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Zündprobleme 450 SLC Baujahr 73 US-Modell D-Jet

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20 Aug. 2012 17:00 #100659 von hudeldidudel
Zündprobleme 450 SLC Baujahr 73 US-Modell D-Jet wurde erstellt von hudeldidudel
Hallo liebe 107er Gemeinde!

Ich muss etwas ausholen:
nachdem ich den TÜV für meinen 450er bekommen hatte, bin ich einen Nachmittag mit dem Wagen gefahren. Keine Probleme dabei, auch vorher lief der Wagen ja immer super. Auf den letzten 10 km ging der Wagen mehrmals im niederen Drehzahlbereich aus, ließ sich aber wieder starten. Am nächsten Tag sprang der Wagen nicht mehr an. Der ADAC-Mann meinte, der Zündfunken am Verteiler (direkt hinter Zündspule) sei zu klein. Zündfunken hatte ich an der Kerze sehen können. Auf Verdacht habe ich den Zündkondensator gegen einen neuen gewechselt. Ohne Ergebnis. Ich habe den Wagen dann einer Werkstatt, die auch viele Oldtimer behandeln transportiert, wo der Wagen drei Tage hintereinander ohne Probleme lief. Die Werkstatt wusste nicht, wonach sie suchen sollte bei einem gut laufenden Fahrzeug. Ich habe den Wagen geholt und bin wieder stehen geblieben. Eine weitere Berliner Werkstatt hatte dann das gleiche Szenario, dass der Wagen mal lief (selten), mal nicht. Die haben auch ein Austausch-Zündschaltgerät ausprobiert (das getestet und OK ist), ohne Ergebnis. Ich habe dann noch die Zündspule getauscht. Der letzte Versuch, bevor ich den Autoelektriker kommen lassen wollte, war: Verteilerfinger, U-Kontakt und Verteilerkappe zu wechseln (in der alten Verteilerkappe war kein Abbrand zu entdecken, alle Beteiligten meinten, die sähe gut aus). Also als erstes neuen Finger drauf und der Wagen lief ohne Probleme der ganzen Tag. Trotzdem haben wir noch den neuen U-Kontakt verbaut. Am Abend wurde noch die Zündung eingestellt, dann wurde das Fahrzeug geparkt. Am nächsten Morgen wollte ich den Wagen holen, aber er ließ sich wieder nicht starten. Autoelektriker geholt, der hat gemessen und ist zum Schluss gekommen, dass das Zünd-Schaltgerät defekt sei. Ich habe also mein Schaltgerät und das von der Werkstatt (hat korrekte Nachfolgeboschnummer zu meinem) eingeschickt zum Testen/Reparieren (Ingenieurbüro Gerberding in Detmold). Beide Geräte sind ok, meins (0 227 051 012)hat eine etwas geringere Zündleistung als das Nachfolgemodell (0 227 051 022), aber eigentlich ok.

Ich werde jetzt noch die beiden Vorwiderstände 0,6 und 0,4 Ohm durchmessen, ein Freund hat außerdem den Verdacht, dass am Zündschloss an einer Steckverbindung unterm Armaturenbrett etwas fehlerhaft sein könnte.
Der Zündfunke zwischen dem Kabel, was von der Spule kommt und Masse ist mal da, mal nicht und wenn nicht da, dann ist er klein. Ich werde dieses Kabel auch nochmal testen/wechseln.

Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Viele Grüße und Danke,

Martin

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20 Aug. 2012 18:26 #100660 von Dr-DJet
Hallo Martin,

lass mich ein paar Fragen stellen, nur so viel vorweg: Den Kondensator kannst Du getrost weglassen. Das ist ein Überbleibsel der vorherigen Technologie ohne Transistorzündung.

Jetzt meine Fragen:

- Wo genau ist der Zündfunke so schwach: Hochspannungskabel von Zündspule an Zündverteiler?
- Habt Ihr mal die Impulse vom Zündschaltgerät zum zur Zündspule gemessen? Sind die beim schlechten Lauf in Ordnung?

Erstmal muss ich verstehen, ob das Problem primär- oder sekundärseitig an der Zündspule ist. Welche Nummer hat die eigentlich?

Gruß,
Volker

Viele Schraubergrüße - best regards, Volker, Admin und Betreiber
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21 Aug. 2012 21:48 #100661 von hudeldidudel
Hallo Volker,

erstmal Danke für Deine Antwort.

Die Antwort auf Deine erste Frage ist JA. Wir haben den Stecker, der auf der Verteilerkappe steckt gegen Masse gehalten und beim Starten, wenn überhaupt, einen schwachen Funken gehabt. Der Elektriker hatte das Schaltgerät dann aus dem Stromkreis genommen und der Funke war deutlich stärker.

Zur zweiten Frage: die Impulse haben wir NICHT gemessen. Der Wagen läuft jetzt schon eine Weile gar nicht mehr. Von schlechtem Lauf konnte man nur ganz am Anfang, als das Problem auftrat, gelegentlich sprechen. Da schwankte die Drehzahl im Leerlauf unter Last (auf D im Stand) um die 800, dann ging er aus. Auf N lief er rund. Danach war eigentlich nur noch ON/OFF, also er lief oder eben nicht. Wenn er lief, schnurrte er wie ein Kätzchen, war durchzugsstark, aber ab und zu mal ein leichter "Ruckler" am Aggregat (Leerlauf oder D im Stand).

Die "alte" Zündspule liegt im Auto, ich sehe mal nach der Teilenummer. Versuche mal ein Bild hier anzuhängen, vielleicht fällt Dir ja was auf. Momentan ist die andere verbaut. Vielleicht sollte ich ja auch mal alles auf den Urzustand zurück setzen, sprich, die alte wieder einbauen.

Nur noch kurz angemerkt: der Wagen lief 2 Jahre lang ohne Probleme, ich habe nichts modifiziert an der Elektronik. Ich bin immer wieder mit Kurzzeitkennzeichen mehrere Strecken gefahren.

Bild folgt, Teilenummer der Spule auch.
DANKE!!!

Martin

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21 Aug. 2012 22:17 #100662 von Dr-DJet
Hallo,

kann Dein Autoelektriker mal mit dem Oszilloskop die Impulse vom ZSG zur Zündspule ansehen und auch die von der Zündspule zum Verteiler. Es genügt, wenn er das bei Anlassversuchen macht.

Grundsätzlich können die ZSG ein thermisches Problem haben, das also auch das Ingenieurbüro nicht messen könnte. Sprich sie funktionieren kalt und setzen dann beim Warmwerden aus. Was mich von der Vermutung abbringt, ist die Tatsache, dass Du ja 2 ausprobiert hast.

Jetzt muss Dein Autoelektriker nur aufpassen, dass die Radlaufgeräte anders angeschlossen werden als die späteren Einheitsschaltgeräte. Also unbedingt die Stromlaufpläne in der WIS studieren. Dort steht auch, wie man das ZSG prüft.

Auch Zündspulen können ein Wärmeproblem haben und dann plötzlich durchschlagen. Jetzt bin ich erst mal auf die Nummer gespannt.

Gruß,
Volker

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03 Sep. 2012 18:15 #100663 von hudeldidudel
Hallo Volker,

danke für Deine Tipps!

Ich habe vorletzte Woche das Schaltgerät von der Werkstatt (weil höhere Leistung) mit Schaltplan als Referenz wieder eingebaut. Obwohl ich eigentlich nichts anders gemacht habe als die Werkstatt, sprang der Wagen sofort an. Hm. Gut erstmal.

Von der Art der Symptome her, vermutete ich die ganze Zeit, dass mindestens zwei Fehlfunktionen vorhanden waren (und hoffentlich nicht mehr sind). Das ist aber nur eine Vermutung.

Mal sehen, was weiter passiert. Ich sollte vielleicht mit dem laufenden Wagen mal beim Elektriker vorfahren und ein EKG anlegen?

Viele Grüße und nochmal Danke,

Martin

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04 Sep. 2012 10:52 #100664 von Dr-DJet

On 2012-09-03 18:15, hudeldidudel wrote:
Hallo Volker,

Mal sehen, was weiter passiert. Ich sollte vielleicht mit dem laufenden Wagen mal beim Elektriker vorfahren und ein EKG anlegen?

Martin

Hallo Martin,

ja so ein EKG ist gut. Da siehst Du nicht nur die Höhe der Zündspannung, sondern kannst auch gleich beurteilen, ob sie auf allen Zylindern gleich ist.

Gruß,
Volker

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04 Sep. 2012 14:51 #100665 von BWE
Hallo Martin,

habe auch einen 450, US, Bj. 1973 und bin aus Berlin. Helfen kann ich Dir sicher nicht bei Deinem Problem. Mich würde aber interessieren, wie er läuft, wenn er in Ordnung ist. ich bin mit meinem Motor nicht so zufrieden. Er läuft einwandfrei aber Leistung und Beschleunigung erscheinen mir etwas zu schwach. Habe leider keine Vergleichsmöglichkeiten.

Grüße

Bernd

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04 Sep. 2012 20:06 #100666 von Dr-DJet
Hallo Bernd,

mache mal einen separaten Thread auf und beschreibe Dein Problem. Dann können wir das diskutieren. Klar ist aber, dass der US 450er immer weniger Leistung und Drehmoment als ein europäischer 450er hat.

Dein 73er US 450SL hat nur 190 PS und 325 Nm, wenn es ein kalifornischer mit Abgasrückführung nach August 73 ist, sogar nur 180 PS und 298 Nm. Das ist gegenüber dem Europäer mit 225 PS und 378 Nm deutlich weniger.

Volker[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Volker500SL am 04-09-2012 20:08 ]

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