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1988 560SL nervöser Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten
- Sascha420SL
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vielen Dank für Deinen Hinweis. Obwohl ich bereits viele Teile habe erneuern lassen, wurde das Lenkgetriebe noch nicht überholt. Da es sich hierbei wohl über eine etwas aufwendigere Sache handelt, die auch etwas Zeit in Anspruch nimmt, wollte ich vorher erstmal alle kleineren Ursachen ausschließen. Das Lenkgetriebe sieht nach erster Ansicht zumindest dicht aus, es tritt kein Öl oder Fett aus. Allerdings wurde es hier in den Antworten mehrfach erwähnt, daher werde ich die Überholung des Lenkgetriebes jetzt wohl mal in Angriff nehmen. Obwohl ich schon gehofft hatte, dass die Lenkgetriebe nach rund 100.000 Miles / 160.000 km noch in Ordnung sind! So, wie es jetzt ist, kann ich jedenfalls nicht mehr sicher weiterfahren.
Danke und VG,
Sascha
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- Sascha420SL
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die Werkstatt wechseln hört sich immer erstmal gut an. Doch abgesehen davon, dass meine Werkstatt eigentlich gute Arbeit leistet, bin ich ehrlich gesagt froh, dass ich hier in Orange County / Kalifornien überhaupt eine Werkstatt gefunden habe, die sich speziell mit Mercedes der 70’er bis 90’er Jahre auskennt. Die meisten älteren Mechaniker sind längst in Rente und die Jüngeren wissen nicht, wo sie den Diagnose Stecker im 107’er anschließen sollen. Ich glaube das Problem stellt sich in Deutschland ganz ähnlich dar. Soweit es das Lenkgetriebe betrifft, kam es in den Antworten hier öfters vor. Insofern werde ich das wohl in Kürze mal in Angriff nehmen. Das Kreuzgelenk, die Gummis der Vorderachslagerung und Spurstangen sind bereits erneuert worden.
Vielen Dank für Deine Antworten und VG,
Sascha
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- Sascha420SL
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vielen Dank für diesen interessanten Hinweis. Ehrlich gesagt ist es bei mir so, dass ich mir als Fahrer über die Jahre einiges Wissen über den 107’er aneignen konnte, doch natürlich bin ich trotzdem nur Amateur. Insofern weiß ich leider gerade nicht, wie ich den Lenkkontrollradius überprüfen lassen kann, ich habe diese Bezeichnung noch nicht gehört. Aufgrund meines fortwährenden Problems habe ich vor ca. 1.000km in einer Reifenwerkstatt mal wieder eine Auswuchtung sowie eine Spureinstellung machen lassen (hier Wheel Alignment). Das Protokoll habe ich im Anhang mal hochgeladen. Würde die Werkstatt bei einer Spureinstellung gleichzeitig den Lenkkontrollradius überprüfen bzw einstellen? Oder wäre dies eine ganz andere Aufgabe? Könntest Du mir sagen, wo oder wie ich dies prüfen und einstellen lassen kann bzw wonach ich Fragen soll?
Herzlichen Dank und VG,
Sascha
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- Sascha420SL
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das ist auch ein interessanter Hinweis. Wonach würde ich an der Hinterachse als Ursache für dieses Fahrverhalten suchen? Wie Hans sagt, nach einer verschlissenen Achsaufhängung oder gibt es Deiner Erfahrung nach noch andere Teile, die gerne verschleißen und als Ursache in Frage kämen?
Herzlichen Dank und VG, Sascha
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- Sascha420SL
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Du hast Recht, hier übertrifft man mit 120 bis 130 km/h schon die Geschwindigkeitsbegrenzung, die offiziell auf der Autobahn nur 65 Miles pro Stunde beträgt. Solange man nicht 80 Miles überschreitet oder andere wilde Sache macht, sagt aber die Polizei in der Regel auch nichts.
Allerdings ist an diese Geschwindigkeit gerade nicht zu denken, das Fahrverhalten bei Lastwechsel ist einfach zu unvorhersehbar. Insofern vielen Dank für Deinen Hinweis! Wie Rolf auch schon erwähnte, werde ich jetzt auch mal die Hinterachse prüfen.
Herzlichen Dank und VG, Sascha
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- Sascha420SL
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vielen Dank für Deine ausführlich Beschreibung, die mir bei meinem Problem wirklich sehr geholfen hat. Leider konnte ich in der Nähe meines Wohnortes noch keinen TÜV Prüfer und keine TÜV Prüfstation finden. Allerdings habe ich in der Tat mal eine DEKRA Station in Kalifornien gesehen - die machen aber nur Abgasuntersuchungen und haben leider keine Rüttelplatte. Schade.
VG, Sascha
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- Sascha420SL
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vielen Dank für Deine Antwort. In der Tat liegt das Lenkspiel am oberen, vertretbaren Limit oder mit ca. 4 cm sogar darüber. Mir wurde bereits von gesagt, dass dies bei älteren Mercedes häufiger der Fall sei - und daher einigermaßen normal - andere sagten hingegen, es läge in jedem Fall über dem Limit und müsste behoben werden. Wie einige hier bereits geraten haben, werde ich wohl als nächstes das Lenkgetriebe überholen lassen. Hoffentlich hilft es.
Vielen Dank und VG, Sascha
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- Sascha420SL
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da kann ich Dir nur voll zustimmen, so sehe ich das auch. Mit meinem 420’er, den ich zuvor mit Lorinser LO 16 Zoll und 225’er Bereifung fuhr, hatte ich immer ein sicheres Fahrverhalten, wie Du es beschreibst. Daher gehe ich auch davon aus, dass bei dem 560’er irgendwo ein signifikantes Problem vorliegt. Aufgrund der vielen Antworten und Hinweise, die ich hier erhalten habe, werde ich in Kürze nun doch mal die Hinterachse prüfen lassen und vor allem die Überholung des Lenkgetriebes in Angriff nehmen! Obwohl ich schon gehofft hatte, dass die Lenkgetriebe nach rund 100.000 Miles / 160.000 km noch in Ordnung sind! Ansonsten sind bereits viele Teile bereits erneuert worden. Bremsscheiben, Beläge und Flüssigkeiten sowieso regelmäßig, im Rahmen der normalen Wartung.
Nach Dortmund kann ich den Wagen leider nicht bringen, ich bin ja in Kalifornien
Danke Dir und VG, Sascha
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Gruss Karl
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die Hinterachse an sich ist mit 3 "Gummilagern" befestigt, jeweils außen am Achsträger und in der Mitte neben dem Differenzial. Und dann natürlich noch die beiden Schräglenker, die auch mit je 2 Lagern am Achsträger befestigt sind.
In der SLpedia ist ja das englische Workshop-Manual abgelegt, am besten mal zur Hinterachse durchklicken, die Dokumente 35-0040 und -0050 zeigen die 3 Lager des Achsträgers. Im Dokument 35-0110 sind dann die Lager des Schräglenkers beschrieben, leider nur die Variante, ohne Koppellenker. Die eigentlich noch relevanten Unterlagen zu den Koppellenkern wären die 35-0310 und -0330, die sind aber leider nicht vorhanden.
Hier noch ein Bild, wie der Schräglenker mit Koppellenker aufgebaut ist, da können doch schon ein paar weitere Stellen kaputt sein:
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Grüße
Hans
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auf der WIS DVD sind die Kapitel 35-0310 und -0330 vorhanden.
Viele Grüße
Klaus
Wenn Gott gewollt hätte, dass wir Benzin sparen,
hätte er uns dann den V8 geschenkt?
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Aber leider nicht in der englischen Version in der SLpediaHallo Hans,
auf der WIS DVD sind die Kapitel 35-0310 und -0330 vorhanden.
In den Repair Manuals zum 116er sind die 35-0310 und -0330 zwar verlinkt sternzeit-107.de/de/slpedia/w116-wsm/116...-ri-chassis-rearaxle ? der Link führt aber ins Leere
Man kann sich aber auch ganz gut auf der Seite handbook.w116.org/ durchklicken.
HINWEIS: Die 116er Hinterachse wird ähnlich zur R-107-MoPf-Hinterachse sein, aber es gibt Unterschiede. Aber um den Aufbau der Koppellenker zu verstehen ist das perfekt geeignet.
Grüße
Hans
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das "normal" kann sich nur darauf beziehen, dass Lenkungsteile verschlissen sind und somit Spiel entsteht. Das ist nach über 40 Jahren und deutlich über 100.ooo KM (oder milen) normal. Und ich kenne auch die kalifornischen, bzw. amerikanischen Straßenzustände. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein europäischer Kleinwagen in einem Schlagloch verschwindet (ok, leicht übertrieben), und das hält natürlich aufs Fahrwerk.
Ein Lenkspiel von 4cm oder mehr ist auf keinen Fall normal und muss behoben werden. ich good old Germany bekommst du damit keinen TÜV, in den USA interessiert es nur den Fahrer
Hier noch mal kompakt zusammen gefasst, welche Bauteile für ein zu großes lenkungsspiel verantwortlich sein können 8ohne Gewähr auf Vollständigkeit:
- Kugelköpfe der Spurstangen
- Kugelköpfe Achsschenkel
- Lagerbuchsen der oberen und unteren Querlenker
- defekte Radlager
- Umlenkhebel Lenkung
- Kugelkopf am Lenkhebel des Lenkgetriebes
- Lenkungskupplung (Übergang Lenkgetriebe zur Lenksäule) sehr häufig verschlissen und nur schlecht zu sehen)
- das Lenkgetriebe selbst
Du hast ja schon einiges erneuern lassen, das kannst du natürlich von der Liste streichen.
Die anderen Dinge, die hier im Thread genannt wurden, haben zwar negative Eigenschaften auf das Fahrverhalten und die Spurtreue, aber nicht auf das Lenkspiel
Die Auswirkungen auf das Fahrverhalten aufgrund von technischen Problemen an der Hinterachse werden häufig unterschätzt und daher nicht vorrangig behoben.
Was noch große Auswirkungen hat, sind defekte Stoßdämpfer oder weiche (gebrochene Federn) oder kaputte Gummilager der Stabilisatoren, sowohl vorne als auch hinten.
Viele Grüße
Thorsten
Man lernt nie aus
380SL (US-Version, Bj.84), Eura-Wohnmobil und ein ebike
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- jhwconsult
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Oft sind es vermeindlich reparierte Sachen, die entweder bei Lieferung bereits nicht in Ordnung waren oder schnell verschlissen sind. Oder ein Gewinde wurde beim Wechsel beschädigt, so dass eine Schraube nicht richtig angezogen werden konnte ...
Auch bei dem angegebenen Lenkspiel sollte ein derart beschriebenes Fahrverhalten bei breiten Reifen nicht alleine oder ursächlich sein. Deshalb Details suchen.
. Hartmut aus Hessen .
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Leider ändern die bei w116.handbooks.org ständig den Verzeichnispfad. Damit muss ich dann wieder alle Menüs anpassen. Für Chassis-Rear axle habe ich das getan.Aber leider nicht in der englischen Version in der SLpedia
Bis heute Abend werde ich alle Menüs geändert haben. Falls Ihr morgen noch ins Leere gehende Links seht, bitte melden.
Viele Schraubergrüße - best regards, Volker, Admin und Betreiber
Fast alles zu Zündung und Jetronic auf jetronic.org
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das mit den sich änderden Links auf w116.handbooks.org habe ich schon ein paar mal bemerkt, man kann sich aber dann von der Hauptseite ganz gut durchklicken. Könnte man aus meiner Sicht für die Sternzeit übernehmen. Man findet den Haupt-Link in der SLpedia und den Links kann man dort gut folgen und Du hast damit weniger Arbeit.
Was ich meinte, das man das nicht im 107er Workshop-Manual findet waren die Dokumente zur Koppelachse (35-0310 und -0330), nur deshalb das Ausweichen auf die 116er Dokumente.
Vielen Dank und...
Grüße
Hans
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Viele Grüße
Joachim
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- Sascha420SL
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Was soll ich sagen - das Lenkspiel ist verschwunden und das Handling und Lenkverhalten ist jetzt um Lichtjahre besser. Ein Quantensprung. Ich wünschte, ich hätte das die Lenkgetriebe bereits früher erneuert. Vielleicht fährt der SL jetzt wieder so wie ursprünglich, als er noch ein junger Wagen war. Die zahlreichen anderen Neuteile an Vorderachse und Fahrwerk tun ihr übriges, um das Handling zu verbessern. Es fühlt sich echt gut an, egal ob auf kurvigen Bergstraßen oder einfach beim gemütlichen cruisen. Viele Grüße und noch einen schönen Sonntag! Sascha
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