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Motor qualmt zeitweise bläulich

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6 Jahre 11 Monate her #222875 von Joey1974
Moin Martin,

Das man seinen Wagen in eine anständige Werkstatt bringt sollte wohl Voraussetzung sein.

Bei Verdacht auf defekte Ölabstreifringe oder Probleme im Kopf ist ein Kompressionstest und ggf. endoskopieren des Zylinders eigentlich ein gängiges Verfahren einer Fachwerkstatt (nicht ATU). Ich wüßte nicht wo man da am Auspuff lauschen müsste.

Franks Motor bläut, vermutlich sind es die Ventilschaftdichtungen. Bevor er aber jetzt 5-6k € für eine Motorrevision in die Hand nimmt ist ein bisschen Differentialdiagnose nicht ganz schlecht.

LG Joey
(aka Ortwin)

280 SLC, Bauj. 7/81, 4-Gang Handschaltung,
172 Anthrazitgrau, Schwarzes Leder
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6 Jahre 11 Monate her #222876 von Nichtraucher
Wenn es um Lager geht sieht die Sache anders aus, da kann sich ein größerer Schaden entwickeln als bei undichten Schäften oder Kolbenringen.

Ich habe vor einigen Jahren die Pleuellager meiner BMW getauscht, die waren mit dickem Öl und wenn sie kalt war, nicht hörbar aber je wärmer der Motor wurde desto mehr klapperte er auch. Wenn sich so ein Lager komplett auflöst kann es den Motor ruinieren, den Öldruck senkt es schon vorher merkbar ab.

Die Dinger klapperten seit Jahren aber es war nicht meine Maschine, sie stand bei mir nur unter und ich habe sie alle 2 Jahre zur HU gefahren.

Willy


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500SL
Grand Cherokee WJ
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6 Jahre 11 Monate her #222878 von Gullydeckel
Hi Joey,

sorry- völlig richtig. Ich hatte mich ausschließlich auf den "Druckverlusttest" bezogen.

Ein Kompressionstest ist weniger zu kritisieren, wobei er auch selten eine Zustandsdiagnose auf Bauteilebene ermöglicht. Schlechte Kompression kann von schlappen Ringen, Riefen im Zylinder, verkokten Ringen, einem gerissenen Kolben und/oder undichten Ventilen kommen. Beim Endoskopieren braucht es neben einem hervorragendem Endoskop (nicht die 10€-China-Dinger) auch ein sehr erfahrenes Auge, sonst wird sehr schnell aufgrund eines vermeintlichen Riefenbefundes der Motor zerlegt. Ich sehe solche Aufnahmen jede Woche und es fällt mir noch immer schwer blanke Laufspuren in der Zylinderbohrung von echten Riefen zu unterscheiden. Ist der Kopf runter, geht das in Sekunden, aber durch's Endoskop ist das echt schwierig.

Der Ansatz es zunächst mit verschiedenen Diagnosemethoden (und Geduld) zu versuchen ist aber genau richtig, allerdings i.d.R. nur etwas für den ambitionierten Selberschrauber als für den Kunden einer gewinnorientiert arbeitende Werkstatt, da ist eigentlich vorher klar wie deren Zusammenfassung dann aussieht. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Grüße Martin

Ich bin jetzt in dem Alter wo ich meine Fehler zugeben könnte - wenn ich welche hätte
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6 Jahre 11 Monate her - 6 Jahre 11 Monate her #222879 von Klaus68
Da liegt genau das Problem.
Selbst erfahrene schrauber können mit oben genannten Prüfverfahren selten eine wirkliche schadenbeurteilung machen daher...bzw wie prüfe ich ausgelutschte k Ringe?

Gruß Klaus
450 SLC mit 5,0 aus 87 Magnetitblau Bj 79
Ford Mustang Convertible Bj 69
Letzte Änderung: 6 Jahre 11 Monate her von Klaus68.
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6 Jahre 11 Monate her #222883 von Rudiger
Klaus, mit marvel mystery oil einen drucktest machen. Abends in die Brennkammern kippen, über Nacht stehen lassen. Das Zeug löst die festsitzenden Kolbenringe. Dann einen drucktest machen.
Blow by, verschlissene Kolbenringe kann man testen an dem entluftungssschlauch zum Luftfilter oder bremskravtverstarker. Wenn da etwas mehr wie oilnebel ist, hast du richtig blow by. Wenn die Ringe gefressen haben, hast du oil Rückstände an der Zündkerze und du hohrst es auch,

en.m.wikipedia.org/wiki/Marvel_Mystery_Oil
Rudiger
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6 Jahre 11 Monate her #222885 von Gullydeckel
Hallo Klaus,

wenn man ein Neuteil (Kolbenring) hat bzw. kennt, dann ist am offenen Motor ein einfacher zuverlässiger Test, das Stoßspiel zu messen. Kolbenring mittels Kolben in die Bohrung schieben (aber an die richtige Stelle) und mit einer Fühlerlehre das Stoßspiel messen. Deuten kann man das Ergebnis aber nur, wenn es völlig komisch ist (z.B. 2mm und mehr – Achtung, da könnte schon mal jemand auf Übermaß geschliffen haben…) bzw. man einen soliden Vergleichswert hat. Aber selbst bei diesem Versuch kann man viel falsch machen. Z. B. nicht den Umkehrpunkt des Ringes richtig treffen oder ihn schief (weil von Hand) in die Bohrung fummeln.
An der Stelle ist dann für den Heimwerker Schluss und für weiterführende Untersuchungen muss man anfangen in Messtechnik (mindestens Subito) zu investieren.
Nützt aber alles nix. Die hier aufgezählten einfachen Möglichkeiten also eine gewisse "Differntialdiagnostik" (Dank an Joey für diesen Begriff) führen einen bei den alten Kisten zwangsläufig zu einem gewissen Reparaturumfang und es stellt sich dann nur die Frage ob es "klein", "mittel" oder "maximal" wird. Und wer es mit Zusatzstoffen lösen kann, kann sich glücklich schätzen.

Grüße Martin

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