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Nullstellung Stauscheibe versehentlich verstellt
verfolge dieses Forum schon länger. hab nun aber gedacht, ich meld mich selbst auch mal an,
um ab und zu auch mal meinen Senf abgeben zu können, bzw. eigene Probleme vortragen zu können.
Also, es geht um einen 450 SL Bj 80, aslo K-Jetronic.
Hab vor kurzem die Abschirmungen der Einspritzdüsen samt O-Ringen erneuert. Hat mich wahrscheinlich 5 Jahre meines Lebens gekostet bis die drin waren und luftdicht gesessen sind.
Aber das ist ein anderes Thema. Zu allem Überfluß hab ich dann beim Nachjustieren an der CO Schraube den Imbus vergessen und den Luftfilterkasten draufgewuchtet. Da der Motor dabei fast ausging, fiel mir der Imbus wieder ein. Aber da war wohl die korrekte Nullstellung der Stauscheibe schon dahin. Sie liegt nun zu tief (meinte zumindest der Boschmann meines Vertrauens). Symptome sind seither daß der Kaltstart erschwert ist und er kalt auch keine Leistung bringt. Wenn warm, dann normale Leistung. Außerdem dieselt er seither manchmal nach.
Nun die Frage: kann man den oberen Anschlag der Stauscheibe selbst einstellen?
Tobi
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eigentlich dürftest Du so nur den Anschlagbügel über der Stauscheibe verbogen haben. Aber wie dem auch sei: Im Werkstatthandbuch (gibt es beim Freundlichen als DVD Informationen für Klassiker) ist das im Kapitel 07.3-245
Stauscheibe erneuern, zentrieren und Nullage der Stauscheibe prüfen und einstellen sehr gut beschrieben.
Viele Schraubergrüße - best regards, Volker, Admin und Betreiber
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Danke für die schnelle Antwort.Der Anschlagbügel ist ziemlich massiv und stabil. Bei Bosch meinten sie, die Stauscheibe stünde zu tief in Nullstellung (Spalt zu klein). Und da Du, wenn Du auf die CO Schraube drückst mit dem Imbus, auch die Stauscheibe nach unten bewegen kannst, dachte ich, ich hätte sie als ich auf den steckenden Imbus mit dem Luftfilterkasten gedingst hab, den Nullpunkt nach unten verstellt hab und deshalb nun die Ritze so klein ist.
Oder ist das nicht plausibel?
Tobi
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die Nulllage der Stauscheibe hat weder mit der CO-Schraube noch mit dem Bügel zu tun.
Es gibt da ziemlich genau unter dem Anschlussnippel des Mengenteilerzulaufs einen kleinen Stift, wenn der zu tief eingedrückt ist, liegt die Stauscheibe zu tief.
Korrigieren kann man das, indem man das Luftmengenmessergehäuse komplett zerlegt und den Stift von der unteren Seite wieder raufschlägt und dann von oben die Nulllage wieder einstellt, indem der Stift nun von oben wieder runtergeschlagen wird.
Das kann man etwa zweimal machen, danach darf man ein neues Gehäuse kaufen.
Kaltstart ist i.d.R. dann erschwert, wenn die Stauscheibe zu hoch liegt und nicht zu tief.
Gruss
Andi
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wenn das so ist, dann liegt meine Stauscheibe vermutlich doch richtig.
Aber woher kommt dann die fehlende Gasannahme im Kaltzustand. Wie gesagt, ich hab nur die Abschirmungen der Düsen gewechselt und mit Bremsenreiniger auf Dichtheit geprüft.
Erst dann hatte ich das Problem.
Da nun viel zu fett, vom KFZ Meister wieder auf 1,8 eingestellt, aber Problem immer noch da, ja sogar noch etwas akzentuiert. Der KFZ Meister tippte übrigens auf den WLR, aber das wäre ja dann Zufall, daß der gerade nach og Prozedur kaputt geht. Deshalb ich zu Bosch und der meinte, daß die Nullstellung der Stauscheibe falsch sei. Das klang für mich wieder plausibel, da ich ja aus Versehen bei gestecktem Imbus den Luftfilterkasten draufmachen wollte.
Na ja, hab mir jetzt doch mal ein Manometer bestellt, um Drücke zu bestimmen.
Grüße
Tobi
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wie Andy richtig schreibt, ist der Bügel nur der Schutz. Korrekt solltest Du messen, wie groß der Spalt ringsum um die geschlossene Stauscheibe ist. Der soll unter Benzindruck ohne laufenden Motor 0,1 bis 0,2 mm ringsum sein. Und dann muss die Stauschebe leicht auf und wieder zu gehen.
Wenn Dir etwas auf die Stauscheibe gefallen ist, kann die exzentrisch sitzen oder verbogen sein. Das darf nicht passieren. Die Auslenkung muss immer gut mit dem Luftstrom erfolgen, sonst ist das ganze Gemisch verkehrt.
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ja, ich glaube dann auch nicht, daß ich die Nullstellung der Stauscheibe verstellt hab, sind so ca. 0,2mm geschätzt, aber der Bosch Mann (älteres Semester) meinte auf den ersten Blick bei Motorstillstand, daß sie falsch steht????
Wenn nicht, hab ich dann jetzt halt ein anderes Problem und bin ratlos.
Vorher lief er gut, hat nur im Leerlauf ein bißchen geschüttelt, aber sonst gute Fahrleistung.
Jetzt wie gesagt zuckelt er nur so vor sich hin bis er warm ist.
Grüße
Tobi
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Schelchte Gasannahme bei Kaltlauf kommt von zu hohem Steuerdruck, versäuft er aber fast, von zu niedrigem Steuerdruck. Ohne Manometer kommt man da nicht sehr weit.
Gruss
Andi
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hab ein Photo gemacht. Kriegs aber nicht angehängt. Vermutlich weil es 700 KB hat. Versuchs morgen nochmal
Grüße
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- Roadstolett
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was machst du denn für Sachen.
Deiner Beschreibung nach passt die Lage der Stauscheibe.
Du schriebst:
"Aber woher kommt dann die fehlende Gasannahme im Kaltzustand."
und "Da nun viel zu fett, vom KFZ Meister wieder auf 1,8 eingestellt,.."
Bei dem vermeintlichen Imbus, von dem du schriebst, dass du jenen in der CO Schraube hast stecken lassen, dürfte es sich um einen 3 mm Innensechskantschlüssel und somit nicht um einen Immensechskantschlüssel und somit entgegen deiner kühnen Behauptung auch nicht um einen Imbus gehandelt haben.
Deine "CO-Schraube" ist wohl die Leerlaufgemischregulierschraube. Vielleicht hälst du es ja für möglich, dass du dieser Regulierschraube bei deiner Gewalttat den nicht vorhandenen Kopf verdreht hast. Schon eine viertel Umdrehung, gewollt oder nicht und damit ungewollt, könnte deine Gemischbildung flugs mehr beeinträchtigen als dir lieb und recht sein möge.
Angenommen, der Motor lief vor deinen Arbeiten fetter als üblich und nun wäre eine ungewollte und/oder eine gewollte Änderung vorgenommen worden, so würde das nun etwa magerere oder fetterere Gemisch freilich auch die Warmlaufphase beeinträchtigen.
Du könntest die Leerlaufgemischregulierschraube versuchsweise eine viertel Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen, falls du mit diesem Begriff denn noch etwas anfangen kannst, also rein mit dem Inbus in den Innensechskant, runterdrücken, drehen bis der Kraftschluss spürbar ist, dann 1/4 Umdrehung im Sinne der analogen Uhr. Falls du weit und breit keine solche mehr findest, könntest du dich etwa wie womöglich mein Freund Marcel auf dem Nachhauseweg am Kirchturm orientieren. Hast du diesen Schritt vollbracht, könntest du den Motor starten und beobachten, ob sich etwas verändert hat, wenn ja in welche Richtung. Manchmal wenden sich die Dinge ja zum Guten hin, was eine Abgasmessung freilich nicht ersetzt.
Wurde dein 450 SL etwa irgendwann zwischen 1980 und heute mit einem geregelten Abgaskatalysator entwertet? Dann sieht die Sache anders aus. Nicht korrekt.
Winni
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Ja, ein Innensechskant war es. Ich dachte Imbus ist das Gleiche. Und ja es könnte sein, daß ich die besagte Schraube und somit das Gemisch verstellt hab. Aber wie gesagt, der CO Wert wurde ja im Rahmen einer Abgasmessung vom KFZ Meister danach eingestellt, und zwar auf 1,8% wohl kommend von 8% nach Angaben des Meisters.
Aber das "Warmlaufproblem" war danach eben nicht weg.
Gruß
Tobi
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Imbus Schrauben gibts es weder im Bus noch sonstwo, INBUS Schrauben (Industrieschraube Bauer und Schaurte)
und Innensechskantschrauben sind das gleiche. Die englisch sprechenden Kollegen nennen das Allen Screw.
Gruß
Obelix
Gruß
Christian
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danke für die Erklärung. Man wundert sich doch immer wieder was hinter manchen Abkürzungen steckt.
Aber was denkst Du über mein Problem, lieber Obelix?
Grüße von Inzukunftschraubliebernix
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ohne das Fahrzeug in den Händen zu haben ist es nun schwierig den Fehler zu benennen,
allerdings deutet dass du im warmen Zustand normalen Motorlauf hast darauf hin, dass es etwas mit dem Warmlaufregler zu tun haben könnte.
Also wieder ab zum Bosch-Mann, der soll Steuer- und Systemdruck prüfen und die Lage der Stauscheibe nochmals genau anschauen, allerdings würde dein Fahrzeug bei Verbogener/verstellter
Stauscheibe auch warm Probleme haben.
Ist dein Fahrzeug eine USA Ausführung ?
CO wird übrigens 0,5-1,5% eingestellt.
Gruß
Obelix
Gruß
Christian
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es handelt sich um ein deutsches Modell. Die Stauscheibe ist ganz plan. Hat ja nix abbekommen. Hab nur bei steckendem Inbus den Luftfilterkasten draufgesetzt, die Stauscheibe ansonsten nicht berührt.
Aber wie du sagst, heute stell ich ihn noch zu Bosch, daß er morgen schön kalt ist zum Drücke messen und Nullage Stauscheibe beurteilen und dann sehen wir weiter.
Grüße und schönes WE
Werd über den Ausgang berichten
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also das mit dem Inzukunftschraubliebernix ist freilich der nicht korrekte Ansatz und das wird hier nicht geduldet.
Eine mögliche Erklärung für dein scheinbares Phänomen wäre, dass dein Warmlaufregler den Warmlauf schon längere Zeit nicht mehr so regelt, wie er dies sollte. Anstatt die Ursache zu beseitigen könnte ein findiger Schrauber flugs das Gemisch ordentlich fetter eingestellt haben, so dass das Problem nicht ganz so in Erscheinung tritt bzw. trat wie es eigentlich müsste. Wenn nun im Zuge deiner Duschraubstlieberdochselbstaktivitäten das Gemisch vom Meister vor dem Herrn in der Autowerkstatt satt auf 1,8 Vol.-% CO eingestellt wurde, so wäre das Gemisch nun fetter als dies vom nicht gerade als mager bekannten Obelix toleriert würde, aber möglicherweise weitaus magerer als zuvor, was die Warmlaufproblematik nun stärker in Erscheinung treten lassen könnte.
Ich verlasse mich darauf, dass du auch künftig selbst an deinen Innensechskant- und sonstigen Schrauben drehst. Ansonsten schreinst du vielleicht besser gleich im Forum-Off-Tobic
Winni
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