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Hinterachswellen Manschetten poröse - was tun??

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17 Sep. 2008 16:01 #61776 von jag_ev12
hallo,
guten tag zusammen,

habe meinen im juni in USA gekauften 500SL jetzt seit letzter woche auf der bühne stehen und bin endlich mit meiner checkliste u.a. auch für die TÜV-Hauptabnahme durch.

ein problem sehe ich in den porösen, aber noch dichten manschetten der hinterachswellen. die möchte ich nun wechseln, unabhängig davon ob es bei der TÜV-Abnahme damit ein problem geben könnte.

wer hat hier selber schonmal die manschetten gewechselt?
a. wie gross ist ungefähr der arbeitsaufwand für einen fortgeschrittenen schrauber?
b. was muss da (hier einigemale zitiert) gebördelt werden?

sollte man diese reparatur selber machen oder besser gleich zu Mercedes in die werkstatt geben?

wer kann mir da ein paar tipps geben damit ich nicht das rad neu erfinde .

gruss
ulrich

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17 Sep. 2008 18:23 #61777 von agossi
Hallo,

der Aufwand ist riesengross und man braucht eine Bördelmaschine, weil die Achswellen zerlegt werden müssen und am Schluss die Blechabdeckung wieder aufgebördelt werden muss.

Leider macht das auch keine Werkstatt i.d.R. mehr, ausser Du findest einen Spezialisten für das.

95% der Leute kaufen neue Achswellen für €550.-/Stk.

Gruss
Andi

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17 Sep. 2008 19:14 #61778 von sfmathias
Hallo Ulrich,

der Aufwand ist, wie Andi schon schrieb, riesengroß. Selbermachen ist nicht auf Grund des Spezialwerkzeugaufwand.

Sind die Manschetten tatsächlich porös? Das ist eigentlich sehr selten der Fall. Ich dachte das auch mal und habe dann mal ordentlich dran geschrubbt und siehe da - darunter waren die wie neu.

Wenn es wirklich so ist, mußt Du Dich nach einer Mercedes-Werkstatt umsehen, die das alte Werkzeug noch hat. Leider komme ich aus dem finsteren Süden. Da wüßte ich zumindest, dass die Vertretung in Ulm das Werkzeug und auch den noch einigermassen damit vertrauten Meister hat. Da hat mal ein Bekannter seine vom Marder angefressenen Manschetten reparieren lassen. War aber nicht billig. Ich denke so um die 150, 200€ für eine Seite war das wohl.

Gruß,
Mathias

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17 Sep. 2008 20:45 #61779 von jag_ev12
hallo,
danke für eure schnellen antworten.

ok, ich habe nun verstanden dass es recht schwierig ist die achswellen auseinander zu bauen und erst recht wieder zusammen zu bauen.

hier meine letzte frage,
wie schwierig ist denn zunächst der eigentliche ausbau der achswelle, also das entfernen vom differenzial und vom rad/lager?
dies müsste ja ohne spezialwerkzeug gehen.

gruss
ulrich

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17 Sep. 2008 21:19 #61780 von Turbothomas
Hallo Ulrich,

wenn Du noch die Steckachsen hast ist es recht einfach.
1. Fahrzeug hinten aufbocken
2. Diff-Öl ablassen
3. Räder demontieren
4. Spannschraube in der Nabe abschrauben (für den Zusammenbau die passenden Spannscheiben besorgen)
5. Diffdeckel abschrauben (Dichtungsmasse besorgen für den Zusammenbau)
6. Mit einem sehr stabilen Haken die Sicherungsringe abziehen
7. das Diff mit einem Wagenheber unterstützen
8. die vier Halteschrauben des Diffs am Querträger abschrauben
9. den Wagenheber absenken, das Diff kommt mit runter
10. die Antriebswellen erst auf der einen Seite zusammenschieben und herausziehen, dann auf der anderen Seite

und die neuen oder überarbeiteten Wellen dann genauso wieder zusammenbauen.

Grüßle Thomas

PS: Sollten sich die Antriebswellen nicht über einen Knickwinkel hinaus drücken lassen, dann mit sanfter Gewalt weiterdrücken , weil das Fett hart geworden ist. Die neuen Wellen gehen spielend leicht hinein.
Ach ja, besorg Dir auch gleich neues Diff-Öl; Lebendauerfüllung hält 10-15 Jahre keine 30, die Brühe stinkt beim Ablassen ein wenig.

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17 Sep. 2008 21:53 #61781 von jag_ev12
hallo thomas,
danke für die gute ausbau/einbau-anweisung.

was meinst du mit
"wenn Du noch die Steckachsen hast ist es recht einfach"

ich habe einen 1985er vorMoPf 500SL (koppelachse).

wenn es denn so funktionieren sollte, dann kriege ich das schon hin denke ich .

gruss
ulrich

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17 Sep. 2008 22:12 #61782 von agossi
Hallo,

Steckachsen sind eben die einteiligen Achswellen, die sich wie Thomas richtig schreibt, nur mit dem Öffnen des Diffs ausbauen lassen.

Die neuere Variante sind die zweiteiligen, die am Diff an einem Schwingungsdämpfer angeschraubt sind mit 6 brutal festsitzenden Torx-Schrauben (oder Innen-12-Zahn, auch möglich).

Welche Variante bei Dir eingebaut ist, weiss ich leider nicht auswendig, aber mit einem Blick zum Diff sofort feststellbar.

Gruss
Andi

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18 Sep. 2008 07:46 #61783 von frost
Es ist natürlich deine Entscheidung, ob du die Manschetten tauschen möchtest. Allerdings gebe ich zu bedenken, daß die Manschetten aus sehr dickem Gummi sind, so daß kleine äußerliche Risse unbedenklich sind und nicht zur Undichtigkeit führen. Mir ist bisher noch bei keinem Benz eine solche Manschette undicht geworden.


Grüße

Fritz

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18 Sep. 2008 10:18 #61784 von poldi
Hinterachswellen Manschetten ?

Moin, Moin!

An meinem 280 SL gibt es folgendes Phänomen: Er verliert über den Winter ((trockene aber kalte Garage) ca. 1 Liter Differentialöl. Ich stelle immer eine große Fotoschale d´runter, um das Öl aufzufangen.
Im Frühling, Sommer und Herbst passiert nix, da bleibt alles trocken. Wenn ich vor Winterbeginn den Ölstand kontrolliere ist alles O.K.
Er verliert also beim Fahren in der (relativ) warmen Jahreszeit kein Öl.
Jedes Jahr im April fahre ich dann zum „Freundlichen“ und lasse wieder gegen ein Trinkgeld von 10 Euronen neues Öl auffüllen. Es ist also kein wirtschaftliches Problem, aber es nervt halt.

Fragende Sternengrüße Ulli


Grüße aus dem Ölsumpf Ulli

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18 Sep. 2008 10:36 #61785 von PanTau
Hallo Torbothomas,
abweichend von Deiner Rep- Anleitung würde ich aber unbedingt Schritt 7. (Diff mit Wagenheber abstützen)vor Schritt 5. (Diffdeckel abschrauben) ausführen.
Gruß
Frank

VG
Frank

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18 Sep. 2008 11:08 #61786 von frost

On 2008-09-18 10:18, poldi wrote:
Hinterachswellen Manschetten ?

Moin, Moin!

An meinem 280 SL gibt es folgendes Phänomen: Er verliert über den Winter ((trockene aber kalte Garage) ca. 1 Liter Differentialöl. Ich stelle immer eine große Fotoschale d´runter, um das Öl aufzufangen.
Im Frühling, Sommer und Herbst passiert nix, da bleibt alles trocken. Wenn ich vor Winterbeginn den Ölstand kontrolliere ist alles O.K.
Er verliert also beim Fahren in der (relativ) warmen Jahreszeit kein Öl.
Jedes Jahr im April fahre ich dann zum „Freundlichen“ und lasse wieder gegen ein Trinkgeld von 10 Euronen neues Öl auffüllen. Es ist also kein wirtschaftliches Problem, aber es nervt halt.

Fragende Sternengrüße Ulli



Hallo Ulli,

kommt das Öl an einem O-Ring oder Wellendichtring raus? Ich hatte das gleiche Phänomen an einem Opel-Automatikgetriebe (ca. 200 ccm Ölverlust bei Winterstandzeit). Nach Wechsel des Wellendichtringes und des O-Ringes vom Tachoantrieb war der Verlust beseitigt. Der Verlust wird normalerweise durch temperaturbedingte Kontraktion einer Dichtung verursacht. Ich würde also mal prüfen welche Dichtstellen es am Differential gibt. Oder hast du die Stelle schon lokalisiert, wo das Öl herauskommt?


Grüße

Fritz

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18 Sep. 2008 14:16 #61787 von jag_ev12
hallo,

habe heute nochmal genau nachgeschaut, 2 manschetten, an jeder seite eine, sind schon minimal defekt, aber es tritt leicht öl aus, also werde ich sei wechseln.

@Thomas (turbo)
@Andi
ich habe mal am differenzial nachgeschaut wie die achsantriebswellen befestig sind.

an der differenzialseite ist dieser schwingungsdämpfer, 2 zusammengeschraubte halbrunde elemente zu sehen, dahinter ein kranz allerdings mit 8 normalen sechskantschrauben.
Also scheint es die version von Andi zu sein.

wenn ich nun diese schauben gelöst bekomme, bleibt es denn bei der empfehlung von Thomas für den weiteren ausbau oder ändert sich hier nun was?

gruss
ulli

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18 Sep. 2008 14:49 #61788 von sfmathias
Hallo Ulli,

also nur damit Du Dir auch klar bist. Das hier:

Dieses Bild ist für Gäste verborgen.
Bitte anmelden oder registrieren um das Bild zu sehen.



ist die alte Variante, die nach der von Thomas beschriebenen Methode ausgebaut wird. Da bleiben die Schrauben wo sie sind! Hier wird nur im Differential die Sicherung entfernt.

Das da:

Dieses Bild ist für Gäste verborgen.
Bitte anmelden oder registrieren um das Bild zu sehen.



ist die neue Variante (Im Bild ist die Achse eines 126ers, das spielt aber keine Rolle), bei der die Innensechskantschrauben mit dem etwas erhöhten Moment losgebrochen werden muss. Hier wird also außen abgeschraubt.

Gruß,
Mathias[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : sfmathias am 18-09-2008 14:51 ]

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18 Sep. 2008 16:57 #61789 von jag_ev12
hallo Mathias,
danke für deine hilfe mit den fotos.

bei mir ist es wie auf deinem ersten foto,
nur dass bei mir zusätzlich dieser schwingungsdämpfer ziemlich nahe vor den acht sechskanntschrauben montiert ist.

nochmals danke für eure hilfe.
ich werde mal ein paar fotos reinstellen wenn ich beim ausbau / einbau bin.

gruss
ulrich

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18 Sep. 2008 17:58 #61790 von Turbothomas
Ulrich,

schreib doch bitte einen kleien Bericht mit Word oder OpenOffice und schicke mir Bilder und Bericht getrennt voneinander zu, dann haben wir wieder einen Artikel für alle Selbstschrauber.

Grüßle

Thomas

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21 Sep. 2008 12:10 #61791 von jag_ev12
hallo,

danke nochmals für eure antworten, anregungungen und auch für die fotodokumentationen.

@Thomas
es wird ein paar wochen dauern mit dem ausbau achsantriebswellen, werde dieses als letztes tun.
sobald ich aber dabei bin werde ich fotos und eine reparaturdokumentation machen und dir dieses fürs forum zukommen lassen.

gruss und danke
ulrich
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : jag_ev12 am 21-09-2008 12:13 ]

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22 Sep. 2008 16:30 #61792 von jag_ev12
hallo,
hier zum schluss nochmal 2 fotos wie es bei meinem 500SL aussieht, also eindeutig die steckversion der achsantriebswellen.
gruss
ulrich

aus irgend eeinem grund krieg ich die bilder nicht hochgeladen
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : jag_ev12 am 22-09-2008 19:42 ]

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09 Juli 2012 12:38 #61793 von ticktack51

On 2008-09-17 21:19, Turbothomas wrote:
Hallo Ulrich,

wenn Du noch die Steckachsen hast ist es recht einfach.
1. Fahrzeug hinten aufbocken
2. Diff-Öl ablassen
3. Räder demontieren
4. Spannschraube in der Nabe abschrauben (für den Zusammenbau die passenden Spannscheiben besorgen)
5. Diffdeckel abschrauben (Dichtungsmasse besorgen für den Zusammenbau)
6. Mit einem sehr stabilen Haken die Sicherungsringe abziehen
7. das Diff mit einem Wagenheber unterstützen
8. die vier Halteschrauben des Diffs am Querträger abschrauben
9. den Wagenheber absenken, das Diff kommt mit runter
10. die Antriebswellen erst auf der einen Seite zusammenschieben und herausziehen, dann auf der anderen Seite

und die neuen oder überarbeiteten Wellen dann genauso wieder zusammenbauen.

Grüßle Thomas

PS: Sollten sich die Antriebswellen nicht über einen Knickwinkel hinaus drücken lassen, dann mit sanfter Gewalt weiterdrücken , weil das Fett hart geworden ist. Die neuen Wellen gehen spielend leicht hinein.
Ach ja, besorg Dir auch gleich neues Diff-Öl; Lebendauerfüllung hält 10-15 Jahre keine 30, die Brühe stinkt beim Ablassen ein wenig.


Hallo Thomas,

ich habe die Antriebswellen beim Wechsel des Differentials vertauscht die Linke auf die rechte Seite etc.

Jetzt habe ich in der Reparaturanleitung gelesen, dass das Nachteile hat wegen der ölrückförderung. Muss ich sie jetzt nochmal tauschen?

Siehe im Bildtext:



Grüße!
Ortwin

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[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : ticktack51 am 09-07-2012 12:39 ]

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