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Schaltproblem 3-Gang Automatik 722.004
Da hat an dem Getriebe schon jemand hirnlos gearbeitet, es hat die falsche, zu neue Dose und eine Grunddruckfeder, die beim V8 Getriebe nie verwendet wurde !
Gruß
Christian
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Hallo Christian,bevor ich weiter suche benötige ich erstmal Hilfe beim Lesen der Getriebenummer, damit ich weiß, was da eingebaut ist. Vielleicht hat ja schon jemand das Getriebe gewechselt und ein neueres eingebaut, so dass die Dose für das Getriebe richtig ist…Abgelesene Nummer recht am Getriebe: 116 270 3301 722 004 02 127 122.Das Fahrzeug ist Baujahr 1972, EZ Febr. 1973. Im WIS steht, dass das 722 004 bis Getr.-Nr. 51486 in Ausführung 1 mit Metalldose gebaut wurde, ab Getr.-Nr. 51487 mit der in Kunststoffausführung (wie bei mir). Allerdings steht im WIS auch daneben, dass das eigentlich auf die 1975/76er Getriebe zutrifft.Kannst Du aus meiner abgelesenen Getriebebezeichnung das Herstellungsjahr und die Getr.-Nr. herauslesen? Ich hätte jetzt vermutet, dass es die 127122 ist, macht aber wenig Sinn....Metalldose ist die frühe Version und eigentlich die Richtige für dein Baujahr, Stift von der alten Dose übernehmen und anschließend Modulierdruck prüfen/einstellen .
Da hat an dem Getriebe schon jemand hirnlos gearbeitet, es hat die falsche, zu neue Dose und eine Grunddruckfeder, die beim V8 Getriebe nie verwendet wurde !
Gruß,
Joachim
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Gruß
Christian
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Kurze Zusammenfassung:
- Fahrzeug in 2020 gekauft, Getriebe funktionierte, aber Schaltvorgänge waren sehr „hart“. Getriebeölwechsel durchgeführt, danach wurde kein Gang beim Schalten angenommen, erst als ich weiteres Öl (eigentlich Überfüllung) nachgekippt habe, hat alles wunderbar funktioniert, und zwar ziemlich genau 1 Jahr lang.
- Sommer 2021: plötzlich Probleme mit dem Hochschalten vom 2. in den 3. Gang (erst gut nach Warmfahrphase), später bei richtig warmem Getriebe dann „schleifender Übergang“ von 2 auf 3.
- Der Fehler, dass nach kurzem Stopp (z.B. Tankstopp mit Motor aus) das warme Getriebe keinen Gang annahm, trat dann auch wieder auf. Konnte aber nach einigen Minuten „zittern“ wieder weiterfahren (Wandler leergelaufen, dauert einen Moment bis er wieder gefüllt ist und „greift“?).
- Nach diversen Instandsetzungen (Lagerung Steuerdruckstange und Schaltgestänge, Einstellung des Gasgestänges, undichte Modulierdruckdose auf Metallversion mit Hohlschraubenanschluss umgebaut (danke Obelix116) etc.
- 2022: er lief zwar, aber nicht zufriedenstellend (Schaltvorgang 2 auf 3 nicht wirklich besser, Annahme von Gängen nach Stillstand des warmgefahrenen Fahrzeuges nicht immer sichergestellt).
- MB Classic in Hamm hat den Schaltschieberkasten im Verdacht gehabt – also alles ausgebaut, zerlegt, gereinigt, neue Dichtung, Führungsrohre mit neuen Haltern und Gummibuchse ausgestattet, natürlich neuen Ölfilter und frisches Öl.
- Da das Getriebe komplett „ausgeblutet“ war, habe ich erst 4l bei stehendem Motor eingefüllt, dann weitere 3,9l bei laufendem Motor (WIS Vorgabe Ölmenge 7,9l bei Ölwechsel). Da ich aber alles auseinander hatte, hatte ich mit deutlich mehr Ölbedarf gerechnet (laut WIS bis max. 8,9l wie bei der Erstbefüllung). Beim Einstellen des Ölstandes hat das Getriebe sauber die Gänge angenommen (Füllen des Schaltschieberkastens), Ölstand dann durch Absaugen von ca. 200ml auf den vermeintlich richtigen Wert eingestellt (3cm unter MIN, das Öl war noch handwarm). Das hat mich schon gewundert, weil ich somit nur 7,7l eingefüllt hatte. Alles funktionierte. Dann Motor aus, aufräumen, Probefahrt – aber nichts ging – keine Gangannahme.
- Jetzt wird es schräg: ich dachte an Ölschaum etc., hab also mal ne Stunde gewartet. Neuer Versuch ohne Erfolg. Dann sicherheitshalber nochmal den Ölstand geprüft – jetzt musste ich tatsächlich weiteres Öl absaugen, um das richtige Niveau zu erreichen (obwohl das Öl kälter war als vorher), so dass letztlich nur 7,0l frisches Öl in das Getriebe gefüllt wurden.
Gruß,
Joachim
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Gruß
Christian
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Hallo Christian,...schon mal die Drücke gemessen ? Das ist besser als Rätselraten !
das werde ich jetzt wohl machen müssen, leider ja nur im Stand...
Kannst Du mir sagen, welche Gewinde die Schrauben für die Druckmessanschlüsse haben (Modulier-, Arbeits- und Regeldruck)? Würde mir das Nachschauen unter Ölabfluss ersparen...
Muss mir dann die Manometer mit den entsprechenden Schläuchen und Anschlüsse zusammentellen, oder hast Du eine gute Quelle für das Equipment?
Ich möchte halt den Wegen nicht mit dem Trailer zu MB Classic bringen...
Gruß,
Joachim
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Gruß
Christian
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Hallo Christian,...ehrlich gesagt, wenn schon im Vorfeld der Druckmessung so viele Fragen offen sind, bring den Wagen zu jemanden der das kann und auch mit den gemessenen Werten eine Diagnose stellen kann, sonst ist das vergebene Leibesmüh !
sorry, ich dachte, dass es hier im Forum genau darum geht, den Austausch zwischen Profis wie Dir und Laien wie mir zu fördern, damit die Laien etwas lernen und später auch mal Ratschläge für Hilfesuchende geben können. Nur durch das Selbermachen lernt man dazu...
Ich habe den Unterdruck von der Modulierdose weggenommen und bei laufendem Motor im Stand in "D" geschaltet, um dann den Modulierdruck zu messen. Im WIS ist für das verbaute Getriebe 4,7 - 5,1 bar als Zielwert angegeben.
Das Manometer zeigt aber einen gleichmäßig schwankenden Druck zwischen 2,6 und 4,8 bar an. Das ist sicher nicht gut und richtig - jetzt würde ich mich über ein feedback des Experten freuen, der mit dieser Info etwas anfangen kann. Ich würde halt gerne auf den eigenen Rädern zu Mercedes-Classic fahren...
Nebenbei bemerkt: gestern bin ich mit dem Wagen ca. 100km gefahren, Landstraße und Autobahn - alles lief super. Als ich dann aber kurz angehalten habe und auf "P" gegangen bin, nahm das Getriebe danach keinen Gang mehr an...
Schon jetzt vielen Dank für die Unterstützung!
Gruß,
Joachim
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Irgendwo geht dir der Unterdruck flitzen...
Früher war alles gut, heute ist alles besser.
Besser wär es, wenn alles wieder gut wär.
R107 SL 380 (US) Bj 83,
silberblaumetallic 930
Gruss Andreas
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Hallo Andreas,Hi, ja dann weißt du doch, woran es krankt
Irgendwo geht dir der Unterdruck flitzen...
laut WIS ist der Unterdruckschlauch bei der Messung von der Dose abgezogen, so dass der Unterdruck hier eigentlich keine Rolle spielen kann... Oder habe ich das falsch gelesen?
Die Pumpe baut den Druck ja auch auf, der bricht dann aber wieder zusammen. 4,8bar max. Druck ist auch ein bißchen wenig. Eine volle Umdrehung im Uhrzeigersinn an der Schraube in der Dose (4mm Inbus) soll etwa +0,2 bar bringen, das wäre mein nächster Schritt, außer jemand sagt mir, dass das Schwanken des Druckes eindeutig auf eine defekte Primärpumpe hinweist.
Gruß,
Joachim
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Gruß
Christian
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Hallo Christian,...na dann messe halt mal den Arbeitsdruck !
zuerst bei quasi kaltem Getriebe mit aufgestecktem Schlauch auf Modulierdose und ca. 12 Hg (oder 0,4bar) Unterdruck den Arbeitsdruck gemessen. In "D" stabil 6 bar.
Dann nach WIS den Schlauch abgezogen (ist doch richtig, oder?): Arbeitsdruck nur 6 bar in "P", 4 bar (stabil) in "D" (Soll: 11,1±0,4) und 4 bar (schwankend zwischen 2,5 und 4 bar) in "R" (Soll: > 18bar), also viel zu wenig.
Ich hätte eigentlich erwartet, dass ohne Unterdruck an der Dose der Arbeitsdruck höher ist als mit Unterdruck... Kann vielleicht schon wieder das Thema Öltemperatur sein.
Dann habe ich versucht, durch Erhöhung des Modulierdruckes den Arbeitsdruck zu beeinflussen, also Dose (ohne Unterdruckschlauch) im Uhrzeigersinn um 3 volle Umdrehungen rein (ca. +0,6 bar), dann hat das Getriebe aber keinen Gang mehr angenommen (so wie früher auch schon, wenn das Öl wärmer wurde). Also Modulierdurck zum testen mal wieder runter, aber dennoch kein Druck am Arbeitsdruckanschluss (weder in P, D noch R).
Der Druck scheint bei kaltem Öl gerade so auszureichen, um die Gänge einzulegen, sobald aber das Öl warm wird, schafft er das nicht mehr. Da der Arbeitsdruck ja im Fahrbetrieb stark sinkt (bei 85km/h Soll: 5,8±0,2), reicht der schlappe Druck wohl aus, um beim Fahren zu schalten, aber wenn dann einmal der Gang raus ist, funktioniert es nicht mehr (bis er wieder kalt ist...).
Was sagt der Fachmann zu diesem Mist? Brauche ich eine Generalüberholung vom Getriebe? Wen könntest Du da empfehlen (im Raum Hamm/Dortmund/Münster)?
Danke schon jetzt für die Unterstützung.
Gruß,
Joachim
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Gruß
Christian
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Wäre sicher ein eher seltener, aber nicht ausgeschlossener Fall, dass die Primärpumpe nicht mehr funktioniert. Die ist ja einfach aufgebaut und kann wohl eher nur durch Schmutz und Fremdkörper kaputtgehen oder durch falsche Montage des Wandlers. Wem war das noch mal passiert
ich wünsch dir viel Erfolg!
Viele Grüße
Thorsten
Man lernt nie aus
380SL (US-Version, Bj.84), Eura-Wohnmobil und ein ebike
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Hallo Thorsten,Da bin ich mal gespannt, so eine Problembeschreibung habe zumindest ich hier noch nicht gesehen.
Wäre sicher ein eher seltener, aber nicht ausgeschlossener Fall, dass die Primärpumpe nicht mehr funktioniert. Die ist ja einfach aufgebaut und kann wohl eher nur durch Schmutz und Fremdkörper kaputtgehen oder durch falsche Montage des Wandlers. Wem war das noch mal passiert
ich wünsch dir viel Erfolg!
das ist wie bei einem Wackelkontakt im elektrischen Umfeld - die Fehlersuche ist nicht so einfach. Die Pumpe arbeitet ja, aber irgendwie geht der Druck verloren und die Öltemperatur spielt definitiv auch eine Rolle. Deshalb hatte ich ja auch am Anfang mal an "Luft im Hydraulik-System" gedacht, wurde aber schnell wieder auf den richtigen Pfad geholt .
Wie Christian richtig schreibt ist eine systematische Vorgehensweise über die Druckmessung natürlich der richtige Weg und hätte direkt zu Beginn der Problematik gemacht werden müssen, hat ja auch das Problem jetzt eingekreist.
Ich werde weiter berichten...
Gruß,
Joachim
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