in der Fahrgastzelle sollte es doch möglichst keine Verformungen geben, damit Einklemmungen verhindert werden bzw. ggf. auch die Türen noch zu öffnen sind, oder?
Was im Falle S-Klasse gegen Smart passiert, hatte ich schonmal gesehen:
=> klick
Grüße
Matthias
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Willy
500SL
Grand Cherokee WJ
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On 2012-09-19 15:39, Nichtraucher wrote:
Diese zivilen Panzerwagen gehören verboten.
Willy
Und laute Motorräder und Rasenmäher erst recht, alles verbieten, vorher Willy fragen.
Wolfgang
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