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Das Streben nach Perfektion ...

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31 Okt. 2010 19:58 #80233 von guellichs-erbe
Das Streben nach Perfektion ... wurde erstellt von guellichs-erbe
Liebe SL-Freunde,

ich war heute bei schönstem Wetter mit dem US 450SL, BJ72 im Voralpenland unterwegs und bin ganz begeistert, wie präzise er sich jetzt nach der Einstellung des Lenkspiels dirigieren lässt.

Ein glücklicher SL-Freund, möchte man meinen? Weit gefehlt! Nach ca. 100km genussvoll-kurviger Landstrasse hatte ich mich offensichtlich an das neue Feeling gewöhnt und fing plötzlich an, mir Gedanken zu machen, ob der Motor richtig läuft: mal die maximale Beschleunigung ausprobiert ... hm, ist das alles? Hört sich das Gußeisen-Geblubber auch gut an, oder ist da ein störender turbiniger Sound mit dabei? Ist der Verbrauch von 19 Litern (zwar überwiegend in der Stadt aber immerhin...) ok?

Lauter son Zeug ging mir auf der Heimfahrt durch den Kopf ... Geht Euch das auch so? Ist Man(n) irgendwann mal zufrieden?

Viele Grüsse ins Forum,
Uli

PS: Wie kann ich denn nun eigentich wirklich objektiv rausfinden, ob mein 158.000 Meilen gelaufener Motor irgendeine Massnahme braucht (und wenn ja, welche?) oder ich zum Psychologen gehen sollte? Eigentlich hilft da nur ein direkter Vergleich, d.h. Probefahrt mit einem 450 SL im Neuzustand, oder?

twitter.com/HansmairUlrich
US 450SL, BJ 1972, D-Jetronic

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31 Okt. 2010 20:07 #80234 von Nichtraucher
Nichtraucher antwortete auf Das Streben nach Perfektion ...
Nö,

als ich einen Mopf mit neuem Lenkgetriebe gefahren hatte, sehnte ich mich nac h meinem alten Vormopf. Außerdem frisst der nur zwischen 11 und 16 Litern, da muss ich mir keinen Kopp machen, auf der Bahn läuft er einem Mopf lässig davon auch wenn er das seit Jahren nicht mehr muss.

Der Klang stimmt auch, von Säuseln bis Grollen ist alles da.

Bin sehr zufrieden, wenn jetzt noch ein Blaupunkt mit vernünftiger Sendertrennung eingebaut ist, stimmt die Richtung komplett.


Willy

500SL
Grand Cherokee WJ

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31 Okt. 2010 22:10 #80235 von JE
Tja Ulli, das fragen wir uns irgendwann alle. Da gibbet zwei Möglichkeiten:

1. Das Schätzchen läuft rund und sauber und Du gehst einfach mal mit warmgefahrenem Motor auf die Bahn und schuagst halt, was geht. Nach GPS sollte er dann irgendwo um 215 laufen (km/h, nicht Meilen).

2. Breitband-Lambdakontroller von DTL

da siehst Du, wie es Deinem Motor geht, ständig, wenn Du das DIng in die Mitteldüse setzt.
Gruß Jens

Gruß Jens (Signature s#cks)

Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage ?

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01 Nov. 2010 00:22 #80236 von jschmidt
jschmidt antwortete auf Das Streben nach Perfektion ...
Hallo,

ich kann Willy nur Recht geben. Mein 280er Vormopf hat einen guten Sound und er hat ordendliche Fahrleistungen. Das hat gegenüber einem Mopf mit dem leisen 6-Zylinder-Motor auch den Vorteil, dass man nicht jedes Nebengeräusch hört.
Wenn der Wagen gut geht braucht der Motor außer Öl vermutlich nichts. Ich lasse meinen 280er nach der Winterpause durchsehen und er bekommt neues Öl. Das kostet schmales Geld und ich habe für die Saison ein gutes Gefühl.

Seit bei meinem 280er das Lenkspiel eingestellt wurde habe ich sogar fast Neuwagenfeeling.

Also, einfach nur viel Spaß mit dem schönen 450er.

Viele Grüße

Jörg

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  • Frischling
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01 Nov. 2010 06:06 #80237 von

On 2010-10-31 20:07, Nichtraucher wrote:
Nö,

als ich einen Mopf mit neuem Lenkgetriebe gefahren hatte, sehnte ich mich nac h meinem alten Vormopf. Außerdem frisst der nur zwischen 11 und 16 Litern, da muss ich mir keinen Kopp machen.....

Willy


Stimmt, ich fahre auch lieber mit einem ausgenudelten Lenkgetriebe rum, ist herrlich schon 10 Meter vor der nächsten Kurve anfangen zu lenken

Martin

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01 Nov. 2010 15:01 #80238 von FrankEinsNullSieben
FrankEinsNullSieben antwortete auf Das Streben nach Perfektion ...
Bei mir ist es so, daß ich mich über 480 km langsam und unmerklich an den fortschreitenden Verfall/Verschleiß des Lenkgetriebes gewöhnt habe, zum Glück erinnere ich mich nicht mehr genau an den Neuzustand von damals. Natürlich kommt mir das Spiel mittlerweile bedenklich vor, aber es schützt den Wagen auch vor dem Zugriff meiner eher temperamentvollen Bleifußgattin, die im Alltag mit einem ESP/ABS-Astra recht flott unterwegs ist und die mir die Warnungen vor dem angeblich monströsen Lenkungspiel des SL bisher abgekauft hat

Als Revanche läßt sie mich kaum mal ans Steuer ihres Astra, aber damit kann ich leben ...

Grüße, Frank

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01 Nov. 2010 15:10 #80239 von Mr_T
Mr_T antwortete auf Das Streben nach Perfektion ...

On 2010-10-31 19:58, guellichs-erbe wrote:
Liebe SL-Freunde,

ich war heute bei schönstem Wetter mit dem US 450SL, BJ72 im Voralpenland unterwegs und bin ganz begeistert, wie präzise er sich jetzt nach der Einstellung des Lenkspiels dirigieren lässt.

Ein glücklicher SL-Freund, möchte man meinen? Weit gefehlt! Nach ca. 100km genussvoll-kurviger Landstrasse hatte ich mich offensichtlich an das neue Feeling gewöhnt und fing plötzlich an, mir Gedanken zu machen, ob der Motor richtig läuft: mal die maximale Beschleunigung ausprobiert ... hm, ist das alles? Hört sich das Gußeisen-Geblubber auch gut an, oder ist da ein störender turbiniger Sound mit dabei? Ist der Verbrauch von 19 Litern (zwar überwiegend in der Stadt aber immerhin...) ok?

Lauter son Zeug ging mir auf der Heimfahrt durch den Kopf ... Geht Euch das auch so? Ist Man(n) irgendwann mal zufrieden?

Viele Grüsse ins Forum,
Uli

PS: Wie kann ich denn nun eigentich wirklich objektiv rausfinden, ob mein 158.000 Meilen gelaufener Motor irgendeine Massnahme braucht (und wenn ja, welche?) oder ich zum Psychologen gehen sollte? Eigentlich hilft da nur ein direkter Vergleich, d.h. Probefahrt mit einem 450 SL im Neuzustand, oder?


Hallo

Am Besten alles rausreissen, und den Wagen bis zur letzten Schraube erneuern, dann kann garantiert nichts mehr passieren.

Wetten dass Dir gerade dann ein Führerscheinnovize in den Karren fährt?

Macht gar nix!

Denn Du bist ja durch mindestens 3 unabhängige Gutachten, 2 Vollkaskoversicherungen, und diverse Lebensversicherungen zu mindestens 150% abgesichert.

Potentielle Perfektionisten kennen solche paranoiden Anfälle zu gut.

Da es sich aber um ein Hobby handelt, einfach mal tief durchatmen, und dem mediteranen Imperfektionismus fröhnen.



Gruss,

Michael

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01 Nov. 2010 15:23 #80240 von FrankEinsNullSieben
FrankEinsNullSieben antwortete auf Das Streben nach Perfektion ...
Ich habe festgestellt, daß diese SL-Fahrer-Paranoia schon beim Lesen dieses Forums entsteht - selbst wenn man sich selbst mit der Zeit ein wenig eingelullt hat in die vermeintliche Zuversicht und das Vertrauen auf die Unverwüstlichkeit der Benztechnik seines 107 ... wenn man dann hier die komprimierten Fehlermeldungen und Pannenberichte der anderen Eigner liest, bekommt man Angst

Grüße, Frank

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01 Nov. 2010 19:09 #80241 von Reinhard54
Reinhard54 antwortete auf Das Streben nach Perfektion ...
Es ist natürlich schön,wenn ein R107 ohne Probleme und Ausfälle läuft!
Bin jedoch persönlich der Meinung,daß es einfach zum alter eines Autos paßt,wenn nicht alles immer rund läuft
Gerade wegen diesem Charme habe ich mich für meinen SL 280 Baujahr 84 entschieden,hoffe jedoch im stillen das ich damit keine großen Probleme bekomme

Gruß Reinhard 54

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01 Nov. 2010 19:39 #80242 von FrankEinsNullSieben
FrankEinsNullSieben antwortete auf Das Streben nach Perfektion ...
Da es gerade zum Thema paßt ... gestern hatte ich doch tatsächlich eine Art Panne ... urplötzlich blieb das Gaspedal hängen, an zwei Stellen sogar, d.h. beim Durchtreten waren zwei Druckpunkte hör- und spürbar, es kam auch nicht mehr von selbst in die Ausgangsstellung zurück. Bei einem Automaticwagen wäre das je nach Verkehrssituation ziemlich gefährlich (kein Auskuppeln möglich zur Entspannung der Situation), aber auch bei einem Schalter verzichtet man gerne auf derartige Überraschungen.

Die Fehlersuche führte sogleich zum Gasgestänge im Motorraum (280 SL), es lag gleich nach der Durchführung aus der Spritzwand oben am Motor (unterhalb des Ventildeckels) an und hakte dort. Ursache war diese parallel zum Motorblock verlaufende gefederte Stange, an deren Ende normalerweise wohl ein Kunststoffaufsatz sitzt, der sich altersbedingt verkrümelt (oder verbröselt) hat, er lag in zwei Teilen weiter unten noch gut sichtbar. Durch das Fehlen dieses Abstandhalters drückte die Feder das gesamte Gestänge zu weit nach vorn, so daß es hinten unerwünschten Kontakt zum Motorblock bekam.

Ich fand im Kofferraum noch ein leeres Fläschchen Türschloßenteiser, dessen Verschlußkappe ungefähr die richtige Größe hatte. Auf das Ende der Stange gesteckt, von der Feder gut nach vorne gedrückt, hat es jetzt bis zum Werkstattbesuch morgen seinen Dienst getan und für ein gutes Gasgefühl gesorgt, so wie vorher. Natürlich kann so eine Behelfsreparatur mit nicht hitzebeständigem Billigplastikzeugs keine Dauerlösung sein, aber man kann zumindest weiterfahren Welchen modernen Wagen kann man so wieder flottmachen ...

Man verzeihe mir meine laienhafte Ausdrucksweise, ich bin sicher, jedes Gelenk und jedes Teilstück des Gasgestänges hat eine eigene Fachbezeichnung ...

Grüße, Frank[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : FrankEinsNullSieben am 01-11-2010 19:41 ]

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01 Nov. 2010 20:26 #80243 von schwobapfeil
schwobapfeil antwortete auf Das Streben nach Perfektion ...
Lieber Uli,

Dein Streben nach Perfektion kann ich gut verstehen. Auch wenn ich weiss, dass man das bei einem fast 30-jährigen Hobbyfahrzeug ruhig etwas lockerer sehen kann/sollte. Immerhin ist die Technik so gut, dass Defekte sich über einen längeren Zeitraum ankündigen, bevor man liegenbleibt (Ausnahmen bestätigen die Regel
Trotzdem ist der Perfektionsdrang der Ingenieure, den man überall spürt, nicht ohne Wirkung auf mich. Ich finde, ein so perfektionistisches Automobil muss perfekt funktionieren. Ein schlecht startender, rappelnder und ölender Motor, ein hakeliges Getriebe und Wassereinbrüche am Verdeck machen vielleicht den Reiz eines alten Engländers aus, aber nicht des Mercedes.
Bei mir muss alles perfekt funktionieren, sonst kriege ich die Krise.

Gut für MBC und meinen Mechano...

Greetz, Carlo

Greetz
Carlo

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