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Verbot von Gruppenausfahrten in Südtirol
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22 Juli 2026 13:34 #357372
von Wahnfried
Viele Grüße,
Robert.
R107 380 SL BJ 1982 (Europa)
Wahnfried antwortete auf Verbot von Gruppenausfahrten in Südtirol
Hallo zusammen,
ich war letztes Jahr im Sommer mit meinem 380er in Südtirol (Eppan a. d. Weinstraße) und war von der teilweise unfassbaren Lärmkulisse, die von den Heerscharen an Motorrad- und Autofahrern im Durchgangsverkehr der Dörfer und Gemeinden ausging, direkt betroffen. Zumeist waren es Landsleute der Fraktionen "DB-Killerfreie Biker" und "Klappenauspuff-Autofahrer", die in Rudeln auftraten und dafür sorgten, dass wir sogar im Zimmer unseres nicht an einer Hauptverkehrsstraße gelegenen Hotels bis spät in die Nacht durch derartigen Lärm auf Trab gehalten wurden.
Besonders krass waren die Passfahrten, wie z. B. am wirklich wunderschönen Karerpass. Hier bollerten etliche irre und lebensmüde motorisierte Zweiradfahrer den Pass hoch und schienen besondere Freude daran zu haben, sich mit nicht minder hinrissigen Sport-SUV-Fahrern - oft bereits im Rentenalter - Überholduelle in vorzugsweise schlecht einsehbaren Kurven und Beschleunigsrennen auf den geraden Zwischenpassagen zu liefern. Garniert wurde das kollektive automobile Idiotenszenario dann noch mit den nicht motorisierten Zweiradfahrern, die mit teilweise irrwitzigen Geschwindigkeiten den Pass herunter kachelten und nicht selten so stark die Kurven schnitten, dass ich einige scharfe Bremsungen hinlegen musste, um eine Kollision zu vermeiden. Ich wurde sogar mehrfach bei recht zügiger Bergabfahrt von solchen Suizid-Radlern mit Geschwindigkeiten jenseits der 80 km/h überholt.
Wir hatten uns übrigens spontan mit zwei weiteren Pärchen samt Klassikern (W129 500 SL und Alfa Spider 2000), die zufällig im selben Hotel abgestiegen waren, für mehrere wunderschöne Ausfahrten zusammengetan - das wäre jetzt wahrscheinlich noch erlaubt, wenn ich den teilweise recht schwammig formulierten Verordnungstext richtig interpretiert habe.
Ich kann daher die Entscheidung der Südtiroler Administration nachvollziehen, wie üblich sorgen wieder ein paar uneinsichtige, rücksichtslose Idioten dafür, dass die Allgemeinheit Einschränkungen sprichwörtlich erfahren muss - das gleiche erleben wir hier im südbayerischen Alpenraum seit dem Anfang der 2000er und besonders stark seit Corona.
Dennoch ist diese Entscheidung für mich ein weiterer Grund, Südtirol (und übrigens auch die österreichischen Alpenregion) als Tourist zukünftig zu meiden. Ein anderer, nicht minder wichtiger Grund liegt in dem mittlerweile durch nichts mehr gerechtfertigten Preisgefüge in dieser Gegend. Wir waren im gleichen Hotel wie vor 8 Jahren und mussten mehr als das Doppelte für die gleiche Leistung bezahlen. Andere Dienstleistungen wie z. B. die Anmietung von E-Bikes empfanden wir als exorbitant teuer, so mussten wir für ein ganz normales E-Trekkingbike inkl. Diebstahl- und Mobilitätsversicherung insgesamt 53 € pro Tag bezahlen.
Pikanterweise erfährt man von der Diebstahl -und Mobilitätsversicherung erst vor Ort beim Fahrradvermieter etwas, bei der Online-Reservierung stand nichts davon, dass diese Versicherungsleistungen nicht inkludiert sind. Sie sind aber wirklich sinnvoll, denn gerade E-Bikes werden dort gerne geklaut und dann muss man als Mieter den Schaden aus eigener Tasche bezahlen, was richtig teuer weren kann, da sich die Vermieter den Marktwert des gestohlen E-Bikes bezahlen lassen. Und bleibt man mit einem Platten oder leeren Akku liegen und kann den Schaden nicht selbst vor Ort beheben, lassen sich der örtlichen Fahrradvermieter das Abholen des Bikes und die Lieferung des passenden Ersatzes fürstlich bezahlen. Dazu noch eine wichtige Information: Der ADAC-Auslandsschutzbrief nutzt da leider nichts, denn er gilt für Fahrräder und E-Bikes nur innerhalb Deutschlands.
Ich befürchte ebenfalls, dass es als Konsequenz dieser Streckensperrungen zu entsprechendem Ausweichverkehr in andere Regionen und Länder führt, die dann ihrerseits mit ähnlichen Maßnahmen reagieren werden. Da droht m. E. mittelfristig ein Kaskadeneffekt. Als einzige Hoffnung für diese Regionen, der Lärm- und Umweltbelästigung nachhaltig zu begegnen und gleichzeitig die Tourismuswirtschaft nicht zu schädigen, sehe ich die Einführung von "Zero Emission Zones" für die betroffenen Gebiete. Interessanterweise ist Österreich auf einzelnen Streckenabschnitten der A12 und A13 diesem Szenario schon recht nahe gekommen, dort gelten für Verbrenner Höchstgeschwindigkeiten von 100 km/h, während E-Autos 130 km/h fahren dürfen.
ich war letztes Jahr im Sommer mit meinem 380er in Südtirol (Eppan a. d. Weinstraße) und war von der teilweise unfassbaren Lärmkulisse, die von den Heerscharen an Motorrad- und Autofahrern im Durchgangsverkehr der Dörfer und Gemeinden ausging, direkt betroffen. Zumeist waren es Landsleute der Fraktionen "DB-Killerfreie Biker" und "Klappenauspuff-Autofahrer", die in Rudeln auftraten und dafür sorgten, dass wir sogar im Zimmer unseres nicht an einer Hauptverkehrsstraße gelegenen Hotels bis spät in die Nacht durch derartigen Lärm auf Trab gehalten wurden.
Besonders krass waren die Passfahrten, wie z. B. am wirklich wunderschönen Karerpass. Hier bollerten etliche irre und lebensmüde motorisierte Zweiradfahrer den Pass hoch und schienen besondere Freude daran zu haben, sich mit nicht minder hinrissigen Sport-SUV-Fahrern - oft bereits im Rentenalter - Überholduelle in vorzugsweise schlecht einsehbaren Kurven und Beschleunigsrennen auf den geraden Zwischenpassagen zu liefern. Garniert wurde das kollektive automobile Idiotenszenario dann noch mit den nicht motorisierten Zweiradfahrern, die mit teilweise irrwitzigen Geschwindigkeiten den Pass herunter kachelten und nicht selten so stark die Kurven schnitten, dass ich einige scharfe Bremsungen hinlegen musste, um eine Kollision zu vermeiden. Ich wurde sogar mehrfach bei recht zügiger Bergabfahrt von solchen Suizid-Radlern mit Geschwindigkeiten jenseits der 80 km/h überholt.
Wir hatten uns übrigens spontan mit zwei weiteren Pärchen samt Klassikern (W129 500 SL und Alfa Spider 2000), die zufällig im selben Hotel abgestiegen waren, für mehrere wunderschöne Ausfahrten zusammengetan - das wäre jetzt wahrscheinlich noch erlaubt, wenn ich den teilweise recht schwammig formulierten Verordnungstext richtig interpretiert habe.
Ich kann daher die Entscheidung der Südtiroler Administration nachvollziehen, wie üblich sorgen wieder ein paar uneinsichtige, rücksichtslose Idioten dafür, dass die Allgemeinheit Einschränkungen sprichwörtlich erfahren muss - das gleiche erleben wir hier im südbayerischen Alpenraum seit dem Anfang der 2000er und besonders stark seit Corona.
Dennoch ist diese Entscheidung für mich ein weiterer Grund, Südtirol (und übrigens auch die österreichischen Alpenregion) als Tourist zukünftig zu meiden. Ein anderer, nicht minder wichtiger Grund liegt in dem mittlerweile durch nichts mehr gerechtfertigten Preisgefüge in dieser Gegend. Wir waren im gleichen Hotel wie vor 8 Jahren und mussten mehr als das Doppelte für die gleiche Leistung bezahlen. Andere Dienstleistungen wie z. B. die Anmietung von E-Bikes empfanden wir als exorbitant teuer, so mussten wir für ein ganz normales E-Trekkingbike inkl. Diebstahl- und Mobilitätsversicherung insgesamt 53 € pro Tag bezahlen.
Pikanterweise erfährt man von der Diebstahl -und Mobilitätsversicherung erst vor Ort beim Fahrradvermieter etwas, bei der Online-Reservierung stand nichts davon, dass diese Versicherungsleistungen nicht inkludiert sind. Sie sind aber wirklich sinnvoll, denn gerade E-Bikes werden dort gerne geklaut und dann muss man als Mieter den Schaden aus eigener Tasche bezahlen, was richtig teuer weren kann, da sich die Vermieter den Marktwert des gestohlen E-Bikes bezahlen lassen. Und bleibt man mit einem Platten oder leeren Akku liegen und kann den Schaden nicht selbst vor Ort beheben, lassen sich der örtlichen Fahrradvermieter das Abholen des Bikes und die Lieferung des passenden Ersatzes fürstlich bezahlen. Dazu noch eine wichtige Information: Der ADAC-Auslandsschutzbrief nutzt da leider nichts, denn er gilt für Fahrräder und E-Bikes nur innerhalb Deutschlands.
Ich befürchte ebenfalls, dass es als Konsequenz dieser Streckensperrungen zu entsprechendem Ausweichverkehr in andere Regionen und Länder führt, die dann ihrerseits mit ähnlichen Maßnahmen reagieren werden. Da droht m. E. mittelfristig ein Kaskadeneffekt. Als einzige Hoffnung für diese Regionen, der Lärm- und Umweltbelästigung nachhaltig zu begegnen und gleichzeitig die Tourismuswirtschaft nicht zu schädigen, sehe ich die Einführung von "Zero Emission Zones" für die betroffenen Gebiete. Interessanterweise ist Österreich auf einzelnen Streckenabschnitten der A12 und A13 diesem Szenario schon recht nahe gekommen, dort gelten für Verbrenner Höchstgeschwindigkeiten von 100 km/h, während E-Autos 130 km/h fahren dürfen.
Viele Grüße,
Robert.
R107 380 SL BJ 1982 (Europa)
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- coralle
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22 Juli 2026 13:45 #357373
von coralle
Beste Grüße Ralph
560 SL Champagner 1988
coralle antwortete auf Verbot von Gruppenausfahrten in Südtirol
Hallo,
Ich denke es ist am besten, dieses Land Touristisch zu meiden.
Eine weitere unsägliche Anordnung ist, dass man bei Stau nicht mehr von der Autobahn runterfahren darf.
Ich denke es ist am besten, dieses Land Touristisch zu meiden.
Eine weitere unsägliche Anordnung ist, dass man bei Stau nicht mehr von der Autobahn runterfahren darf.
Beste Grüße Ralph
560 SL Champagner 1988
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22 Juli 2026 15:55 #357375
von Mad_Eye_Moody
Grüße aus dem Pfälzerwald,
Michael
280 SL mit Buchhalterausstattung, Bj. 1978, Lack weiß 050, Stoff blau, 4-Gang Handschalter, Barockalus, Becker Mexico Cassette
Mad_Eye_Moody antwortete auf Verbot von Gruppenausfahrten in Südtirol
Das ist vermutlich das Ziel Südtirols, eben diese "paar" (es werden immer mehr) hochmotorisierten Touristen künftig aus dem Land zu vergraulen. Die verbleibenden Erholungssuchenden dürften mehr als genügen, um den Tourismus weiterhin bestens am Laufen und die Übernachtungszahlen stabil zu halten. Bei deutlich weniger Lärm und Gefahren auf den Straßen.
Grüße aus dem Pfälzerwald,
Michael
280 SL mit Buchhalterausstattung, Bj. 1978, Lack weiß 050, Stoff blau, 4-Gang Handschalter, Barockalus, Becker Mexico Cassette
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22 Juli 2026 16:09 #357376
von Hajoko031
mit den besten Grüßen Jochen
Das Leben ist zu kurz für später
Hajoko031 antwortete auf Verbot von Gruppenausfahrten in Südtirol
Liebe Sternzeitler,wie der eine oder andere weiß fahre, plane ich mit maximal 10 Autos jedes Jahr Touren nach Osttirol an den Großglockner. Immer wieder mit Abstechern nach Südtirol – Drei Zinnen, Mesurinasee, Toblachersee sowie die beliebte Tour Stallersattel in alle Richtungen.Nach Rücksprache mit dem Fremdenverhersobmann in Osttirol freut dieser sich, dass seine Gegend dieses Verbot in keinster Weise plant noch darüber nachdenkt. Man vermutet das u.a. einige wenige mit hochmotorisierten Fahrzeugen, welche sie leihweise in den bekannten z B Porschefreundlichen Hotels für kleines Geld buchen können, öfters mal die „Sau“ rauslassen. Wobei auch wir schon mit hohen Geschwindigkeiten den Staller Sattel bezwungen haben, hat immer Spaß gemacht, aber mit überschaubarer Lautstärke… Auch aus dem Porsche Club hier in Karlsruhe munkelte man, dass das so sein könnte und auch das Werk sich mit den Behörden in Südtirol in „Gesprächen“ befinde……Die Ausführungen des „Gesetzes / Verordnung“ sind schon mit sehr sehr viel Auslegungsspielraum versehen, mal schauen was am Ende des Tages daraus wird.Wir freuen uns schon heute auf unsere Ausfahrt 2026 Anfang September mit 8 Autos, wir werden dieses Jahr halt mehr in östlicher Richtung unsere Touren fahren.Ansonsten das „grüne“ Elsass, die Vogesen die französischen Alpen sind sehr attraktive Alternativen wie schon geschrieben.Allen schöne Sommertouren ohne Pannen und keine Kontakte mit den Uniformierten Freunden.
mit den besten Grüßen Jochen
Das Leben ist zu kurz für später
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