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Verbot von Gruppenausfahrten in Südtirol
- Wahnfried
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ich war letztes Jahr im Sommer mit meinem 380er in Südtirol (Eppan a. d. Weinstraße) und war von der teilweise unfassbaren Lärmkulisse, die von den Heerscharen an Motorrad- und Autofahrern im Durchgangsverkehr der Dörfer und Gemeinden ausging, direkt betroffen. Zumeist waren es Landsleute der Fraktionen "DB-Killerfreie Biker" und "Klappenauspuff-Autofahrer", die in Rudeln auftraten und dafür sorgten, dass wir sogar im Zimmer unseres nicht an einer Hauptverkehrsstraße gelegenen Hotels bis spät in die Nacht durch derartigen Lärm auf Trab gehalten wurden.
Besonders krass waren die Passfahrten, wie z. B. am wirklich wunderschönen Karerpass. Hier bollerten etliche irre und lebensmüde motorisierte Zweiradfahrer den Pass hoch und schienen besondere Freude daran zu haben, sich mit nicht minder hinrissigen Sport-SUV-Fahrern - oft bereits im Rentenalter - Überholduelle in vorzugsweise schlecht einsehbaren Kurven und Beschleunigsrennen auf den geraden Zwischenpassagen zu liefern. Garniert wurde das kollektive automobile Idiotenszenario dann noch mit den nicht motorisierten Zweiradfahrern, die mit teilweise irrwitzigen Geschwindigkeiten den Pass herunter kachelten und nicht selten so stark die Kurven schnitten, dass ich einige scharfe Bremsungen hinlegen musste, um eine Kollision zu vermeiden. Ich wurde sogar mehrfach bei recht zügiger Bergabfahrt von solchen Suizid-Radlern mit Geschwindigkeiten jenseits der 80 km/h überholt.
Wir hatten uns übrigens spontan mit zwei weiteren Pärchen samt Klassikern (W129 500 SL und Alfa Spider 2000), die zufällig im selben Hotel abgestiegen waren, für mehrere wunderschöne Ausfahrten zusammengetan - das wäre jetzt wahrscheinlich noch erlaubt, wenn ich den teilweise recht schwammig formulierten Verordnungstext richtig interpretiert habe.
Ich kann daher die Entscheidung der Südtiroler Administration nachvollziehen, wie üblich sorgen wieder ein paar uneinsichtige, rücksichtslose Idioten dafür, dass die Allgemeinheit Einschränkungen sprichwörtlich erfahren muss - das gleiche erleben wir hier im südbayerischen Alpenraum seit dem Anfang der 2000er und besonders stark seit Corona.
Dennoch ist diese Entscheidung für mich ein weiterer Grund, Südtirol (und übrigens auch die österreichischen Alpenregion) als Tourist zukünftig zu meiden. Ein anderer, nicht minder wichtiger Grund liegt in dem mittlerweile durch nichts mehr gerechtfertigten Preisgefüge in dieser Gegend. Wir waren im gleichen Hotel wie vor 8 Jahren und mussten mehr als das Doppelte für die gleiche Leistung bezahlen. Andere Dienstleistungen wie z. B. die Anmietung von E-Bikes empfanden wir als exorbitant teuer, so mussten wir für ein ganz normales E-Trekkingbike inkl. Diebstahl- und Mobilitätsversicherung insgesamt 53 € pro Tag bezahlen.
Pikanterweise erfährt man von der Diebstahl -und Mobilitätsversicherung erst vor Ort beim Fahrradvermieter etwas, bei der Online-Reservierung stand nichts davon, dass diese Versicherungsleistungen nicht inkludiert sind. Sie sind aber wirklich sinnvoll, denn gerade E-Bikes werden dort gerne geklaut und dann muss man als Mieter den Schaden aus eigener Tasche bezahlen, was richtig teuer weren kann, da sich die Vermieter den Marktwert des gestohlen E-Bikes bezahlen lassen. Und bleibt man mit einem Platten oder leeren Akku liegen und kann den Schaden nicht selbst vor Ort beheben, lassen sich der örtlichen Fahrradvermieter das Abholen des Bikes und die Lieferung des passenden Ersatzes fürstlich bezahlen. Dazu noch eine wichtige Information: Der ADAC-Auslandsschutzbrief nutzt da leider nichts, denn er gilt für Fahrräder und E-Bikes nur innerhalb Deutschlands.
Ich befürchte ebenfalls, dass es als Konsequenz dieser Streckensperrungen zu entsprechendem Ausweichverkehr in andere Regionen und Länder führt, die dann ihrerseits mit ähnlichen Maßnahmen reagieren werden. Da droht m. E. mittelfristig ein Kaskadeneffekt. Als einzige Hoffnung für diese Regionen, der Lärm- und Umweltbelästigung nachhaltig zu begegnen und gleichzeitig die Tourismuswirtschaft nicht zu schädigen, sehe ich die Einführung von "Zero Emission Zones" für die betroffenen Gebiete. Interessanterweise ist Österreich auf einzelnen Streckenabschnitten der A12 und A13 diesem Szenario schon recht nahe gekommen, dort gelten für Verbrenner Höchstgeschwindigkeiten von 100 km/h, während E-Autos 130 km/h fahren dürfen.
Viele Grüße,
Robert.
R107 380 SL BJ 1982 (Europa)
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- coralle
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Ich denke es ist am besten, dieses Land Touristisch zu meiden.
Eine weitere unsägliche Anordnung ist, dass man bei Stau nicht mehr von der Autobahn runterfahren darf.
Beste Grüße Ralph
560 SL Champagner 1988
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- Mad_Eye_Moody
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Grüße aus dem Pfälzerwald,
Michael
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- Hajoko031
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mit den besten Grüßen Jochen
Das Leben ist zu kurz für später
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- karlo63
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klar wer meint wie ein Idiot irgendwelche Pässe zu bezwingen , der sollte doch besser eine Rennstrecke besuchen , aber eins ist ja auch klar ein guter Porsche liegt wesentlich besser auf dem Asphalt und lässt auch dementsprechend höhere Kurvengeschwindigkeiten zu , dazu sind diese Autos gebaut , aber natürlich nicht um andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden eigentlich schade das einige alles übertreiben müssen .
Gruss Karl
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- Mad_Eye_Moody
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kann mir nicht vorstellen, dass Du die lärmgeplagten Anwohner der betroffenen "Bergrennstrecken" mit Deiner Argumentation auch nur annähernd wirst überzeugen können.
Die allermeisten 911er kommen zum Rasen dorthin, nicht zum cruisen. So zumindest meine Erfahrung. Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, doch diese gehen im Gros der Raser leider unter.
Grüße aus dem Pfälzerwald,
Michael
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- Nichtraucher
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Einer Dreiergruppe die mir, neben ihren Bikes hängend in einer Linkskurve, (aus meiner Richtung) auf meiner Seite entgegen kamen musste ich links auf die Gegenfahrbahn ausweichen. Die kleine Gruppe ist dann gemeinsam in die Feldfahrt über gegangen. Da standen sie nun im Acker und wirkten etwas ratlos, da die Typen schon wieder standen und auf ihre lädierten Kisten schauten, konnte ich nachdem ich angehalten hatte, lachend weiter fahren. Das nur mal so am Rande, war irgendwo am Diemelsee...........an den Edersee erinnere ich mich vor allem wegen (zu) ambitionierter Entgegenkommer mit Grauen.
An diese Stauseen kann man nur noch in der Woche fahren, am Wochenende ist es dort recht grausam.
Was Riesengruppen oft zu lauter Auto oder Motorradtouristen bewirken sieht man auch an Streckensperrungen. Meist weil die Anwohner sich über den Krach beschweren, manchmal auch wegen steigender Unfallzahlen.
Die tollsten 911, (heißen für mich alle so weil ich die nicht auseinander halten kann) sind die mit Klappenauspuff. Klingen wie Käfer mit kaputtem Auspuff.
Gruß
Willy
500SL
Grand Cherokee WJ
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- jhwconsult
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Neben dem Stau, den sie aufgrund der Kolonnenfahrt abschnittsweise hinter Camper-Vans erzeugten fand ich die Lärmkulisse extrem unangenehm. Ja, es gibt auch laute Motorräder, die einem eine Fahrt durhc herrliche Gegenden vermiesen können. Ich habe jedoch noch nicht eine solche Lärmkulisse wie die der Sportwagengruppe erlebt.
Insofern verstehe ich, wenn man Kolonnenfahrten von Gruppen in der Diskussion sind.
. Hartmut aus Hessen .
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- Mad_Eye_Moody
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Warum nicht?
Vermutlich weil ich weder eine Brülltüte (lärmenden Sportauspuff) verbaut habe, noch durch einen extrem raserischen Fahrstil auffalle.
Schaute man sich die gestoppten Motorräder und Autos an, so ahnte man direkt den Grund fürs kommende Verbot.
Es sind dort leider nicht bloß einige wenige Irre unter vielen Vernünftigen, die nun für eine Kollektivstrafe sorgen.
Grüße aus dem Pfälzerwald,
Michael
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- Dr-DJet
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das Generalverbot des Grödner Jochs ist vorerst auf Eis:
ADAC schrieb: Sehr geehrte ADAC Korporativclubs und Clubfreunde,
sehr geehrte Klassik-Beauftragte der ADAC Regionalclubs,
liebe Oldtimer-Freunde, liebe Oldtimer- und Youngtimer-Clubs,
in Ergänzung zu unserer vorherigen Information können wir Ihnen heute eine erfreuliche Aktualisierung zum Grödner Joch geben. Das ursprünglich ab dem 1. September 2026 geplante Durchfahrtsverbot tritt vorerst nicht in Kraft.
Stattdessen soll zunächst eine digitale Testphase durchgeführt werden, in der Daten zu den Verkehrsströmen und zu den möglichen Auswirkungen einer späteren Sperrung gesammelt werden.Das Grödner Joch bleibt damit zunächst für den allgemeinen motorisierten Verkehr befahrbar.
Wichtig ist jedoch: Diese Entscheidung betrifft ausschließlich das geplante allgemeine Durchfahrtsverbot am Grödner Joch. Die gesonderten Regelungen für organisierte Motorsportveranstaltungen auf sensiblen Straßenabschnitten in Südtirol bleiben davon unberührt.Weitere Informationen finden Sie im aktualisierten ADAC-Beitrag: Grödner Joch: Fahrverbot ab September vorerst abgesagt
Gerne dürfen Sie diese Informationen an alle Ihre Clubfreunde weiterleiten oder uns zusätzliche Emailadressen für den Verteiler anDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. nennen.
Über redaktionelle Veröffentlichungen in Ihren Clubzeitschriften unter Angabe der Quelle 'ADAC e.V. - Klassik' würden wir uns sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Johann König
Referent Klassik InteressenvertretungADAC Korporativclubbetreuung
ADAC Klassik
Viele Schraubergrüße - best regards, Volker, Admin und Betreiber
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- Dr-DJet
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bei den Gruppenveranstaltungen herrscht noch Verwirrung:
ADAC schrieb: Sehr geehrte ADAC Korporativclubs und Clubfreunde,
sehr geehrte Klassik-Beauftragte der ADAC Regionalclubs,
liebe Oldtimer-Freunde, liebe Oldtimer- und Youngtimer-Clubs,
in Ergänzung zu unserer Information vom Juli möchten wir Sie über den aktuellen Stand zu organisierten Oldtimer-, Youngtimer- und Motorradausfahrten in Südtirol informieren. Nachdem uns Hinweise erreicht hatten, dass einzelne Veranstaltungen und organisierte Reisen offenbar dennoch durchgeführt beziehungsweise genehmigt werden konnten, haben wir beim zuständigen Amt des Landes Südtirol nochmals um eine Klarstellung gebeten. Die offiziellen FAQ wurden zwischenzeitlich überarbeitet und zuletzt am 27. August 2026 aktualisiert. Daraus ergibt sich ein etwas differenzierteres Bild:
Organisierte wettbewerbsorientierte und nicht wettbewerbsorientierte Motorsportveranstaltungen bleiben auf den ausgewiesenen sensiblen Straßenabschnitten grundsätzlich eingeschränkt.
Die FAQ nennen inzwischen jedoch auch Fälle, in denen das Verbot nicht gilt. Dazu gehören unter anderem kleinere Gruppen ohne Veranstaltungscharakter sowie Touren, die von Reiseveranstaltern organisiert werden oder im Rahmen einer organisierten Reise stattfinden, sofern hierfür keine Genehmigungs- oder Mitteilungspflicht besteht.
Das zuständige Amt hat uns zudem mitgeteilt, dass geplante Veranstaltungen mit den vollständigen Unterlagen und dem vorgesehenen Streckenverlauf zur Prüfung eingereicht werden können. Anschließend wird im Einzelfall entschieden, ob die beantragte Genehmigung erteilt werden kann.Unsere Empfehlung lautet daher: Setzen Sie sich bei geplanten Clubausfahrten oder organisierten Reisen durch Südtirol möglichst frühzeitig direkt mit dem zuständigen Amt in Verbindung. Beschreiben Sie dabei insbesondere:Eine pauschale Beurteilung ist anhand der FAQ weiterhin nur eingeschränkt möglich. Auch die Genehmigung oder Zulässigkeit einer anderen Veranstaltung lässt sich nicht ohne Weiteres auf die eigene Ausfahrt übertragen. Die aktuellen FAQ, die Übersicht der betroffenen Straßenabschnitte, die Karte und das Antragsformular finden Sie hier:
- die Art und den Ablauf der Veranstaltung,
- die Anzahl der teilnehmenden Fahrzeuge,
- einen möglichen Wettbewerbscharakter,
- den genauen Streckenverlauf sowie
- die vorgesehenen Start-, Ziel- und Durchfahrtszeiten.
Aktuelle Informationen und FAQ des Landes Südtirol Weitere Informationen zum Antrags- und Mitteilungsverfahren: Bewilligung oder Mitteilung für öffentliche Veranstaltungen in mehreren Gemeinden Zuständige Stelle ist das:Amt für Aufsicht und Beratung
E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Telefon: +39 0471 41 11 57
Soweit eine Fahrt als übergemeindliche Sportveranstaltung eingestuft wird, müssen Mitteilungen für nicht wettbewerbsorientierte Veranstaltungen grundsätzlich mindestens 60 Tage vorher eingereicht werden. Für wettbewerbsorientierte Veranstaltungen sollte der Antrag mindestens 90 Tage vor dem Veranstaltungstermin gestellt werden. Bitte berücksichtigen Sie diese Hinweise frühzeitig bei der Planung Ihrer Reisen und Ausfahrten.
Gerne dürfen Sie diese Informationen an alle Ihre Clubfreunde weiterleiten oder uns zusätzliche Emailadressen für den Verteiler anDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. nennen. Über redaktionelle Veröffentlichungen in Ihren Clubzeitschriften unter Angabe der Quelle 'ADAC e.V. - Klassik' würden wir uns sehr freuen.
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